Review – El Misti – El Misti

 

(A.M.) Über das „Indipendent“ Label veröffentlichten „El Misti“ ihr gleichnamiges Debütalbum bereits Ende März 2020. Zu genießen sind zehn einfach tolle Songs in einer Mischung aus klassischen Akustik Folk, Rock ´n´ Roll, psychodelischer Musik und und und. Die sind allesamt durchweg ruhig und harmonisch.

 

Bereits vor zehn Jahren trafen sich Singer Songwriter Paddy Bleakley und Gitarrist Kieran Gilchrist. Aber ihre Wege trennten sich wieder. Nun brachten sie zunächst zwei Singles raus und jetzt folgte das Debütalbum zusammen mit Mike Gregson (Multiinstrumentalist und Songwriter), Rory Ballantyne, KD Taggart, Lee Shone, Adrian Gautrey und Daniel Ayworthy.

 

„Take Me To The Woods“ beginnt mit ganz weichen Klavierklängen. Hinzu kommen ein seichtes Schlagzeug und eine tief rauchige Gesangsstimme. Aber auch der typische Westgitarrensound darf natürlich nicht fehlen. Und genauso fügt sich auch „The Rose That Grew On The Moon“ an. Ich fühle mich direkt in eine der zahlreichen Bars in Nashville entführt. Diese Stimmung bleibt auch bei „Woman, Let Me Be“ bestehen. Die leicht rauchige Stimme hat einfach ihren ganz eigenen und gleichzeitig typischen Charme.

 

„Devil Won´t Dance“ beginnt dann durch die Einsätze von Schlagzeug, Bass und Gitarre erstmal entsprechend düster und böse. Und diese klaren Rhythmuslinien bleiben während des gesamten Songs erhalten. Ein Gitarrensolo, bereits in der ersten Songhälfte, verstärkt. „Verrucht“ geht es dann mit „The Rose That Poisoned The Ground“ weiter, bevor mit „No One Remembers The Loser“ schon fast balladesk wird. Helle und ruhige Gitarrenklänge, gepaart mit Streichakzenten machen „If I Am The Sky“ zu einem minimalistisch tollen Stück. Ähnlich minimalistisch, nämlich rein akustisch, geht es mit „1983“ weiter. Harmonisch, aber auch wieder etwas voller und satter, folgt „Kingdom“. Als Abschluss ist „The Back Control“ dann sowohl ruhig, als auch voll, satt und kräftig und haut alles nochmal raus, was musikalisch möglich ist. Dadurch wird es dann allerdings auch sehr langatmig und wirkt übertrieben. 

 

Unsere Anspieltipps sind „The Rose That Grew On The Moon“ und „If I Am The Sky“.

 

Promoportal-Germany und Crossfire vergeben 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Take Me To The Woods

The Rose That Grew On The Moon

Woman, Let Me Be

Devil Won´t Dance

The Rose That Poisoned The Ground

No One Remembers The Loser

If I Am The Sky

1983

Kingdom

Take Back Control

Gesamtspielzeit: 52:37 min

 

 

 

Review – Atarka – Sleeping Giants

 

(A.M.) Angepriesen wird das Debutalbum „Sleeping Giants“ von „Atarka“ mit: „For Fans Of: In Flames, Amon Amarth, Mastodon, Gojira and Killswitch Engage“. Ob die zehn Titel die entstehenden Erwartungen erfüllen, steht nun auf dem Prüfstand. Erschienen ist die Scheibe bereits im März diesen Jahres über das „Indipendent“ Label. Black- und Deathmetal stehen auf jeden Fall im Vordergrund der musikalischen Arrangements. Hinzu kommen historische und mythologische Einflüsse.

 

Der Opener ist gleichzeitig der Albumtitel „Sleeping Giants“. Der Song ist ein reiner Instrumentaltitel und stimmt mich gedanklich ein wenig auf andere Welten ein. An „The Bastard“ werden Fans des facettenreichen Gruntings ihre Freude haben. Nicht ganz so „aggressiv“ beginnt „Tollund Man“. Dies ist allerdings nur bezüglich des nicht ganz so drückenden Sounds gemeint. Die gewünsche Härte im Gesang bleibt. Dies gilt auch für „Golden Snake“. Hier setzen die Drumanschläge durch beispielsweise die Double Bass Akzente. „Miasma“ hat dann ordentlich Tempo inne und zum Grunting kommt zur Abwechslung eine kräftige, aber „harmonische“ Gesangsstimme.

 

Ruhig und schon fast melancholisch ist „The Tempest“ zunächst arrangiert. Der Titel nimmt im Verlauf an Fahrt auf. „731“ fügt sich gut in das Konzept des Death- und Blackmetals ein. Mit abwechslungsreichen Beckenklängen wird „Nebula“ eröffnet. Hinzu gesellen sich harte Gitarrenlinien und lassen jede Menge Power erwarten, die dann auch kommt. Mit dieser aggressiven Härte ist „Shadows Of The King“ von Beginn an arrangiert. Hier sind aber auch Variationen des Gesangs zu hören. „Delacroix“ schließt die zehn Songs mit ordentlichem Grunting ab.

 

Promoportal-Germany und Crossfire vergeben 6,5 von 10 Punkten, für ein Album, welches seine Fans finden wird und ins Genre passt, auch wenn es absolut nicht meinen persönlichen Geschmack trifft.

 

Tracklist:

Sleeping Giants

The Bastard

Tollund Man

Golden Snake

Miasma

The Tempest

731

Nebula

Shadow Of The King

Delacroix

Gesamtspielzeit: 43:59 min

Review: Black Sabbath – Paranoid – Super Deluxe

(M.D.) 1970 veröffentlichte Black Sabbath ihr legendäres Album Paranoid, dass aus der Geschichte des Hard Rock und Heavy Metal nicht wegzudenken ist. Eigentlich jeder Fan des Genres kennt die Songs des Albums und die Songs werden bis heute gehört, gespielt und gefeiert.

