Review – De Wolff - Live & Outta Sight II

 

(A.M.) Am 14. Juni werden die niederländer Psychedelic- und Bluesrocker „De Wolff“ ihr neues Album „Live & Outta Sight II“ veröffentlichen. Es ist eine Scheibe aus Mitschnitten diverser Konzerte und knüpft an das Album „Live & Outta Sigt“ an.

 

Der Opener „Big Talk“ ist klassisch rockig mit fetten Riffs. Ein Highlight dieses Songs ist der experimentelle Teil bei rund vier Minuten Spieldauer. In „Sugar Moon“ geben die Keyboardklänge Masse. Verfeinert wird der Bluessong durch weiblichen Backgroundgesang. Ruhiger und gefühlvoller Blues ist in „Medicine“ zu genießen. Viele Passagen haben diverse Gitarrenspielereien inne. Kräftiger folgen dann „Tombstone Child“ und „California Burning“. Ersteres geht direkt in Mark und Bei und zweites setzt mit den Keyboardlinien Akzente. „Deceit & Woo“ hat in den knapp elf Minuten Spieldauer von kräftigem Rock und Blues bis zu experimentellen Teilen alles in sich. Der Song ist weitestgehend rein instrumental. „Share The Ride“ ist wieder typischer Blues. „Tired Of Loving You“ setzt den Schwerpunkt auf Psychedelic. Sehr harmonisch und melodisch, mit erneut weiblichem Backgroundgesang, folgt „Outta Step & Ill At Ease“. „Double Crossing Man“ hat als absolutes Highlight ein tolles Solo einer Hammond-Orgel und auch der letzte Song des Albums, „Love Dimension“ fügt sich nahtlos in das Konzept ein und rundet die Scheibe schön ab.

 

Unsere Anspieltipps sind „Big Talk“ und „Tombstone Child“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Big Talk

2. Sugar Moon

3. Medicine

4. Tombstone Child

5. California Burning

6. Deceit & Woo

7. Share The Ride

8. Tired Of Loving You

9. Outta Step & Ill At Ease

10. Double Crossing Man

11. Love Dimension

  

Review – Hollis Brown – Ozone Park

(M.D.) Das neue Album der 2009 gegründeten Band Hollis Brown ist insgesamt eine durchweg gelungene Blues CD, in einer langsameren Gangart. Aufmachung und Musik erinnern an die frühen 70iger Jahre und machen Lust auf mehr. Seit über zehn Jahren ist die Band zusammen und mit ihrem fünften Studioalbum zeigen sie erneut, was sie können.

Die erste Nummer „Blood From A Stone“ ist ruhig, zeigt aber schon in welche Richtung der Rest des Albums angelegt ist. Für mich folgt der nächste Höhepunkt schon bei Stück Nummer drei „She Don´t Love Me Now“. Eine eingängige Ballade, die hitverdächtig ist. Mit „After The Fire“ gibt es dann als fünfte Nummer einen Ausflug in das psychodelische Musikgenre, das schon fast an Tangerine Dream oder alte Pink Floyd Stücke erinnern lässt.

Für mich waren dann die letzten beiden Stücke noch einmal herausstechend. „Bad Mistakes“ ist rockiger und härter, bleibt aber dem Stil trotzdem treu. „Go For It“ als letztes Stück ist dann für mich sogar die eigentliche Anspielnummer des Albums. Wer Bluesrock liebt und darin gerne Einflüsse anderer Stilrichtungen hört, ist mit dem Album in jedem Fall richtig beraten.

Das Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

Tracklist:

01. Blood From A Stone
02. Stubborn Man
03. She Don’t Love Me Now
04. Do Me Right
05. After The Fire
06. Fovever In Me
07. Someday Soon
08. The Way She Does It
09. Bad Mistakes
10. Go For It

Gesamtspielzeit 33:39

 

 

Review – Florian Paul – Dazwischen

 

(A.M.) Florian Paul wird mit der „Kapelle der letzten Hoffnung“ am 31. Mai 2019 sein Debütalbum „Dazwischen“ in komplett deutscher Sprache über Millaphon Records veröffentlichen. Alle zehn Titel sind textlich im Booklet dabei. Zwischen Liedermachermusik und Pop mit einigen provokanten Teilen ist es ein Album, welches sich nicht eindeutig zuordnen lässt und irgendwie „dazwischen“ ist.

 

So beginnt der erste Titel „Aber trotzdem“ zunächst ganz ruhig mit Gitarre und Gesang. Mit dem Refrain folgt dann der Einsatz von mehr Rhythmus. Textlich geht es um das Hin und Her in einer Beziehung mit dem Drang zusammen zu sein und dennoch die Freiheit und Eigenständigkeit zu lassen. Stilistisch typischer in Liedermachermanier geht es mit „Die blaue Katze“ weiter. Allerdings sind zwischenzeitlich sehr dramatische Passagen dabei, die mir persönlich leider eher übertrieben vorkommen. Danach folgt „Briefe“, ein sehr emotionaler und enorm ehrlicher Titel bezüglich einer gebrochenen Liebe. Hier unterstütz Theresa Zaremba am Ende gesanglich. „Manchmal fürcht´ ich mich“ nutzt Bläser für gezielte Akzente. In „Die Nacht“ dominiert das Klavier mit vielfältigen Linien von Harmonie bis Dramatik. Durch den Instrumenteneinsatz wird „Der Zirkus“ gut umgesetzt. Textlich ist es phasenweise möglich die Vergleiche und Metaphern zu deuten. Ruhiger geht es dann mit „Alles wie immer“ weiter. Hier kommt die rauchige Stimme von Paul gut hervor und wird auch durch einen minimalistischen Instrumenteneinsatz unterstützt. Sehr weich und liebevoll folgt dann „Der Teufel“. Flotter und textlich enorm kritisch geht es mit „Bella Maria“ weiter. Der Titelsong des Albums „Dazwischen“ vereint dann letztendlich nochmal sehr viel der vorherigen Titel und ist sehr harmonisch als runder Abschluss.    

 

Unsere Anspieltipps sind „Briefe“ und „Dazwischen“.

 

Promoportal-Germany vergibt 6 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Aber trotzdem

2. Die blaue Katze

3. Briefe

4. Manchmal fürcht´ ich mich

5. Die Nacht

6. Der Zirkus

7. Alles wie immer

8. Der Teufel

9. Bella Maria

10. Dazwischen

Review – Kenny Wayne Shepherd – The Traveler

 

(A.M.) Und nun ist wieder soweit. Am 31. Mai wird Kenny Wayne Shepherd gemeinsam mit seiner Band sein neues Album „The Traveler“ über Mascot Label Group veröffentlichen. Und wir können und freuen. Sein typischer Sound von Gitarre und Gesang im Vordergrund ist geblieben und dennoch ist es keinesfalls eintönig oder langweilig. Die Reise durch das Leben geht weiter. Und bezüglich des Reisens seht ihr unten noch ein paar Tourdaten.

 

Sehr taktvoll mit Höhen und Tiefen beginnt die Platte mit „Woman Like You“ und reizt einen direkt mit. Langes Eingewöhnen gibt es nicht. Man ist direkt im Song. Auch wenn das Gitarrensolo zusätzlich Akzente setzt, hebt es sich nicht experimentell oder langatmig ab und ist irgendwie zuviel des Guten, nein, im Gegenteil… Es fügt sich perfekt ein. Und genauso ist es auch mit „Long Time Running“. Allerdings ist dieser Song zunächst sehr von Bläsern dominiert und wird im Verlauf etwas flotter. Insgesamt bleibt Shepherd sich aber auch hier treu. „I Want You“ versprüht passend zum Titel auch durch die Instrumentenlinien eine leicht verruchte Stimmung. „Tailwind“ ist dann wieder sehr seicht und harmonisch mit ganz viel liebevollem Gefühl gesungen. Aber das typische Gitarrensolo darf hier natürlich auch nicht fehlen. Ebenso ruhig folgt „Gravity“. Etwas actionreicher geht es dann mit „We All Alright“ weiter. Weich und sehr melodisch ist dann „Take It On Home“. „Mr. Soul“ ist kraftvoll und gleichzeitig wird er dem Titel gerecht. Die Bläser setzten punktiert wahnsinnige Akzente und ziehen einen so direkt in ihren Bann. Ruhiger und phasenweise gekonnt verzerrt folgt “Better With Time“ als ein sehr melodischer Song. Als wunderschönen Abschluss, der das Können Shepherds an der Gitarre nochmal sehr deutlich zeigt und zudem seine tolle Stimme hervorhebt, rundet „Turn To Stone“ das Album dann genussvoll ab.

 

Unsere Anspieltipps sind „Woman Like You“ und „Turn To Stone“.

