Review: Patrick Steinbach und Günter Bozem – Guitar & Groove

Eine tatsächliche Freude ist es, die neue Scheibe von Patrick und Günter im CD-Schacht liegen zu haben. Das gute Stück hat den Postweg gut überstanden, was in letzter Zeit nicht selbstverständlich ist, und anschließend direkt sorgt für gute Stimmung im Haus

Wie erwartet zeigen die beiden, was es bedeutet Musik mit Gefühl zu bereichern. Vor allem Patricks Gitarrenspiel ist wie immer grandios und harmoniert bestens mit der „Rythmusgruppe“ Günter Bozem. Günter bedient die Drums, Percussions und die „Spezialeffekte“ auf der Scheibe, während Patrick sich vornehmlich der Gitarre…und manchmal dem Glockenspiel widmet.

Mit insgesamt zwölf Songs kommt der Silberling daher und belohnt den Käufer mit 45 Minuten guter Musik. Patrick wirft gleich im ersten Stück zwei bekannte Melodien ein…„Die Halle des Bergkönigs, aus dem Peer Gynt Epos, und „Bourée“.

Auch die wunderschöne Version von „Samba Pa Ti“ wird sicherlich einige gemütliche Abendessen begleiten, ohne dabei in den Hintergrund treten zu müssen. Die Scheibe huldigt den Musikstilen, und so ist mit „Baked Beans Blues“ auch ein Blues enthalten, der zwar gediegen und langsam, aber dafür ordentlich bluesig ist. Im nächsten Stück wird dann der Funk bedient, bevor die Scheibe mit Ostpark endet.

Meine Favoriten sind „Samba Pa Ti“, „Song Of Hope“ und der Gurkenkönig. Für alle die es ruhig und Instrumenten lastig -mögen, ist hier der Kauf zu empfehlen. Die Platte kommt ohne Gesang aus, den man aber nicht vermisst. Auch Live zaubern die Beiden diesen Klangteppich ebenso beeindruckend auf die Bühne, wie sie ihn jetzt auf ihre Scheibe gepresst haben.

 

Das Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten, für eine tolle Produktion, ganz ohne technische Effekte, weil diese sind alle HANDGEMACHT…Danke für ein großartiges Werk Patrick und Günter

 

Tracklist

Face It

Der Gurkenkönig

Waltz For K

Fisherman´s Friend

Mayflower

Behrimbau

Rasta Kapodaster

Samba Pa Ti

Song Of Hope

Baked Beans Blues

Funk & Furios

Ostpark

 

 

Bestellt werden kann auf Patricks Homepage: http://patrick-steinbach.de/

Review: J.B.O. – Planet Pink

J.B.O. steht für Spaß in der Musik und darauf ist natürlich auch das neue Album der Erlanger Rocker ausgelegt. Seit langer Zeit fest im Markt verankert und auf vielen Festivals gesehen, ist Planet Pink die logische Fortsetzung des J.B.O. Konzepts.

Gleichzeitig kündigt die Band auch die dazu passende Tour an, die den Fans elf Mal die Gelegenheit gibt die Band Live zu erleben. Einmal in Luxemburg, neunmal in Deutschland und ebenfalls in der Hauptstadt Österreichs, in Wien.

Mit „Metal Was My First Love“ wurde die erste Single veröffentlicht, die dem kürzlich verstorbenen John Miles mit einer gelungenen Coverversion huldigt. aber das gesamte Album macht wie immer Spaß. J.B.O. schafft es rockig und unterhaltsam zu sein, vom ersten bis zum letzten Stück…in jedem Fall hörenswert!

Das Promoportal-germany vergibt 8,5 von 10 Punkten

 

Tracklist:

Planet pink

Rockmusik hat mich versaut

Metal was my first love

Immer noch am leben

Einhorn

Expeditionen ins geistreich

Klassiker!

Nicht doof

Mi-ma-metal

Glaub mir lieber nicht

Wir kommen alle in die holle

Volks-prog

 

J.B.O. on Tour 2022:

23.04.2022 Lux-Alzette, Rockhal

29.04.2022 Leipzig, Hellraiser

30.04.2022 Berlin, Huxleys Neue Welt

06.05.2022 Hamburg, Markthalle

07.05.2022 Dresden, Reithalle

13.05.2022 Würzburg, Posthalle

14.05.2022 Stuttgart, LKA/Longhorn

20.05.2022 Oberhausen, Turbinenhalle

21.05.2022 Bremen, Schlachthof

27.05.2022 München, Backstage

28.05.2022 A-Wien, Arena

Review: Gong Wah

Gong Wah ist eine aus NRW stammende deutsche Band, die Inga Nelke 2018 aus der Taufe gehoben hat. Mit von der Partie waren die Gitarristen Thorsten Dohle und Felix Will…und ein Drummcomputer. Allerdings kam es hier schnell zur Umbesinnung und es kamen Giso Simon am Bass und Nima Davari am Schlagzeug hinzu…eine gute Entscheidung.

Bereits im Oktober 2020 kam die Scheibe auf den Markt und ist nun zur Besprechung auf unserem Tisch. Die Kombo ist bei Tonzonen Records unter Vertrag und. Eine interessante Mischung aus Krautrock, Rock und Popmusik macht das Ganze interessant…allerdings nicht spannend. Die stilistischen Kunstgriffe machen die Scheibe zwar abwechslungsreich, mir persönlich fehlt hier allerdings ein wenig der rote Faden, wenn ich auch sagen muss, dass die Band einiges an Potential vorzuweisen hat.

 

Das Promoportal-germany gibt hierfür 7,5 von 10 Punkten…da wird sicherlich noch etwas nachkommen.

 

Tracklist:

Let's Get Lost - 4.16

I Hate you - 2.49

Supersized Kid - 4.24

With Him - 7.07

Sugar & Lies - 3.23

Contaminated Concrete - 5.08

Not This Time - 3.04

Just Sayin - 6.23

 

Gesamtlaufzeit - 36:34

Review: Farbenfeuer – Träume und Sehnsüchte

 

(M.D.) Eine neue Veröffentlichung aus dem Hause Wecker kommt mit der niederösterreichischen Band Farbenfeuer auf den CD Markt. Eigentlich ist die CD relativ überschaulich, da die Band nur fünf Songs veröffentlicht. Hierbei ist erwähnenswert, dass die Band aus elf Leuten besteht und auf ihrem Debütalbum diese Besetzung auch einzusetzen weiß.

Die Stücke sind in der Songwriter Kategorie einzuordnen, haben aber auch stilübergreifende Elemente, die die Umsetzung spannend erscheinen lässt. Schöne Perkussionssounds und Progrock-Elemenete sind zu finden.  Es wird sich daher zeigen, wie das Ganze weitergeht, wenn die Band weitere Songs veröffentlicht. Dabei kann man gespannt sein, ob die Fächerung der Musik bleibt, oder sich ein eigener Stil herauskristallisieren wird.

Ein Gelungene, leider sehr kurzes Debüt, dass auf mehr hoffen lässt.

Das Promoportal-germany vergibt 6,5 von 10 Punkten

 

Tracklist:

Auf zu neuen Ufern

Alles fließt

Über mir kein König

Sehnsucht

Song mit Papa

Review: Georg Kostron – Das Wilde Liederbuch

Eine interessante Mischung die uns Georg Kostron mit seinem Wilden Liederbuch hier präsentiert. Stilistisch fällt es mir schwer das Ganze einzuordnen…es ist irgendwas zwischen Liedermachermusik und Anderem mit einem dazugehörigen Büchlein, dass die Texte und die Akkorde enthält und zum Nachspielen auffordert. 

Alles in Allem ein interessantes Projekt und eine noch interessantere Darbietungsweise. Ich fühlte mich an alte LP Inlays von BAP erinnert, wo bei den Texten auch häufig Akkorde zu finden waren. Ganze 16 Lieder werden uns auf diese Weise mit der Begleitung einer Akkustikgitarre serviert. Kostron konnte auch noch Gastmusiker wie z,B. Tanga Elektra und Mateja Kert gewinnen. Zudem haben einige Chöre die Scheibe bereichert.

Die Texte sind ironisch, lustig und teilweise anklagend, aber immer mit der entsprechenden Priese Humor unterlegt. Auch Paul Zachs „Erdbeermund“ wurde wieder einmal vertont…aber da wird Klaus Kinski mit seiner Lesung wohl nie zu toppen sein.

In jedem Fall ein Projekt, dass man im Auge behalten sollte und jeder der wieder einmal etwas völlig anderes in Händen halten möchte, was Musik angeht, ist hier richtig bedient. Ein interessanter Ansatz, der mich einige Male hat schmunzeln lassen, auch wenn es nicht meine bevorzugte Musik werden wird. 

Das Promoportal-germany vergibt 7 von 10 Punkten für ein spannendes Projekt.

 

Tracklist

In meiner Badewanne bin ich Kapitän

Drahteselgangsta feat. Klara Hanske & Ilja Kert

Wohlriechend duftende Blümchen feat. Mateja Kert & Chor der Exilanten

Let's get Nackig feat. Mateja Kert & PGH Chor

Bitte Brigitte (Akustik) feat. Chor der Exilanten

Zehentreter Peter

Dada für Dich

Danke Mama (Akustik) feat. Klara Hanske, Milo Stern & PGH Chor

Himmel und Hölle feat. Mateja Kert & Ju and the Hu's

Erdbeermund (Akustik)

Keep the Gas

Deutscher Kohl (Akustik) feat. Tanga Elektra

Die schönste Immobilie (Akustik) feat. Ju and the Hu's & Der Manager

 

Review. Die Radierer – Gute Laune Land

Nach einem tollen Konzert mit den Radierern und Fehlfarben in der Batschkapp, konnte ich kurz mit dem Gründungsmitglied C B Bodenstein von den Radierern reden. Er hat mir dann auch die Scheibe „Gute Laune Land“ mitgegeben.

Bereits seit 1978 ist die Band am Start und gehört mit D.A.F., Fehlfarben und Der Plan zur ganz alten Ära des Deutschpunk. Auch heute noch macht die Band Laune, was vor allem an den witzigen Texten der Combo liegt. Nach 41 Jahren Bandgeschichte ist das neue Album also nun erhältlich. Mit 20 Songs bietet die Scheibe einiges, wobei davon 10 Remixe sind.

Mancher Song geht ins Ohr, manch anderer ist mir ein wenig zu Da-Daistisch. Sicherlich merkt man immer noch in welcher Zeit die Wurzeln der Band liegen, was es allerdings in der heutigen Ära nicht einfach macht, mit dieser Musik noch zu überzeugen. Für jemanden wie mich, der mit solcher Musik aufgewachsen ist, ist das Album sicherlich gut plaziert, ich bezweifle aber, dass viele junge Hörer an der Scheibe Spaß finden werden. Insgesamt eine sauber produzierte Scheibe, die noch immer den alten Geist der Band repräsentiert…und das hat natürlich auch was.

 

Das Promoportal-germany vergibt hierfür 7 von 10 Punkten

 

Tracklist:

Google mich

Gute Laune Land

Unsichtbare Freundin

Deutsches Schwein

Reinkarnation

Alles verwandelt sich in Dreck

Telegramm an Kim

Held der Kohlenstoffwelt

Punk von Today

Tennisplätze auf dem Mars

Unsichtbare Freundin (Bonus Track)

Google mich (Traumatrommler Remix)

Tennisplätze auf dem Mars (Strobocop Remix)

Dreck / Gold (J. Schwickerath Dub)

Gute Laune (J. Schwickerath Remix)

Reinkarnation (A.B. Vs. C.B.)

Dummes Gör (Bonus Track)

Boykott Germany (Bonus Track)

Lockdown Baby (Bonus Track)

Unsichtbare Freundin (Justus Köhncke Remix)

Review – The Wake Woods - Treselectrica

 

(A.M.) Am 21. Januar 2022 wird das neue Album „Treselectrica“ von „The Wake Woods“ veröffentlicht. Bis jetzt sind bereits zwei Singles herausgebracht. Seit der Erstveröffentlichung ihres Debutalbums „Get Outta My Way“ 2015 wurden viele Konzerte in Clubs gespielt und der Einstieg in die Charts gelang ebenfalls. Das Trio (Brüder Ingo und Helge Siara und Neuzugang Sebastian Kuhlmey) hat nun zehn neue Songs mit dem Berliner Indie-Produzenten Fabio Buemi auf eine Scheibe gepresst. Unterstützung erhielten sie von der schwedischen Blues-Rockröhre Lisa Lystam. Kelly O`Donohue aus Melbourne bringt durch seinen Einsatz an der Trompete zudem Abwechslung.  

Flott und mit Lust auf mehr beginnt das neue Album mit „Take The Money And Run“. Jede Menge Tempo und passende Instrumentenlinien sind zu hören. „Electric Boogie“ ist einer der bereits veröffentlichten Songs. Und wie der Name schon sagt, ist der Song vom Takt her klar dem Boogie Stil zuzuordnen. Mein Bein wippt den Takt. Härter geht es mit „Mr. Wizward“ weiter. Hier steht ein stockendes Pausieren im Mittelpunkt und macht den Titel zu dem, was er ist. „Paycheck“ fügt sich entsprechend an und hat ähnliche Züge. Dieser Song wurde bereits im Vorfeld als Single samt Video veröffentlicht. Weicher von der Gesangsstimme her und auch abwechslungsreich bezüglich der Instrumentenlinien folgt „All Of My Life“. Härter, aber vom Grundtempo her relativ ruhig, ist „Hole In The Sun“. Gleiches gilt für „Another Way To Rule The World“. Hier sind die Verzerrungen jedoch extremer und noch mehr Synthesizer kommen mit rein. Dies ist auch bei „Welcome To The Sanatorium“ der Fall. Für meinen Geschmack eher „abgedreht“ geht es mit „Magic Smashrooms“ weiter. Relativ ruhig und per Instrumenteneinsatz eher klar und reduziert beendet „Sweet Silence“ das Album. Die Trompete, gespielt durch Gastmusiker Kelly O`Donohue, setzt Akzente.     

Unsere Anspieltipps sind der Opener „Take The Money And Run“ und „Electric Boogie“.

 

Promoportal-Germany vergibt 6 von 10 Punkten. Für mich persönlich sind viele Höhen dabei. Aber nach einem grandiosen Auftakt mit den ersten beiden Songs habe ich definitiv mehr erwartet, beziehungsweise weniger Verzerrungen und Synthies als musikalische und stilistische Elemente, was mir persönlich besser gefallen hätte.  

 

Tracklist:

Take The Money And Run

Electric Boogie

Mr. Wizard

Paycheck

All Of My Life

Hole In The Sun

Another Way To Rule The World

Welcome To The Sanatorium

Magic Smashrooms

Sweet Silence

Review: The Doors - „L.A. Woman“ – 50th Anniversary Deluxe Edition

Nach fünfzig Jahren kehrt ein Klassiker wieder…und das Ganze wurde um viele Demoversionen und die sagenumwobene Aufnahme von Riders On The Storm erweitert. Für einen Doors-Fan ein echtes Highlight, dass man nicht missen sollte.

Neben den vielen Bonusaufnahmen, die auf zwei CD´s enthalten sind, ist das Album auch als LP im Set, so dass sie auch bei den Vinyl Liebhabern in guter, neuer Qualität zu hören sein wird. Alles in allem ein tolle4s Set eines wirklich wegweisenden Albums, dass Jim Morrisons letztes Album war. Ich persönlich mag hierbei vor allem die Aufnahmen aus dem Studio, die viel vom Entstehungsprozess des Albums dokumentieren.