Zum Jubiläum veröffentlicht die Band nur eine De Luxe Packet, das seinesgleichen sucht. Nicht nur das Orginalalbum ist in remasterter Qualität enthalten, sondern auch viele Specials gibt es zu hören., unter anderem den Quad Mix, der zur damaligen Zeit eine musiktechnische Besonderheit darstellte.

Neben diesen Features gibt es auch zwei Livekonzerte zu hören, die die Band 1970 gespielt hat und die vom Geist der Zeit geprägt stimmungsvoll wiedergeben, mit welcher Kraft die Band damals über die Bühne gefegt ist….ich habe jeden einzelnen Track genossen.

Das Boxset enthält allerdings noch andere Features, die es zu einem Paket für jeden Fan der Band um Ozzy macht. Interviews aller 4 Bandmitglieder sind enthalten, seltene Fotos, einem Poster und dem Nachdruck des damaligen Tourbooklets.

Klar…es handelt sich hier nicht um etwas Neues, aber um etwas einzigartiges, dass eine Band feiert, die immer unvergessen bleiben wird.

 

Das Promoportal-germany gibt 9 von 10 Punkten für eine tolle Zusammenstellung und ein großartiges Gesamtpaket

 

Tracklist:

·         1. Black Sabbath - War Pigs / Luke's Wall (Remastered) 07:54

·         2. Black Sabbath - Paranoid (Remastered) 02:47

·         3. Black Sabbath - Planet Caravan (Remastered) 04:28

·         4. Black Sabbath - Iron Man (Remastered) 05:54

·         5. Black Sabbath - Electric Funeral (Remastered) 04:49

·         6. Black Sabbath - Hand Of Doom (Remastered) 07:07

·         7. Black Sabbath - Rat Salad (Remastered) 02:29

·         8. Black Sabbath - Jack The Stripper / Fairies Wear Boots (Remastered) 06:14

·         9. Black Sabbath - War Pigs / Luke's Wall (Stereo Quad Mix) 07:58

·         10. Black Sabbath - Paranoid (Stereo Quad Mix) 02:53

·         11. Black Sabbath - Planet Caravan (Stereo Quad Mix) 04:48

·         12. Black Sabbath - Iron Man (Stereo Quad Mix) 05:54

·         13. Black Sabbath - Electric Funeral (Stereo Quad Mix) 04:56

·         14. Black Sabbath - Hand Of Doom (Stereo Quad Mix) 07:06

·         15. Black Sabbath - Rat Salad (Stereo Quad Mix) 02:34

·         16. Black Sabbath - Jack The Stripper / Fairies Wear Boots (Stereo Quad Mix) 06:04

·         17. Black Sabbath - Intro (Live at Casino de Montreux) 01:23

·         18. Black Sabbath - Paranoid (Live at Casino de Montreux) 02:59

·         19. Black Sabbath - N.I.B. (Live at Casino de Montreux) 05:45

·         20. Behind The Wall Of Sleep - Iron Man (Live at Casino de Montreux) 06:04

·         21. Black Sabbath - Iron Man (Live at Casino de Montreux) 06:24

·         22. Black Sabbath - War Pigs (Live at Casino de Montreux) 07:44

·         23. Black Sabbath - Fairies Wear Boots (Live at Casino de Montreux) 08:43

·         24. Black Sabbath - Hand Of Doom (Live at Casino de Montreux) 08:31

·         25. Black Sabbath - Paranoid (Live In Brussels) 03:13

·         26. Black Sabbath - Hand Of Doom (Live In Brussels) 07:01

·         27. Black Sabbath - Rat Salad (Live In Brussels) 01:29

·         28. Black Sabbath - Iron Man (Live In Brussels) 06:32

·         29. Black Sabbath - Black Sabbath (Live In Brussels) 09:38

·         30. Black Sabbath - N.I.B. (Live In Brussels) 05:49

·         31. Black Sabbath - Behind The Wall Of Sleep (Live In Brussels) 05:28

·         32. Black Sabbath - War Pigs (Live In Brussels) 08:04

·         33. Black Sabbath - Fairies Wear Boots (Live In Brussels)

 

 

Review – Halma – The Ground

 

(A.M.) Bereits im Oktober vergangenen Jahres veröffentlichte die Band „Halma“ ihr Album „The Ground“ über das Label „Kapitän Platte“. Die sechs Songs fügen sich gemeinsam zu einem „Instrumental Rock“ Album mit Krautrock- und Postrockparts zusammen. Gundi Voigt spielt Bass, Thorsten Carstens Gitarre und Tambura. Anreas Voß ist für die Baritongitarre zuständig und das Schlagzeugspiel übernimmt Fioana McKenzie.

„Advanced Construction“ als Opener hat viele Industrialanteile inne. Weiter geht es mit „Peak Everything“. Hier wird die Stimmung noch dunkler und düsterer. Umgesetzt wird dies durch das langsame Grundtempo, lang gezogene Akzente und punktiert gesetzte „Ausreißer“. In „Ck & Why“ zeigen die Hamburger ganz klar ihre Weiterentwicklung zum Krautrock und lassen den Hörer teilweise in andere Welten abdriften. „It Could All Be Different“ macht seinem Namen nicht gerade alle Ehre. Der Song reiht sich nahtlos an die vorherigen drei an und bricht stilistisch in keinster Weise aus. Der Titel ist ebenfalls ruhig und entspannt zum Dahinträumen bzw. um sich berieseln zu lassen.

Das musikalische Handwerk und die Intention möchte ich der Band gar nicht absprechen, aber hier und da wünsche ich mir etwas mehr Aktivität. Diese kommt auch in „Keep It In The Ground“ erst spät und dann nur vereinzelt durch zusätzliche Klangmuster und eine Veränderung der Instrumenteneinsätze und des Rhythmus durch. Relativ harmonisch und auf jeden Fall weicher ist der letzte Song des Albums „Kind Of Mind“ arrangiert.

Bei „lediglich“ sechs Songs möchte und werde ich keine Anspieltipps anfügen. Jeder Titel hat was Eigenes und gleicht den anderen fünf doch wieder.