 

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Woman Like You

2. Long Time Running

3. I Want You

4. Tailwind

5. Gravity

6. We All Alright

7. Take It On Home

8. Mr. Soul

9. Better With Time

10. Turn To Stone

 

Tourdaten – Europa

29. Juni - Verti Music Hall, Berlin, Deutschland
30. Juni - Schloss Loket, Loket, Tschechische Republik  
01. Juli - RuhrCongress, Bochum, Deutschland
03. Juli - Stadtpark Open Air Bühne, Hamburg, Deutschland
05. Juli - Musiktheater REX, Bensheim, Deutschland
07. Juli - Chiari Blues Festival, Chiari, Italien
09. Juli - Tollwood Festival, München, Deutschland  
10. Juli - Kaufleuten Klub, Zürich, Schweiz
13. Juli - North Sea Jazz Festival, Rotterdam, Niederlande
17. Juli - Boiler Shop, Newcastle, Großbritannien
18. Juli - Leadmill, Sheffield, Großbritannien
19. Juli - Rathaus, Salisbury, Großbritannien
16. August - Keeling the Blues Alive Mediterranean, Barcelona, Spanien

 

Review – The Stray Cats – 40

 

(A.M.) Nach der Gründung 1979 kehren die drei (Brian Setzer – Gitarre und Gesang, Lee Rocker – Kontrabass und Gesang und Slim Jim Phantom – Schlagzeug und Gesang) von „The Stray Cats“ nach 26 Jahren mit einem neuen Album namens „40“ zurück um ihr 40jähriges Bandjubiläum zu feiern. Es erscheint am 24. Mai über die Mascot Label Group und bringt einen direkt in den Rock´n´Roll der 50er Jahre zurück.

 

Es gibt keine seichte Eingewöhnung. Nein, mit „Cat Fight (Over A Dog Like Me)“ und „Rock It Off“ ist man direkt und sofort mitten drin. Der Takt lädt direkt zum Mitwippen ein und dringt in einen ein. Gleiches gilt auch für „I´ve Got Love If You Want It“ und „Cry Danger“. Demnach ist es nicht verwunderlich, dass die bisherigen Konzerte immer ausverkauft waren und das Publikum jeden Titel einfach genossen hat. Aber auch etwas ruhiger Titel, wenn man das überhaupt so nennen kann, sind vertreten. Hiermit ist u.a. „That´s Messed Me“ gemeint. Mit etwas düsterer Gefahr warten dann die Zusammenstellungen von „I Attract Trouble“ und „Desperado“ auf. Zweiteres versetzt einen gedanklich sofort in den nächsten Western. Gleiches gilt auch für den letzten Song „Devil Train“.

 

Insgesamt überzeugt das Album einfach komplett. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Jungs bzw. Herren ganz klar sagen, dass dieses Album sich für sie selbst auch einfach so natürlich anfühlt. Bei den Aufnahmen standen sie wohl „einfach“ nebeneinander, haben live aufgenommen und jedes Detail elektrisierend gefühlt. 

 

Promoportal-Germany vergibt 8,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Cat Fight (Over A Dog Like Me)

2. Rock It Off

3. I´ve Got Love If You Want It

4. Cry Danger

5. I Attract Trouble

6. Three Time´s A Charm

7. That´s Messed Up

8. When Nothing´s Going Right

9. Desperado

10. Mean Pickin` Mama

11. I`ll Be Looking Out For You

12. Devil Train

Review – Frank Buelow – Von Pop Poeten & Moneten

 

(A.M.) Am 24. Mai veröffentlicht der „Multi-Instrumentalist/ Sänger“ Frank Buelow sein neues Album „Von Pop Poeten & Moneten“ mit insgesamt elf Songs. Schon in den 90er Jahren schrieb er für „Culture Beat“ und „ATC“ und komponierte auch nach der Jahrtausendwende weitere Chart Hits. Und nun kommt ein weiteres deutschsprachiges Album auf den Markt und füllt das Pop Genre. Dies ist zwar eigentlich eher weniger unser Thema, aber wir haben natürlich für euch reingehört.

 

Direkt der Opener „Mehr“ lässt mich an die 60er und 70er Jahre denken. Dies ist nicht zuletzt den ausgiebigen Bläserhighlights und dem souligen Schunkeltakt geschuldet. Im Titel „2 die gut auseinander passen“ steckt der Inhalt schon gut verschachtelt drin. Musikalisch ist der Song sehr harmonisch und lässt sich entspannt nebenbei hören. Der Song „Das nächste große Ding“ lädt in die Vergangenheit ein. Action im Teenageralter und gemeinsam alles erleben und überleben. Vom Arrangement her ist er komplett dem Pop zuzuordnen. Dieser Titel ist auch schon als offizielle Single und als Video veröffentlicht. Ähnlich genretypisch ist auch „Pop Poet“. Danach folgt ein kleiner Ausflug zum Reaggy, „Panama Mond“. Mit ganz weichen Klavierklängen geht es mit „König ohne Land“ weiter. „Wenn ein Mensch lebt“ soll ähnlich sein wie typische Titel von Roger Cicero und das stimmt so auch. Wieder fest im Pop ist dann „Nimm dich in 8!“ einzuordnen. „Auf deinem Weg“ ist wieder sehr harmonisch und ruhig, wobei ganz einzelne E-Gitarreneinsätze punktiert grandiose Highlights setzen. Verzwickter ist dann wieder „Kann ich bleiben heute nicht“. Der Song ist wieder typisch popig. „Ewig leben?“ ist als Abschluss in gewisser Weise sehr tiefgründig, wobei die Instrumentenlinien sehr positiv komponiert sind und Hoffnung versprühen. Akzente setzten hier auch die E-Gitarrenparts. 

 

Promoportal-Germany vergibt aufgrund der handwerklich wirklich professionellen Scheibe und tollen Mischung 7,5 von 10 Punkten, auch wenn es eigentlich nicht unser Genre ist.

 

Tracklist:

1. Mehr

2. 2 die gut auseinander passen

3. Das nächste große Ding

4. Pop Poet

5. Panama Mond

6. König ohne Land

7. Wenn ein Mensch lebt

8. Nimm dich in 8!

9. Auf deinem Weg

10. Kann ich bleiben heute Nacht

11. Ewig leben?

Review – Al Goregrind – The Temple Is Burning

 

(A.M.) Die Frankfurter „Al Goregrind“ haben am 15. März ihr Album „The Temple Is Burning“ veröffentlicht.

 

Und dieses Album hat es wirklich in sich. Das Grunting zieht sich auf jeden Fall wie ein roter Faden durch alle zwölf Tracks, aber quasi jeder Song wird zudem noch durch individuelle Besonderheiten ergänzt. So lässt mich „Rebel Radio Hold“ zusätzlich an Elemente des Industrial denken. „Burnham Chose Well“ hebt sich durch einen Doppelgesang und eine mehr als heftige Double Bass ab. Diese ist auch im Titelsong „The Temple Is Burning“ mit über fünfeinhalb Minuten Spieldauer vordergründig. „Stare Forge“ beginnt dann mit den ersten Takten des klassischen „Pour Elise“. Heftiges Gelächter in der finsteren Dunkelheit setzt in „All Hail To Vader“ Akzente. Ordentlich trashiger Speed bestimmt dann „I´ll Be At The Angry Dome“. Ähnlich vordergründig und hart ist auch die Schlagzeugarbeit in „The Force Is My Will“. Etwas langsamer beginnt dann „Darth Nihilius“, bevor auch hier sie Double Bass Gas gibt. Und so sind auch die anderen Tracks des Albums arrangiert. 

 

Anspieltipps gibt es von uns keine, weil es nicht unser Ding ist.

Demnach vergeben wir auch keine Punkte.

 

Tracklist:

1. Rebel Radio Hoth

2. Burnham Chose Well

3. The Temple Is Burning

4. Stare Forge

5. Wraith Squadron

6. All Hail To Vader

7. Rancor Rampage

8. I´ll Be At The Angry Dome

9. The Force Is My Will

10. The Rule Of Two

11. Darth Nihilius

12. Great Pit Of Carkoon (Bonus)

Review – One Last Legacy – II

 

(A.M.) Bereits Ende 2018 veröffentlichten die Rheinland-Pfälzer „One Last Legacy“ ihr zweites Album mit dem schlichten, aber dennoch treffenden Namen „II“.

