Review Serie: Star Trek - Picard

 

(M.D.) Picard…. die Fortsetzung der Geschichte von Jean Luc Picard – eigentlich etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Jetzt blieb eigentlich nur noch abzuwarten, wie das umgesetzt worden ist.

Jean Luc lebt auf seinem Weingut in Frankreich, wo er aufgesucht wird, um ein Interview zu geben. Dabei macht man ihn mitverantwortlich für die Supernova, die es vor Jahren im romulanischen System gegeben hat. Die Geschichte setzt somit direkt an den Inhalten des Films „Nemesis“ an. Doch das Interview hat noch andere Folgen. Jean Luc wird von einer jungen Frau namens Dahjis aufgesucht, die sein Interview in den Medien gesehen hat. Im Vorfeld war sie Opfer eines Übergriffs, bei der ihr Partner getötet wurde.

Nun nimmt die Geschichte Fahrt auf. Jean Luc recherchiert und stellt fest, dass das Ganze mit seinem alten Freund, dem Androiden Data, in Zusammenhang stehen muss. Mittlerweile sind Androiden eher ungern gesehen, da es einen Aufstand von ihnen auf dem Mars gegeben hat, der zur Folge hatte, dass die Produktion eingestellt wurde. Es stellt sich heraus, dass Dahjis eine Schwester hat, die Jean Luc in Folge verschiedener Ereignisse finden muss. Soji, so ihr Name, befindet sich allerdings auf einem ehemaligen Kubus der Borg, der als Forschungsstation genutzt wird.

Eine romulanische Geheimorganisation befindet sich ebenfalls auf der Suche nach Soji und so entsteht bei der Suche nach der jungen Frau ein Wettlauf gegen die Zeit. Dazu benötigt Picard allerdings ein Raumschiff, das ihm die Sternenflotte trotz seines Statuses als Admiral a.D. verweigert. Er nutzt daraufhin ein Schiff, dass ihm seine alte Bekannte Raffi verschafft hat. Bevor sie den Borg Kubus erreichen, nehmen sie Elnor mit an Bord, der mittlerweile eine Ausbildung zum Krieger genossen hat. Picard kannte ihn bereits als kleinen Jungen von den Rettungsaktionen bei der Zerstörung des romulanischen Heimatplaneten. Die romulanische Geheimorganisation versucht Soji zu beseitigen, was Jean Luc auf verschiedene Weisen zu verhindern vermag. Dabei erhält er unter anderem Hilfe seines alten Crewmitglieds Seven Of Nine. Nachdem er die junge Frau aus der Gefahrenzone gebracht hat, nimmt die Geheimorganisation die Verfolgung des Schiffes auf.

Die Geschichte nimmt viele spannende Wendungen. Die Crew seines eigenen Schiffes wurde durch die Geheimorganistaion infiltriert. Er trifft im Laufe seiner Reise seinen ersten Offizier William T. Rieker und Deanna Troi wieder. Es zeigt sich, dass sich der Gesundheitszustand von Jean Luc auf Grund eines Fehlers im Gehirn, zusehend verschlechtert.

Letztendlich gelangt er, samt seiner Weggefährten, zum Geburtsort von Soji und Dahji, wo sich die Geschichte aufzulösen beginnt. Allerdings kommt es zu einem Showdown, bei dem der Borg Kubus, die Geheimorganisation und andere bereits vorher Beteiligte noch einmal involviert sind. An dieser Stelle wollen wir nicht zu viel verraten, damit man die Serie noch genießen kann.

In jedem Fall ist hier eine neue Episode des Star Trek Universums geschaffen worden, die es sich zu schauen lohnt. Seit den ersten Einsätzen von Captain Kirk hat diese Welt an immer mehr Komplexität gewonnen, die Charaktere haben Tiefgang und die Geschichten sind spannend umgesetzt und nehmen viele unerwartete Wendungen. Uns hat die Serie gefesselt und wir freuen uns bereits heute darüber, dass eine Fortsetzung angekündigt worden ist. Zudem waren wir mehr als positiv überrascht, wie viele „alte“ Schauspieler für die neue Serie gewonnen werden konnten. Und gleichzeitig bringen „neue“ Darsteller auch frischen Wind mit hinein und unterstreichen die Thematik bzw. das neue Zeitalter. Die Serie ist nicht einfach nur eine Fortsetzung. Sie hat einen eigenen Charme und Charakter. Die schauspielerischen Leistungen, die Effekte, die Umsetzungen der Welten im Weltraum, sind bis ins Detail durchdacht und grenzen für uns an Perfektionismus.

Für diese Umsetzung vergibt das Promoportal-Germany 9 von 10 Punkten.