 

Promoportal-Germany und Crossfire vergeben 5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Advanced Construktion

Peak Everything

Ck & Why

It Could All Be Different

Keep It In The Ground

Kind Of Mind

Gesamtspielzeit: 41:32 min

 

Review: Helstar – Black Wings Of Solitude

 

(M.D.) „Helstar“ veröffentlicht eine Single mit ihrem neuen Stück „Black Wings Of Solitude“. Gleichzeitig ist auch eine Cover-Version des „Black Sabbath“ Songs „After All (The Dead)“. 'Black Wings Of Solitude' wurde von Martin "Mattes" Pfeiffer in den Wilhelmshavener Redhead Studios gemischt und von Stefan Kaufmann gemastert.

Das Ganze soll ein Vorgeschmack auf das Album sein, an dem die Band arbeitet. In jedem Fall präsentiert sich Helstar mit dem neuen Song in gewohnt kraftvoller manier und auch das Coverstück ist gut gelungen. Wenn die Scheibe mehr Material dieser Art enthalten wird, freuen wir uns in jedem Fall riesig drauf.

Momentan gehören neben Sänger James Rivera, die Gitarristen Andrew Atwood und Larry Barragan, sowie Bassist Garrick Smith und Drummer Michael Lewis zur Band.

Promoportal-germany vergibt für die zwei Songs keine Punkte, aber die Single ist in jedem Fall zu empfehlen.

 

Review: The Beauty Of Gemina - Skeleton Dreams

 

(M.D.) Am 04.09.2020 hat „The Beauty Of Gemina“ ihr neues Album „Skeleton Dreams“ auf den Markt gebracht. Die Schweizer Band meldet sich nach einer Herzoperation des Frontmans zurück und schließt mit ihrer neuen Scheibe nahtlos und in gleicher Qualität an die vorherigen acht Werke an.

Auf der Scheibe finden sich neben einem Remix und einer Coverversion 12 neue Stücke, die allesamt hörenswert sind. Im Stil von alten Cure platten wird der düsteren Musik zelebriert und die Band schafft es mit der Scheibe einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen. Die Erfahrungen seiner Krankheit fließen in die Texte ein und hinterfragen das Leben und den Sinn darin. Scheinbar hat die schwere Zeit Seles ihm schöpferische Kraft gebracht, die sich in gut arrangierten Songs widerspiegelt.

Fans des Gothic-Rock sind hier in jedem Falle gut bedient, aber auch Leute, die experimentelle Sounds, Synthie-Rock und schwermütige Klänge mögen. Das Album ist in jedem Fall empfehlenswert und zeigt, dass die Band noch kein bisschen nachgelassen hat. Man kann nur hoffen, dass auf dieses Album noch weitere folgen werden.

 

Promoportal-germany vergibt hierfür 8 von 10 Punkten

 

Anspieltipps sind „Resurgence“ und„The World Is Going On“

 

Tracklist:

A Night Like This

Naked

Maybe God Knows

Friends Of Mine

Resurgence

Where Has It All Gone

Rainbow Man

Dark Suzanne

Nine While Nine

Apologise

The World Is Going On

Hold On To This Night

Where Has It All Gone (Desert Mix)

I Come To Grief

 

Gesamtspielzeit 60:31

 

 

Review – Prinzessin & Rebell – Boomende Stadt

 

(A.M.) Am 28. August erschien das Album „Boomende Stadt“ von „Prinzessin& Rebell“ über das „Sturm und Klang“ Label von Konstantin Wecker. Das Musikerduo wartet mit viel Know How auf. Anna Katharina Kränzlein spielt Geige, Bratsche, Cello, Drehleier, Indianerflöte und singt. Florian Kirner/ Prinz Chaos spielt Gitarre, Mandoline, Thüringer Waldzither und singt ebenfalls. Meistens singen sie in deutscher Sprache, aber auch englische Anteile („Wenn ich ein Metzger wär´“ und „Live Like Horses“) sind dabei.

Die Zwei thematisieren in einer liedermacherähnlichen Manier sowohl Alltagsthemen als auch sehr gesellschaftskritische Inhalte. Konkret bedeutet dies, dass es um „Eintracht“ mit aktiven Taten, wie beispielsweise im Opener, „Der Pfahl“ geht oder auch um die nervige Mücke, die einen nachts mit ihrem Surren nicht schlafen lässt („Das Mückenlied“). Die Zwei nutzten ihre Geschlechterrollen zudem auch gesanglich in Form des Duetts „Wenn ich ein Metzger wär`“ und sind so weiterhin im Alltag und der Gesellschaft unterwegs.

Mit dem Albumtitel „Boomende Stadt“ spiegeln sie die aktuelle Gesellschaft mit ihrem Fortschritt wider, die aber gleichzeitig in ihrem selbst erschaffenen Luxus versinkt. Hier ist der Apell des Nachdenkens klar und wird durch die Arrangements der Instrumenteneinsätze zudem unterstützt und verstärkt.

Aber auch ein Instrumentaltitel „Heiliger Raum“ sind zu hören und Melodieanteile des „Gute Nacht Lieds“ „Der Mond ist aufgegangen“ in „Dass man sich wärmt, in der Nacht“. Für den Bonustrack „Zusammen!“ konnten die Konstantin Wecker und Jo Barnikel zusätzlich gewinnen.

Promoportal-Germany vergibt 6,5 von 10 Punkten für ein handwerklich gutes Album, das seine Liebhaber finden wird, auch wenn es mich persönlich nur mit einzelnen Songs anspricht.

 

 

Tracklist:

 

Der Pfahl

Heiliger Raum

Boomende Stadt

Wenn ich ein Metzger wär´

Dass man sich wärmt, in der Nacht

Zusammen!

Live Like Horses

Das Mückenlied

Prinzessin

Versunkene Sterne

 

 

Review:  Braunkohlebagger – Abbruch

 

(M.D.) Braunkohlebagger…schon der Name der Band ist innovativ und die Band gibt auf ihrer Scheibe den Hörern auch ordentlich was auf die Lauscher. Punk, Hardcore…eine Mischung aus Beidem, oder doch mehr Stoner-Rock?…in jedem Fall geht die Mucke ordentlich voran. Deutsche Texte und man wird auf Abbruch mit fünf gut produzierten Stücken konfrontiert, die ins Ohr gehen. Da haben die Jungs in jedem Fall etwas zustande bekommen, dass man sich die Band merken sollte.