Das Intro „Incoming“ beginnt sehr weich und seicht mit hellen und melodischen Klängen der einzelnen Instrumente. Erst spät setzt der Gesang ein. Und damit nimmt der Titel Fahrt auf und wird härter und kräftiger. So ist dann der Übergang zu „Torn“ bestens eingeleitet. Denn dieser Titel besticht durch ordentlich Tempo und ein hartes Schlagzeug. Gesanglich ist es ebenfalls entsprechend. Neben leicht verständlichen und melodischen Anteilen wird zusätzlich auch mehr als aggressiv geschrien. Das Gitarrensolo zu Beginn des letzten Drittels setzt dann nochmal positive Akzente. „Resurrection“ fügt sich ebenso passend schwer an. Und auch hier ist das Gitarrensolo absolut bemerkenswert und hervorzuheben. Stimmlich vielfältig ist auch „You Failed“ wieder arrangiert. Rhythmisch stechen einzelne Passagen zum Mitwippen heraus. „Release The Kraken“ fügt sich passend an und in das Genre ein. So wird auch dieser Titel seine Fans finden. Er folgt dem aktuellen Trend der Entwicklung des Metals. Zu Beginn harmonischer und gesanglich weicher rundet „Assert A Claim“ das Album ab, bevor auch dieser Titel nochmal in ein Wechselspiel mit aggressivem Schreigesang verfällt.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Incoming

2. Torn

3. Resurrection

4. You Failed

5. Release The Kraken

6. Assert A Claim

 

Review: CHARGER – Charger EP (Pirates Press Records 10.05.2019)

(F.B.) CHARGER? Nie gehört von. Nur ne weitere Bay Area Band dachte Ich. OK, an das Ding und ab geht die Luzie. WTF! Stell dir mal vor du wirfst Motörhead in der Phase Ende der 1970er zusammen mit Black Sabbath, rührst dazu noch frühe Iron Maiden, etwas DIO, sowie AC/DC zu Bon Scott Zeiten und würzt das Ganze mit alten Metallica & Neurosis ab. Obendrauf noch ne Kelle Punkrock ala Rancid und fertig ist der absolute Oberknaller namens CHARGER!


Was die Drei Jungs hier abliefern ist GIGANTISCH. Ein 70er Hard Rock / Metal Gewitter mit einigen frischen Einflüssen das es nur so dengelt. Da können einige der ganz Großen Bands sich mal ne ordentliche Scheibe von abbeißen oder gleich abkacken gehen. Wer braucht schon einen fast völlig senilen Ozzy der kaum noch in der Lage ist zwei Meter selbstständig zu laufen, oder ne neue Scheibe von AC/DC die sich seit Dekaden nur noch selbstkopieren, oder, oder, oder. Hässliche Beispiele gibt’s ja hierzu genug, ich sag nur Axl Rose, oder Kiss oder Glen Danzig. CHARGER stellen ALLE dies alten Mumien mit Ihrer Spielfreude und Ihrem Hammersound voll in den Schatten. Genug gemault, hört euch den geilen Scheiß einfach an! Pflichtkauf für jeden der auch nur ein Fünkchen guten Rock zu schätzen weiß.

Die 7 Song EP gibt’s auf CD, Kassette und Limitiertes 12´ Vinyl bei Pirates Press Records:  Vinyl kommt mit DL Code.

„Charger“ flashed so dermaßen, absolut unglaublich. Läuft grade den ganzen Tag schon auf Dauerschleife und wird immer noch besser. Einfach nur Vollgas.

Promoportal-Germany gibt für „Charger“ 9.5 von 10 Punkten.

Tracklist:
1. Crackdown
2. Victim
3. Damage
4. All Kings Must Die
5. Pray For Light
6. Fall Out
7. Dragdown

CHARGER sind:
Andrew McGee – guitar, Matt Freeman - vocals & bass & Jason Willer drums & vocals.

Die Band auf FB: https://www.facebook.com/ChargerEB/

Auf You Tube gibts alle 7 Songs:
Charger - "Crackdown":
https://www.youtube.com/watch?v=C_fKKoqyQZ4
Charger - "Damage":
https://www.youtube.com/watch?v=83cRxTIvhH4
Charger - "Dragged Down":
https://www.youtube.com/watch?v=f0pT9ZkGfYE
Charger - "Victim":
https://www.youtube.com/watch?v=xerJAfQrSBY
Charger - "Pray For Light":
https://www.youtube.com/watch?v=uawLxfrsbEc
Charger - "Fall Out": Charger - "Fall Out"
Charger - "All Kings Must

Review – HARRINGTON SAINTS - 1000 Pounds of Oi! (Pirates Press Records / Contra Records 10.05.2019)

(F.B.) Die Bay Area Schwergewichte aus Alameda, Kalifornien hauen mit „1000 Pounds of Oi!“ jetzt Ihren Dritten Longplayer Raus. Der Titel als Ansage wird mit den 10 Songs zu 100% erfüllt. Die Band schafft es nach den unzähligen Singles & Splits der letzten Jahre nochmal Ihr Level ne ganze Nummer höher zu schrauben.

 
Mit unglaublich viel Leidenschaft und Spielfreude gibt´s hier allerfeinsten Oi! / Harten Bovver Rock auf die Lauscher. Working Class Punkrock at its best. Dass die Band sich dabei positiv sehr deutlich von vielen anderen Oi! Bands abhebt zeigt sich Klar in den Songs. Die Art und weise wie hier einige (US) gesellschaftliche Missstände und politische Themen verarbeitet sind ist großartig. Nicht ganz selbstverständlich für ne US Oi! Band bringen HARRINGTON SAINTS verdammt deutlich Ihre Kritik auf den Punkt. Ganz Klares Daumen hoch fürs Songwritting.


Musikalisch ein Hammergeiler Mix aus typischen American Oi! und dem Sound Englischer Punk- und Oi! Bands aus den achtziger Jahren mit schönen Mitgröhl sing-alongs. Dazu hier und da mal ein Keyboard bzw. ein Klavier eingestreut, passt das alles sehr schön zusammen und das Tanzbein zuckt ständig. Da es keine Ausfälle auf der Platte gibt, spar ich mir hier einzelne Songs hervorzuheben, ebenso wie irgendeinen unnötigen Namedropping Vergleich zu anderen Bands. HARRINGTON SAINTS sind schon ne geile Band für sich. Hoffentlich bald wieder live in Europa zu sehen.

Das Album gibt’s in Roten & Schwarzen auf je 250pcs. limitierten Vinyl bei Pirates Press Records: https://shop.piratespressrecords.com/…/harringtonsaints-100… bzw. in Neon Gelb & Schwarzen auf je 250pcs. limitierten Vinyl bei Contra Records: https://www.contra-net.com/…/harrington-saints-1000lbs-of-o… Vinyl kommt mit DL Code & als CD ist das Album auch erhältlich.

„1000 Pounds of Oi! “ geht von Vorn bis Hinten komplett Runter wie´n kalter Schoppen im Sommer. Eine der besten Oi! Platten der letzten Jahre, keine Frage. Mit diesem Album haben sich HARRINGTON SAINTS endgültig in der Ersten Liga etabliert. Absolutes must have für jeden der auf geilen midtempo Oi! & Punkrock steht.

Promoportal-Germany gibt für „1000 Pounds of Oi! “ 9 von 10 Punkten.

Tracklist:
1. 1000 lbs. of Oi!
2. Red State
3. Fremont Train
4. Pressure
5. State Of Emergency
6. Rock N Rolla
7. Broken Windows
8. Counter Attack
9. Rise Up
10. Now More Than Ever

HARRINGTON SAINTS sind:
Darrel Wojick – Vocals, Mike C. – Guitar, Jayson Shepard – Guitar, Mike "Deuce" Miller – Bass & Forrest Maestretti – Drums

Die Band auf FB: https://www.facebook.com/HarringtonSaintsSF/

Vier Official Videos zum Album sind bereits auf You Tube veröffentlicht:
Harrington Saints - "1000 lbs of Oi!":
https://www.youtube.com/watch?v=msM8AbuuuAY
Harrington Saints - "State Of Emergency":
https://www.youtube.com/watch?v=kOnt8vx5hN0
Harrington Saints - "Pressure":
https://www.youtube.com/watch?v=tg-OR2dR1Zs
Harrington Saints - "Fremont Train":
https://www.youtube.com/watch?v=40OjBRHQzJo

Preview – BROTHERS TILL WE DIE - Touch These Wounds, I Came Back From Death (Dead Serious Recordings, release date: 05.07.2019)

(F.B.) Die VÖ des dritten Albums der Fünf Madrilenen steht also vor der Tür. Mit über 200 Liveshows in ganz Europa über die letzten paar Jahre sind BROTHERS TILL WE DIE eine der aktivsten Bands und daher ja sicher keine unbekannten Exoten.


Ihrem krassen Metal / Hardcore Style bleiben sie auch mit dem neuen Longplayer treu. Extrem brutale Shouting Vocals mit mächtig vorantreibendem Schlagzeug, unterstützt von fett wummerten Bassläufen und eingerahmt von schneidenden Metal Gitarren, dazu teilweise eingestreuten Screamo-Chören ziehen sich als Rote Linie durchs ganze Album. Das Ganze ist schon ein derbes Soundgewitter, mir alles in allem aber doch etwas zu viel Geballer und unterm Strich zu wenig abwechslungsreich.


Dabei sind BROTHERS TILL WE DIE aber weit weg von schlecht. Wer´s richtig dreckig Hart braucht wird hier allerdings bestens bedient.
Unbedingt mal Reinhören sollte man auf jeden Fall in die Songs „Llorando a los Muertos“, „She Said: Don't Make Others Suffer For Your Personal Hatred“, „Crystal Knife“ und „Rotting Away“. Die Scheibe dürfte sowohl die Deathmetal Fraktion, als auch die Die Hard Metalcore / HC Fans glücklich machen.

