In Extremo lässt Treysa beben – spektakuläres Finale zum 777-jährigen Stadtjubiläum
by Sven Löffler
Treysa: Was für ein Finale! Mit einer spektakulären Rockshow von In Extremo ist das Festwochenende zum 777-jährigen Bestehen der Stadtrechte von Treysa am Sonntagabend auf der Lehmenkaute zu Ende gegangen. Rund 3.500 Besucherinnen und Besucher erlebten einen Konzertabend, der mit kraftvoller Rockmusik, mittelalterlichen Klängen, Feuer und Pyrotechnik noch einmal für einen echten Höhepunkt des Jubiläums sorgte.
Veranstaltet wurde das Konzert von Heynmöller – Kleidung. Geschäftsführer Jörg Paul Diehl hatte In Extremo nach Treysa geholt und damit bewusst einen musikalischen Höhepunkt zum Abschluss des Jubiläumswochenendes gesetzt.

Rockiger Start mit Allen Head
Bevor der Headliner die Bühne betrat, sorgte die Schwalmstädter Rockcoverband Allen Head für die richtige Stimmung. Mit bekannten Rockklassikern heizte die regionale Formation dem Publikum kräftig ein und bereitete die rund 3.500 Konzertgäste auf das bevorstehende Highlight vor. Je näher der Auftritt von In Extremo rückte, desto größer wurde die Spannung auf dem Festplatz. Dann war es endlich so weit.
In Extremo bringt die Lehmenkaute zum Beben
Mit „Olafur“ eröffnete In Extremo den rund zweistündigen Auftritt – und von Beginn an war klar, dass die Band nicht gekommen war, um einen gewöhnlichen Konzertabend zu spielen.
Songs wie „Spielmannsfluch“, „Troja“, „Weckt die Toten“ und „Feuertaufe“ sorgten für eine mitreißende Atmosphäre. Dazu kamen die für In Extremo charakteristischen mittelalterlichen Instrumente, druckvolle Gitarren und eine aufwendige Bühnenshow.
Ein besonderer Blickfang waren die zahlreichen Feuer- und Pyroeffekte. Immer wieder schossen Flammen meterhoch in den Nachthimmel. Musik, Licht und Feuer verschmolzen zu einer beeindruckenden Show, die dem Jubiläumsfinale den passenden Rahmen gab. Mit „Werd ich am Galgen“, „Vollmond“, „Küss mich“, „Rasend Herz“ und „Blutmond“ setzte die Band ihre musikalische Reise fort. Das Publikum sang, tanzte und feierte ausgelassen mit.

21 Songs – zwei Stunden voller Energie
Auch ruhigere und atmosphärische Momente gehörten zum Programm. „Liam“, „Feine Seele“ und „Wind“ sorgten für Abwechslung, bevor es mit „Störtebeker“ und „Herr Mannelig“ wieder deutlich härter zur Sache ging. Mit „Sängerkrieg“, „Wolkenschieber“ und „Sternhagelvoll“ näherte sich der Auftritt seinem großen Finale. Die letzten drei Songs – „Rotes Haar“, „Frei zu sein“ und „Pikse Palve“ – bildeten schließlich den fulminanten Schlusspunkt eines Abends, der den rund 3.500 Gästen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
Vom M'era Luna direkt nach Treysa
Eine besondere Leistung war dabei auch der enge Tourplan der Band: Erst am Vortag hatte In Extremo beim renommierten M'era Luna Festival gespielt. Nur einen Tag später stand die Formation bereits auf der Bühne in Treysa.
Von den Strapazen des vorherigen Festivalauftritts war jedoch nichts zu merken. In Extremo präsentierte sich in Treysa mit voller Energie und lieferte genau das, was die Fans erwartet hatten: harte Rockmusik, mittelalterliche Instrumente, markante Melodien und eine spektakuläre Show.

Heynmöller setzt musikalischen Schlusspunkt
Für Heynmöller – Kleidung war das Konzert zugleich ein besonderer Höhepunkt in der Geschichte des Unternehmens. Mit der Veranstaltung wurde nicht nur ein hochkarätiger Künstler nach Treysa geholt, sondern auch ein musikalischer Schlusspunkt unter das große Jubiläumswochenende gesetzt. „Wir wollten zum Abschluss von 777 Jahren Stadtrechte noch einmal etwas ganz Besonderes auf die Beine stellen. Dass rund 3.500 Menschen gemeinsam mit uns diesen Abend gefeiert haben, macht uns natürlich sehr stolz“, sagt Geschäftsführer Jörg Paul Diehl.
Die Mischung aus regionalem Support durch Allen Head und dem internationalen Top-Act In Extremo erwies sich dabei als gelungene Kombination. Die Lehmenkaute wurde für einen Abend zum großen Konzertplatz und Treysa damit erneut zum Schauplatz einer Veranstaltung, die weit über die Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit auf sich zog.

Und es soll weitergehen
Nach dem letzten Song und dem Ende der Pyrotechnik war die Veranstaltung zwar beendet, die Planungen für die Zukunft scheinen jedoch bereits begonnen zu haben. „In Extremo war sicher nicht zum ersten und letzten Mal in Treysa“, blickt Jörg Paul Diehl voraus. „Die nächste Planung wird über mehrere Tage gehen.“
Damit lässt Diehl zugleich offen, was genau künftig auf der Lehmenkaute geplant werden könnte. Eines steht allerdings fest: Das Konzert von In Extremo hat gezeigt, dass Treysa auch für große Rockveranstaltungen ein begeisterungsfähiges Publikum hat.
Rund 3.500 Menschen, 21 Songs, Feuer, Pyrotechnik und zwei Stunden voller Energie – In Extremo setzte dem Jubiläumswochenende zum 777-jährigen Bestehen der Stadtrechte von Treysa einen würdigen und spektakulären Schlusspunkt