 

Seit 2017 gibt es die Band und einige der Mitglieder haben vorher bei „Depart“, „Leitkegel“ und „December Youth“ gespielt, also keine Anfänger. Das Gesamtkonzept harmoniert, wenn auch fünf Stücke für meinen Geschmack zu wenig auf einer Scheibe ist….zumindest aber besser, als sinnlos Lücken zu füllen. Die Musiker verstehen ihr Handwerk und der Hörer wird mit gelungenen Gitarrensoli und stimmigen Arrangements belohnt.

 

Das erste Stück „Endlosschleife“ zeigt schon, wo es hingeht. Ein mächtiger, verzerrter Gitarrensound, stampft durch eine stimmige Rhythmusgruppe unterstützt durch den Raum. Der Text handelt vom konsumierenden Verhalten und den moralischen Abgründen unserer Gesellschaft und passt somit zur depressiven Stimmung des Stückes. „Ameisenhaufen“ beschreibt schon mit dem Namen um was es geht. Die Masse der Menschen, die ihrer Führung folgt, ohne auzubrechen und ein eigens Ich zu entwickeln. Der Song klagt an und die musikalische Untermalung lädt zum Headbangen ein (also doch Stoner-Rock…oder?). Mit „Herz“ wird die Eifersucht besungen und mit einer treibenden Rythmuslinie treffend untermalt…bis der Song in einen langsamen, melancholischen Teil übergeht und den Song mit einer fühlbaren Traurigkeit beendet. Weiter geht es mit „Wochenende“, der sich nach Angaben der Band um den Bankraub und die Geiselnahme von Gladbeck dreht. Verstörend beschrieben aus der Sicht eines Täters…der Song regt zum Nachdenken an…gut gelungen würde ich sagen. Leider geht es mit „Zeichen“ nun schon zum letzten Stück des Albums. Nach einem melodiösen Intro geht es im Text um die Zeichen, die Religionen uns aufzeigen wollen, um uns von ihren Sichtweisen zu überzeugen…der Refrain wird durch einen Chor geschrieen, der den Hörer fragt „…kannst du sie sehn?“. Musikalisch steigert sich das Ganze förmlich bis zu einem infernalen Höhepunkt, auf dem das Stück dann abrupt endet…Hut ab…gut gemacht.

 

Alles in allem ein sehr hörenswertes Album, dass man nicht wirklich einem Genre zuordnen kann. Musikalisch hörenswert und gut arrangiert. Anspieltipps nenne ich bei fünf Stücken keine, zumal alle Stücke in Qualität und musikalischer Machart für die Musik der Band setehen…

 

Promoportal-germany und Crossfire vergeben 8 von 10 Punkten für ein großartiges Debütalbum…hier hoffen wir wirklich auf mehr in Longplayerlänge!!!

 

Tracklist:
1. Endlosschleife - 3:52
2. Ameisenhaufen - 2:35
3. Herz - 2:55
4. Wochenende - 3:46
5. Zeichen - 3:14

 

 

Review: Asgard – Raknarokkr

 

 

 

(M.D.) Die italienischeProg/ Folk Metal Band präsentieren mit Ragnarokkr ihr neues Album. Gegründet wurde die Band bereits 1986 und mit dem Longplayer folgt nach 20 Jahren ihr erstes, neues Album. Aus alten Tagen gibt es 5 weitere Alben (Götterdämmerung 1991, Esoteric Poem1992, Arkana 1992, Imago Mundi 1993 und Drachenblut 2000), aber danach war es lange still um die Band.

Die Italiener präsentieren mit ihrem Album ein stimmiges Gesamtkonzept, dass man durchaus empfehlen kann. Interessant ist, dass die Songs „Der Tod“ und „Anrufung“ auf Deutsch dargeboten werden, während der Rest des Albums mit englischen Lyrics versehen ist. Das liegt vermutlich daran, dass einige Bandmitglieder in Deutschland leben.

Die Mischung aus Rock und mittelalterlichen Klängen ist abwechslungsreich und macht die Scheibe interessant. Der Band ist hier ein gutes Crossover gelungen, der sowohl Mittelater-Fans, als auch rockbegeisterte Hörer ansprechen wird. Als Anspieltipps kann man den ersten Song „Trans Preparation“ und auch den Song „Der Tod“ nennen, die beide einen guten Einblick ins Schaffen der Band gibt.

Für mich ein Album, dass aus dem Einheitsbrei der Neuerscheinungen durchaus positiv heraussticht, weil es etwas Eigenes bietet. Gut produziert und interessant arangiert, gibt denn Gesamteindruck wohl gut wieder.

 

Promoportal-germany und Crossfire vergeben hierfür 8,5 von 10 Punkten

 

Tracklist:

Trans-Preparation
Rituals
The Night of…
Visions
Kali-Yuga
Shaman
Battle
Der Tod
Danse Macabre
Anrufung
Ragnarokkr

Gesamtspielzeit: 61:25

 

 

Review – Walter Trout – Ordinary Madness

 

(M.D./ A.M.) Walter Trout veröffentlicht am 28. August sein neues Album „Ordinary Madness“ via Mascot Label. 

Der Opener „Ordinary Madness“ ist auch gleich der Albumtitel. Es ist ein tragendes Stück, dass im im klassischen Blues Schema gehalten ist. Zudem ist er schwer und melancholisch und mit einem ausgiebigen und virtuosen Slidesolo von Trout versehen. Mit deutlich mehr Tempo geht es mit „Wanna Dance“ weiter. Hier stellt Walter wieder einmal unter Beweis, dass er nicht nur ein guter Gitarrist, sondern auch ein guter Sänger ist. „My Foolish Pride“ ist ein langsamer Song im Country Blues Stil, der einem den Rauch einer Whiskyspelunke riechen lässt und ein „On The Road Feeling“ hinterlässt. Von einer hohen melodischen Gesangslinie wird „Heartland“ getragen und von Trout mit den den passenden, schon fast schreienden Solos untermalt. Eine weitere schwermütige Bluesnummer, die man sich im Hinterhof von New Orleans gut vorstellen kann, ist „All Out Of Tears“, wo Menschen ihren harten Alltag an der Theke runterspülen. „Final Curtain Call“ fügt sich hier nahtlos an.