 

Das Album ist bereits als Preorder CD oder als schönes Bundle mit T-Shirt erhältlich: https://dsfamily.de/…/73-brothers-till-we-die-touch-these-w…

 

Promoportal-Germany gibt für „Touch These Wounds, I Came Back From Death“ 6.5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:
01. uwu
02. Kingdom of Filth
03. Llorando a los Muertos
04. The Conjuring
05. Blood for Blood
06. She Said: Don't Make Others Suffer For Your Personal Hatred'
07. Psalm 55
08. Natural Selection
09. Crystal Knife
10. Forever Means Nothing
11. Rotting Away
12.
Touch These Wounds, I Came Back From Death

 

BROTHERS TILL WE DIE sind:
Felipe Alemán – Vocals, Pablo Martín – Drums, Carlos Guty – Bass, Mario Vian - Guitar & Edu Barber - Guitar

 

Die Band auf FB: https://www.facebook.com/BrothersTillWeDie/

Brothers Till We Die - Psalm 55 (feat. Alex from Malevolence) Official Video:
https://www.youtube.com/watch?v=moq8HsmzxJE

Preview - FINAL ERROR - The Blind Lead The Blind (Dedication Records, release date: 24.05.2019)

 

Mit „The Blind Lead The Blind” steht nach der 2016´er EP jetzt der erste Longplayer der Lippstädter Crossover Band FINAL ERROR in den Startlöchern. Auf die Lauscher gibt es einen druckvollen Mix aus Hardcore, Punk & Thrash der schön nach vorne abgeht. Spieltechnisch merkt man durchaus das die Bandmitglieder schon einige Dekaden des Musizierens auf dem Buckel haben.


Mit dem opener „Pay For It“ geht’s gleich mit nem fetten Old School Crossover Stück los. Richtig guter Song zwischen Old School HC & achtziger Thrash. Der nächste Song „Dirty Fun“ ist dann etwas mehr HC-Punk mit schneidenden Metal Riffs. „Darling“ wartet dann mit einigen schönen Moshparts auf. „Out Of My Brain“ ist wieder ein Klasse Crossover Stück mit treibenden Thrash Hooklines. „Schizophrenic“ geht glatt als HC-Punk Nummer durch. „Until The End“ kommt irgendwo zwischen wildem Metal & HC der alten Schule daher, während „Passwort“ ne reine Hardcore Nummer ist. Der Titelsong „Final Error“ geht für mich als reiner Thrash Metal durch, gefolgt vom nächsten Crossover Kracher „Deadly Fate“. Mit „Control“ kommt dann das nächste Old School Brett, bevor mit „All About D“ der Longplayer viel zu früh aufhört.


„The Blind Lead The Blind” könnte genauso gut aus den Guten Alten Tagen ende der Achtziger kommen, ohne dass die Scheibe jetzt alt klingt, im Gegenteil, Druckvoll geht’s nur in eine Richtung: Ab nach vorne. Egal ob man auf alten Thrash Metal, HC oder Punk steht, FINAL ERROR liefert hier für jeden ein geiles Brett ohne Ausfälle ab. Lange kein Crossover Album gehört was durchgehend so geil ist – Ich bin begeistert!

 

Das Album ist bereits als Preorder CD oder als schönes Bundle mit T-Shirt erhältlich: https://www.dedication-records.de/…/…/preorder-final-error/…

 

Promoportal-Germany gibt für „The Blind Lead The Blind“ 8.5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:
1. PAY FOR IT
2. DIRTY FUN
3. DARLING
4. OUT OF MY BRAIN
5. SCHIZOPHRENIC
6. UNTIL THE END
7. PASSWORD
8. FINAL ERROR
9. DEADLY FATE
10. CONTROL
11.
ALL ABOUT „D“

 

FINAL ERROR sind:
Vocal: Achim, Bass & Backing Vocal: Hammer, Drum & Percussion: Mieke, Guitar: Fabian & Leadguitar: Juan

 

Die Band auf FB: https://www.facebook.com/finalerrorband/

Zum Reinhören hier die 2016´er Final Error - Sick Of Your Lies EP auf You Tube:
https://www.youtube.com/watch?v=VIrelsnKamU

Review: ÜBERGANG - Evolution (Demons Run Amok Records, release date: 31.05.2019)

 

(F.B.) Nach der Umformierung in 2017 (Beide Gitarren & Schlagzeug wurden neu besetzt) sind die Göttinger also jetzt mit Ihrer zweiten Veröffentlichung am Start.


Musikalisch, wie auch beim Songwriting ist der neue Longplayer voller Kontraste. Fetter Trash Metal wechselt sich mit Midtempo Groovie Parts ab, dann wieder ein ordentliches Mosh-Brett oder mal ganz gediegen und melodiös – manchmal auch ein etwas verstörender Soundteppich, wird es nie langweilig. Klingt immer schön wie aus einem Guss. Textlich wird sich auf der einen Seite mit ganz persönlichen Themen & Problemen auseinandergesetzt (Angst vs. Kraft, Am Ende, Neue Ufer), auf der anderen Seite wird, ganz im antifaschistisch, antirassistisch & antisexistischen Selbstverständnis der Band, reichlich Gesellschaftskritik geübt (Kampfgeist, Blutgetränkt, Brot & Spiele). Das ganze komplett mit deutschen Texten, mit z. T. heftig derben Vocals. Überraschendes, schön abwechslungsreiches Album das (fast) ausnahmslos richtig gut gefällt. Anspieltipps sind u.a. Angst vs. Kraft, Kampfgeist, Blutgetränkt, Am Ende oder Im Auge des Sturms.


Wer auf Bands wie Kreator, Machine Head, Slayer oder Hatebreed steht sollte auf jeden Fall hier Reinhören, aber auch Fans von Biohazard, Pantera, At The Gates, In Flames, Dissection & Suicidal Tendencies werden sicher mit der Scheibe reichlich Spaß haben. Übergang sind wohl im Herzen ne echte Metal Band mit ner schönen Kelle HC / Punkspirit.

 

Das Album ist bereits als Preorder als CD oder LP, bzw. als schöne Bundles mit T-Shirt erhältlich (200 x grey or black vinyl): https://shop.demonsrunamok.de/…/8331-uebergang-evolution-lp…

 

Promoportal-Germany gibt für „Evolution“ 7.5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:
1. Angst vs Kraft
2. Brot & Spiele
3. Bis zum Limit
4. Im Auge des Sturms
5. Niemals Zurück
6. Spiegelbild
7. Kampfgeist
8. Blutgetränkt
9. Am Ende
10. Neue Ufer

 

ÜBERGANG sind:
Sebastian Walkenhorst – Vocals, Andor Arnhold - Lead Guitar, Sven Vaupel – Guitar, Silvio Schlesier - Bass Guitar & Louis Schaffert - Drums

 

Die Band auf FB: https://www.facebook.com/uebergang.de/

ÜBERGANG - Angst vs. Kraft auf You Tube:
https://www.youtube.com/watch?v=vRQ6-LZHemw

Review: RAMOMS - Problem Child ep (Pirates Press Records, 2019)

 

Vier Mutties aus Philadelphia zollen den Ramones Tribute mit 3 Songs. Die Damen scheinen wohl so was wie die lokale Gute Laune Band der Phili-Scene zu sein und musikalisch ist das gar nicht mal so schlecht. Offensichtlich hat die Band auch jede Menge Spaß, doch für mich ist das nur eine weitere Coverband, die weder positiv noch negativ raussticht. Weis nicht ob es an der Aufnahme liegt, aber das ganze hört sich gesanglich ziemlich nach Alvin and the Chipmunks an. Ich kann damit nicht viel anfangen, für Die-Hard Ramones Fans sicher OK.


Die EP gibts zu Ordern auf Pirates Press Records (500 x blood red vinyl): https://shop.piratespressrecords.com/…/ramoms-problem-child…

 

Promoportal-Germany gibt für „Problem Child“ 4.5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:
Side A:
1. Gritty Is A Punk
2. Boogie Not Snot
Side B:
1. Rockaway Beach

 

RAMOMS sind:
Jodi Ramom – Vocals, Sharon Ramom – Guitar, Molly Ramom – Bass, Ginger Ramom – Drums

 

Die Band auf FB: https://www.facebook.com/ramomsband/

Zum Reinhören auf You Tube:
https://www.youtube.com/watch…

 

Review – Lawmänner – Raw Metal

 

Das Minialbum „Raw Metal“ der „Lawmännder“ aus Hessen, Deutschland besticht mit vier kleinen, aber mehr als feinen Songs.