Das Promoportal-germany vergibt hierfür 9 von 10 Punkten und freut sich über ein legendäres Album in guter Qualität

 

CD 1: Remastert – Die Orginal-Aufnahme:

The Changeling

Love Her Madly

Been Down So Long

Cars Hiss By My Window

L.A. Woman

L’America

Hyacinth House

Crawling King Snake

The WASP (Texas Radio And The Big Beat)

Riders On The Storm

 

Bonus Tracks:

Hyacinth House

Riders On The Storm – Original Demo

 

CD 2: L.A. Woman - Sessions, Part 1

The Changeling

Love Her Madly

Riders On The Storm

L.A. Woman (Part 1)

 

CD 3: L.A. Woman - Sessions, Part 2

L.A. Woman (Part 2)

She Smells So Nice

Rock Me Baby

Mr. Mojo Risin´

Baby Please Don’t Go

L.A. Woman (Part 3)

Been Down So Long

Get Out Of My Life Woman

Crawling King Snake

The Bastard Son Of Jimmy & Mama Reed (Cars Hiss By My Window)

Been Down So Long

Mystery Train

The WASP (Texas Radio And The Big Beat)

 

Vinyl-Version

LP : L.A. Woman“ (Originaler Stereo Mix Remastered)

Seite eins

The Changeling

Love Her Madly

Been Down So Long

Cars Hiss By My Window

L.A. Woman

Seite zwei

L’America

Hyacinth House

Crawling King Snake

The WASP (Texas Radio And The Big Beat)

Riders On The Storm

Review: Re-Release Sodom – M-16

Mit M-16 wird eines der legendären Sodom-Alben zum 20ten Geburtstag neu aufgelegt. Eines der Alben, mit denen Sodom gezeigt hat, was sie unter Thrash-Metal verstehen um gleichzeitig mit den Texten des Albums, dass sich mit dem Vietnamkrieg auseinandersetzt.

Auf dem Album sind mehrere Kracher von Sodom enthalten, u.a. „Napalm In The Morning“, „Little Boy“, „M-16“ und „Marines“. Wer dieses Album noch nicht im Schrank stehen hat, ist mit dieser Re-Release gut beraten.

Das Album gibt es in drei unterschiedlichen Formaten, wobei das LP Boxset mit dem Originalalbum, das extra remastered wurde und einigen Bonus-Liveaufnahmen das umfangreichste ist. Dazu gibt es zwei Bootleg-LPs mit Live-Aufnahmen. Auf einer USB-Stick-Patrone sind alle Songs noch einmal digital enthalten. Dazu ein Poster, ein fettes Booklet. Aber auch in der normalen CD-Version lohnt sich der Kauf des remasterten Albums, das ebenfalls mit einem dicken Booklet versehen ist.

Eine Re-Release, die es in sich hat und umfangreich ausgeschmückt wurde. Das Album an sich ist ein Klassiker und die gelungene Neuausführung verdient in jedem Fall 8,5 von 10 Punkten.

Tracklist:

Among The Weirdcong

I Am The War

Napalm In The Morning

Minejumper

Genocide

Little Boy

M-16

Lead Injection

Cannon Fodder

Marines

Surfin` Bird

 

Bonus-Tracks:

Remember The Fallen (live)

Blasphemer (live)

Review Jake Shimabukuro – Jake and Friends

Jake Shimabukuro dürfte den meisten nicht so bekannt sein, dabei gilt er als Meister seines Instruments, der Ukulele. Er spielt bei seinen Songs nicht nur dieses Instrument sehr virtuos, sondern singt in den meisten Fällen auch dazu. Für sein neues Album hat er eine Vielzahl von Freunden hinzugeholt, und es finden sich Namen wie Warren Hayne, Kenny Loggins, Willie Nelson, Bette Midler, Jon Anderson und Ziggy Marley in der Besetzung wieder.

Sie alle geben sich bei den 16 Songs des Albums ein Stelldichein. Es kommen dabei interessante Variationen, von zum Teil bekannten Songs wie „One The Road To Freedom heraus, den er mit Bluesrocker Warren Haynes über die epische Länge von 13 Minuten intoniert.

Ebenso hat mich der Beatles-Song „A Day In The Life“ fasziniert, bei dem sich Jon Anderson von Yes mit einbringt. Jeder einzelne Song dieses Albums hat aber eine ganz eigene Note und es ist faszinierend, wie Shimabukuro mit all diesen Künstlern zusammenspielt, als ob er dies immer getan hätte.

Die Ukulele als Instrument ist mir persönlich noch nie so nahegebracht worden, wie auf diesem Album. Es ist zu keiner Zeit so gewesen, dass man das Gefühl hatte, sich hier ein Nischenalbum anzuhören, sondern man hatte eher den Eindruck, über Jahre irgendetwas versäumt zu haben. Dieses Album wird mich sicherlich weiterhin begleiten, weil es einfach nur schön ist…und der Ukulelen Sound vermittelt dabei immer ein Gefühl von Sonne, Meer und Strand.

Für dieses wirklich außergewöhnliche Album vergibt das Promoportal-Germany 9 von 10 Punkten. Wir können hierbei wirklich nur jedem empfehlen, sich dieses Album zuzulegen. Hier gibt es ungewöhnliche Klänge zu erleben, die im Gehörgang hängen bleiben.

 

Tracklist:

 

A place in the sun

Sonny days ahead

All you need is love

Why not

Smokin' strings

Find yourself

On the road to freedom

Come Monday

Something

Two high

A day in the life

Go now

Wrapping paper

Stardust

The rose

Get together

Review – Sturm & Klang Labelsampler „Ich singe, weil ich ein Lied hab‘“

Mit diesem Sampler veröffentlicht der Label von Konstantin Wecker Aufnahmen, die zum größten Teil von seinem Youtube-Kanal „Weckerswelt“ stammen. Wecker präsentiert Künstlerinnen und Künstler, die auf seinem Label ihre Musik veröffentlichen und es sind auch Beiträge von Wecker selbst zu finden. Eine sehr umfangreiche Sammlung, die einen guten Überblick über die Veröffentlichungen des Labels „Sturm und Klang“ bietet.

Wer Liedermachermusik mag uns sich einen Überblick verschaffen will, was es auf diesem Label an neuen Musikerinnen und Musikern gibt, ist bei diesem Sampler richtig. Es ist schwer hierfür eine Bewertung abzugeben, weil so viele Darbietungen zu hören sind, dass man nicht sagen kann, hier findet sich ein roter Faden. das ist nicht negativ gemeint, sondern zeigt lediglich, wie viele unterschiedliche Ausrichtungen auf Weckers Label zu finden sind.

Manche Musiker gefallen mir sehr gut, andere hingegen eher weniger…aber das macht diese Vielfalt aus. Wecker ist bemüht jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform zu bieten, um ihre Musik zu veröffentlichen. Alleine das ist unterstützenswert und rechtfertigt deshalb auch den Kauf dieses Samplers.

 

Tracklist:

Disk 1

1. Konstantin Wecker - Ich singe, weil ich ein Lied hab‘ (Live)

2. Konstantin Wecker – Das Leben will lebendig sein (Live)

3. Tamara Banez, Konstantin Wecker – Mayday (Live)

4. Tamara Banez, Sarah Straub, Konstantin Wecker – Kein Ende in Sicht (Live)

5. Vivek, Konstantin Wecker – So a saudummer Tag (Live)

6. Vivek – Schein (Live)

7. Arjon Capel – Zusammenhalt (Live)

8. Arjon Capel – Was ich an dir mag (Live)

9. Miriam Hanika, Konstantin Wecker – Schwalben (Live)

10. Tamara Banez, Sarah Straub, Miriam Hanika – Ich liebe diese Hure (Live)

11. Konstantin Wecker – Schwalben (Live)

12. Sarah Straub – Manchmal weine ich sehr (Live)

13. Josef Hien – Der Adler, der ein Huhn war (Live)

14. Josef Hien - Weil ich dich liebe (Live)

15. Erwin R., Sarah Straub, Konstantin Wecker – Inwendig warm (Live)

 

Disk 2

1. Konstantin Wecker, Tamara Banez, Sarah Straub, Miriam Hanika – Ich habe einen Traum (Live)

2. Konstantin Wecker – Die Weiße Rose (Live)

3. Konstantin Wecker – Solidarität (Text) (Live)

4. Tamara Banez – Entfreunde dich (Live)

5. Prinzessin & Rebell, Konstantin Wecker – Was keiner wagt (Live)

6. Prinzessin & Rebell – Boomende Stadt (Live)

7. Tamara Banez, Sarah Straub, Miriam Hanika – Girl*Power (Live)

8. Sarah Straub, Konstantin Wecker – Fangt mi wirklich koaner auf (Live)

9. Konstantin Wecker – Was immer mir der Wind erzählt (Live)

10. Sturm & Klang Labelkünstler, Konstantin Wecker – Den Parolen keine Chance (Live)

11. Roger Stein - Alles vor dem Aber

12. Lucy van Kuhl & die Es-Chord-Band, Konstantin Wecker – Hochzeitstag

13. Pablo Miró – Refugee

14. Dominik Plangger – Liebeslied im alten Stil

15. Erwin R. – A Mensch is a Mensch (Live)

 

 

Review – Hanika, Straub, Banez – Sie, du und ich

(A.M.) Konstantin Wecker hatte die drei Liedermacherinnen Miriam Hanika, Sarah Straub und Tamara Banez bisher als Solokünstler bei seinem Label „Sturm und Krang“. Dann brachte er sie zusammen. Und nun wird am 5. November 2021 ihr gemeinsames Album „Sie, du und ich“ veröffentlicht.

Eigentlich sind die drei Frauen sehr unterschiedlich. Miriam Hanika ist studierte Oboisten und Hornistin. Bisher veröffentlichte sie Liedermachermusik und gilt eher als klassische Musikerin. Sarah Straub veröffentlichte Songs von Konstantin Wecker mit einer neuen und eigenen Note, war bereits mit Lionel Richie auf Tour und veröffentlichte eigene deutsche Titel. Und Tamara Banez verbindet man musikalisch mit klaren politischen Themen und Synthesizer-Effekten. 

Mit „Girl Power“ und geht danach mit „Ich liebe diese Hure“ weiter. Instrumentalisch sind die ersten beiden Songs in typischer Liedermachermanier sehr reduziert und punktiert begleitet. Aber auch die „Wurzeln und Flügel“ gehören thematisch zu der Freiheit, die die Künstlerinnen wohl meinen. Während „Das Spiel“ als Liebeslied interpretiert werden kann, ist „Mayday“ ganz klar ein kritischer Dialog zwischen dem Planten Erde und deren Bewohnern und ein deutlicher Hilfeschrei der Erde. Kennzeichnend für Wecker ist „Die Weiße Rose“. Hier stimmt er erinnernd auf die Musik in Gedenken an die gleichnamige Widerstandbewegung zur NS Zeit ein. Während „Lass es raus“ wieder etwas flotter und kräftiger ist, geht es danach mit „Emanuel et moi“ und „Sehnsucht“ wieder ruhiger weiter. Die letzten beiden Songs „Diese große Liebe“ und „Louise“ wirken irgendwie gewollt dramatisch auf mich.

Insgesamt ist dies Album nicht mein Geschmack: Handwerklich mag es gut sein. Die Individualität der drei Künstlerinnen und die dementsprechende Vielfalt bei diesem Zusammenschluss werden sicher Hörer finden.. Das ausführliche Booklet fällt positiv auf. Jedoch ist dieses Album einfach nicht mein Fall. Thematisch soll es zusammenhängend  sein und dennoch wirkt es beim Hören eher zusammengewürfelt. Gesanglich fehlt mir außerdem die Power, wenn ich solche Themen ansprechen will.  

 

Promoportal-Germany vergibt 4,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Girl Power

Ich liebe diese Hure

Wurzeln und Flügel

Das Spiel

Mayday

Die Weiße Rose

Lass es raus

Emanuel et moi

Sehnsucht

Die große Liebe

Louise

 

Review: Mayya Fadeeva – That´s My Style

 

Maya Fadeeva präsentiert uns mit dem Album „That´s My Style“ ihr zweites Studioalbum. Die Künstlerin kommt aus dem Jazz, zeigt aber musikalisch eine große Vielfältigkeit. Nicht nur in den Stilen der Songs gibt es viel zu entdecken, das Album ist auch umfangreich instrumentiert. Schon im Ersten Stück kommen Bläser zu Einsatz. Im Laufe des Albums gibt es einiges zu entdecken, gute Percussion Parts, Ausflüge in den Reggea und immer unterlegt mit der beindruckenden Stimme von Maya.

Das Album sollte man mehr als einmal hören, weil es vieles zu entdecken gibt, dass beim ersten Abspielen verloren gehen könnte. Stimmungsvolle Musik, die viele Facetten bietet und nie langweilig klingt. Auch die Produktion ist hervorragend und sämtliche Instrumente kommen gut zur Geltung, ohne aufdringlich zu wirken.

Ein gutes und außergewöhnliches Album, dass man jedem empfehlen kann, der sich auf neue Klänge einlassen will. Es ist zu erwarten, dass wir von Maya noch weiteres zu hören bekommen. Ich freue mich drauf

Als Vorgeschmack kann man sich „Green Eyes auf Youtube unter folgendem Link ansehen: https://youtu.be/nLvFjk1Fkoo

Das Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten, für ein außergewöhnliches Album.

 

Tracklist:

That’s My Style

Mr. Rain

No Inspiration

Can’t Thank You Enough

Freakin Out

Man in the Mirror

Straight to My Heart

Fuck That

You’ve Got a Friend in Me

Green Eyes

Get Get On

Frantic

Song for My Mom

Freakin Out (Smooth Return)

Review – Joe Bonamassa – Time Clocks

 

Wieder einmal liegt eine Veröffentlichung von Joe Bonamassa auf meinem Schreibtisch. Bonamassa ist einer der wenigen Künstler, die Alben am laufenden Band zu produzieren scheinen und trotzdem musikalisch dabei nie nachlasse und es fertigbringen, auch neue Elemente zu bieten, die die Musik immer wieder interessant machen.

Bonamassa ist diesbezüglich in jedem Fall ein Genie. Auch Time Clocks. Auch dieses Mal hat er wieder mit Kevin Shirley, seinem Produzenten eng zusammengearbeitet und Songs mit ihm zusammen geschrieben. Ebenfalls haben Bernie Marsden (ehemals-Whitesnake) und Charlie Starr (Blackberry Smoke) bei der Produktion des Albums mitgewirkt. Das Album ist durchweg kraftvoll und bietet Parts, die in den Hardrock abschweifen. Die Besetzung seiner Band ist ebenfalls wieder gewichtig, Steve Mackey (Bass), Lachy Doley (Klavier), Bunna Lawrie (Didgeridoo), Bobby Summerfield (Percussions), Anton Fig (Schlagzeug und Percussion) und als Backroundsängerinnen Mahalia Barnes, Juanita Tippins, and Prinnie Stevenson. Die Songs zeigen, dass es sich hier um ein gut eingespieltes Team handelt, dass die Songs sehr harmonisch umsetzt. Jeder einzelne Musiker kommt zur Geltung und Bonamassas Gitarrenspiel wird hervorragend in Szene gesetzt.

Als Anspieltipps sind „Notches“, „Curtain Call“ und der Titeltrack „Time Clocks“ zu empfehlen. Ein Album, dass aber auf ganzer Bandbreite überzeugt. Stilistisch ist vom Folk, über den Gospel, bis hin zum Hardrock alles zu finden. Ein absolutes Glanzstück, dass es sich zu kaufen lohnt

 

Das Promoportal-germany vergibt 9,5 von 10 Punkten

 

Tracklist:

Pilgrimage

Notches

The Heart That Never Waits

Time Clocks

Questions and Answers

Mind's Eye

Curtain Call

The Loyal Kind

Hanging On a Loser

Known Unknowns

Review: Angeekelt – Auf die Fresse Rock´n´Roll

 

Mit dem Tonträger liefert die deutsche Punkformation ihr Debütalbum ab und gibt sich dabei fast eine Stunde und 15 Stücke lang dem deutschen Punkrock hin. Dabei werden die unterschiedlichsten Themen abgearbeitet, allerdings immer mit einem Augenzwinkern und dem typischen Spaß, den Punkrock machen sollte. Die Band bestand zu dieser Zeit lediglich aus Marc Debus und Bernd Sommer, die die gesamte Scheibe selbst, analog aufgenommen haben, während mittlerweile weitere Musiker im Gespräch sind, um mit dem Konzept auch auftreten zu können.

Schon mit dem ersten Titel „Lebenselexier“ wird die Marschrichtung klar. Der Song widmet sich dem Bier. Die Band selbst sagt zu dem Titel, den man als ersten Rechtschreibfehler des Albums sehen könnte, dass sie das Wort LebenselEXier bewusst nicht Lebenselixier geschrieben hat, weil es im Wortspiel auf das EX ankam. Hier merkt man schon, dass der Spaß ein tragendes Element der Texte ist. Musikalisch erinnert das Ganze an alte Punkgrößen wie Bad Religion. Ein würdiger Opener für die Scheibe.