Seinem Namen wird „Heaven In Your Eyes“ gerecht. Bei dem Namen kann man sich gut vorstellen, mit einem großen alten Cabrio auf langen und geraden Highways durch die Einsamkeit des Westens zu gleiten. Die Gitarrensolos von „The Sun Is Going Down“ ufern zum Teil in virtuosen Wahnsinn aus, der an Jimmy Hendrix erinnert. Eine stampfende Bluesnummer, die an die guten alten Zeiten von John Lee Hooker erinnert, ist „Make It Right“. „Up Above My Sky“ ist langsam und eine schon fast balladeske Nummer. „OK Boomer“ hat deutliche Rockeinschläge inne, die einen zum Schluss der Scheibe noch einmal zum Abrocken animiert.

 

Unsere Anspieltipps sind „The Sun Is Going Down“ und „OK Boomer“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8,5 von 10 Punkten für ein solides Bluesalbum.

 

Tracklist:

 

Ordinary Madness

Wanna Dance

My Foolish Pride

Heartland

All Out Of Tears

Final Curtain Call

Heaven In Your Eyes

The Sun Is Going Down

Make It Right

Up Above My Sky

OK Boomer

 

 

Review – Vandenberg – 2020

 

 

 

(A.M.) Bereits im Mai 2020 veröffentlichte die niederländische Band „Vandenberg“ ihr neues Album namens „2020“ über die Mascot Label Group. Wer die ersten Klänge hört, wird direkt an die Hard Rock Szene der 80er Jahre denken. Und dies kommt nicht nur einfach so. Denn bereits zu der Zeit nahm die Band die ersten Alben auf, koppelte einzelne Songs zusätzlich aus und tourte erfolgreich durch Europa, die USA und Asien. Und dies absolvierten sie u.a. im Vorprogramm von „Ozzy Osbourne“ und „Kiss“ und auch eigenständig.

Nach unterschiedlichen Ereignissen formte der Namensgeber der Band, Gitarrist Adrian Vandenberg, nun mit Sänger Ronnie Romero, Bassist Randy van der Elsen und Schlagzeuger Koen Herfst eine neue Konstellation der Band. Das Ergebnis sind weitestgehend neue, aber auch ein paar alte Songs, die ordentlich Laune und Wums machen.

Der Opener „Shadows Of The Night“ gibt direkt Gas und stimmt ein. Vor allem die starke Gesangsstimme, gepaart mit klaren Rhythmen überzeugt. Weiter geht es mit „Freight Train“. Hier ist vor allem das Gitarrensolo hervorzuheben. Aber auch „Hell and High Water“ kommt mit Power an. „Let It Rain“ ist etwas weicher und ruhiger, während „Ride Like The Wind“ und auch „Shout“ wieder härter arrangiert sind. In „Shitstorm“ sind, meiner Meinung nach, die mehr als eingängigen Riffs einfach zu genießen. Dieser Titel geht direkt in Mark und Bein. „Light Up The Sky“ ist aber nicht weniger eingängig. Als Ballade folgt dann „Burning Heart 2020“ und zeigt so die durchaus weiche und extrem gefühlvolle Seite der Musik. Emotional und dennoch kräftig ist „Skyfall“ der letzte Song des Albums und wartet abschließend nochmal mit einem ausgiebigen Gitarrensolo auf. Insgesamt ist klar, dass die Herren ihr Handwerk verstehen, sich auf Bewährtes fokussieren und viele Fans begeistert das neue Album genießen werden.

 

Unsere Anspieltipps sind „Shadows Of The Night“ und „Burning Heart 2020“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

 

Shadows Of The Night

Freight Train

Hell And High Water

Let It Rain

Ride Like The Wind

Shout

Shitstorm

Light Up The Sky

Burning Heart 2020

Skyfall

 

 

Review The Stray Cats – Rock That Town von L.A. to London

 

(M.D.) Am 11.09.2020 wird man das neue Stray Cats Live Album in den Plattenläden finden, in das wir vorab schon für euch reinhören durften. Was erwartet uns? Eigentlich ist das klar. Wir bekommen von der dreiköpfigen Band viele ihrer Songs in der gewohnt druckvollen Art dargeboten…und auf der Scheibe wurde das Live Gefühl einer prall gefüllten Venue hervorragend eingefangen…um es kurz zu sagen: Hier geht die Post ab.

 

23 knallige Songs werden uns auf 2 CDs um die Ohren geschlagen und jede Minute des Hörens macht Spaß dabei. Nachdem sie 2019 zum 40jährigen Bandjubiläum iein neues Album herausgebracht haben, tourten sie mit diesem, und natürlich auch mit ihren alten Hits, durch die USA und Europa. Genau auf dieser Tour entstand dann auch dieses Album. Neben den neuen Songs sind Klassiker wie „Runnaway Boys“, „Fishnet Stockings“ und „Rumble in Brighton“ zu hören, denen die neuen Songs in Druck, Art und Darbietung allerdings um nichts nachstehen. Eine wirkliche Glanzleistung nach so vielen Jahre Musikabstinenz.

 

Auf dem Album wird die Liveperformance einer einzigartigen Rockabilly Band präsentiert und reißt vermutlich viele Hörer genauso mit, wie es mich mitgerissen hat. Wer auf tolle Live-Alben steht greift hier das richtige Album und wird mit einer tollen Scheibe belohnt. Vertrieben wird das gute Stück von der Mascot-Label-Group.

 

Das Promoportal-germany gibt 9 von 10 Punkten für ein grandioses Live-Album.

