Review: Serie: Zero Zero Zero

 

(M.D.) Das Produktionsunternehmen Cattleya, Bartlebyfilm liefert mit dieser Serie eine Story ab, die sich um den internationalen Drogenhandel dreht. Während der ersten 8 Folgen der Serie werden vor allem drei beteiligte Gruppen an einem riesigen Drogendeal gezeigt, deren Linien sich im Laufe der Serie kreuzen.

Alles beginnt damit, dass ein Mafiaboss in Kalabrien, Don Damiano „Minu“, eine Lieferung Drogen in Mexico bestellt. Unterstützung findet er scheinbar bei seinem Enkel Stefano. Allerdings nimmt die Beziehung zu ihm im Verlauf der Serie verschiedene Wendungen.

Den Transport der Lieferung übernimmt die Familie Lynnwoods aus New Orleans. Beteiligt an der gesamten Transaktion sind während der Folgen Edward Lynwood und seine beiden Kinder Emma und Chris. Verschiedene Gruppierungen mit eigenen Interessen versuchen allerdings die Lieferung an sich zu bringen, so dass Don Minu letztendlich nicht in deren Besitz gelangen soll.

Eine weitere wichtige Rolle spielt Manuel Contreras, Leiter einer mexikanischen Spezialeinheit, der für die Lieferanten der Drogen in Mexiko arbeitet und in verschiedenen Situationen in den Geschäftsverlauf eingreift, weil er selbst, mit einigen korrupten Kollegen, in das Drogengeschäft einsteigen möchte.

Chris begleitet die Ladung, die mit einem Schiff nach Europa gebracht werden soll. Verschiedene Begebenheiten führen dazu, dass die Ladung letztendlich durch Afrika transportiert werden muss und Emma zu Chris stößt, um ihn dabei zu begleiten. Sie kommen mit Dschihadisten in Kontakt und die Fahrt wird immer mehr zum Horrorszenario, aber die Ladung bleibt auf ihrem Weg.

Bis zum Abschluss des Geschäftes bleiben einige der Protagonisten auf der Strecke und die Geschichte nimmt immer wieder Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hat. Zeitweise ist die Serie von massiven Gewaltdarstellungen geprägt, die zart besaitete Zuschauer schlucken lassen werden. Wer am Ende der Besitzer der Drogen ist und wer übrig bleibt werden wir an dieser Stelle nicht verraten, um die Spannung nicht zu nehmen.

Die Musik und die düsteren Farben des Werkes unterstützen diesen Abgesang auf den Drogenhandel, der mindestens so viele Verlierer bei dem Riesengeschäft aufweist wie Gewinner. Deshalb raten wir sich selbst ein Bild zu machen.

Die schauspielerische Leistung der Akteure ist auf einem guten Niveau. Hier wurde schon im Vorfeld sehr genau ausgewählt. Gestik und Mimik sind in der Serie ein großes Thema.

Für Spannung und Neugier und gleichzeitig aber auch Verwirrung sorgt der Aufbau. Es gibt immer wieder Zeitsprünge, die die Handlungen wiederholend aus verschiedenen Perspektiven darstellen. Zudem braucht der Zuschauer eine ordentliche Menge an Konzentration, um die Fäden, die gezogen werden, frühzeitig zu verstehen und Verbindungen herstellen zu können.

Das Promoportal-Germany und Crossfire vergeben 7 von 10 Punkten für diese Serie.