Mit „Ein guter Freund“ bewegt sich die Band dann in Richtung des American Hardcore. Bass-lastig und treibend wird eine gute Freundschaft beschrieben, die tatsächlich ein großes Gut ist, was jeder nachvollziehen kann, wenn er an seinen besten Freund denkt.

Danach covert die Band einen Song, der im Original von Slim Dusty, einem australischen Folk-Musiker stammt und in seiner Version „The Pub With No Beer“ heißt. Gecovert wurde das Stück mit dem Text von Gus Backus, den sicher viele kennen werden, wenn man seinen Song „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ anspricht. In der Bridge und im Mittelteil setzt die Band eine Homage an den unvergessenen Lemmy von Motörhead und „zitiert“ einige Takte des Songs „Ace of Spades“. Gut arrangiert wird dieser Song sicher manche Fete bereichern.

Der Song „Sensemann“ kommt dann etwas ruhiger daher, was bei der Thematik auch passend erscheint. Aus der Sicht des Schnitters wird berichtet, wie hart der Job ist und dass die Arbeit niemals endet, was beim Tod verständlich erscheint. Irgendwie denkt man an den Scheibenweltroman „Gevatter Tod“ und kann in Hinblick auf diese Geschichte gut nachvollziehen, warum der Tod gerne auch einmal Urlaub machen wollte. Hier wurde ein ernstes Thema mit dem bereits angemerkten Augenzwinkern textlich umgesetzt.

Mit „Live to Ride“ werden dann die Motorradfahrer ihre Freude haben, insbesondere die Sorte, die eine große Motorradmarke aus Milwaukee in den U.S.A. schätzen. Man merkt, dass hier bei der Band eine diverse Affinität zu diesem Thema besteht, zumal das Motorradfahren auch bei weiteren Stücken thematisiert wird. Sicherlich wird man deshalb hier und da auch auf Motorradtreffen auf die Songs zurückgreifen.

In diesem Sinne geht es mit „Du geiles Stück“ hier gleich weiter. Auch wenn man anfangs meinen könnte, hier würde unangemessen mit der Damenwelt umgegangen, so wird man doch irgendwann eines Besseren belehrt. Das „Geile Stück“ ist auch in diesem Fall ein Motorrad. Die Geschwindigkeit der Stücke hat seit dem „Sensemann“ wieder deutlich zugenommen und man hört in den letzten beiden Stücken deutlich Einflüsse aus dem frühen „Heavy-Metal“. Vielleicht wurde deshalb in den Vorankündigungen bereits von „Punk´n´Roll“ gesprochen.

Dann kehrt die Band zum Anfangsthema, dem Bier zurück. Bei 20 Bier kann man nichts anderes machen als schmunzeln. Im guten alten Punkrockstyle wird ein Abend beschrieben, der mit viel Bier begossen wurde. Was dabei herauskam, kann man sich hier anhören. In jedem Fall Gute-Laune-Musik, die zum Party machen gedacht ist.

Mit „Sags laut“ geht es dann im gleichen Musikstiel weiter. Die Band greift ein Thema auf, das sicherlich auch viele der Hörer kennen werden. Man trifft die Traumfrau, die aber leider bereits vergeben ist. Themen, die vermutlich jeder aus den jungen Jahren seines Lebens kennt, auch für die Damen im umgekehrten Fall. Die Band bedankt sich im Booklet bei Gastmusiker Jens Kelschenbach, der das einprägsame Solo eingespielt hat.

Auch „Lebensgefühl 89“ widmet sich dem Feiern, das nach harter Arbeit folgen sollte. Der Titel sagt schon aus, dass die Musiker hier Bezug auf ihre eigene Jugend nehmen und diese Zeit rückblickend mit Humor textlich bearbeitet haben.

Danach beginnt „Du Egoist“ mit einem sehr einprägsamen Gitarrenthema, das den Song prägt. Auch hier stellt man fest, dass man beschriebenen Egoisten scheinbar selbst zu kennen scheint, weil sich sicher im Umfeld jedes Hörers jemand finden wird, der diese Charakterzüge aufzeigt. Die Band beweist hier zum wiederholten Mal, dass sie sich thematisch mit Dingen auseinandersetzt, die bei jedem Hörer, hier oder da etwas ansprechen wird, das auch bei ihm so, oder so ähnlich bekannt sein dürfte.

Dann schwenkt die Band wieder auf die härtere Gangart um und bereist mit entsprechendem Druck die „Route 666“. Den Song hat Sänger Marc Debus seinem Freund H.P. gewidmet, mit dem er die legendäre Route 66 befahren hat. Die Reise war von einem schweren Unfall geprägt, konnte aber gut zu Ende gebracht werden. Das Erlebnis war wohl so nachhaltig, dass daraus ein Song entstehen musste. Der Beat des Songs lässt einem manchmal glauben, dass man das mechanische Wummern eines großen Zweizylinders hört.

„Sei still“ widmet sich dann wieder einem Mitmenschen, den man lieber nicht hören möchte. Wer hier nicht sofort jemanden kennt, für den er den Song spielen würde, der spricht sicher nicht ganz die Wahrheit. Bei diesem Song kommen wieder deutlich Metaleinflüsse durch, was aber dem Gefühl zum Text eher zuträglich ist.

Der nächste Song zeigt dann, dass die Band aus dem hessischen kommt. Mit „Lass mer doch die Ruh“ wurde in Ansätzen der Herkunft der Musiker Rechnung getragen. Die Band spricht einem erneut aus der Seele und man hat beim Hören des Textes Personen im Kopf. Ein Song, den man immer herausziehen kann, wenn einem jemand so richtig auf den Zeiger geht.

„Ich brauche Niemand“ kennt man bereits von der Videoveröffentlichung. Einer der typischen Punkrock-Stücke der Scheibe, der der Anarchie huldigt. Bei der Betrachtung der politischen Systeme durchaus etwas nachvollziehbares.

Mit „Ganz sicher nicht“ geht die Scheibe mit dem fünfzehnten Stück dann zu Ende. Der Song schließt logisch an seinen Vorgänger an und proklamiert, sich nicht an das System zu verkaufen. Mit dem letzten Song gibt die Band noch einmal alles und man hat nicht den Eindruck, dass man die langweiligen Stücke ans Ende gestellt hat, wie das bei manchen Tonträgern leider der Fall ist.

Alles in allem 15 Stücke, die eine große musikalische Bandbreite abbilden, aber immer gut nach vorne gehen. Tatsächlich ist der Titel der Scheibe „Auf die Fresse Rock´n´Roll“ gut gewählt. Insgesamt sauber produziert und abgemischt, so dass alle Instrumente und auch der Gesang gut zur Geltung kommen. Hier hat sicherlich auch Uwe Lulis (Ex-Grave Digger/ Ex-Rebellion / Accept), der das Mastering übernommen hat, noch einen Teil zu beigetragen. Auch das Booklet wurde mit vielen Details und allen Texten versehen. Unzählige Bilder, eine tolle Zeichnung von Holger Helfert im Innenteil, lassen einem hier beim Durchblättern und Schmökern einiges an Zeit verbringen. Ein Tonträger mit Biss in einem wirklich ansprechenden Gewand.

 

Tracklist:

 

01 Lebenselixier

02 Ein guter Freund

03 Und Ich habe kein Geld

04 Sensemann

05 Live to ride

06 Du geiles Stück

07 20 Bier

08 Sags laut

09 Lebensgefühl 89

10 Du Egoist

11 Route 666

12 Sei still

13 Lass mer doch die Ruh

14 Ich brauche Niemand

15 Ganz sicher nicht

 

Label: Holyhead Records

Vertrieb und Bestellungen: Schreibstark-Verlag (Schreibstark-Verlag(at)email.de)

 

Review: Alien Drive - Ghostland

 

(A.M.) „Ghostland“ ist das zweite Album der Berliner „Alien Drive“, welches am 1.10.2021 erschien. Der Alternative Rock ist unverkennbar. Er begrüßt uns sehr eindringlich mit dem Opener „Victims On The Broadway“. Einiges härter und phasenweise sogar schon aggressiv folgt „Gun“. Dieser Song wurde bereits im Vorfeld als Single veröffentlicht und gibt einen entsprechenden Eindruck, was uns beim Hören der weiteren Titel erwartet. Die unterschiedlichen Rhythmen innerhalb des Songs sind allerdings nicht mein Favorit.

Instrumentell und gesanglich sehr ruhig und mit zusätzlichen Einspielern als Gimmick geht es mit „Killerboy“ weiter. Erst in der zweiten Songhälfte kommt hier die Power durch. „Dying At Your Door“ und „One Way To Go“ fügen sich hart an. Die Gesangsstimme von Marco Pirolo bleibt auch in „The Ultraviolet Space“ hart. Ich würde mir ein wenig Vielfalt nach der Hälfte der Songs wünschen. Gitarrenspielereien beginnen „The Deadlocks In Our System“ und sorgen so mal für ein wenig Abwechslung. „Sorry Again“ fügt sich in das Konzept ein. Der Song ist ein Quäntchen langsamer, aber hebt sich sonst nicht weiter ab. „The Ghost Inside My Mind“ folgt entsprechend stilsicher. Dies bedeutet allerdings wieder, dass ich noch weiter nach Highlights suche.

Das Highlight und die Abwechslung finde ich dann endlich in „Edge Of The World“. Dieser Song kommt mit Kraft und Härte daher und hat phasenweise sehr ruhige und weiche Momente. So macht das Hören Spaß. Mit Einspielern zu Beginn geht es mit „Your Way Down“ weiter. Und wieder sehr ruhig beendet „Mind Erased“.

Unsere Anspieltipps sind „Victims Of The Broadway“ und „Edge Of The World“.

 

Promoportal-Germany vergibt 5,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Victims On The Broadway

Gun

Killerboy

Dying At Your Door

One Way To Go

The Ultraviolet Space

The Deadlocks In Our System

Sorry Again

The Ghost Inside My Mind

Edge Of The World

Your Way Down

Mind Erased

 

 

 

 

Review: Davy Knowles - What Happens Next

Der bekannte Bluesgitarrist Davy Knnowles veröffentlicht mit „What Happens Next“ sein neues Album am 22.10.2021. Knowles selbst hat zum Album gesagt, dass er die Musik auf selbigen mehr atmen lasse, was bedeutet, dass er das Gitarrenspiel nicht so weit in den Vordergrund bringen wollte. Das ist ihm gut gelungen, ohne darauf zu verzichten, sein grandioses Gitarrenspiel hören zu lassen.

Schon der Opener „Light Of The Moon“ zeigt in welche Richtung das Album geht. Der Song hat eine angenehme rockige Note und stimmt hervorragend auf den Rest des Albums ein. Als dritten Song hat Knowles „Roll Me“ gesetzt, eine Ballde, die es in sich hat. Knowles spielt auf dem Album nicht nur die Gitarre, sondern ist auch für den Gesang verantwortlich. Seine Stimme passt mit bluesigen und soulähnlichen Tönen ausgezeichnet zum Gesamtkonzept. Die Band besteht neben Knowles noch aus Tod Bowers / Bass, Andrew Toombs / Keyboard und Jeremy Cunningham am Schlagzeug. Auch hier hat Knowles eine sehr gute Besetzung gefunden, die das Gesamtkonzept der Scheibe ausmacht. Für die Bluesfans muss man noch „Devil And The Deep Blue Sea“ anführen, da dieses die eEigenschaften des guten alten Blues voll widerspiegelt. Als letztes Stück des Albums folgt ein akkustisches Werk „If I Ever Meet My Maker“, das zeigt, dass Knowles auch im Folkrock ein Bein auf dem Boden hat.

Alles in allem ein Bluesalbum, dass es zu kaufen lohnt, weil es nicht völlig überproduziert wirkt. Man kann hören was die Musiker können, ohne dass sie sich ständig in den Vordergrund spielen müssen. Knowles hat hier ein gutes Kozept gefunden, um runde, stimmige Songs fertigzustellen, die man mit Freude hören kann.

Das Promoportal-germany vergibt 8 von 20 Punkten

 

Tracklist

 

Light of the Moon

Heartbreak Or Nothing

Roll Me

Get Lucky

Devil and the Deep Blue Sea

One & the Same

Solid Ground

River

Side Show

Hell to Pay

Wake Me Up When The Nightmare Is Over

If I Ever Meet My Maker

 

 

 

 

Mit diesem Album erscheint eine „Very Best Of“ Sammlung von Motörhead, die eigentlich alle Highlights ihres musikalischen Schaffens beinhaltet. Erscheinen wird das Ganze in verschiedenen Formaten: 2CDs bzw.eine 4LP Box. Die Fans werden hier mit 42 Motörhead Klassikern bedient, über die es eigentlich nichts mehr zu sagen gibt. Zweieinhalb Stunden Hörspaß sind in jedem Fall gewährleistet. Für Motörhead-Fans, die alle Scheiben der Band im Schrank haben sicher nicht unbedingt notwendig, aber in jedem Fall eine perfekte Zusammenstellung des Band-Repertoires.

Alle die keine ausgiebige Sammlung zu Hause haben, ist das Album in jedem Fall ans Herz zu legen, da hier ein guter Rundumschlag gelungen ist. Ein Sampler der es in sich hat.

Dafür vergibt das Promoportal-germany 8 von 10 Punkten….nicht wegen der Musik, sondern weil es nur ein Sampler ist….aber leider werden wir hier auch mit nichts Neuem rechnen können…R.I.P. Lemmy

  

Tracklist:

 

CD1 

Overkill

We Are Motörhead

Snaggletooth

Rock It

Orgasmatron

Brotherhood Of Man

In The Name Of Tragedy

Bomber

Sacrifice

The Thousand Names Of God

Love For Sale

Killed By Death

I'm So Bad (Baby I Don't Care)

Smiling Like A Killer

Sharpshooter

Queen Of The Damned

Keys To The Kingdom

Cradle To The Grave

Lost Johnny

The Game

 

CD2

Ace Of Spades (40th Anniversary Master)

Burner

Stone Dead Forever

Bad Woman

Just Cos You Got The Power

Stay Out Of Jail

No Class

I Am The Sword

The Chase Is Better Than The Catch

God Save The Queen

R.A.M.O.N.E.S. (2006 Version)

Iron Fist

Rock Out

Dirty Love

Shine

Overnight Sensation

On Your Feet Or On Your Knees

I Ain't No Nice Guy

Sucker

1916

Choking On Your Screams

Motörhead

Review: Santana – Blessing And Miracles

Was soll man sagen…Carlos Santana ist mit seinem 26ten Album am Start. Bei diesem Album hat Santana sich an alten Zeiten orientiert…und das hört man. Das Album wartet mit 15 Songs auf und ist mit fast einer Stunde Spielzeit ein Ohrenschmaus für Liebhaber seiner Musik. Mit Dabei ist die halbe Familie: Cindy Blackman Santana am Schlagzeug, Salvador Santana am Keyboard uns seine Tochter Stella mit Gesangsparts.

Die Scheibe bietet den typischen Santana Sound, was die Gitarrenlfreunde freuen wird. Südamerikanische Rhythmen und sogar ein Ausflug in den Reggea mit dem Song „Joy“ sind zu hören. Natürlich hat Santana wieder Gäste, die in einigen Songs dabei sind. So singt bei Joy Chris Stapleton. Noch dabei sind RobThomas, Steve Winwood, Ally Brooke, Diana Warren, Corey Clover, Kirk Hammett, Marc Osegueda, Chick Corea u.a. Das Ganze liest sich wieder wie ein Allstar-Album der 90ziger Jahre. Beeindruckend ist das Gitarrenzusammenspiel von Santana und Hammett, das noch eine Zeit im Ohr nachklingt.

Alles in allem eine Santana Album, dass es zu kaufen lohnt. Musik eines virtuosen Gitarrenspielers mit vielen neuen Einflüssen, die aber allesamt Spaß machen. Danke dafür!