 

Tracklisting:

01. Cat Fight (Over A Dog Like Me)

02. Runaway Boys

03. Too Hip, Gotta Go

04. Double Talkin‘ Baby

05. Three Time‘s A Charm

06. Stray Cat Strut

07. Mean Pickin‘ Mama

08. Gene & Eddie

09. Cry Baby

10. I Won‘t Stand In Your Way

11. Cannonball Rag

12. Misirlou

13. When Nothing‘s Going Right

14. (She‘s) Sexy + 17

15. Bring It Back Again

16. My One Desire**

17. Blast Off

18. Lust ‘N‘ Love

19. Fishnet Stockings

20. Rock This Town

21. Rock It Off

22. Built For Speed

23. Rumble In Brighton

 

 

Review: The Allman Bets Band – Bless You Heart

 

Nachdem wir die Band letztes Jahr bei einem gigantischen Auftritt auf dem Burg Herzberg Festival erleben konnten, sind wir froh das neuste Machwerk der Band mit „Bless Your Heart“ in Händen halten zu dürfen.

Wie bereits vielen bekannt sein dürfte, handelt es sich bei Duane Betts and Devon Allman um die Söhne von Gregg Allman und Dickey Betts von den Allman Brothers. Das soll erst einmal nichts heißen…nur weil die Väter in einer legendären Rock Band gespielt haben, müssen die Söhne noch lange nicht das Zeug dazu haben es ihnen gleich zu tun. Hier ist es allerdings so, dass sie die großen Fußstapfen ihrer Väter gut auszufüllen verstehen. Dies bewiese sie auch schon mit ihrem ersten Album „Down To The River“, dass sie im Genre des Blues und Sothern-Rock bekannt gemacht hat.

Wie schon im letztjährigen Liveauftritt erlebt, bietet die neue Scheibe Songs an, die ebenfalls vom Geist der Allmann Brothers erfüllt sind. Es mischen sich Klänge aus Blues, Jazz, Southern-Rock und Country zu einen stimmigen Gesamtkonzept, dass die Scheibe zu einem der hörenswertesten Tonträger macht, die seit langem über meinen Schreibtisch gelaufen sind.

Der Opener der Scheibe „Pale House Rider“, der auch schon als Video erschienen ist, überzeugt durch den mächtigen Gitarrensound, der für den Rest der Scheibe einiges erwarten lässt. „Carolina Song“ beeindruckt durch ein tolles Intro mit Gospeleinflüssen. Die Gitarrenarbeit passt sich hervorragend in die Songs ein und man bekommt im Song „King Crawler“ einen guten Eindruck, was eine Slide Gitarre zu leisten im Stande ist. Auch „Ashes of my Lovers“ verdient eine separate Erwähnung, da die Ballade durch eine beindruckende Mundharmonika getragen wird, die die Melancholie des Songs spürbar unterstützt.

Die Band konnte für die Scheibe auch einige Gastmusiker gewinnen, die sich ebenfalls gut in das Konzept des Albums einbringen. Hierbei handelt es sich um Musiker, die mit den Mitgliedern der Band befreundet sind. Im Einzelnen sind dies Jimmy Hall, Shannon McNally, Art Edmaiston, Susan Marshall und Reba Russell.

Da das Album wirklich durchgängig durch starke Songs geprägt ist, nennen wir hier keinen speziellen Anspieltipp. Man sollte sich die Zeit nehmen die Scheibe gänzlich zu hören, um sich einen Eindruck zu verschaffen. In jedem Fall ein grandioses Werk

 

Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten

 

Besetzung:

 

Devon Allman – Lead Vocals, Electric 12-String
Duane Betts – Lead Vocals, Lead Guitar
Berry Duane Oakley – Bass
Johnny Stachela – Slide Guitar
R. Scott Bryan – Percussion
Drums John Lum – Drums
John Ginty – Keyboards

 

Tracklist:

  01. Pale Horse Rider
02. Carolina Song
03. King Crawler
04. Ashes Of My Lover
05. Savannah's Dream
06. Airboats & Cocaine
07. Southern Rain
08. Rivers Run
09. Magnolia Road
10. Should We Ever Part
11. The Doctor's Daughter
12. Much Obliged

 

Review: Jack Pott – Adoleszensgeschichten

 

Frischer Wind weht auch in der Punkszene und so ist es nicht verwunderlich, dass neue Bands in dem Genre nachziehen. Die fünf Jungs aus Bad Schwartau geben zumindest auf der Scheibe ordentlich Gas, haben deutsche Texte, die zum Feiern, nachdenken und mitsingen einladen.  Leider sind auf der Scheibe nur vier Songs vertreten, die machen aber deutlich Laune auf mehr. Leider sind die 12 Minuten doch etwas knapp….aber nun gut.

 

Die Sache ist zumindest sauber produziert und die Band gibt mit der Scheibe ein rundum gelungenes Bild ab. Ein netter Song über „Robert Geiss“ lässt mich nicht nur schmunzeln und mit „Scheisse, wieder verkackt“ behandeln sie ein Thema, das wohl jeder kennt. Der erste Song „Alle meine Freunde“ behandelt das Älter werden. Mit dem letzten Song „Traurig Nr. 3“ bekommt dann der politisch rechte Flügel auch sein Fett weg…gut so würden wir sagen.

 

Punk von jungen Leuten mit Niveau und Spaß dabei. Das Promoportal-germany und Crossfire vergeben 8 von 10 Punkten….das nächste Mal ein paar mehr Songs Jungs…..das würde mich freuen.

 

Tracklist

01 Alle meine Freunde
02 Scheiße wieder verkackt
03 Robert Geiss
04 Traurig Nr. 3

Line-Up

Alex – Vocals und Synth
Hannes – Bass
Leo – Drums
Justin- Rythm-Guitar und Vocals

The Other - Haunted

 

Review – The Other – Haunted

 

(A.M.) Am 12. Juni veröffentlichten „The Other“ ihr neues Album „Haunted“. Rod Usher (Gesang), Ben Crowe (Gitarre), Pat Laveau (Gitarre), Aaron Torn (Bass) und Dr. Caligari (Schlagzeug) spielen Horrorpunk mit Powermetaleinschlägen.

