Review – Joe Bonamassa – Live At The Sydney Opera House

 

(A.M.) Am 25. Oktober 2019 veröffentlicht der Ausnahme-Blueser „Joe Bonamassa“ sein neues Album „Live At The Sydney Opera House“ über Mascot Label Group.

 

Und was sollen wir sagen: Wie erwartet, da gewohnt, haut Bonamassa damit wieder richtig einen raus. Der Opener „The Train“ lässt uns beim Intro an „Jethro Tulls“ „Locomotive Breath“ denken. Insgesamt hat dieser Titel in seinen über 8 Minuten Spieldauer direkt alles an Können in sich, was wir uns von Bonamassa erhoffen. Danach geht es mit „Mountain Climbing“ weiter. Hier haben die Bläser einen besonderen Auftrag. Sie unterstützen den Bass gekonnt, so dass auch dieser Song zu einem Feuerwerk wird. Zunächst extrem ruhig und gefühlvoll spielt Bonamassa bei „Drive“ seine Gitarre und entschwindet auch gesanglich voll und ganz in diesem Titel. „Love Ain´t A Love Song“ beginnt auf dieser Scheibe mit einem tollen Gitarrensolo. Dies wird von den anwesenden Fans entsprechend gewürdigt. Und was sollen wir sagen: Zu Recht! Danach geht es mit Bläsern und Keyboard weiter und auch die Backgroundsängerinnen unterstützen in Perfektion. Somit wird der Song immer voller und satter.

 

Es folgt „How Deep This River Runs“. Hier sticht die extrem markante Gesangsstimme von Bonamassa extrem hervor, aber auch die weibliche Unterstützung setzt Akzente. Die ebenfalls rund 8 Minuten Songlänge sind einfach zum Genießen. Weiter geht es mit „Mainline Florida“. Hier ist besonders das sehr ausgiebige Gitarrensolo zu bemerken. „The Valley Runs Low“ lädt uns zunächst in den „Wilden Westen“ ein. Der Song entwickelt sich extrem harmonisch und geht schon fast Richtung klassischer Ballade. So zeigt Bonamassa auch diese Seite seiner Musik sehr gut. „Blues Desperation“ ist absolut abwechslungsreich. Ruhige und weiche Passagen mit enormer Zurückhaltung und durch Minimalismus geprägt, wechseln sich mit vollen und satten Teilen ab, in denen jeder Musiker alles gibt und die Facetten seines Instrumentes deutlich spielt. Besonders die Bläser betonen diese Parts. Als Abschluss der Scheibe ist „No Place For The Lonely“ aufgenommen. Der Blues steht hier musikalisch ganz eindeutig im Vordergrund. Somit ist dieser Titel an dieser Stelle mehr als perfekt gewählt.

 

Unsere Anspieltipps sind „This Train“ und „Love Ain´t A Love Song“, wobei eigentlich alle neun Titel des Albums grandios sind.

 

Promoportal-Germany vergibt 10 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

This Train

Mountain Climbing

Drive

Love Ain´t A Love Song

How Deep This River Runs

Mainline Florida

The Valley Runs Low

Blues Of Desperation

No Place For The Lonely