Das Promoportal-germany vergibt 8,5 von 10 Punkten

Tracklist:

Ghost Of Future Pull / New Light

Santana Celebration

Rumbalero

Joy

Move (Video bei YouTube)

Whiter Shade Of Pale

Break

She’s Fire (Video bei YouTube)

Peace Power

America For Sale

Breathing Underwater

Mother Yes

Song For Cindy

Angel Choir / All Together

Ghost Of Future Pull Part 2

Review – The Silverettes – Risky Business

(A.M.) Das Rockabilly Trio „The Silverettes“ aus Essen veröffentlichte Ende September ihr neues Album names „Risky Business“. Ira (Gesang, Gitarre, Akkordeon), Jane (Gesang, Bass und Saxophon) und Honey (Gesang, Schlagzeug und Percussions) zaubern mit 14 neuen Songs fast durchweg gute Laune. Der Opener ist gleichzeitig der Albumtitelsong „Risky Buisness“ und die Schlagwörter >No Risk, No Fun< sind sehr gut getroffen. Hier ist Adriano BaTolba ebenfalls dabei. Ebenso aktiv mit tollem Grove folgt „Undercover Lover“. Den Damen hört man den Spaß einfach an. Und so macht auch das sehr cool rockige „Perfect Crime“ weiter Lust auf mehr. Zu Beginn des letzten Drittels des Songs ist nochmal ein stilistisches Highlight versteckt. Genauso flott und im perfekten Rockabilly Stil folgt „Stop Fooling Around“. Hier haben sich die drei Damen gesangliche Unterstützung von Sven „Sam“ Budja geholt, der bereits mit „The Baseballs“ bekannt ist.

Wieder richtig mädchenlike und unglaublich >zuckersüß< gesungen ist „Shy Guy“. Bei „Easy Come – Easy Go“ werden die drei durch Emanuela Hutter von „Hillbilly Moon Explosion“ unterstützt. Dieser Song wirkt phasenweise härter und nimmt etwas Tempo raus. Dies zieht dann bei „Get It On“ wieder an. Mit einem kleinen Einspieler beginnt und durch weitere gesangliche Unterstützung durch Ron Glaser begleitet ist „Singing With The King“. Dieser Song ist in seiner Gesamtheit auch wieder schwerer. Wieder flotter und mit einem Schlagzeuganzähler folgt „Are You Ready“. Der Song hat viele Instrumentalpassagen inne. Wieder fröhlicher geht es mit „Monsieur“ weiter. Gleiches gilt für „Messin´ With The Kid“. Dieser Titel zaubert wieder gute Laune durch die Boxen. Ebenfalls flott ist „Wild Love“. „So Long“ setzt sich mit dem Akapellabeginn und den weitern entsprechenden Passagen ab. „Grummy Cat“ als letzter Song des Albums versprüht leider nicht mehr die Frische und das Gefühl zu Beginn der Scheibe, schade.

Unsere Anspieltipps sind „Perfect Crime“, „Stop Fooling Around“ und „Messin´ With The Kid“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Risky Business

Undercover Lover

Perfect Crime

Stop Fooling Around

Shy Guy

Easy Come – Easy Go

Get It On

Singing With The King

Are You Ready

Monsieur

Messin´ With The Kid

Wild Love

So Long

Grummy Cat

Review: The Georgia Thunderbolts - Can We Get A Witness

Wir freuen uns, dass nach nun das Album der Georgia Thunderbolts auf unserem Tisch liegt, nachdem sie im letzten Jahr eine großartige EP veröffentlicht hatten. Da ich schon immer auf den guten alten Sothern Rock gestanden habe, bin ich mit dieser Scheibe wohl richtig bedient worden, weil die Jungs dieses Genre wirklich gut bedienen.

Mit 13 Songs wartet die Scheibe auf und ich kann nicht wirklich sagen, welchen davon man hören sollte, weil nichts dabei war, was mich enttäuscht hat. Wer guten langsamen Rock mag, sollte sich in jedem Fall „So You wanna Change The World“ anhören, wer auf härtere Klänge steht wird bei „Spirit Of A Workin’ Man“ richtig bedient werden. Aber eigentlich ist es die Mischung, die die Scheibe ausmacht und sie nicht einen Augenblick langweilig erscheinen lässt. Auch einen Cocversong der „Allmann Brothers“ liefern die 5 Jungs mit „Midnight Rider“ ab, der dem Original um nicht viel nachsteht. Alles in allem eine Scheibe, die meinen Geschmack voll getroffen hat.

Ein neuer Stern am Himmel des Southern-Rock scheint hier am Entstehen zu sein. Wir vergeben für ein frisches Album in gutem alten Stil 8 von 10 Punkten. Hier dürfte noch einiges zu erwarten sein.

Tracklist:

Take It Slow (Video bei YouTube)

Lend A Hand

So You wanna Change The World

Looking For An Old Friend

Spirit Of A Workin’ Man

Midnight Rider

Be Good To Yourself (Audio bei YouTube)

Half Glass Woman

Dancin’ With The Devil

Can I Get A Witness (Lyrics-Video bei YouTube)

Walk Tall Man

It’s Alright

Set Me Free

 

Besetzung:

TJ Lyle – Vocals, Piano, Harminoca

Riley Couzzourt – Guitar, Slide Guitar

Logan Tolbert – Guitar

Zach Everett – Bass, Harmony Vocals, Keyboards

Bristol Perry – Drums

Review: The O'Reillys and the Paddyhats - In Strange Waters

(M.D.) The O´Reillys and the Paddyhats…eine Combo, die mir noch sehr gut im Ohr liegt, von der letzten Review, die ich über eine ihrer Scheiben geschrieben habe…zumal sie seitdem einige Male im Auto genudelt worden ist. Mit Strange Waters erscheint nun ein weiterer Longplayer und ich bin gespannt, was die Band uns mit dem Jubiläumsalbum zu ihren 10jährigen bestehen um die Ohren hauen wird.

Wie erwartet wurde das Konzept des schnellen Folks nicht verlassen und bei den Nummern der Scheibe juckt es vermutlich nicht nur den Irish-Folk-Fans in den Füssen, sondern auch mancher Punk wird sich animiert fühlen ins Pogo-tanzen zu verfallen. Aber auch Anklänge aus dem Metal und der Skamusik finden sich auf der Scheibe und sogar unsere Metalqueen Doro Pesch konnte für einen Song gewonnen werden. Somit verlassen sie sicherlich hier und da die Gewässer des Folk-Punk und das erklärt vermutlich die Wahl des Albumtitels.

Die Scheib macht Spaß und lässt sich gut hören. Sauber produziert wird ein Feuerwerk an Stücken abgebrannt, dass einige Genres der Musik beleuchtet. Mir hat es beim Hören recht gut gefallen und die Scheibe wandert weiter ins Auto…nicht ins Regal.

 

Das Promoportal-germany und Crossfire vergeben 8,5 von 10 Punkten

 

TRACKLIST:

1. Barrels of Whiskey

2. Fair Old Lady

3. Ferryman

4. Light Up

5. Irish Way

6. Green Blood

7. Dogs on the Leash

8.We All Know (feat. Doro Pesch)

9. Beautiful Fear

10. Yesterday’s Rebel 

 

Besetzung:

Sean O’Reilly

Franz Wüstenberg (vocals, acoustic guitar, low whistle, piano, bottleneck guitar)

Dwight O’Reilly

Tim Herbrig (vocals, banjo, mandoline, bouzouki, accordion)

Connor O’Sullivan

Jan Philipp Nau (electric guitar, acoustic guitar)

Tom O’Shaughnessy

Thomas Klur (bass guitar, bass ukulele, backing vocals)

Jones Murphy

Jonas Heinrich (drums, choir)

Mia Callaghan

Jessica Kohlmetz (fiddle, backing vocals)

Ian McFlannigan

Benny Lunau – (backing vocals)

Thomas Meckel, Max Bothe (additional choir vocals)

Thomas Braun (trombone)

Florian Hohendahl (trumpet)

Fabian Heis (saxophone)

Review: Andreas Diehlmann - Them Chains

(M.D.) Andreas Diehlmann ist ein Künstler, den ich erst seit ca. einem Jahr auf dem Schirm habe. Damals ist mir sein grandioses Erstlingswerk in die Hände gefallen, dass mich mit den Southern-Rock und Blueseinflüssen völlig überzeugt hat. Danach konnte ich das Ganze auf dem Guitar-Heroes-Festival auch noch live sehen und mich persönlich überzeugen, dass die Band auf der Bühne das Gleiche leistet, wie auf ihrem Tonträger...und noch dazu eine Spitzenstimmung beim Publikum erzeugt.

Nun folgt mit "Them Chains" der zweite Tonträger, der uns nun zur Review vorliegt. Diehlmann hat das Ganze im eigenen Studio produziert. Das Ganze erscheint dann auf Vinyl (180g), als Audio CD, Fanedition Packet (Vinyl oder DD inkl. T-Shirt und mehr), als MP3 Download und Streaming. Also ist vermutlich für jeden das passende Format dabei. Neben den Eigenkompositionen von Andreas sind zwei Coverversionen auf dem Tonträger zu finden. Hierbei handelt es sich um "The Green Manalishi" von Peter Green sowie Willie Dixons "Little Red Rooster". Verstärkt wird Andreas hierbei von Tom Bonns am Schlagzeug und von Jörg Sebald am Bass. Soundtechnisch bildet die Formation eine Einheit, die Spaß macht. Des Weiteren konnte Andreas noch Thomas Feldmann für Mundharmonikaparts gewinnen.

Andreas brennt auf der Scheibe 41:27 Minuten ein Feuerwerk guten Blues-Rocks ab, dass man sich ruhig öfters anhören kann. Sauber produziert, musikalisch einwandfrei und mit Seele und Spaß eingespielt, alles in allem eine echte Freude.

Das Promoportal-germany vergibt hierfür 9,5 von 10 Punkten. Weiter so Leute !!!!!!!!

 

Tracklist "Them Chains":

Them Chains

Boogie Woogie Rock’n’Roll

Found Myself Alone

Lola Sweet Rock’n’Rola

Made It My Way

Ridin' In The Dark

Babe I Got To Go

The Green Manalishi

Little Red Rooster

Review – Diane Warren – The Cave Session Vol. 1

 

(A.M.) Am 27. August 2021 veröffentlichte „Diane Warren“ ihr Debütalbum „The Cave Sessions Vol. 1“ via BMG. Die Songwriterin hat schon viele erfolgreiche Hits für unterschiedliche Musikgrößen geschrieben. Und so ist nun nicht verwunderlich, dass sie nun 15 ihrer neuen Songs von bekannten Sängern und Sängerinnen performen lässt und das Album selbst produziert. Mit von der Partie sind unter anderem Carlos Santana, James Arthur, Céline Dion, Leona Lewis und James Morrison. 

So unterschiedlich wie die Sänger sind auch die Songs, von Pop, über Soul und Jazz bis hin zu Funk ist eigentlich alles vertreten. „She´s Fire“ lässt sich eher in den klassischen Pop mit Passagen des Sprechgesangs (R&B) schieben. Ebenfalls poppig und mit viel guter Laune folgt „Seaside“. Nicht weniger frisch geht es mit „Sweet“ weiter. Dieser Song lädt direkt zum Feiern ein. Gleiches gilt für „When We Dance Slow“. Eine gedankliche Reise in den Süden mit viel Hüftschwung ist garantiert. Aber auch ganz ruhige Songs, wie „I Save Me“ und „Where Is Your Heart“ sind dabei. Bei Ersterem ist die Akustikgitarre bei Zweiterem das Klavier vorherrschend.

Weiter geht es eher ruhig mit „Drink You Away“ und „You Go First“. Dieser Song ist durch den phasenweisen rauen Gesang sehr eindringlich. Ähnlich gewaltig ist „Not Prepared For You“ arrangiert. Hierbei wird erneut deutlich, was für ein Gespür Diane Warren für die Musik und die singenden Künstler hat. Gleiches gilt für „You Kind Of Beautiful“. Rockiger geht es dann mit „Domino“ weiter, bevor es mit „Superwoman“ wieder weich weitergeht. Poppig rockig folgt „Times Like This“. Die letzten beiden Songs „Grow Old With Me“ und „Blessings“ fügen sich in dieses Konzept perfekt ein.

Mit diesem Album hat Diane Warren einfach ein grandioses Debüt geliefert, auch wenn sie selbst gar nicht zu hören ist. Auch wenn diese Musik eigentlich weniger unser Genre ist, gibt es nichts zu meckern, denn Geschmack ist vielfältig, aber ein Handwerk muss gekonnt sein. Deshalb vergibt das Promoportal 9 von 10 Punkten. Den einen Punkt Abzug gibt es lediglich aus Geschmacksgründen. 

 

Unsere Anspieltipps sind „Not Prepared For You“ und „Blessings“.

  

Tracklist:

She´s Fire

Seaside

Sweet

When We Dance Slow

I Save Me

Where Is Your Heart

Drink You Away

You Go First

Not Prepared For You

You Kind Of Beautiful

Domino

Superwoman

Times Like This

Grow Old With Me

Blessings

Review: Loreena McKennitt – “The Visit” – The Definitive Edition

 

Dreißig Jahre ist es her, dass Loreena McKennit ihr Album „The Visit“ veröffentlicht hat. Nun kommt eine umfangreiche Jubiläumsausgabe heraus, die es sich zu kaufen lohnt. Zwei Formate wird es geben: Die Deluxe Limited Ausgabe mit Hardcover die 4 CDs beinhaltet und eine Audio Blu-Ray, ein dickes Booklet mit unveröffentlichtem Inhalt. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit 15 Stücke als Download und Streaming zu erhalten. Die Stücke “Bonny Portmore”, “The Lady Of Shalot”, “The Old Ways”, “Greensleeves” und „Tango To Evora“ sind zudem als Live-Aufnahmen enthalten.

Mit der Edition wird ein umfangreiches Paket angeboten, was dem über 2 Millionen Mal verkauften Album gerecht wird. Ein wunderschönes Booklet mit Geschichten rund um das Album, Erinnerungen von Loreena und unzähligen unveröffentlichten Bildern ist allein schon einen Blick wert. Hier wird ein Paket von „The Visit“ angeboten, das sowohl Fans als auch Menschen, die die Musik der Künstlerin kennenlernen wollen, rundum zufrieden stellen wird.

Das Promoportal-germany vergibt für diese schöne Edition eines legendären Albums 9 von 10 Punkten

 

CD 1 von 5

Hörprobe Track 1: The Visit: Original Recording, 2004 Remaster: All Souls Night

Hörprobe Track 2: Bonny Portmore

Hörprobe Track 3: Between The Shadows

Hörprobe Track 4: The Lady Of Shalott

Hörprobe Track 5: Greensleeves

Hörprobe Track 6: Tango To Evora

Hörprobe Track 7: Courtyard Lullaby

Hörprobe Track 8: The Old Ways

Hörprobe Track 9: Cymbeline

 

CD 2 von 5

CD Radio Broadcasts/I. 1992 CBC recording from Toronto’s Ontario Place, featuring the performances of Loreena McKennitt recorded on August 7, 1992:

1Courtyard Lullaby

2 Stolen Child

3 Between The Shadows

4 The Lady Of Shalott

5 Loreena introduces the Band

6 Standing Stones

7 She Moved Through The Fair

8 Manx Ayre

9 Cymbeline

10 II. World Cafe, Live at WXPN Philadelphia for NPR: Interview Part One

11 All Souls Night (album edit)

12 Interview Part Two

13 Courtyard Lullaby (solo)

14 Interview Part Three

15 The Lady Of Shalott (solo)

16 Interview Part Four

17 Between The Shadows (solo)

18 Interview Part Five

19 Stolen Child (solo)

 

CD 3 von 5

1 CD In Conversation: I. An Interview with Loreena McKennitt in conversation with Tim Wilson

2 II. Round-Table Discussion

 

 

CD 4 von 5

CD Binaural Headphone Mixes & 2016 Soundboard Trio Recordings I. Binaural Headphone Mixes: The Visit: Original Recording, 2004 Remaster:

1 All Souls Night

2 Bonny Portmore

3 Between The Shadows

4 The Lady Of Shalott

5 Greensleeves

6 Tango To Evora

7 Courtyard Lullaby

8 The Old Ways

9 Cymbeline

10 II. 2016 Soundboard Trio Recordings: All Souls Night

11 Bonny Portmore

12 Between the Shadows

13 The Lady Of Shalott

14 Greensleeves

15 The Old Ways

 

CD 5 von 5

1 All Souls Night

2 Bonny Portmore

3 Between The Shadows

4 The Lady Of Shalott

5 Greensleeves

6 Tango To Evora

7 Courtyard Lullaby

8 The Old Ways

9 Cymbeline

Review – LeRa – Bird´s Eye View

 

(A.M.) Am 10. September veröffentlichte die aus der Slowakei stammende Lenka Rakár ihr Debutalbum „Bird´s Eye View“ mit zehn Songs. Diese sind während des Coronalockdown in ihrem eigenen Studio entstanden, welches sie ebenfalls zu der Zeit eingerichtet hat.