 

„Mark Of The Devil“ startet das Album mit schnellen Beats und interessanter Melodielinie. Druckvoll geht es dann mit „We're All Dead“ weiter, auch wenn der Song insgesamt nicht so interessant ist. Ganz anders überzeugt dann „Turn It Louder“. Dieser Titel hat Strophen mit einprägsamen Stakatolinien und der Refrain lädt zum Mitsingen ein. Der Hymnencharakter ist absolut präsent. Ruhiger, aber durchaus interessant, folgt „Dead To You - Dead To Me“. Mit guter Punklinien zum Spaßmachen geht es deutschsprachig mit „Was Uns Zerstört“ weiter.

 

Eine langsamere Punknummer ist „On My Skin“. Allerdings zieht das Arrangement auch hier im Refrain nochmal deutlich an und verspricht viel. Mit einem schnellen Beat und einem prägnanten Schlagzeug ist „1408 & 217“ gespielt. In „Vampire Girl“ ist besonders der Text hervorzuheben, der wirklich mehr als nett anzuhören ist. „Absolution“ ist wieder eine gute deutschsprachige Punknummer, die sich kritisch äußert. Fazit: kein Gott, kein Führer, keine Religion. In „Fading Away“ zeigen die fünf Musiker wieder ihre ruhige Ader. Der Song ist langsam, aber gut. „Creepy Crawling“ ist eine klassisch schöne Punknummer und „To Hell And Back“ wieder langsamer. Beim letzten Song, „The Silence After The First Snow“, ist eine Ähnlichkeit zu den „Ärzten“ nicht zu verkennen.

 

Unsere Anspieltipps sind „Turn It Louder“ und „Vampire Girl“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Mark Of The Devil

We're All Dead

Turn It Louder

Dead To You - Dead To Me

Was Uns Zerstört

On My Skin

1408 & 217

Vampire Girl

Absolution

Fading Away

Creepy Crawling

To Hell And Back

The Silence After The First Snow

 

Review – Sündenklang – Jahresringe

 

(A.M.) „Sündenklang“ ist das neue Projekt um Sänger und Frontmann Martin Soer von „Stahlmann“. Mit dem Album „Jahresringe“, welches über AFM Records veröffentlicht wurde, gibt Soer tiefe und persönliche Einblicke in sein Leben. Die Texte thematisieren seine Lebensereignisse. Der Dark-Pop bzw. Electro-Pop der schwarzen Szene ist meist sehr melancholisch arrangiert und enthält zusätzliche Akzente anderer Stile, wie beispielsweise Industrial, bereit. Aber auch emotional wird durch unter anderem eine Klavierballade („Du bist mein Licht“) alles gegeben.

 

„Schnitt im Schnitt“ ist ein Titel mit tollem Rapp. Hingegen überzeugt mich der Sprechgesang in „Auf den Weg“ weniger. In „Staub“ bekommen die Keyboard Synthies ihren ganz eigenen Platz. So eine Fokussierung auf ein Instrument wirkt positiv, da kein Klangbrei entsteht. Gleiches gilt für „Wenn alles brennt“. In dem Titel ist die Drumlinie nämlich langsam und dadurch sehr prägnant. Mit ordentlich vielen Elektrobeats ist „Antiheld“ arrangiert. Hier kommen bei mir zudem auch Gedanken an „Rammstein“ bezüglich des Gesangs auf. Und „1000 Stimmen“ erinnert in gewissen Momenten an „Falco“.    

 

Insgesamt ist es ein vielfältiges Album. Man erkennt ein Gesamtkonzept und gleichzeitig wird Abwechslung geboten. Es beinhaltet neue Arrangements und auch alt Bewährtes von anderen wird genutzt.

 

Unsere Anspieltipps sind „Du bist mein Licht“ und „1000 Stimmen“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Schnitt Um Schnitt

Staub

Schwarze Götter

Wenn alles brennt

Von Träne zu Regen

Du bist mein Licht (feat. Leandra)

Antiheld

1000 Stimmen

Auf den Weg

Vergeben und vergessen

 

Review – Left Hand Path – Left Hand Path

 

 

(A.M.) Bereits am 17. Juni 2019 veröffentlichte die aus Rumänien stammende Band „Left Hand Path“ ihr gleichnamiges Debut über das Label „Loud Rage Music“. Cristian Aionese (Gesang), Wagner Tamás (Gitarre), Ádám András (Gitarre), Szenasi Attila (Bass) und José Morales (Schlagzeug) spielen Progressive Extreme Metal.

Der Opener ist ein „Intro“. Hier wird der Hörer in einer Fabrik willkommen geheißen und von zusätzlichen Schreien begrüßt. Hart und düster geht es dann mit „The Hole In Man“ weiter. Da mich persönlich Crunting einfach nicht überzeugt, stechen die Gitarrenarrangements extrem positiv hervor, wenn die Double Bass nicht gerade dominiert. „Cognitive Ills“ fügen sich entsprechend an. Kurze Minibreaks setzten Akzente. Zunächst schön rockig beginnt „Egoschism“. Dieser Titel folgt dem Genre dann aber auch zielsicher. Für den Titelsong „Left Hand Path“ gibt die Band nochmal richtig Gas. Mit ordentlich Druck wird in weiten Teilen gewummert. Aber ab der Songmitte sind auch Arrangements der geheimnisvollen Art und ausgiebige Gitarrensoli zu hören. Ruhiger und verhältnismäßig melodisch beginnt der letzte Song „Greater Than Us“, bevor auch dieser nochmal genretypisch Fahrt aufnimmt.

Promoportal-Germany und Crossfire vergeben 5 von 10 Punkten und wünschen sich zukünftig eine quantitativ höhere Songliste und ein qualitatives Herausstechen aus der Masse.      

 

Tracklist:

 

Intro

The Hole In Man

Cognitive Ills

Egoschism

Left Hand Path

Greater Than Us

Gesamtspielzeit: 27:42 min

 

 

Review – Efémero – Movimento Efémero do Cosmos

(A.M.) Aus Portugal kam am 20. März 2020 ein neues Album namens „Movimento Efémero do Cosmos“ der Band „Efémero“ im Bereich des Atmospheric Black Metal auf den Markt. Die Scheibe beinhaltet lediglich vier Songs. Diese sind aber entsprechend breit und zeitlich lang. Die Gesamtspielzeit beträgt 40:58 min. Insgesamt erzeugen alle Titel durch Klavierklänge, verzerrte Gitarren, Orchestereinlagen und Synthies eine Traurigkeit und Melancholie.