 

Bereits der erste Track „10.000 Leagues With The Devil“ kommt mehr als aktiv daher. Er ist satt, kraftvoll und völlig fett. Ein Mitwippen ist quasi garantiert. Wir hatten bereits das Vergnügen die Jungs im März beim Glowing Ember Festival in Frankfurt im Bett zu sehen. Und auch live sind sie der absolute Knaller und genau dieser Titel geht direkt ins Ohr und dann durch Mark und Bein. „Behind The Cross“ ist dann etwas härter und nutzt harte Breaks um Akzente zu setzen. Und auch das Schlagzeugarbeit wechselt vielfältig um den Song so ganz individuell zu arrangieren. Und das Gitarrensolo ist ein weiteres Highlight. „For Victory“ beginnt mit tollen Basslinien, die im Vordergrund stehen. Nach und nach setzten dann Schlagezug und Gitarre mit ein, bevor der Gesang den Titel komplettiert. Und auch hier ist ein Mitwippen ein Muss. „Viral Storm….Horus Rising“ ist ebenfalls ein voller und kräftig satter Song. In den gesangsfreien Passagen werden die Instrumentenlinien nochmal härter. Etwas irritierend ist das Anziehen des Tempos für die zweite Songhälfte. Und leider war es das dann auch schon mit den vier Titeln.

 

Promoportal-Germany vergibt 7,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. 10.000 Leagues With The Devil

2. Behind The Cross

3. For Victory

4. Viral Storm…Horus Rising

Review – Lucy van Kuhl – Dazwischen

 

Die deutsche Liedermacherin und Musikkarbarettistin Lucy van Kuhl veröffentlicht am 26. April ihr Debutalbum „Dazwischen“ über Konstantin Weckers Label „Sturm & Klang“. Und dies sagt ja schon einiges aus. Sie studierte Klavier und Literaturwissenschaften und besingt nun in typischer Liedermachermanier den Alltag, die Liebe und die Fantasie.

 

Der erste Titel „Zu viel Auswahl“ des Albums setzt sich kritisch mit unserem heutigen Leben auseinander und spricht den absoluten Wahnsinn des möglichen Konsums an. Die Auswahl ist riesig um nicht zu sagen endlos und überfordert den ein oder anderen in den unterschiedlichsten Situationen. Der Knall ist zu erwarten. In „Fernsehturm“ besingt sie den stets standhaften Fernsehturm bei allem Wechsel des menschlichen Lebens. Etwas härter folgt „Küsse ohne Kaviar“. Hier geht es eindeutig um den Wandel und die Veränderungen im Laufe des Lebens. Das Sprichwort „Geld macht nicht glücklich“ trifft es ganz gut. Das Klavier setzt hier in den textfreien Passagen zusätzlich Akzente. Auf der Melodie von „Eine Seefahrt, die ist lustig“ geht es mit „Dafür hab´ ich auch bezahlt“ weiter. Thematisch und auch musikalisch ist es sehr aktiv und schon fast aggressiv umgesetzt und endet inhaltlich mit dem Tod nach einer gescheiterten Ehe, wenn man das mal so freundlich formulieren darf. Gesellschaftskritisch bezüglich des Wandels folgen „Lesezeichen“ und „Lieber Handy-Gott!“. Diese Titel sind aus der Sicht genau dergleichen geschrieben. „Der schönste Tag im Jahr“ ist dann ein sehr harmonischer und weicher Titel. Den eigenen Weg besingt sie in „Viele Wege führen nach Rom“. „Grautag“ ist dann etwas herausgerissen, da der Titel sehr traurig wirkt. „Samson“, aus der Sicht eines Koffers geschrieben, spricht mich persönlich nicht an. Harmonischer und inhaltlich auf die Wichtigkeit einer Bezugsperson im Leben bezogen, folgt „Mit dir komm ich bei mir an“. In „Ich nehme mir die Zeit“ ist die Oberflächlichkeit Thema. Ein Mischung aus Traurigkeit und Mutmachen kennzeichnet „Tanz“. „Die Erinnerung“ thematisiert sehr klar und richtig, dass genau diese uns zu dem macht, was wir sind. Denn die Erfahrungen, die wir in unserem Leben sammeln, bleiben als Erinnerungen bei uns. Der letzte Titel „Letzter Sommertag“ des Albums ist nochmal ein sehr melodischer und harmonischer Song.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir „Zu viel Auswahl“ und „Die Erinnerung“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Zu viel Auswahl

2. Fernsehturm

3. Küsse ohne Kaviar

4. Dafür hab` ich auch bezahlt!

5. Das Lesezeichen

6. Lieber Handy-Gott!

7. Der schönste Tag im Jahr

8. Viele Wege führen mach Rom

9. Grautag

10. Samson

11. Mit dir komm ich bei dir an

12. Ich nehme mir die Zeit

13. Tanz

14. Die Erinnerung

15. Letzter Sommertag

Review – Greg Holden – World War Me

 

Am 29. März erscheint das Album „World War Me“ von „Greg Holden“ über BMG.

Das in Eigenregie in Los Angeles aufgenommene Album kommt mit neun relativ Mainstream Popsongs daher. Inhaltlich steht das gesamte Album laut seinen eigenen Aussagen im Zusammenhang mit seiner eigenen Existenzkrise. Geschrieben wurden die Titel zwischen 2016 und 2018 und dann auch produziert.

 

Der extreme Popfokus ist direkt im Opener „Nothing Changes“ zu hören. Ähnliches gilt auch für „On The Run“. Die sehr helle Gesangsstimme fügt sich ideal zum Indie-Pop. „Something Beautiful“ ist thematisch bedeutend positiver als das dann folgende „Temptation“, welches seine Wut (bezüglich des Ergebnisses der Wahl – Trump) thematisiert. Und auch musikalisch ist dieser Titel eindeutig nicht so eine seichte und weiche fröhliche Nummer. Eine gewisse Verzweiflung schwingt mit. Wobei dies bei einer so freundlichen Stimme nicht ganz einfach umzusetzen ist. Schwer liegt dann „Chase The Money“ in der Luft. Die Instrumentenlinien sind sehr langsam und dennoch der Titel wirkt irgendwie schwermütig. „What I Deserve“ thematisiert den Kauf eines wunderschönen Hauses in Los Angeles und ist ein sehr harmonischer Song. Etwas kräftiger geht es mit „The Power Shift“ weiter. Aber wirkliche „Wut“, die dieser Song nach seinen Aussagen charakterisiert, ist für mich wieder sehr schwer zu erkennen. Und auch „Nobody´s Perfect“ ist im Großen und Ganzen gesehen ein Song, der nach einem zurückgezogenen Beginn doch eine eher heitere und mutmachende Stimmung verbreitet. Durch die Akustikgitarre ist „I`m Not Your Enemy“ dann das erste Lied, welches sehr traurig emotional rüberkommt.

 

Insgesamt ist es ein Pop-Album, welches mit den, meiner Meinung nach, vielen positiven und hellen freundlichen Instrumenten- und Gesangslinien nicht das hält, was der Titel „World War Me“ erwarten lässt. Zudem ist es definitiv nicht das Genre, welches unser „Hauptthema“ ist.

 

Promoportal-Germany vergibt dennoch 6 von 10 Punkten, da die Scheibe ihre Fans finden wird und die Produktion, trotz „Alleingang“ keine qualitativen Mängel aufweist.      

 

Tracklist:

1. Nothing Changes

2. On The Run

3. Something Beautiful

4. Temptation

5. Chase The Money

6. What I Deserve

7. The Power Shift

8. Nobody´s Perfect

9. I´m Not Your Enemy

Review – Nine Shrines – Retribution Therapy

 

Am 26. April 2019 veröffentlichen „Nine Shrines“ über Mascot Label Group ihr Album „Retribution Therapy“.

 

Der Opener „Nimrod“ eröffnet die Scheibe mit viel Kraft. Zum vollen Gesang kommen Schlagzeuglinien mit wechselnden Takten und ein tolles Gitarrensolo. Flotter geht es dann mit dem Albumtitel „Retribution Therapy“ weiter. Der Gesang ist hier sehr aufweckend und aktiv. Voll, aggressiv und mit einem gehaltvollen und taktvollen Refrain folgt „Chain Reaction“. Und aggressiv und dennoch melodisch kommt „Ringworm“ daher. Teilweise ruhiger und gleichzeitig mit ordentlich Power ist „Happy Happy“. „Dead“ ist dann mit den Adjektiven düster und aggressiv zu beschreiben. „Hymn“ und „Conjure“ verbreiten beide auf eine eigene Art und Weise eine drohende Stimmung. Wobei Zweiteres auch sehr melodische Anteile hat. „Pretty Little Psycho“ fügt sich sehr gut an. Er ist kraftvoll und textlich wird der Titel in allen Bereichen umgesetzt. Die Power ist auch in „Ghost“ vordergründig. Hier wird der Refrain zudem gesanglich sehr verstärkt. Aggressiv flotter folgt dann „Sick Like Me“. Hier setzt das Gitarrensolo Akzente. „Counterfeit“ als letzter Titel überzeugt mich persönlich dann leider gar nicht. Er ist in weiten Teilen schreiend flott und die melodischen Parts fügen sich nicht stimmig an.

