Review – Prinzessin & Rebell – Boomende Stadt

 

(A.M.) Am 28. August erschien das Album „Boomende Stadt“ von „Prinzessin& Rebell“ über das „Sturm und Klang“ Label von Konstantin Wecker. Das Musikerduo wartet mit viel Know How auf. Anna Katharina Kränzlein spielt Geige, Bratsche, Cello, Drehleier, Indianerflöte und singt. Florian Kirner/ Prinz Chaos spielt Gitarre, Mandoline, Thüringer Waldzither und singt ebenfalls. Meistens singen sie in deutscher Sprache, aber auch englische Anteile („Wenn ich ein Metzger wär´“ und „Live Like Horses“) sind dabei.

Die Zwei thematisieren in einer liedermacherähnlichen Manier sowohl Alltagsthemen als auch sehr gesellschaftskritische Inhalte. Konkret bedeutet dies, dass es um „Eintracht“ mit aktiven Taten, wie beispielsweise im Opener, „Der Pfahl“ geht oder auch um die nervige Mücke, die einen nachts mit ihrem Surren nicht schlafen lässt („Das Mückenlied“). Die Zwei nutzten ihre Geschlechterrollen zudem auch gesanglich in Form des Duetts „Wenn ich ein Metzger wär`“ und sind so weiterhin im Alltag und der Gesellschaft unterwegs.

Mit dem Albumtitel „Boomende Stadt“ spiegeln sie die aktuelle Gesellschaft mit ihrem Fortschritt wider, die aber gleichzeitig in ihrem selbst erschaffenen Luxus versinkt. Hier ist der Apell des Nachdenkens klar und wird durch die Arrangements der Instrumenteneinsätze zudem unterstützt und verstärkt.

Aber auch ein Instrumentaltitel „Heiliger Raum“ sind zu hören und Melodieanteile des „Gute Nacht Lieds“ „Der Mond ist aufgegangen“ in „Dass man sich wärmt, in der Nacht“. Für den Bonustrack „Zusammen!“ konnten die Konstantin Wecker und Jo Barnikel zusätzlich gewinnen.

Promoportal-Germany vergibt 6,5 von 10 Punkten für ein handwerklich gutes Album, das seine Liebhaber finden wird, auch wenn es mich persönlich nur mit einzelnen Songs anspricht.

 

 

Tracklist:

 

Der Pfahl

Heiliger Raum

Boomende Stadt

Wenn ich ein Metzger wär´

Dass man sich wärmt, in der Nacht

Zusammen!

Live Like Horses

Das Mückenlied

Prinzessin

Versunkene Sterne