„The Way Of The Champion“ war zunächst für die slowenisch/ russische Kick-Box-Weltmeisterschaft als Hymne gedacht. Jedoch bringt dieser Song so viel Kraft mit sich, dass LeRa zurecht möchte, dass er vielen Sportlern in den unterschiedlichsten Disziplinen Mut und Kraft und weitere Dynamik gibt. Weiter geht es mit „Burn“. Dieser Titel ist insgesamt nicht weniger kräftiger. Jedoch dröhnt er über weite Strecken mehr. Ihre durchaus rockröhrige Stimme kommt in den ersten beiden Titeln genauso hervor, wie auch in „Cynical“. Stellenweise erinnert diese sehr an unserer Ikone Doro Pesch. Allerdings fehlt ihr hierfür doch noch das gewisse Etwas an Kraft, Ausdruck und Ausdauer.

Ein bisschen Abwechslung bringen der Reggea-Touch von „Johnny The Beast“ mit sich und die eher düstere Art des Arrangements von „Catwalk“. Härter und mit mehr Kraft ist „Last Day“ gesungen und gespielt. Mit „Divorce“ ist dann auch eine Ballade vertreten. Hier kommt klar durch, dass sie ein tolles Potenzial an Stimmgewalt hat. Jedoch ist es auch so klischeehaft, dass eine Ballade auf jeden Fall gegen Ende dabei sein muss. Als Abschluss der Scheibe geht es dann nochmal rockiger und vor allem textlich kritisch. „Fight For Your Rights“ heißt dieser letzte Song des Albums. Dieser ist mit dem Opener „The Way Of The Champions“ dann auch gleich mein Anspieltipp 

Das Promoportal-Germany vergibt 5 von 10 Punkten und freut sich auf eine Weiterentwicklung von LeRa, da Potenzial auf jeden Fall schon jetzt zu hören ist.

 

Tracklist:

The Way Of The Champion

Burn

Cynical

Johnny The Beast

I´m Ok

Catwalk

I Need To Hate You

Last Day

Divorce

Fight For Your Rights

Review: Melissa Etheridge – One Way Out

 

Melissa Etheridge ist ein Name, der den meisten Musikfans geläufig sein dürfte. Mit „One Way Out“ präsentiert sie ein Album, auf dem Songs enthalten sind, die zwar bereits älteren Datums sind, aber noch nie den Weg auf eine Scheibe der Künstlerin gefunden haben. Zwar nie veröffentlicht, aber trotzdem gutes Material wird auf diesem Tonträger angeboten. Manchmal fragt man sich, warum gerade diese Stücke früher von der Veröffentlichung ausgeschlossen wurden.

Im Grunde ist es also gut, dass man jetzt die Gelegenheit erhält das Ganze doch auf einem Tonträger zu erwerben. Auf dem Album sind ebenfalls noch zwei Live-Stücke enthalten, die ebenfalls noch auf keinem Tonträger vorhanden sind. Damit ist ein wirklich hörenswertes Album entstanden. Das alte Material klingt kraftvoll und zeigt eine Künstlerin, die ihre Musik liebt.

Die Aufnahmen sind gut produziert und man bekommt einiges geboten. Eindrucksvolle Gitarrensoli, Mundharmonikaparts und vor allem eine beeindruckende Stimme, die es versteht, sowohl bei langsameren Stücken, wie auch bei kräftigen Gesangsparts zu überzeugen. Der Veröffentlichungstermin des Materials auf CD und LP wurde kurzfristig auf den 01.10.2021 verschoben. Wer Melissa Etheridge mag, kann bei diesem Tonträger nichts falsch machen. Wer Etheridge noch nicht kennt, kann hier aber ebenso einen guten Eindruck gewinnen, wie vielseitig diese Künstlerin ist 

Für ein großartiges Album vergibt das Promoportal-germany 9 von 10 Punkten – es wäre schön, wenn Etheridge noch mehr solcher vergessenen Schätze in ihren Schubladen finden würde.

 

Tracklist:

01. One Way Out

02. As Cool As You Try

03. I’m No Angel Myself

04. For The Last Time

05. Save Myself

06. That Would Be Me

07. Wild Wild Wild

08. You Have No Idea (Live)

09. Life Goes On (Live)

Review: Buena Vista Social Club 25th Anniversary Edition

 

(M.D.) Nach 25 Jahren feiert der Buena Vista Social Club das Erscheinen ihrer CD mit einer Sonderedition, die einige Features enthält, die den Kauf durchaus lohnenswert erscheinen lassen. Zu der bereits bekannten Setlist kommen Songs aus den Sessiontapes hinzu, die bisher noch nicht veröffentlicht worden sind. Das Ganze erscheint in folgenden Formaten: 2LP + 2CD Deluxe Book Pack, 2CD Casebook, 2LP Gatefold Vinyl und als digitale Version.

Die Geschichte des Buena Vista Social Clubs ist legendär. Am 26. März 1996 luden der Kubaner Juan de Marcos González, der amerikanische Produzent und Gitarrist Ry Cooder und der britische Produzent und Label-Chef Nick kubanische Musiker in die historischen EGREM/Areito-Studios des Centro Havana ein (u.a. Ibrahim Ferrer, Eliades Ochoa, Compay Segundo, Rubén González & Omara Portuondo). Viele dieser Musiker waren zu dieser Zeit in Kuba bereits gefeierte Größen des dortigen Musikgeschehens. Aus diesen Sessions entstand ein Werk, was die Bedeutung kubanischer Musik weltweit verändern sollte, zumal die „Live“ Atmosphäre des Albums bis heute ungebrochen ist.

Besonders schön sind die unbekannten Aufnahmen, die in weiten Stücken den Aufnahmen des Orginalalbums um nichts nachstehen. Für mich war die Scheibe schon früher ein Meilenstein der Musikgeschichte, weil man damals die Gelegenheit bekommen hatte, weltweit unbekannte Künstler kennenzulernen, die zudem noch auf einem sehr hohen Niveau Live miteinander gespielt haben. Auch heute noch absolut hörenswert und eine absolute Empfehlung an alle, die das Album noch nicht besitzen, weil sich hier die Möglichkeit bietet, noch ein klein wenig mehr dieser brillanten Besetzung zu hören.

Eine tolle Edition zum 25jährigen Erscheinen dieses großartigen Albums, dass im Paket 9,5 von 10 Punkten verdient.

 

2LP & 2CD Deluxe Book Pack

 

• Das Original Album, Remastered von Bernie Grundman, auf CD & 180g 2LP

• CD mit unveröffentlichten Bonus Tracks von den l 1996 Studioaufnahmen

• 40-seitiges Buch mit, Fotos, Lyrics, Noten Biografien, 2 Kunstdrucken und der Geschichte des Original Clubs

 

2LP(Remastered)

 

Chan Chan

De Camino a La Vereda

El Cuarto de Tula

Pueblo Nuevo

 

Dos Gardenias

Y Tú Qué Has Hecho?

Veinte Años

El Carretero

Candela

 

Amor de Loca Juventud

Orgullecida

Murmullo

Buena Vista Social Club

La Bayamesa

 

Vicenta *

La Pluma *

A Tus Pies *

La Cleptómana *

Orgullecida

 

CD1 

Chan Chan

De Camino a La Vereda

El Cuarto de Tula

Pueblo Nuevo

Dos Gardenias

Y Tú Qué Has Hecho?

Veinte Años

El Carretero

Candela

Amor de Loca Juventud

Orgullecida

Murmullo

Buena Vista Social Club

La Bayamesa

 

CD2 (alle bisher unveröffentlicht)

Chan Chan

Vicenta

La Pluma

Dos Gardenias

Mandinga

Siboney

A Tus Pies

El Carretero

Ensayo

El Diablo Suelto

Saludo Compay

Descripción De Un Sueño

Pueblo Nuevo

La Cleptómana

Y Tú Qué Has Hecho?

Orgullecida

Descarga Rubén

Candela

Orgullecida 

Review: Eric Bibb – Dear America

 

(M.D.) Mit „Dear America“ veröffentlicht Eric Bibb sein neues Album zum 10.09.2021. Ein Album, dass man beachten sollte, zumal Bibb Größen wie Eric Gales, Ron Carter, Shaneeka Simon, Chuck Campell, Billy Branch, Tommy Sims und Lisa Mills zur Unterstützung gewinnen konnte.

Das Album startet mit „Whole Lotta Lovin´“ einem Instrumentalstück, was mich direkt begeistert hat. Dieser Song lässt meine Erwartungen an den Rest des Albums wachsen.

Mit „Born Of A Woman“ folgt dann ein schönes Country-Blues Stück, das deutlich zeigt, dass Bibb sein Handwerk versteht. Ron Carters Stimme ist hierbei zu erwähnen, das sie das Stück deutlich prägt. Die Nummer hinterlässt das Gefühl etwas gehört zu haben, was das Zeug zum Klassiker hat. „Whole World´s Got The Blues“ schlägt dann in die gleiche Kerbe und man hat bereits nach dem dritten Stück das Gefühl, eine Scheibe in Händen zu haben, die Geschichte schreiben könnte. Beeindruckend ist hier auch die Gitarrenarbeit von Eric Gales, der dem Stück damit noch eine eigene Note aufdrückt. Grandios.

„Dear America“ legt dann noch einmal nach, bevor „Different Picture“ in den Soul abdriftet, was allerdings ebenfalls beeindruckend rüberkommt. Hierzu hat Chuck Campell am Bass entscheidend beigetragen. „Tell Yourself“ und „Emmetts Ghost“ stechen nicht so heraus, sind aber ebenfalls hörenswert und eingängig. „White & Black“ beeindruckt dann mit Bläsersätzen und steigert das Album an dieser Stelle wieder enorm. Auch die Gitarren im Stück lassen nichts zu wünschen übrig. Toll arrangiert und spektakulär umgesetzt.

„Along The Way“ nimmt das Ganze wieder etwas zurück, hat aber auch seinen Charme. Gut hörbar vor dem Kamin zu Hause, mit einem guten Schluck in der Hand. „Dann folgt „Talkin ´Bout A Train, das in zwei Parts unterteilt ist. Ein Stück mit musikalisch starken Passagen, wobei die Mundharmonikaparts hier deutlich hervorzuheben sind. Teil 2 des Stücks nähert sich dem Funk und hat starke Orgelpassagen, die man sich sicher gerne ein weiteres…oder weitere Male anhört An der Nummer war Billy Branch maßgeblich beteiligt. „Love´s Kingdom“ wurde mit Tommy Sims und Glen Scott eingespielt.

Zum Abschluss performt Lisa Mills mit Bibb „One-Ness Of Love“ und setzt der Platte einen würdigen Abschluss, der an theatralische schwarze Kirchenlieder erinnert.

Ein rundherum gelungenes Album, dass und Bibb hier präsentiert. Das Promoportal-germany vergibt 9,5 von 10 Punkten für ein rundum gelungenes Album

 

Tracklist:

Whole Lotta Lovin’ (mit Ron Carter)

Born Of A Woman (mit. Shaneeka Simon)

Whole World’s Got The Blues (mit. Eric Gales)

Dear America

Different Picture (mit. Chuck Campbell)

Tell Yourself

Emmett’s Ghost (mit. Ron Carter)

White & Black

Along The Way

Talkin’ ‘Bout A Train Part 1 (mit. Billy Branch)

Talkin’ ‘Bout A Train Part 2

Love’s Kingdom (mit. Tommy Sims & Glen Scott)

One-ness Of Love (mit. Lisa Mills)

 

Band:

Gesang - Eric Bibb

Gitarre - Eric Gales, Glen Scott, Eric Bibb

Schlagzeug - Steve Jordan

Bass - Ron Carter, Tommy Sims

Review: Frank Schäfer – Krach-Geschichten

 

(M.D.) Das neue Buch von Frank Schäfer beschäftigt sich wieder einmal mit Geschichten, die mehr oder weniger mit dem Heavy-Metal und der dazugehörigen Szene zu tun haben. Viele, teilweise amüsante, Geschichten sind zu einem über 200 Seiten dicken Buch zusammengefügt worden. Auch zahlreiche Fotos sind enthalten, die zu den entsprechenden Geschichten passen…und sogar Gedichte sind enthalten

Schäfer erzählt in seinem gewohnten Stil und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, zumindest dies hat mir beim Lesen viel Freude bereitet. Auch macht er auf einigen schwarzen Seiten des Buches auf „Hidden Tracks“ von AC7DC aufmerksam, Songs die seiner Meinung nach nie die richtige Aufmerksamkeit bekommen haben. Ich als AC/DC Fan habe hier allerdings nichts wirklich Neues erfahren, zumal ich viele der Mainstream-Erfolgssongs der Band nicht so stark finde, wie weniger gehyptes Material.

56 Kapitel bietet Schäfer dem Leser an und erzählt munter drauf los. Er zeichnet die Szene in seinen Geschichten gut nach und viele Situationen hätte jeder andere Festival- und Konzertgänger genauso erlebt haben können. Die Erzählweise trägt zum Feeling hier entscheidend bei. Sogar einen Ausflug auf „den Berch“ beim Burg-Herzberg-Festival hat einen Platz im Buch gefunden und man erinnert sich an das verregnete 2017 dort oben zurück.

Man erfährt nicht nur Sachen über Fans, Festivals und Konzerte, sondern auch einiges über Bands und Musiker. Der letzte Auftritt von Motörhead in Wacken wird beleuchtet, bei dem auch ich vor der Bühne stand und vieles aus der Bandgeschichte wird von Schäfers berichtet. Genauso habe ich die Band erlebt, bis zum vorletzten Auftritt von Lemmy, auf dem ich ihn noch fotografieren durfte. Man merkte. dass es ihm sehr schlecht ging, aber er hatte trotzdem für jeden noch ein nettes Wort hinter der Bühne.

Solche Geschichten machen das Buch für mich aus, weil man hier deutlich merkt wie weit Schäfers in diese Materie involviert ist und das Ganze nicht vom Schreibtisch aus interpretiert…er ist ein Teil davon

Alles in allem viele lesenswerte Kurzgeschichten, die Spaß machen. Verständlicherweise sind auch weniger starke Geschichten dabei, die aber die nächste dann wieder gut wettmacht. Insgesamt hinterlässt das Buch einen guten Eindruck und man kann es gut als Nebenbei-Lektüre lesen, weil die Geschichten alle in sich abgeschlossen sind. Krach-Geschichten ist sicherlich nicht das literarische Meisterwerk von Frank Schäfer, aber durchaus lesens- und empfehlenswert…und es macht Spaß.

Das Promoportal-germany und Crossfire vergeben für ein gutes Buch 8,5 von 10 Punkten. Wer einen Einblick in das Leben von Metalern und Rockfans haben möchte, ohne ein Festival zu besuchen, kann hier gefahrlos in die Szene hineinschnuppern…vielleicht traut man sich dann auch irgendwann LIVE an die Unholde heran. Mit einem freundlichen Augenzwinkern sage ich…weiter so Herr Schäfer!!!

 

Frank Schäfer – Krach-Geschichten

erschienen bei Zweitausendeins GmbH und Co KG

Karl-Tauchnitz-Str. 6, 04107 Leipzig

 

ISBN: 978-3-96318-104-7

Review – The Cold Stares – Heavy Shoes

 

(A.M.) Bereits am 13. August veröffentlichten Chris Tapp und Brian Mullins als „The Cold Stares“ über Mascot Records ihr Hard-Rock-Album „Heavy Shoes“. Was kann man zu dem Album sagen, dessen Cover eine deutliche Hommage an die Beatles darstellt.

