Review – Sarkh – Kascade

 

(A.M.) Vor mir liegt das neue Album „Kascade“ von „Sarkh“. Bereits Anfang des Jahres erschien dies auf CD und nun, im Herbst, kommt es zudem in limitierter Auflage auf Vinyl-LP in den Handel. Falko Schneider am Bass, Johannes Schaffer an der Gitarre und Johannes Dose am Schlagzeug haben ein Konzeptalbum auf die Beine gestellt, welches mit acht reinen Instrumentalsongs im Post-Rock Stil die Natur thematisiert.  

 

Der Opener „Ackerland“ ist in sich mit Tempowechseln, unterschiedlich starkem Instrumenteneinsatz und Breaks schon sehr zum Hineinversetzen aufgebaut. „Wildnis“ geht dann auf der einen Seite eine Spur schneller, auf der anderen Seite eine Note mysteriöser weiter. Zunächst getragener ist „Muttererde“ arrangiert. Dieser Song nimmt aber noch Fahrt auf. „Saat“ ist mit extrem detaillierten Gitarrenlinien sehr punktiert. Ob „Derbholz“ wirklich „derber“ ist, darüber lässt sich streiten. Harte Elemente und Momente sind dabei, aber auch wirklich ruhige und harmonische Passagen.  

 

Für das Thema „Morast“ hätte ich mir anderes gewünscht, da meine Vorstellungen Matsch, Dreck und Schlamm beinhalten. Aber hier gilt wohl ganz klar die Devise der künstlerischen Freiheit und der unterschiedlichen Wahrnehmungen. „Kascade“ hat als Titelsong wieder einiges zu bieten: Ruhe, Minimalismus, Härte, Kraft, Fülle, alles ist vertreten. Als letzter Titel ist „Irrlicht“ sehr ruhig und klar arrangiert und im Vergleich zu den anderen sieben Songs eher kurz.  

 

Anspieltipps möchte ich hier nicht geben, da das Gesamtkonzept zerstört werden würde.  

 

Promoportal-Germany vergibt 6,5 von 10 Punkten. Auf der einen Seite ist das Konzept sehr stimmig und die Songs ineinanderfließend. Aber zugleich fehlt mir das Highlight, sprich ein Song, der Abwechslung bringt und hervorsticht.  

 

Tracklist: 

Ackerland 

Wildnis 

Muttererde 

Saat 

Derbholz 

Morast 

Kascade 

Irrlicht