 

Unsere Anspieltipps sind „Nimrod“ und „Pretty Little Psycho“.

 

Promoportal-Germany vergibt 6,5 von 10 Punkten, da die Songs alle aus einem Guss sind, aber leider insgesamt auch wenig Abwechslung bieten.

 

Tracklist:

1. Nimrod

2. Retribution Therapy

3. Chain Reaction

4. Ringworm

5. Happy Happy

6. Dead

7. Hymn

8. Conjure

9. Pretty Little Psycho

10. Ghost

11. Sick Like Me

12. Counterfeit

 

  

Review – Jordan Rudess – Wired For Madness

  

Am 19. April erscheint das Album „Wired For Madness“ von Jordan Rudess über Music Theories Label.

  

Die acht Titel haben es absolut in sich. Während der Opener „Wired For Madness – Part 1“ mit rund 12 Minuten Spieldauer aufwartet, folgt „Wired For Madness – Part 2“ mit über 22 Minuten. Beide Songs sind generell sehr experimentell mit vielen ungeraden Takten und Tempowechseln. Stilistische Brüche und eine interessante Instrumentierung sorgen für Abwechslung. Zudem erfolgt eine Steigerung der Dramatik bis quasi ins Unendliche. Sie erinnern an „Van De Graaf Generator“. Insgesamt ist in beiden Stücken wenig Gesang, in Zweitem auch weiblich. „Off The Ground“ ist dann eher ein sehr melodisches Stück mit weichem Gesang. Es erinnert im Stil ein wenig an „Pink Floyd“. Die nächsten beiden Songs „Drop Twist“ und „Perpetual Shine“ sind wieder sehr abwechslungsreich, schon fast experimentell. Zudem haben sie beide eine Note Jazz inne. „Just Can`t Win“ ist dann alles in allem sehr bluesig und „“Just For Today“ erinnert wieder an alte Pink Floyd Nummern. Das letzte Lied der Scheibe „Why I Dream“ besticht durch interessante Keyboardlinien, die an Tangerine Dream oder Allan Parson erinnern. Alles in allem ist die Gesamtproduktion interessant und keineswegs langweilig.

  

Das Promoportal-germany vergibt dafür 8 von 10 Punkten. 

 

Es ist für alle, die es etwas experimenteller mögen, empfehlenswert.

 

 

 

Tracklist:

 

1. Wired For Madness – Part 1

 

2. Wired For Madness – Part 2

 

3. Off The Ground

 

4. Drop Twist

 

5. Perpetual Shine

 

6. Just Can´t Win

 

7. Just For Today

 

8. Why I Dream

 

Review – Miriam Green – Wanderlust

 

(A.M.) Am 12. April wird „Miriam Green“ ihr Album „Wanderlust“ über Konstantin Weckers Label „Sturm und Klang“ veröffentlichen. Die junge Künstlerin hat an der HMT München Oboe studiert und gleichzeitig an eigenen Stücken geschrieben. Laut ihren Aussagen verarbeitet sie musikalisch und poetisch ihr Leben. Dies bedeutet wohl „schwere Kost“ zu werden. Gleichzeitig nutzt sie die Oboe und das Klavier und entwickelt die Titel ebenfalls für Streicher und den Gesang, da sie Kammermusik liebe. Sie singt überwiegend in deutscher Sprache mit einer extrem hohen, lieblichen, weichen und zarten Stimme, die mich persönlich eher nicht anspricht.

 

„Der Astronaut“ hat viel hiervon in sich und beinhaltet thematisch Grenzen und Entzweiung, was sowohl politisch als auch persönlich zu sehen sein soll. Gleiches gilt für „Der Wahrheitssucher“. Dazwischen folgen „Nana & Djed“ und „“Enticing Surrender“. Erstes schrieb sie für ihre Großeltern. In ihm steckt enorm viel Liebe und Gefühl. Beim Zweiten überwiegen zunächst harmonische Klavierlinien. Es ist eins von zwei englischen Titeln und „erzählt die Geschichte eines Spaziergangs durch eine wundersame Welt“. Der Titelsong „Wanderlust“ lädt zum Träumen ein. Er „ist ein reines Instrumentalstück für Klavier, Oboe und Harmonium“. Ihre Interpretation, „was an einen Morgen in einem grünen Laubwald erinnert – ruhig und vernebelt, aber geschäftig und lebendig unter der Oberfläche“ ist für mich persönlich allerdings zu weit weg bzw. zu weit hergeholt. „Invisible Slaves“ ist in weiten Teilen mit einer Akustikgitarre gespielt und ein sehr gefühlvoller Titel. „Ganz Vielleicht“ ist wieder hauptsächlich mit dem Klavier gespielt und die Oboe setzt Akzente. Eine eher traurige Stimmung verbreitet „Am Ende des Tages“. Thematisch setzt sie sich in beiden Titeln mit sich selbst, ihrem Leben und ihrer Zukunft auseinander. Und im letzten Song „Zeitweise“ ist der Name direktes Thema.  

 

Anspieltipp: Invisible Slaves

 

Promoportal-Germany vergibt 5,5 von 10 Punkten, da es zwar nicht unser typisches Genre ist, aber handwerklich gut gemacht ist.

 

Tracklist:

1. Der Astronaut

2. Nana & Djed

3. Enticing Surrender

4. Der Wahrheitssucher

5. Wanderlust

6. Invisible Slaves

7. Ganz Vielleicht

8. Am Ende des Tages

9. Zeitweise

Review – Kapuze – Tourbus

 

(A.M.) Am 5. April veröffentlichen „Kapuze“ ihr Debutalbum „Tourbus“. Im Rock/Pop Bereich mit deutscher Sprache überwiegt definitiv die Stimme von Sängerin Magdalena Utzt. An ihrer Seite sind Tonias Haunsperger (Schlagezug und Percussion), Peter Karl (Akustik- und E-Gitarren), Dominik Kögler (A-Bass, Kontrabass) und Christain Mayer (Keyboards, Klavier, Akkordeaon, Melodica, Percussion, Hintergrundgesang). Und für unterschiedliche Titel haben sie sich zusätzlich noch folgende Gastmusiker mit dazu geholt: Oliver Kügler (Schlagezug), Ralf Breindl (Hintergrundgesang), Elli Funk (Geige), Kristin Kögler (Geige), Eva Maria Dittert (Querflöte), Andreas Utzt (Flügelhorn, Trompete), Verena Gutsche (Alt Saxophon) und Simon Woll (Tenor Saxophone).

 

Der Opener „Tourbus“ als Titelsong ist zunächst eher gewöhnungsbedürftig und ich brauche schon einen Moment, um in den doch recht „freien“ Stile hineinzufinden, der einiges miteinander kombiniert. „Deine Augen“ ist bereits schon mit einem Video veröffentlicht, um uns auf den Geschmack zu bringen. Und dies gelingt auch. Der Titel ist auf jeden Fall harmonischer und in sich stimmiger ohne eine Vielzahl an Stilbrüchen. Stimmungsmäßig düsterer folgt „Nein, Nein“. Munterer geht es dann mit „Wohin“ weiter. Sehr weich und gefühlvoll folgt „2-Zimmer-Wohnung“ mit den entsprechenden Instrumentenlinien. Im Laufe des Songs wird er zudem voller.

 

 „Komm in mein Café“ ist phasenweise wieder experimentierfreudiger. Als nächstes folgt „Sonne“. Dieser Titel hat, für meinen Geschmack, wieder viel zu viele unrunde Passagen und mir fehlt eine zusammenhängende Grundlinie der Instrumente. Textlich passt es allerdings, wenn man in die Musik versinkt. „Stumm“ und „Jogginghose“ haben auch wieder viele Wechsel und Brüche in sich, die mich leider gar nicht überzeugen. Textlich ist „So um ein Jahr“ wahrscheinlich herrlich zu diskutieren, denn welche Liebe lässt sich schon verschieben? Der letzte Song „Was ist das“ versucht dann nochmal gesellschafts- bzw. sozialkritisch zu sein, hat dabei allerdings sehr harmonische Instrumentenlinien, die ich mir persönlich zuvor bei den anderen Titeln gewünscht hätte.

 

Die insgesamt elf Titel sind sicherlich mit enorm viel Liebe und Gefühl gewachsen und entstanden, auch wenn sie mich in vielen Teilen nicht überzeugen. Hier kann ich dann zum Glück sagen, dass Musik als Kunst ja bekanntlich Geschmackssache ist.

 

Promoportal-Germany vergibt 4,5 von 10 Punkten, da es zwar geschmacklich nicht passt, aber die technische Seite und die Liebe der Musiker, die man spürt, dann doch einiges herausholen.