Der Albumtitel „Heavy Shoes“ ist gleichzeitig der Opener. Die Hard-Rock-Note wird direkt deutlich. Ein tolles Gitarrensolo setzt Akzente. Weiter geht es mit „40 Dead Men“. Dieser Track beginnt schneller und aggressiver. Mittendrin bricht das Ganze und ist weitaus düsterer arrangiert. „Take This Body From Me“ überzeugt ebenfalls durch klare Rhythmen. Weiterhin rockig geht es mit „Hard Times“ weiter. Dieser Track läd einfach zum Rocken ein und muss richtig schön laut gehört werden. Bluesiger folgt „In The Night Time“, bevor es mit „Strange Light“ wieder basslastiger wird.

In „Prosecution Blues“ ist das ausgiebige Gitarrensolo ein absolutes Highlight. Es hebt sich toll von den Grundlinien ab und fügt sich gleichzeitig gekonnt in das Gesamtkonzept ein und taucht so im letzten Songteil immer wieder auf. Blues und eine Note Soul sind in „It´s A Game“ vertreten. Wieder klassischer im Hard-Rock-Stil geht es mit „Save You From You“ weiter. Die Drums stehen bei „You Wanted Love“ im Vordergrund. Die letzten beiden Songs des Albums „Election Blues“ und „Dust In My Hands“ sind wieder ganz klar rockig und bringen das Album so zu einem schönen runden Abschluss. Besonders in Letzterem ist wieder das Gitarrensolo hervorzuheben.

Unsere Anspieltipps sind der Opener und Albumtiteltrack „Heavy Shoes“ und „You Wanted Love“ 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten. Das Album ist durchgängig sauber produziert und es gibt keinerlei Ausfälle. Jedoch sticht für mich auch leider kein Song heraus.

 

Tracklist:

Heavy Shoes

40 Dead Men

Take This Body From Me

Hard Times

In The Night Time

Strange Light

Prosecution Blues

It´s A Game

Save You From You

You Wanted Love

Election Blues

Dust In My Hands

Review: MARIANNE FAITHFULL UND MUDDY WATERS' - THE MONTREUX YEARS
 
In der Reihe der Vereöffentlichungen rund um das Montreux Jazz Festival erscheinen zwei neu Highlights der Reihe, mit Material von Muddy Waters und Marianne Faitfull. Die beiden Veröffentlichungen erscheinen auf CD und Vinyl und bieten einen Überblick über die Auftritte der Künstler auf dem legendären Festival.
 
Bei Marianne Faithfull handelt es sich um fünf Auftritte, die sie in Montreux zwischen 1995 und 2009 gespielt hat. Einzigartige Aufnahmen mit Interpretationen von Van Morrison und John Lennon sind zu hören und die stimmgewaltige Sängerin bekommt mit diesen Livemitschnitten ein unvergessliches Denkmal gesetzt. Keine Minute langweilig und vor allem beeindruckend dargeboten.
 
Ebenso beeindruckend sind die Darbietungen von Muddy Waters, die die Herzen aller Bluesfans höher schlagen lassen wird. Man kann von Glück reden, dass diese Aufnahmen während des Festivals entsstanden sind, weil sie einen Eindruck geben, wie Muddy Waters mit seinen Performances das Publikum in seinen Bann gezogen hat. Kraftvoller, uriger Blues aus Chicago von einem unvergessenen Künstler. Vor allem sein Song "I’m Your Hoochie Coochie Man" dürftze jedem ein Begriff sein
 
Das Promoportal-germany vergibt für die beiden weiteren Veröffentlichungen zum Montreux Jazz Festival 9 von 10 Punkten für beide Scheiben. So machen Live-Platten Spaß. Eine absolute Empfehlung für jeden Liebhaber guter Konzertaufnahmen.
 
 
Tracklist Marianne Faithfull:
 

Doppel - LP

SIDE A
Madame George
Broken English 
Times Square 
Guilt 

SIDE B
Song for Nico
Come And Stay With Me
Sister Morphine 

SIDE C
She 
Hold On Hold On 
Solitude 
Working Class Hero 

SIDE D
Tower Of Song 
Strange Weather 
Why D’Ya Do It 

CD

Madame George 
Broken English 
Times Square 
Guilt 
Song for Nico
Come And Stay With Me 
Sister Morphine 
She 
Hold On Hold On 
Solitude 
Working Class Hero 
Tower Of Song 
Strange Weather 
Why D’Ya Do It 

 

Tracklist Muddy Waters:

Doppel - LP

SIDE A
Nobody Knows Chicago Like I Do 
Mannish Boy
Long Distance Call 
Rollin’ And Tumblin’ 

SIDE B
County Jail 
Got My Mojo Working 
I’m Your Hoochie Coochie Man 
I’m Ready 

SIDE C
Still A Fool 
Troube 
Rock Me Bable No More 
Rosaliy 

SIDE D
Same Thing 
Howlin’ Wolf 
Can’t Get No Grindin’ (What The Matter With The Meal) 
Electric Man 

CD
Nobody Knows Chicago Like I Do 
Mannish Boy 
Long Distance Call 
Rollin’ And Tumblin’ 
County Jail 
Got My Mojo Working 
I’m Your Hoochie Coochie Man 
I’m Ready 
Still A Fool 
Trouble No More 
Rosalie 
Rock Me Baby 
Same Thing 
Howlin’ Wolf 
Can’t Get No Grindin’ (What The Matter With The Meal) 
Electric Man 
 

Review: Second Reign - Gravity
 
(M.D.) Mit der Scheibe Gravity präsentieren die Schweizer Melodic Rocker Second Reign uns ihr erstes Album. Deshalb sind wir gespannt, was uns hier erwartet. Die Band ist wie folgt besetzt: Sänger und Bassist Stephan Lipp, Gitarrist Alain Schneble, Keyboarder Bo Rebsamen und an den Drums Dan Hammer. Die Band orientiert sich an der Musik der 80ziger Jahre, was deutlich zu hören ist und dabei aber alles andere als abträglich für das Hörgefühl. Ich persönlich habe mich bereits bei dem zweiten Stück zurückgelehnt und die "Show" genossen, weil mir hier kein überproduzierter Klangteppich um die Ohren gehauen wird...was mittlerweile eher erholsam ist.
 
Die Band hat, wie so viele andere, den Lockdown der Coronakrise genutzt, um die Scheibe zu produzieren und auf den Markt zu bringen. Der Zusammenschluss der Musiker, die verschiedene musikalische Vorerfahrungen mit eingebracht haben, hat sich in jedem Fall gelohnt. Mack Schildknecht hat die Scheibe aufgenommen und gemastert und dabei eine hervorragende Produktion abgeliefert. Auch mit der Erstellung des Booklets hat sich die Band viel Mühe gegeben und hat dabei mit Domagoj Taborski zusammengearbeitet. Viele Details und Ideen sind in das Booklet eingeflossen
 
Das Promoportal-germany vergibt für ein wirklich gutes Erstlingswerk 8,5 von 10 Punkten und sagt...weiter so! Hier dürfte noch einiges zu erwarten sein.
 
Tracklist:

1. Uninvited
2. The Truth
3. Let Me Breathe
4. Fire
5. Falling
6. Borderline
7. Wrong
8. Another Night
9. You’ll Never Catch Me (When I’m Gone)
10. Dark Matter
11. Uncover
12. The Big Lie
13. Home

 

 

Review – Brian Setzer – Gotta Have The Rumble

 

(A.M.) Per Surfdog veröffentlichte Brian Setzer, der auch mit den „Stray Cats“ nach wie vor erfolgreich ist, sein Rockabilly Album „Gotta Have The Rumble“ am 27. August 2021.

 

Rhythmusbetont mit Bass und Toms beginnt „Checkered Flag“ das Album und zeigt durch die zusätzlich tiefe Gesangsstimme klar, dass wir uns auf Rockabilly freuen können. Etwas weicher gesungen und mit einer leichten orientalischen Note geht es mit „Smash Up On Highway One“ weiter. „Stack My Money“ ist wieder klassisch und macht gute Laune. Hier überzeugt mich vor allem das gekonnte Gitarrensolo, welches nicht zu verspielt und abgehoben ist. „The Wrong Side Of The Tracks“ folgt und lässt mich tanzen. Die weiche und gleichzeitig rauhe Stimme dringt ins Ohr ein. In „Drip Drop“ kommen zusätzlich weiche weibliche Gesangsstimmen hinzu und heben den Titel so ab.

 

Flotter geht es mit „The Cat With 9 Wives“ und „Turn You On, Turn Me On“ weiter. Einiges rockiger und schon fast kräftig und hart folgt „Rockabilly Riot“. Das Tempo zieht an, der Gesang ist rau und kratzig und das Gitarrensolo flott. Dieser Song wird wohl keinen Rockabilly Fan kalt lassen. „Off Your Rocker“ setzt sich von den anderen Titeln mit dem Sprechgesang ab. Weiter geht es mit „One Bad Habit“. Den Abschluss gibt „Rockabilly Banjo“. Und dieser Song ist dem Titel mehr als würdig und eine extrem tolle Nummer, da sie quasi einzigartig ist.    

 

Als Anspieltipps sind für mich persönlich ganz klar „Rockabilly Riot“ und „Rockabilly Banjo“ zu nennen.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten!

 

Tracklist:

Checkered Flag

Smash Up On Highway One

Stack My Money

The Wrong Side Of The Tracks

Drip Drop

The Cat With 9 Wives

Turn You On, Turn Me On

Rockabilly Riot

Off Your Rocker

One Bad Habit

Rockabilly Banjo

LEAVES' EYES - The Last Viking -  MIDSUMMER EDITION

 

Das achte LEAVES' EYES Studioalbum "The last viking", kommt als limitierte Dreifach-CD im Digipak inklusive einer, mehr als anderthalb Stunden langen Dokumentation mit dem Namen "Viking spirit" auf der Bonus Blu-ray (mit Untertiteln - französisch, englisch, spanisch und deutsch) auf den Markt.

Das Album, das Ende des letzten Jahres erschienen ist, wird dem Ruf der Symphonic-Metal-Legende gerecht. Ein Konzeptalbum, dass die Zeit König Haralds des Dritten in Norwegen beleuchtet. Harald gilt als Begründer der Stadt Oslo und ist später in Hastings in England gefallen. Die Wahl des Inhaltes kann bei der Wikingereuphorie der letzten Jahre nicht besser getroffen sein.

Leider fehlt mir bei der musikalischen Umsetzung der raue, unverdorbene Sound, den ich beim Metal eigentlich so sehr liebe. Die orchestralen Parts wirken überproduziert und steril. Viele Effekte blasen das Werk weiter auf. Ich bezweifle, dass man diese Mischung ohne einen guten Computer jemals als Live-Perfomance sehen wird. Leider nehmen die gesampelten Auftritte in den letzten Jahren immer mehr zu und man wundert sich, dass das Publikum das noch immer mitgeht.

Allerdings muss man sagen, dass die Fans des Genres hier auf ihre Kosten kommen werden. Lediglich meine Wenigkeit wird diese CD nicht hundertfach im Spieler durchnudeln. Die Produktion überzeugt ebenfalls und zeigt, dass man sein Geschäft versteht

 

Das Promoportal-germany vergibt hierfür 7 von 10 Punkten…und wünscht sich musikalisch sich ebenfalls an die Wurzeln zu erinnern und nicht nur inhaltlich.

 

Besetzung:

Thorsten Bauer / Guitars, Bass, Mandoline

Alexander Krull / Vocals

Joris Nijenhuis / Drums

Elina Siirala / Vocals

Micki Richter / Guitars

 

Tracklist

Death of a King

Chain of the Golden Horn

Dark Love Empress

Serpents and Dragon

Black Butterfly

War of Kings

For Victory

Two Kings One Realm

Flames in the Sky

Serkland

Varangians

Night of the Ravens

The Last Viking

 

Break into the Sky of Aeon

 

Review: Doro Pesch – Triumph And Agony Live

 

35 Jahre ist es her, dass Doro Pesch ihr legendäres Album „Triumph And Agony“ auf den Markt gebracht hat. Dieses Jubiläum feiert sie mit einer Live-Scheibe, die das gesamte Album bei Liveauftritten wiedergibt. Eine gute Idee wie wir meinen.

Auch bei den Formaten gibt es entsprechend Auswahl und so erscheint das Ganze als CD, Vinyl, Kassette, DVD, Blu-ray sowie in einer exklusiven, streng limitierten Fan-Box. Somit kann man sich aussuchen, wie man sich das Werk zu Gemüte führen möchte. In dieser Form haben sie das Album das erste Mal beim Schweden Rock präsentiert und es folgte das Graspop Festival und Norway-Rock. Dabei wurden die Aufnahmen gemacht, die man auf dem Live-Album nun zu hören bekommt. Wir bekommen alle Songs des Orginalalbums mit beeindruckender Live-Atmosphäre zu hören, auch wenn die Reihenfolge anders ist.

Wer Doro kennt, weiß, dass er hier einiges geboten bekommt und nach dem Durchhören kann man nur bestätigen, dass ein tolles Live-Album entstanden ist. Zwar nichts wirklich Neues, aber für Fans sicher unumgänglich, zumal die Fanbox und die Blueray einiges an Bonusmaterial und Interviews enthält

 

Das Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten für einen beeindruckenden Live-Kracher…

 

Trackliste:

 

Legacy (Intro)

Touch Of Evil

I Rule The Ruins

East Meets West

Three Minute Warning

Kiss Of Death

Für Immer

Cold, Cold World

Make Time For Love

Metal Tango

All We Are

Review: Stickey Hickey – Witchdoctor

 

(M.D.)  Mit „Witschdoctor“ hat uns eine interessante Scheibe erreicht, die die Band Stickey Hickey in Eigenproduktion auf den Markt wirft. Die Formation um Pablo Schallenberg hat hier in jedem Fall eine interessante musikalische Mischung auf den Markt geworfen. Von fetzigen Gitarren über gute Pianoeinlagen, bis hin zu Bläserarrangements findet man alles. Genauso vielseitig sind die musikalischen Stilrichtungen, die sich in den verschiedenen Liedern finden. ..von Rock bis Blues, von Funk bis Reggea ist alles dabei.

Alles in allem ist das Ganze mehr experimentell als einordnungsbar. Analog aufgenommen spiegelt sich auch der Charme von zusammen eingespielten Instrumenten in den Songs wider und der warme Sound analoger Aufnahmen erfüllt mich immer wieder mit Freude. Es fällt mir schwer hier Songempfehlungen abzugeben, weil die Songs in ihrer Prägung so unterschiedlich sind, dass hier sicherlich jeder andere Präferenzen setzen wird. Es lohnt sich ganz sicher, in die Scheibe reinzuhören und den Jungs eine Chance zu geben.

Das Promoportal-germany vergibt 7,5 von 10 Punkten und zeigt sich gespannt, wie es mit dieser Formation weitergeht.

 

Besetzung:

Christian Dellacher – Hammond

Sina Döring – Drums

Sebastian „Grab“ Gruber – Guitars

Jan Niemeyer – Percussions

Pablo Schallenberg – Vocals

Moritz Schuster – Flute

Ufo Walter – Bass

 

Tracklist:

Witchdoctor

Pilgrims Of Tomorrowland

Ocean Call

Europe

All Everybody

Livin´Has Past

Breaking News

Miss Take

Marie Jeanne

All In

Europe Unplugged

Review:Chrissie Hynde - Standing In The Doorway

(M.D.) Chrissie Hynde, die als Frontfrau der Pretenders bekannt sein dürfte, hat zum 80zigsten Geburtstag von Bob Dylan eine Tribiutscheibe herausgebracht, auf der sie Dylans Songs zelebriert. Bandkollege James Wallbourne von den Pretenders war ebenfalls beteiligt und die Scheibe enthält Songs aus allen Schaffensperioden Dylans.

Hynde berichtet, dass die Songs von Dylan sie in ihrem Schaffen schon immer beeindruckt haben, aber sie diese noch mehr schätzt, seit sie sich sehr intensiv damit auseinandergesetzt hat. Vor allem die positive Stimmung und Dylans Anspielungen auf viele Dinge haben sie dabei positiv motiviert. Zu dem Ganzen wurde auch noch ein Film produziert, der „Tomorrow is a Long Time“ heißt und den Prozess der Aufnahmen begleitet hat.

