Review – Helltrail – Off A Six Foot Town

 

(A.M.) Bereits im September 2019 veröffentlichten „Helltrail“ ihr Debutalbum „Off A Six Foot Town“. Die vier Musiker Achim Lanzedorf (Gesang, Gitarre), Kallo Wilm (Bass, Gesang), Alex Leu (Gitarre, Gesang) und Guido Baumann (Schlagzeug) stammen aus Nordrhein-Westfalen und beschreiben ihre Musik selbst als lauten, rauen, dreckigen und dennoch ehrlichen Rock bzw. Metal.

Laut Infos erinnern ihre Songs an „Motörhead“, „Black Label Society“, „Psychopunch“ oder bezogen auf die Gitarrenlinien auch an frühere „Metallica“ Alben oder „Megadeth“. Wichtig war und ist ihnen auf jeden Fall ein echter Sound ohne Dopplungen, der live produziert ist. Auf dem Tonträger soll es genauso klingen, wie auf der Bühne, so das Ziel.

Der Opener „Ultimate Fear“ wird als robust und stürmisch beschrieben. Und ja, eine harte und aggressive Dominanz ist auf jeden Fall direkt und sofort dabei. Rotzig und in Teilen dennoch melodisch geht es mit „Pain“ weiter. Danach folgt „Doomsday Machine“ mit klar dominierenden Drums und verzerrten Gitarrenlinien. Die Gitarre hat auch im rockigen „Ahes“ durch ein vielfältiges Solo viel Aufmerksamkeit. Hart, mit einem aggressiven Gesang und einem eher virtuosen Gitarrensolo gegen Ende geht es dann mit „Bleed“ weiter, bevor „“Breathe“ eine düstere Stimmung verbreitet. Diese Atmosphäre ist auch in „The Wolves In Me“ deutlich zu spüren und wird zudem durch Tempo und harte Drums ergänzt.

„Love 2 Hate“ wird als exotisch und düster beschrieben. Und hier stimme ich voll und ganz zu. Hingegen würde ich bei „Scream“ eher das Adjektiv punktiert wählen und ergänzen, dass klare Breaks als Stilmittel genutzt werden, als es als „stoisch“ zu bezeichnen. Und bei den Beschreibungen von „Testify“ („dezent punkig-trashig, aber stets prägnant melodisch“) pflichte ich bezüglich melodisch bei. Dies ist ebenfalls gepaart mit gekonnt genutzten Breaks. „Push“ ist insgesamt hart und aggressiv und ja, hier stimme ich den bisherigen Infos zu, es hat eine Note eines hymnischen Refrains. Als letzten Song präsentieren die Vier mit „Walking On Quicksand“ einen eher ruhigen und melodischen Titel mit einem tollen Gitarrensolo. 

Alles in allem ist es wirklich ein sauberes Debut und auf Gigs muss hoffentlich keiner mehr lange warten.

Unsere Anspieltipps sind „Pain“ und „Walking On Quicksand“.     

Promoportal-Germany und Crossfire vergeben 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Ultimate Fear

Pain

Doomsday Machine

Ashes

Bleed

Breathe

The Wolves In Me

Love 2 Hate

Scream

Testify

Push

Walking On Quicksand