 

Tacklist:

1. Tourbus

2. Deine Augen

3. Nein, Nein

4. Wohin

5. 2-Zimmer-Wohung

6. Komm in mein Café

7. Sonne

8. Stumm

9. Jogginghose

10. So um ein Jahr

11. Was ist das

    

 

Review – Don Felder – American Rock `n`Roll

 

Tja, da ist sie, die neue Scheibe „American Rock `n`Roll“. Der wahrlich legendäre Don Felder ist nun seit einigen zig Jahren mehr als höchst professionell im Geschäft. Der langjährige Eagles-Gitarrist weiß was er kann und weiß was Rock `n`Roll ist. Und nun veröffentlicht er am 5. April sein drittes Soloalbum „American Rock `n`Roll“ über BMG. Die ausführlichen Gitarrenpassagen sind definitiv nicht mehr als Solo zu bezeichnen. Sie charakterisieren ganz klar das gesamte Album. Einige Größen ahebn bei dem Album zudem noch Gastauftritte hingelegt. Sammy Hagar, Joe Satriani, Slash, Mick Fleetwood und Chad Smith sind mit von der Partie.

 

Und genau dies ist auch im Titelsong, der gleichzeitig der Opener ist, zu genießen. „Charmed“ folgt dann ebenfalls im klassischen Rock `n`Roll Stile und neben den tollen Gitarrenlinien sind weitere musikalische Spielereien mit gewolltem Stocken, vollen Gesängen und und und dabei. „Falling In Love“ ist dann ein eher ruhiger Titel mit ordentlich Gefühl im Gesang, was durch die weichen Gitarrenlinien zusätzlich unterstützt wird. Jedoch klingt der Titel doch eher abgedroschen. Gleiches gilt für „Hearts On Fire“. Mit rauchigem Gesang und extrem verzerrten Gitarrenklängen beginnt es eher gewöhnungsbedürftig, um dann, nach mit Einsetzten des Refrains, richtige Ohrwurmqualität zu bekommen. Allerdings läuft es nicht nebenher. Es zieht jegliche Aufmerksamkeit, zumindest meine, sofort wieder voll und ganz auf sich.

 

Richtig schön bluesig geht es dann mit „Limelight“ weiter. Der Titel „Little Latin Lower“ ist im nächsten Song durch den Instrumenteneinsatz absolut Gesetz. Gleiches gilt für „Rock You“, was absolut keine Wünsche offen lässt: harte Riffs, punktierte Drums und eine leicht rauchige Stimme überzeugen. Klassischer Rock `n`Roll mit einer gewissen Note „Highschoolrock“ ist dann in „She Doesn´t Get It“ zu genießen. „Sun“ ist dann wieder sehr ruhig und schon fast zu gewollt harmonisch und emotional. Aber auch „The Way Things Have To Be“ beginnt mit sehr klassischen und gefühlvollen Klavierlinien. Und auch der letzte Song „You`re My World“ ist für meinen Geschmack zu ruhig und die actionreichen Gitarrenparts kommen für meinen Geschmack nicht mehr so heraus wie in den ersten Titeln der Scheibe.

 

Unsere Anspieltipps sind „Hearts On Fire“ und „She Doesn´t Get It“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7,5 von 10 Punkten.

 

Tacklist:

1. Americans Rock ´n Roll

2. Charmed

3. Falling In Love

4. Hearts On Fire

5. Limelight

6. Little Latin Lower

7. Rock You

8. She Doesn`t Get It

9. Sun

10. The Way The Things Have To Be

11. You`re My World

Review – The Bassmonsters – Unio

 

Die „Bassmonsters“ veröffentlichen am 29. März ihr Debutalbum, oder sollte man sagen ihr Ausnahmeprojekt „Unio“.

 

Was sich dahinter verbirgt, ist definitiv spannend und mal was anderes, eben ein Ausnahmeprojekt. Insgesamt elf internationale und renommierte Kontrabassisten haben neun Titel auf unterschiedlichen Kontinenten aufgenommen und auf der Scheibe vereint. Es sind Claus Freudenstein, Thomas Hille, Lisa De Boos, Ricardo Tapadinhas, Philipp Stubenrauch, Szymon Marciniak, Stephan Bauer, Emilio Yepes Martinez, Hagai Bilitzky, Petru Iuna und Andreas Martin.

 

Sie spielen dies klassische Instrument und reißen es aus der Klassik raus und stülpen es auf einmal mitten in das Rockgeschehen. Ab und an wurden Streichinstrumente ja immer mal für rockige Stücke genutzt, aber das, was sie hier machen, ist definitiv eine Ausnahme. Sie geben den Titeln nicht nur eine neue oder zusätzliche Note, nein, sie gestalten sie um und lassen sie ganz anders aufleben.

Insgesamt ist dies Projekt auf jeden Fall gewagt, weil es so neu ist und es überzeugt mich sehr und bietet in jedem Fall Abwechslung, obwohl es quasi wie aus einem Guss wirkt. In „Child In Time“ setzten Gitarrensoli zusätzlich Akzente.

 

Insgesamt ist es auf jeden Fall ein Album, was sich lohnt und neugierig macht.

 

Tracklist:

1. Highway Star

2. Psycho

3. Bassmonsters

4. Parallel Universe

5. La Belle Dame Sans Regrets

6. Don`t Stop Me Now

7. Born To Be Wild

8. Child In Time

9. With Or Without You

Review – Yngwie Malmsteen – Blue Lightning

 

Am 29. März wird der schwedische „Gitarrengott“ „Yngwie Malmsteen“ sein neues Album „Blue Lightning“ mit acht Klassikern, die er gecovert und gleichzeitig neu interpretiert hat, über Mascot Records/ Mascot Label Group veröffentlichen. Seine Liebe zum Detail des Blues ist klar erkennbar.

 

Der Opener „Blue Lightning“ ist ein neuer Song aus seiner Feder. Und wie erwartet steht die Gitarrenarbeit hier von Beginn an im Vordergrund. Dies zieht sich durch den gesamten Titel. Als nächstes folgt seine Version von „Foxey Lady“, im Original von „Jimi Hendrix“. Weiter geht es mit „Demon´s Eye“, welches von „Blackmore“ stammt. Hier ist die Bluesliebe ganz klar im Vordergrund und Malmsteen verleiht dem Titel seine eigene Note. Flotter und aggressiver geht es dann mit einem neuen Titel, ein reiner Instrumentalsong, namens „1911 Strut“ weiter. Hier zeigt er durch seine „flinken“ Finger eindrucksvoll sein professionelles Können.

 

Aber auch der Klassiker „Blue Jean Blues“, im Original von „ZZ Top“, darf auf so einer Platte natürlich nicht fehlen. Hier lässt es sich nun streiten und ist wohl wirklich reine Geschmackssache, welche Darstellung und Interpretation des Songs wem besser gefällt. Als weitere Nummer von „Jimi Hendrix“ folgt „Purple Haze“. Auch hier steht, wie erwartet, die Gitarrenarbeit im Vordergrund. Der „Beatles“ Klassiker „While My Guitar Gently Weeps“ ist als nächstes in seiner Interpretation zu genießen. Und mittlerweile strengen mich die Gitarrensolo phasenweise schon fast an. Gleiches gilt auch für seine Songs „Sun´s Up Top´s Down“ und „Peace, Please“, die als nächstes folgen und bei denen die Gitarre ebenfalls alles übertönt, zumal zweiteres ein reiner Instrumentalsong ist.

 

Die Interpretation von „Paint It Black“, im Original von den „Rolling Stones“, überzeugt dann wieder und kommt kräftig und punktiert daher. Ähnliches gilt für den absoluten „Blackmore“ Klassiker „Smoke On The Water“, wobei hier fraglich ist, wie „sinnvoll“ es ist, diesen Titel neu zu interpretieren. Der letzte Song des Albums ist sein Cover von „Eric Claptons“ „Forever Man“.

 

Yngwie Malmsteen zeigt mit diesem Album einmal mehr, dass er zu Recht zu DEN Gitarristen gezählt wird, wobei die Abmischung genau dieser Gitarrenlinien vieles übertönt.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Blue Lightning

2. Foxey Lady – im Original von Jimi Hendrix

3. Demon´s Eye – im Original von Blackmore

4. 1911 Strut

5. Blue Jean Blues – im Original von ZZ Top

6. Purple Haze – im Original von Jimi Hendrix

7. While My Guitar Gently Weeps – im Original von den Beatles

8. Sun´s Up Top´s Down

9. Peace, Please

10. Paint It Black – im Original von den Rolling Stones

11. Smoke On The Water – im Original von Blackmore

12. Forever Man – im Original von Eric Clapton

Review – Cold Storm – Stealth Punk

 

Bereits am 11. Mai des letzten Jahres veröffentlichte das Duo „Cold Storm“, bestehend aus Mad Tax und Cem Bergerac ihr Album „Stealth Punk“ über „Housemaster Records“.

 

Der Untertitel des Albums „Chicago 1928“ lässt schon einiges an Erwartungen zu.