Besonders auffällig ist die klare und einfache Struktur, in der die Scheibe von Tchad Blake produziert wurde, der schon mit Größen wie U2 zusammengearbeitet hat. Mit ihrer Stimme hat Chrissie die Songs noch einmal geprägt und eine herrvoragende Hommage an Dylans Schaffen aufgenommen. Die Scheibe ist absolut hörenswert und nicht nur für Dylan Fans eine echte Empfehlung. Hier wird große alte Musik zelebriert, neu gelebt und in einem Konzept umgesetzt, dass Spaß macht

Das Promoportal-germany vergibt hierfür 9 von 10 Punkten. Musik eines großen Musikers von einer großen Musikerin neu aufgenommen,,,,sehr empfehlenswert

Tracklist (man findet alle Songs auch bei Youtube):

1. In The Summertime

2. You’re A Big Girl Now

3. Standing In The Doorway

4. Sweetheart Like You

5. Blind Willie McTell

6. Love Minus Zero / No Limit

7. Don’t Fall Apart On Me Tonight

8. Tomorrow Is A Long Time

9. Every Grain Of Sand

 

Review: Heavy Water – Red Brick City

Eine interessante Verbindung. Der Fontmann von Saxon Biff Byford arbeitet in dieser Band mit seinem Sohn Seb Byford zusammen. Man bekommt Heavy-Metal in altem Stil geboten, der sogar hier und da leicht bluesige Untertöne zu bieten hat. Schon nach einigen Minuten bin ich begeistert, da dies ziemlich genau meinen Geschmack trifft.

Durch die Zusammenarbeit wird man mit dem Gesang der beiden Byfords konfrontiert, der ziemlich gut zusammenpasst. Schon der erste Track Solution ist ein Schritt zurück in alte Tage des britischen Heavy-Metal und vermittelt einen guten Eindruck was noch kommen wird. Eigentlich sind alle Tracks der Scheibe hörenswert, ich nenne aber nun „Tree In The Wind“ und „Personal Issue NO. 1“ als meine Anspieltipps, weil man hier beide Musiker in ihrer ganzen Fülle wahrnehmen kann. Interessant ist auch, dass Seb die Gitarre spielt und sein Vater Biff den Bass. Dieser bildet mit Tom Witts, dem Schlagzeuger eine absolut groovende Rhythmusgruppe, die man in der Produktion durchaus hervorheben kann. Hinzu kommt noch Dave Kemp, der die Keyboards und das Saxophone spielt, das im Song „Follow This Moment“ die besondere Note bringt. Im Verlauf der Platte nehmen die bluesigen Einschläge zwar deutlich zu, was mich persönlich aber nicht stört.

 

Das Promoportal-germany vergibt hierfür 8 von 10 Punkten

 

Line-up:

Seb Byford (guitars, vocals)

Biff Byford (bass, vocals)

Tom Witts (drums)

Dave Kemp (keyboards, saxophone)

 

Tracklist "Red Brick City":

Solution

Turn To Black

Red Brick City

Tree In The Wind

Revolution

Personal Issue No. 1

Medicine Man

Follow This Moment

Now I’m Home

Faith

 

Gesamtspielzeit: 34:06

 

Review – Sarah Straub – Tacheles

 

(A.M.) Am 16.07.2021 veröffentlicht Sarah Straub ein neues Album. Diesmal ist es ein Minialbum mit sieben Titeln. Heraus kommt das Ganze über Konstantin Weckers Musikverlag Sturm & Klang.

Der Opener „Vergiss nicht zu lächeln“ wird ihre zarte Gesangsstimme seicht vom Klavier begleitet. Thematisch trifft der Titel es sehr gut auf den Kopf. Sie singt von Träumen, die jeder hat. Und dennoch wacht der ein oder andere früher auf und realisiert den Schein. Und dennoch geht es darum, weiterzumachen und trotz Rückschlägen weiterzuleben und vor allem zu lächeln. Etwas flotter geht es mit „Lass es raus“ weiter. Hier geht es um das „Tachelesreden“ und um den Schein vieler Menschen, die andere blenden. „Weltenlauf“ ist wieder ein sehr emotionaler und ruhiger Titel. Thematisch geht es um die große Bedeutung der Liebe. Phasenweise etwas härter arrangiert ist „Da bist nur du“. Aber auch hier sind wieder sehr weiche Passagen mit einem minimalen Instrumenteneinsatz zu genießen, so dass das Hauptaugenmerk auf ihrer Gesangsstimme liegt.

„Schwalben“ ist ein sehr trauriger Song. Die Thematik eines Ehepaares, bei dem der eine Partner durch äußere Umstände zu einem Fremden geworden ist, wird durch die passende musikalische Untermalung perfekt dargestellt. Bei diesem Titel zeigt sich sehr deutlich, dass sie ihr Handwerk bis ins Detail versteht und die Musik in vollen Zügen lebt. Die Thematik Liebe wird auch in „Wir gehören zusammen“ besungen. Und in jeder einzelnen Zeile findet sich quasi jeder von uns wieder bzw. kann sie mit eigenen Erinnerungen füllen. Als letzten Song der Scheibe ist „Die Tage grau“ von Konstantin Wecker zu hören.      

 

Das Promoportal-germany vergibt 8,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Vergiss nicht zu lächeln

Lass es raus

Weltenlauf

Da bist nur du

Schwalben

Wir gehören zusammen

Die Tage grau

 

Review – Etta James – The Montreux Years

(A.M.) Im Rahmen des großartigen Montreux Festivals veröffentlichte dies gemeinsam mit BMG ein Doppelalbum mit Songs von Etta James, das es in sich hat. Die insgesamt 21 Songs stammen von Auftritten aus den Jahren 1977, 1978, 1989, 1990 und 1993. Etta James wurde 1938 geboren und verstarb 2012. Bereits mit fünf Jahren erhielt sie ihren ersten Gesangsunterricht. Heute gilt sie als Ikone der amerikanischen Musik. Sie erhielt diverse Auszeichnungen. Unter anderem sind Grammy, Rock and Roll Hall Of Fame, Blues Hall Of Fame, Stern auf dem Walk Of Fame und Grammy hall Of Fame zu nennen. Hinzu kommen zahlreiche Chartplatzierungen.

Und die gesamte Bandbreite ist vertreten. Manche Songs sind typisch Jazz, manche haben rockige Bluesnoten. Action ist beispielsweise bei „I Got The Will“ zu spüren. Bluesig ist „Come To Mama“ oder bei „Rock Me Baby“ und funkig ist „All The Way Down“. Aber auch ruhige und sehr gefühlvolle Titel sind vertreten („A Lover Is Forever“, Medley: „At Last/ Trust In Me/ Sunday Kind Of Love, „Baby What You Want Me To Do“). Es gibt Stücke mit gekonnt minimalistischem Instrumenteneinsatz und Stücke, bei denen einzelne Instrumente im Vordergrund stehen (Bläser bei „I Got The Will“ oder auch die Mundharmonika bei „Running And Hiding Blues“ und das Saxophon bei „Baby What You Want Me To Do“). Die Stimmgewalt der Ausnahmekünstlerin kommt ebenfalls deutlich hervor. Dies ist besonders bei Songs wie „Damn Your Eyes“, „Respect Yourself“ und „Drown In my Own Tears“ zu bemerken.

 

Insgesamt gibt sie viel von sich Preis und nimmt das Publikum so mit. Sie erläutert sehr genau viele einzelne Songs. So schafft sogar die Aufnahme das Gefühl des Konzerts und des Dabeiseins zu transportieren.

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

 

CD 1:

Breakin‘ Up Somebody’s Home

I Got The Will

A Lover Is Forever

Damn Your Eyes

Tell Mama

Running And Hiding Blues

Something’s Got A Hold On Me

Beware

Come To Mama

Medley: At Last/ Trust In Me/ Sunfay Kind Of Love

I Sing The Blues For You

Baby What You Want Me To Do (Encore)

 

CD 2:

Respect Yourself

Drown In my Own Tears

W-O-M-A-N

Dust My Room

I’d Rather Go Blind

All The Way Down

Baby What You Want Me To Do

Rock Me Baby

Stormy Monday

 

Review: Bogensberger – Anarchisten auf der Autobahn, Taoisten unterm Birnbaum

Christian Bogensberger, der als Kabarettist, Schauspieler und Musiker bekannt ist, hat eine neue CD auf den Ladentisch gebracht. Der Österreicher, der sehr politisch angagiert ist und zudem noch Philiosophie studiert hat, zieht hier alle Register, was man am Titel der Scheibe „Anarchisten auf der Autobahn, Taoisten unterm Birnbaum“ schon bemerkt.

Die Scheibe erscheint nach einer schwerwiegenden Erkrankung des Künstlers und einigen Schwierigkeiten, die er wegen seines politischen Engagements hinzunehmen hatte. Wieder ein Schritt zurück in die Öffentlichkeit. Mit seinen Freunden und Bekannten hat er deshalb diese Zusammenstellung von Songs produziert, die altes sowie neues Material enthält.

Musikalisch ist das Ganze nicht hundertprozentig definierbar, weil es sich zwischen Liedermachermusik und Folk bewegt, was allerdings immer wieder auch Einschläge aus der klassischen Musik enthält. Alles in allem aber eine interessante Mischung. Wichtig sind allerdings die Texte von Bogensberger, die es oft in sich haben. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und alleine das macht schon Spaß:

 

Es lohnt sich in jedem Falle hier hinzuhören, wenn man Musik mag, die kritische Inhalte transportiert. So wie es Bogensberger macht, ist es mir zumindest sympathisch, weil er so ist wie er ist…authentisch. Das Promoportal-germany vergibt 8 von 10 Punkten

 

Tracklist:

Im Land der tausend Obstbäume

Rücktritt statt Rückschritt

Aramäische Melodie (Text)

Im Rachen der Traumfabrik

Dämonenaustreibung um Mitternacht

Ein Tattoo, das unter die Haut geht (Text) (Den Punkerkindern Kotzi und Rülpsi zugeeignet.

Identität ist eine schwierige Sache (Text)

Fremd

Das Leben, der Tod und der ganze Rest dazwischen

Anarchistoider Taoist

Der göttliche Gesetzgeber und der grauenvolle Gewürzhändler (Text)

Komm und kiff mit mir

Komm, lass uns tanzen

 

Review: Yngwie Malmsteen – Parabellum

 

Es ist tatsächlich eine Freude, das neue Album des Gitarrenvirtuosen Yngwie Malmsteen in Händen zu halten und natürlich direkt in den CD Player zu schieben. Ich erwarte nicht, dass sich gegenüber alten Tagen etwas verändert haben wird. Wir werden hier Gitarrenarbeit der Meisterklasse zu hören bekommen. Das bei Mascot produzierte.Album wird am 23. Juli 2021 auf dem Markt erhältlich sein.

Wie zu erwarten ist der Sound des Albums hervorragend abgemischt und die Gitarrenarbeit von Malmsteen ist so in seiner gesamten Bandbreite gut zu genießen. Insgesmat beinhaltet das Album 10 Stücke, von denen vier mit Gesang unterlegt sind. Malmsteen selbst sagte hierzu, dass er sich manchmal ertappt bei seinen eigenen Songs, die eigentlich instrumental angelegt sind, etwas mitsingt. Das hat ihn dann dazu bewogen hier gesanglich auch etwas hinzuzufügen…und es schadet den Songs nichts.

Trotz allem steht das Gitarrenspiel im Vordergrund und die Fans des schwedischen Außnahmegitarristen werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Abwechslungsreich und verspielt wie immer zeigt Malmsteen, was man mit einer Gitarre alles anstellen kann…und hierbei ist er wahrhaftig ein Meister. Das Cover ziert ein Porträt von Malmsteen, dass der Künstler David Benegas gezeichnet und Malmsteen damit wirklich gut in Szene gesetzt hat.

Für alle Freunde virtuoser Gitarrenarbeit, die sich sogar anhören kann, als ob der Sound von einem Tasteninstrument stammen würde, vergibt das Promoportal-germany 9,5 von 10 Punkten. Ein Muss für jeden Liebhaber guter Gitarrenmusik.

 

Tracklist:

1. Wolves At The Door

2. Presto Vivace in C# Minor

3. Relentless Fury

4. (Si Vis Pacem) Parabellum

5. Eternal Bliss

6. Toccata

7. God Particle

8. Magic Bullet

9. (Fight) The Good Fight

10. Sea Of Tranquility

Review: Brainstorm – Wall Of Skulls

Auch nach über dreißig Jahren bieten Brainstorm auf ihrer neuen Scheibe „Wall Of Skulls“ wieder gradlinigen, mitreißenden Metal, der zeigt, dass die Band noch immer eine Hausnummer in diesem Genre darstellt. Als Gastmusiker ist der Rage Frontmann Peavy Wagner zu hören und auch Orden Ogan Sänger Sebastian Levermann konnte für die Platte gewonnen werden.

Musikalisch steht das Album dem Vorgänger „Midnight Ghost“ um nichts nach und man bekommt Power-Metal der Spitzenklasse geboten. Druckvolle Arrangements, gute Riffs und ein einprägsamer Gesang stehen dabei im Vordergrund. Brainstorm hat auch auf diesem Album einige Stücke geschaffen, die das Zeug zur Hymne haben. Seb Levermann hat nicht nur bei seinem Gesangspart gute Arbeit geleistet, sondern auch als Produzent der Scheibe einen ordentlichen Maßstab gesetzt. Gleichzeitig kündigt die Band die zum Album gehörige Tour an. Die Tourdaten findet ihr weiter unten.

Für ein solides Power-Metal Album vergibt das Promoportal-germany 8,5 von 10 Punkten. Musik die Spaß macht und sicherlich auch Live ein Brett sein wird.

 

Tracklist:

Chamber Thirteen

Where Ravens Fly

Solitude

Escape the Silence feat. Peavy Wagner

Turn Off the Light feat. Sebastian "Seeb" Levermann

Glory Disappears

My Dystopia

End of My Innocence

Stigmatized (Shadows Fall)

Holding On

I, the Deceiver

 

Tourdaten:

22.09.2021 Regensburg

23.09.2021 Augsburg

28.09.2021 Hamburg

29.09.2021 Berlin

30.09.2021 Cologne

01.10.2021 Essen

02.10.2021 Übach Palenberg

04.10.2021 Osnabrück

05.10.2021 Siegburg

06.10.2021 Trier

07.10.2021 CH-Pratteln

09.10.2021 Weiher

10.10.2021 Stuttgart

 

Review: Konstantin Wecker – Utopia

Mit Utopia veröffentlicht Wecker seine neue CD, die wie auch die letzten seiner Veröffentlichungen Gedichte und Lieder des Künstlers enthält. Wecker wird nicht müde CDs zu produzieren und diese bieten das, was alle Wecker-Begeisterten sich zu hören wünschen. Kritisch, manchmal anklagend und dann auch wieder lebensbejahend gibt Wecker seine Ansichten musikalisch oder in Gedichtform weiter.

Utopia ist insgesamt gesehen, der Wunsch des Künstlers die Welt zu verbessern, um allen Menschen ein friedliches Miteinander zu ermöglichen.  Die Texte des Albums sind inhaltsschwer und zeigen, wie viele Gedanken sich Wecker über das Leben macht. Songs wie „Es gibt kein Recht auf Gehorsam“ sind eine wirkliche Anregung, sich über unsere gesellschaftlichen Gegebenheiten Gedanken zu machen. Ich mag diese Art von Wecker sehr.

Wecker nimmt kein Blatt vor den Mund, besonders hörenswert und als Anspieltipp sehe ich „Schäm dich Europa“, in dem issstände angeprangert werden, die eigentlich jeder sehen müsste, ohne darauf explizit aufmerksam gemacht zu werden.

Für ein Album mit einer mehr als deutlichen Aussage vergibt das Promoportal-germany 9 von 10 Punkten. Ein Album das man mehrmals hören muss und über das man vor allem nachdenken sollte. Da gibt es nur noch zu sagen: Konstantin….wie immer eine Freude!!!