Der Opener „Desvanecer“ verbreitet durch die Arrangements der Instrumentenlinien eine durchweg ruhige und durchaus melancholisch düstere Stimmung. „雨女“ hat ein paar deutlich freundlicher angelegte Momente. Dies wird durch die Wahl der höheren Töne realisiert. Jedoch ist in beiden Songs die Gesangsstimme sehr düster hauchend und lässt eher an Verschwörungen, Beschwörungen und das Anrühren von Hexentrunks denken. Gleiches gilt auch für „Geosmina“. Dieser Titel fügt sich passend an. Auch hier sind die Instrumentenlinien durch das Klavier sehr harmonisch und der Gesang düster. „Antártica“ folgt entsprechend. Hier habe ich allerdings die gesamte Zeit das Gefühl, dass noch etwas fehlt. Damit meine ich den Moment, ab welchem der Song vollständig ist und bezüglich des Tempos nicht mehr hinterherhängt. Hier ist der Gesang zwar dunkel, aber eine komplett düstere Stimmung wird nicht mehr erzeugt.

Alles in allem ist es ein Album, welches sehr melancholisch arrangiert ist und einen zur Ruhe bringt. Die Traurigkeit überwiegt, aber auch freundliche Passagen zur positiven Entspannung finden ihren Platz. 

Promoportal-Germany und Crossfire Magazine vergeben 6 von 10 Punkten.    

 

Tracklist:

Desvanecer

雨女

Geosmina

Antártica

 

Gesamtspielzeit: 40:58 min

 

 

Review – Molly´s Peck – Hope You Don´t Mind

(A.M.) Julia Selbherr aus Deutschland und Guilherme Castelhano aus Brasilien sind das Duo „Molly´s Peck“. Am 05. Juni 2020 veröffentlichen sie ihr zweites Album „Hoe You Don´t Mind“. Als Gastmusiker konnten sie u.a. John Avila, Sammy Avila und Izzy Gordon gewinnen.

Der Albumtitel ist auch gleich der erste Song der Scheibe. „Hope You Don´t Mind“ lässt direkt hören, worauf wir uns freuen können. Die zwei ausgebildeten Musiker überzeugen mit einer Mischung aus Soul und Blues. Dies führen sie auch in „You Should Know“ weiter. Hier setzten die Gitarrenlinie zu Beginn direkt Highlights. Aber auch die variantenreiche Stimmgewalt beeindruckt. „High“ ist dann ein eher ruhiger Song. Hier wird der Schwerpunkt auf jede Menge Gefühl gelegt; hat was.

In „Água de Beber“ bringt die zusätzliche Stimme von Izzy Gordon weitere Qualitäten mit rein. Allerdings ist dieser Titel für mich zu ausufernd. Ruhig, melodisch und minimalistisch, u.a. durch die Akustikgitarre, ist „Ray Of Light“ arrangiert. Bläser bringen in „My Man“ unglaubliche Abwechslung in die Songs. Der Soul und Blues werden so weiterhin gut durch diese Auswahl verkörpert. „See You Tonight“ bringt dann nochmal alles zusammen und ist ebenfalls ein starker Song. Hier setzten sie Gitarrenlinien mit Solo und auch die Stimmkraft absolute Akzente. 

Unsere Anspieltipps sind „Hope You Don´t Mind“ und „See You Tonight“.    

 

Promoportal-Germany vergibt 7,5 von 10 Punkten.


Tracklist:

Hope You Don´t Mind

You Should Know

High

Água de Beber

Ray Of Light

My Man

See You Tonight

 

Review – Sinister – Deformation Of The Holy Realm

 

(A.M.) Über Massacre Records veröffentlichen „Sinister“ am 29. Mai 2020 ihr neues 14! Album namens „Deformation Of The Holy Realm“.

Nach einem dramaturgisch anmutenden Intro „The Funeral March“ mit Glockenklängen folgt mit dem Titelsong „Deformation Of The Holy Realm“ ordentlicher Death Metal. Und so geht auch die gesamte Scheibe weiter. Düstere Instrumentenlinien und Crunting bestimmen die Songs. In „Deformation Of The Holy Realm“ setzen „hellere“ Gitarrenlinien punktierte Akzente. „Apostles Of The Weak“ fügt sich entsprechend an. Vom Grundtakt her rockiger, da die Gitarrenlinien hart gespielt sind, geht es mit „Unbounded Sacrilege“ weiter. „Unique Death Experience“ ist von Beginn an schlagzeuglastig arrangiert. Dies ändert sich für ein Gitarensolo gegen Ende. Düster und zunächst verspielt ist „Scourged By Demons“, bevor es dann ein typischer Death Metal Song wird, der von den Rhythmen und den Tempi her Abwechslung bietet.

In „Suffering From Immortal Death“ setzt ein kurzes Gitarrensolo Akzente. „Oasis Of Peace - Blood From The Chalice“ beginnt mit einem Intro per Mönchschorgesängen, bevor der Titel richtig an Fahrt aufnimmt. Von dem Gesamtkonzept weicht „The Ominous Truth“ etwas ab. Dieser Song beginnt mit einem düsteren Intro und hat mittendrin sehr schnelle Double Bass Phasen. Allerdings ist auch „Entering The Underworld“ als ein, sagen wir es mal, eigensinniges Autro arrangiert. Hier schließt sich der Kreis zum Opener „The Funeral March“.

 

Promoportal-Germany vergibt 6 von 10 Punkten.

 

Sinister sind:

Adrie Kloosterwaard – Gesang

Michal Grall – Gitarre

Ghislaine van der Stel – Bass

Toep Duin – Schlagzeug  

 

Tracklist:

The Funeral March

Deformation Of The Holy Realm

Apostles Of The Weak

Unbounded Sacrilege

Unique Death Experience

Scourged By Demons

Suffering From Immortal Deat

Oasis Of Peace - Blood From The Chalice

The Ominous Truth

Entering The Underworld

 

Gesamtspielzeit: 45:18 min