 

 

Tracklist:

Prolog: Faust

An die Musen

Was einem der Regen raunend erzählt

Warum Sonette?

Bin ich endlich angekommen?

Was mich wütend macht

Es gibt kein Recht auf Gehorsam

Das wird eine schöne Zeit

Was uns am Leben hält

Die Tage grau

Es lebe die Zerbrechlichkeit

Wir werden weiter träumen

Schäm dich Europa

Utopia

Wie lieb ich es, den Tieren zuzusehen

Anstatt zu siegen

Willy 2021

 

Review: Flotsam & Jetsam – Blood in The Water

 

Mit ihrem neuen Album haben Flotsam & Jetsam wieder einmal eindrücklich unter Beweis gestellt, dass sie zu den Urgesteinen des Thrash-Metals gehören. Eine Scheibe, die an alte Tage erinnert und mich noch einmal 19 sein lässt. Im Gesamtkonzept steht das Produkt der Band um Erik A.K. den Scheiben der guten alten Tage um nichts nach…mit dem Vermerk, dass einige Bands, die glauben Metal zu machen, sich diese Scheibe einmal zu Gemüte führen sollten. Mit ihrer 14ten Veröffentlichung ist den Jungs das gelungen, was sich viele Bands nur wünschen können – einfach um keinen Grad nachzulassen.

Hier wird dem Hörer 52 Minuten lang ein abwechslungsreiches Thrash Brett geboten, bei dem es mir schwer fällt, Songs als Anspielttipps zu benennen, weil sie alle hörenswert sind. Deshalb einfach eines der Stücke auswählen und reinhören…man trifft nie den Falschen. Auch Erik zeigt sehr nachdrücklich, dass er gesanglisch um nichts nachgelassen hat und noch immer zu den führenden Sängern dieses Genres gehört.

Ich hatte das Glück diese Band bereits mehrmals Live zu sehen und nette Interviews mit Erik zu führen, der immer auf dem Boden geblieben ist, obwohl die Band für mich aus der Thrash-Szene nicht wegzudenken ist. Das Promoportal-germany vergibt 10 von 10 Punkten für eine Scheibe, die direkt in mein Auto wandert und dort auch sicher eine längere Zeit verbringen wird…nur zu empfehlen!!!

 

Tracklist:

Blood In The Water

Burn The Sky

Brace For Impact

A Place To Die

The Walls

Cry For The Dead

The Wicked Hour

Too Many Lives

Grey Dragon

Reaggression

Undone

Seven Seconds ‚Til The End Of The World

 

Review – Beowulf AG - Spring

 

(A.M.) „Beowulf AG“ veröffentlichten am 21. Mai ihre neue Scheibe namens „Spring“.

 

Der Opener „Albatros“ bietet eine gesangliche Vielfalt und beinhaltet ein tolles Gitarrensolo. „Asche im Meer“ ist eine Instrumentalversion von „Delfin“. Mittelalterliche Gitarren, Flöten und Schellen spiegeln den Verlust eines Familienmitglieds wider. „Facebook Twitter und Instagram“ thematisiert die Macht, Abhängigkeit und Kritik der sozialen Medien. Dies ist stilistisch mit einem gekonnten Durcheinander der Musiklinien dargestellt. Es folgt ein weiterer Song, der den familiären Verlust thematisiert. Nun muss alles selbst entschieden werden und vieles, beispielsweise die Stimme und das Lachen, werden vermisst. Insgesamt ist der Titel „Miss You Dad“ aber eher rockig. Weiter geht es mit der entsprechenden Instrumentalversion.

„Song Of The Möningerberg“ ist ebenfalls instrumental. In den rund 10 Minuten Spieldauer kommen zu den wenigen Instrumenten Vogelstimmen. Der Titel ist insgesamt ruhig und melancholisch. Die Querflöte erhält ein besonderes Augenmerk. Flott, schon fast hektisch, und mit viel Instrumenteneinsatz geht es mit „Spring Has Come“ weiter. Hier gibt es ebenfalls eine weitere Version, instrumental. Bei den letzten beiden Titeln der Scheibe „Woke Up This Morning“ hat die Band ebenfalls die instrumentelle Version mit gepresst. Der Titel geht musikalisch eher die Richtung Jazz und die Mundharmonika sticht als Instrument deutlich hervor.

Als Anspieltipps empfehlen wir „Albatros“ und „Spring Has Come“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

 

Tracklist:

Albatros

Asche im Meer

Facebook Twitter Instagram

Miss You Dad

Miss You Dad (instrumental)

Song Of The Möningerberg

Spring Has Come

Spring Has Come (instrumental)

Woke Up This Morning (instrumental)

Woke Up This Morning

 

Review – Yune – Agog

 

(A.M.) Am 24. April 2021 veröffentlichten „Yune“ ihr Debutalbum „Agog“. Die Dänen verstehen ihr Handwerk und zaubern 10 Songs im Indie Stile auf eine Scheibe.

„Orkensangen“ als Opener ist insgesamt schwer, ruhig und melancholisch. Bei „Odd One Out“ ist der Bass vorherrschend. Dementsprechend ist auch dieser Song eher schwer. Hinzu kommt Hundebellen als zusätzlicher Effekt. Generell nutzen sie Synthies häufig und gerne. Dies zeichnet sie eindeutig aus. Ein wenig verhalten und gesanglich gekonnt hinterherhängend geht es mit „Low“ weiter. Hier scheppert das Schlagzeug phasenweise als stilistisches Element. Danach folgt „Part 2“.

Eine Steigerung der Dramatik, die aber nicht zum Höhepunkt gelangt, ist in „Maple“ zu hören. „Running Down The Hourglass“ ist der weitaus fröhlichste Song der Scheibe und insgesamt sehr melodisch. Wobei die Titel alle eher schwermütig sind. Immerhin geht es thematisch um hoffnungslose Situationen und die Versuche, aus diesen herauszukommen. Energiegeladen kommt aber „Unna“ als nächstes. Es folgt wieder sehr zurückhaltend „Copy Of You“, bevor „Gold“ melancholisch und dennoch freundlich und „Far Gone“ wieder schwermütig das Album entsprechend abrunden.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir „Low“ und „Gold“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Orkensangen

Odd One Out

Low

Part 2

Maple

Running Down The Hourglass

Unna

Copy Of You

Gold

Far Gone

 

 

Review: Motörhead – No Sleep´til Hammersmith (40 Anniversary Deluxe)

 

(M.D.) Zu diesem Live-Album von Motörhead kann man eigentlich nichts mehr sagen. Eines der besten Live-Alben die ich kenne, das zur damaligen Zeit einen echten Meilenstein in der Geschichte der Live-Alben gesetzt hat.

Brachial und kraftvoll, wie Motörhead bis zur letzten Minute waren knallen Lemmy, „Fast“ Eddy Clarke und Phil „Animal“ Taylor den Fans ihre Songs um die Ohren, dass es eine wahre Freude ist. „No Sleep ‚til Hammersmith” wurde hierfür digital remastert. Erhältlich ist dieses Deluxe -Set als Triple Vinyl mit fettem Booklet und 2CD Mediabook erhältlich. Mit enthalten ist außerdem eine komplette Live-Show aus Newcastle mit in das Set gepackt, die ebenfalls ein Genuss ist.

Hier bekommt man zumindest ein großartiges Re-Release geboten, das Motörheads Livequalitäten in Gänze dokumentiert. Tolles Album, auch wenn mans schon kennt. Wer es noch nicht besitzt sollte hier zuschlagen

 

Das Promoportal-germany vergibt hierfür unschlagbare 10 von 10 Punkten für den Live-Kracher ever….

 

CD BOX SET TRACKLISTING

 

NO SLEEP ‘TIL HAMMERSMITH

Ace of Spades

Stay Clean

Metropolis

The Hammer

Iron Horse

No Class

Overkill

(We Are) The Roadcrew

Capricorn

Bomber

Motorhead

Over The Top

Train Kept A Rolling

Stay Clean (soundcheck)

Limb From Limb (soundcheck)

Iron Horse (Soundcheck)

 

LIVE AT NEWCASTLE CITY HALL 30/3/1981

Ace Of Spades

Stay Clean

Over The Top

Metropolis

Shoot You In The Back

The Hammer

Jailbait

Leaving Here

Iron Horse

Fire Fire

Capricorn

Too Late Too Late

No Class

(We Are) The Road Crew

Bite The Bullet

The Chase Is Better Than The Catch

Overkill

Bomber

Motorhead

 

LIVE AT NEWCASTLE CITY HALL 29/3/1981

Ace Of Spades

Stay Clean

Over The Top

Metropolis

Shoot You In The Back

The Hammer

Jailbait

Leaving Here

Fire Fire

Capricorn

Too Late Too Late

No Class

(We Are) The Road Crew

Bite The Bullet

The Chase Is Better Than The Catch

Overkill

Bomber

Motorhead

 

LIVE AT LEEDS QUEENS HALL 28/3/1981

Ace Of Spades

Stay Clean 

Over The Top

Metropolis

Shoot You In The Back

The Hammer

Jailbait

Leaving Here

Fire Fire

Capricorn

Too Late Too Late

No Class

(We Are) The Road Crew

Bite The Bullet

The Chase Is Better Than The Catch

Overkill

Bomber

Motorhead

 

Review: TOTO – With A Little Help From My Friends

 

(M.D.) es ist immer wieder erfreulich, wenn man eine Scheibe einer der großen, alten Rockbands für eine Review zugeschickt bekommt, wie es hier mit TOTO wieder einmal der Fall war. Was erwartet uns auf dieser Veröffentlichung der Band, nachdem Lukather und Williams erst kürzlich ihre Soloscheiben auf den Markt geworfen haben.

Aufgenommen wurde diese „Live“ Scheibe bei einer Streaming Veranstaltung, die im November 2020 in Los Angeles stattgefunden hat. Die Band hat dieses Ereignis aufgezeichnet und als Ton- und Videomaterial wird das Ganze nun veröffentlicht. Hierbei war die Band mit den Langzeitmitgliedern Lukather, Williams und Paich und den neueren Bandmitgliedern Pierce, Searight, Maggiora und Taplin besetzt, zu denen sich Warren Ham dazu fand, der als Sänger auch noch unzählige Instrumente spielt. Hochkarätig besetzt, lässt sich hier erwarten, dass ein Klangerlebnis auf uns zukommt.

So ist es dann auch. Musikalisch gibt es hier nichts zu rütteln und auch Paich macht einen sauberen Job, obwohl er seit längerem gesundheitsbedingt mit der Band nicht mehr unterwegs ist. Es sind viele bekannte Stücke enthalten, u.a. „Till The End“, „White Sister“, „Rosanna“. Auch der Beatles Klassiker „With A Little Help From My Friends" ist als Titeltrack auf der Scheibe zu finden.

Das Paket bietet das Ganze als Audio CD und als Video Blueray (die auch noch eine Dokumentation enthält), somit kann man nicht nur Hören, sondern auch Sehen. Ein schönes Konzert und eine gute Aufnahme, die ihre Anschaffung wert ist. Man sollte sich die Band auf der anstehenden Tour nicht entgehen lassen. Tourdaten findet ihr weiter unten. Die Scheibe ist ab dem 25.06.2021 im Handel erhältlich…eigentlich ein MUSS.

 

Das Promoportal-germany vergibt für diesen Augen- und Ohrenschmaus 9,5 von 10 Punkten

 

 

Tracklisting:

Till The End

Hold The Line

Pamela

Kingdom Of Desire

White Sister

You Are The Flower

I Won't Hold You Back

Stop Loving You

Band Introductions

Home Of The Brave

Rosanna

With A Little Help From My Friends

 

 

 

The Dogz of OZ World Tour 2022:

14. Juli Bonn KunstRasen

16. Juli Halle Freilichtbühne Peißnitz

19. Juli CH-Pratteln Z-7 Summer Nights

20. Juli Tüßling Schlosspark

28. Juli Schwetzingen Schlossgarten

29. Juli A-Graz Messe Graz Open Air

 

 

Review: Paul Gilbert – Werwolves Of Portland

 

(M.D.) Paul Gilbert, der sich als Gitarrist von „Mister Big“ und „Racer X“ seinen Ruf als Gitarrenvirtuose erworben hat, präsentiert mit Wervolves of Portland sein neues Album, mit 10 Stücken, die es in sich haben.

Es ist nicht verwunderlich, dass die Gitarre im Vordergrund steht, was aber auch durch das gigantische Repertoire an Gitarrentechnik Gilberts bedingt ist. Deshalb kommt das Album auch ohne Gesang aus, ohne langweilig zu werden. Was Gilbert hier bietet und dem Hörer um die Ohren haut, ist mehr als abwechslungsreich…Gitarrenfans, die gut gespielte Leadgitarren und eingängige Riffs lieben, werden hier vollkommen auf ihre Kosten kommen. Mal Shredded Gilbert los, dann wird er melodisch, verfällt in den Blues oder Südstaatenrock oder er zupft was das Zeug hält. Nach diesen zehn Stücken weiß man nicht, was man alles gehört hat. Die einzige Lösung besteht darin, das Ganze gleich noch einmal zu hören.

Gilbert gelingt es, ein künstlerisch hochkomplexes Album abzuliefern, das keinerlei Langeweile aufkommen lässt. Trotzdem kann man dieses Album auch im Hintergrund zu einem guten Essen hören, weil die Musik niemals aufdringlich oder überzogen wirkt…was bei einem solchen Technikgewitter eine wirkliche Leistung darstellt. Hier ist ein Gitarrenalbum entstanden, dass es zu Kaufen lohnt.

 

Das Promoportal-germany vergibt dafür 9 von 10 Punkten…..wirklich stark!!!

 

Tracklist:

Hello North Dakota!

My Goodness

Werewolves of Portland 

Professorship at The Leningrad Conservatory

Argument About Pie (Video bei YouTube)

Meaningful

I Wanna Cry (Even Though I Ain’t Sad)

A Thunderous Ovation Shook The Columns

Problem-Solving People

(You Would Not Be Able to Handle) What I Handle Everyday

 

 

Lineup:

Paul Gilbert – Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard

 

Label: Mascot Label Group

Spielzeit: 47:46 Min.

 

Review – Hunzgrippe – Sparifankerl

 

(A.M.) „Gut Ding will Weile haben!“ Dieses Sprichwort umschreibt die Entstehung des Debütalbums „Sparifankerl“ von „Hunzgrippe“ (Roland Frank und Michael Schurr) wohl am besten. Die zwei trafen bereits 1994 aufeinander. Musikalisch ließen sie sich dann eigentlich nicht mehr aus den Augen und veröffentlichten immer wieder unterschiedliche Titel. 2017 nahmen sie ihr Album in Angriff. Und nun, am 21.05.2021, war es dann so weit.

Die acht Titel werden in der Vinyl-Version noch um zwei Songs erweitert. Diese beiden „Servus“ und „Habedere“ umranden als Instrumentaltitel acht wild durchmischte Songs. Die Mischung besteht aus rockigen „Gute-Laune-Songs“ wie beispielsweise „Seimos“ oder auch „Loisel“. Aber auch „Land hinter de Berg“ versprüht gute Laune und hat diverse Mitsingpassagen. Hinzu kommen Teile, die eher dem Rap zuzuordnen sind. Mit einem schnelleren Refrain wartet „Mir gwinna“ auf. Ebenso witzig wie „Land hinter de Berg“ ist auch „Hochseilgarteneingangstür“. Hierbei werden Gedanken an Comedy und Kabarett wach. Als rockige Liebeserklärung könnte „Staffén“ angesehen werden. Und mit „O´Wanna“ stupsen die beiden Herren in den rund achteinhalb Minuten Spieldauer alles an, was balladesk, flott, hart und düster als Merkmale hat.

Insgesamt nehmen die zwei ihre Hörer so durch eine Mischung der unterschiedlichsten Stile mit und bleiben durch den Gesang in der bayrischen Mundart doch ihrer Linie treu.

 

Als Anspieltipps sind „Land hinter de Berg“ und „Seimos“ zu empfehlen.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Servus

Seimos

Loisel

Mir Gwinna

Land hinter de Berg

Forever bläd

Staffén

O´Wanna

Hochseilgarteneingangstür

Habedere