 

Und so geht es mit dem Opener „Second Lie“ auch entsprechend los. Die Instrumentenlinien und der Gesang fügen sich wunderbar zusammen und stellen sich aufeinander ein. Und so geht es auch mit „Fool Me Araound“ düster und kalt mit jeder Menge Keyboardspielereien weiter. Beinahe unglaublich ist, dass diese Stimmung in „Lie And Deny Yourself“ nochmal verstärkt wird und es einem bald kalt den Rücken runter laufen kann. In „Slave Mantra“ sind die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Keyboards im Vordergrund. „Photographic“ beeindruckt und überzeugt mich leider aufgrund des Gesangs gar nicht. Anders folgt dann „Stealth Punk“ als Titelsong des Albums. Hier fließen durch das Keyboard auch Einflüsse des Industrial mit ein. Bei „Feel This Way“ fehlt mir etwas Aktivität und die Kraft. Diese kommt dann in „Domination Rules“ wieder voll und ganz zum Vorschein. Düster und kalt folgt dann „Theme Of Cold Storm“, so wie der Titel schon erhoffen lässt. „Sell Your Soul Christian“ hat dann einige Einflüsse Richtung Gothic und durch den vielfältigen Keyboardeinsatz sind auch Synthiesounds bzw. Elektroanteile inbegriffen. Gleiches gilt für „Coming Out“. Hier ist der Rhythmus klar getaktet und Staus werden zusätzlich als stilistisches Element genutzt. Als Abschluss des Albums bietet „Escape“ nochmal alles, was die Herren in ihrer Musik leben.    

 

Unsere Anspieltipps sind „Second Lie“ und „Stealth Punk“.

 

Promoportal-Germany vergibt 6,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Second Lie

2. Fool Me Around

3. Lie And Deny Yourself

4. Slave Mantra

5. Photographic

6. Stealth Punk

7. Feel This Way

8. Domination Rules

9. Theme Of Cold Storm

10. Sell Your Soul Christian

11. Coming Out

12. Escape

Review – Jail Job Eve – The Mission

 

Die Osnacbrücker Blues Rock Band „Jail Job Eve“ haben im Oktober 2018 ihr zweites Album „The Mission“ über das Label „Hänsel & Gretel“ veröffentlicht. Technisch absolut hochklassig, immerhin wurden sie an der Musikhochschule gegründet, überzeugen sie.

Mit jeder Menge rockigem Gefühl beginnt das Album mit dem Song „Back In The Game“. Kraft, Power, Stärke sind hier die passenden Beschreibungen. Mit tollen Gitarrenlinien von Benedikt Schlereth und insgesamt bluesiger folgt „Dangerous Eye“. Flüsternder haucht Sängerin Victoria Semel dann zu Beginn von „Closer To The Train“ in das Mikro. Absolute Spielereien der Rhythmusgruppe durch Josef Rehner am Schlagezug und Laurenz Gust am Bass gibt es in „Nothing To Lose“ auf die Ohren. Der Titelsong „The Mission“ hat ebenfalls einiges zu bieten. So ist auch hier neben der tollen Gesangsstimme ein akzentreiches Keyboardspiel von Jens Niemann zu nennen. Die gesangliche Vielfalt ist in „Run Like Hell“ zu hören. Hier kommt zudem jede Menge Gefühl mit. „On The River“ und „Place To Be“ folgen absolut melodisch und harmonisch, wenn auch nicht ganz so voll, satt und kräftig. Mit klassisch rockigen Linien geht es mit „The Biggest Part“ weiter. Hier setzen die Basslinien zwischenzeitlich ruhige Akzente, bevor es wieder kräftig mit punktierten Gitarrenlinien samt Keyboardunterstützung weitergeht. Und mit genau diesen beginnt auch „Pay To Play“. Der Refrain ist dann wieder voller Power. Ähnliche Stimmgewalt gilt für „Are You In?“. Wobei mich persönlich dieser Song nicht überzeugt, da es mir zu schreiend und panisch ist. Ganz ruhig beendet „What Remains“ dann das Album. Als Highlight sind hier die Gitarrenarbeit im Solo zu nennen.  

 

Unsere Anspieltipps sind „Back In The Game“ und „On The River“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Back In The Game

2. Dangerous Eyes

3. Closer To The Train

4. Nothing To Lose

5. The Mission

6. Run Like Hell

7. On The River

8. Place To Be

9. The Biggist Part

10. Pay To Play

11. Are You In?

12. What Remains

Review – Stahlmann – Kinder der Sehnsucht

 

„Stahlmann“ veröffentlichen am 22. März ihr neues Album „Kinder der Sehnsucht“ über AFM Records. Sie bleiben ganz klar im Deutschrock der Neuen Deutschen Härte.

Die deutsche Sprache ist nach wie vor Thema. Und so klingt der Opener „Vom Himmel verloren“ auch entsprechend hart. Ähnliches gilt für „Wahrheit oder Pflicht“. Hier ist als Gimmig ein animierter Kindereinsatz zudem inbegriffen und es werden diverse Textzeilen wie „Vom Himmel hoch da komm ich her“ genutzt. „Die Besten“ reiht sich in die Härte ein. Zudem kommt hier aber phasenweise eine gewissen melodische Note in einzelnen Teilen zum Vorschein. Mit Synthiesounds wird „Mein Leben“ eröffnet. Diese setzten im gesamten Song immer wieder Akzente. Rockiger folgt der Titelsong „Kinder der Sehnsucht“. „Schließ deine Augen“ ist wieder hart mit stilistischen Staus und einem aggressiven Gesang. Etwas ruhiger folgt „Hörst du wie mein Herz schlägt“. „Regen“ setzt mit unterschiedlichem Gesang (hart und kräftig bis zu flüsternd) Akzente. Beim Song „Wenn du gehst“ ist „Blue May Rose“ mit von der Partie. Der weibliche Gesang ist ein absolutes Highlight dieses ruhigen und gefühlvollen Titels. „Sinnlich“ ist dann wieder ein extremer Gegensatz und der Name ist sehr widersprüchlich zu den Instrumentenlinien. Als Abschluss gibt es dann nochmal eine weitere Version von „Die Besten“. Diese hat einige Elemente des Industrials in sich.

 

Insgesamt lassen quasi alle Titel immer mal wieder sehr an den Stil von „Rammstein“ denken.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir euch „Vom Himmel verloren“ und „Kinder der Sehnsucht“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Vom Himmel verloren

2. Wahrheit oder Pflicht

3. Die Besten

4. Mein Leben

5. Kinder der Sehnsucht

6. Schließ deine Augen

7. Hörst du wie mein Herz schlägt

8. Regen

9. Wenn du gehst (feat. Blue May Rose)

10. Sinnlich

11. Die Besten

 

Tourdaten:

21.03.2019 - DE – Bochum

22.03.2019 - DE – Frankfurt

23.03.2019 - DE – Nürnberg

29.03.2019 - DE – Berlin

30.03.2019 - DE – Hamburg

05.04.2019 - CH – Zofingen

06.04.2019 - DE – München

12.04.2019 - DE – Leipzig

11.05.2019 – DE - Köln

10.08.2019 - DE – Hildesheim

17.08.2019 - CZ - Sadska'

Review - Bloodbound - Rise Of The Dragon Empire

 

Am 22. März veröffentlichen die sechs Schweden von „Bloodbound“ ihr neues Album „Rise Of The Dragon Empire“ über AFM Records. Und auch wir haben für euch reingehört und wollen die Titel einzeln unter die Lupe nehmen.

 

Der Opener als Titelsong „Rise Of The Dragon Empire“ hat schon alles an Dampf, Kraft, Melodie und Power, wie es erhofft war und ist. Sie zeigen direkt wo es lang geht und weisen die Richtung ihres Wegs. Die Chöre im Refrain verstärken diesen Eindruck. „Slayer Of Kings“ folgt genauso kraftvoll und nimmt noch etwas an Tempo durch die Double Bass auf. Zudem überzeugt das Gitarrensolo. Mit „Skyriders And Stormbringers“ legen sie weiter nach und zeigen ihr Können sehr eindrucksvoll. Die Qualität ist einfach sehr professionell. Der Weg immer noch weiter nach oben zeigt sich auch hier. Gleiches gilt für „Magical Eye“. Hier ist die Gesangslinie abwechslungsreich in Höhen und Tiefen. Die Chöre und die Instrumenten- und Gesangslinien von „Blackwater Bay“ erinnern an eine Oper und haben genau so viel Dramatik in sich. „Giants Of Heaven“ hat alles in sich: Double Bass, Symphonic Metal, Melodic Metal, harte Riffs, Chöre,… Ähnlich geht es auch „The Warlocks Trail“ weiter. Allerdings ist dieser Titel insgesamt nicht ganz so flott, dafür aber noch melodischer und ein ausgiebiges Gitarrensolo setzt zudem Akzente. Extrem melodisch folgt auch „A Blessing In Sorcery“. Das Gitarrensolo ist hier ebenfalls gigantisch. „Breaking The Beast“ ist insgesamt etwas ruhiger. Es hebt sich aber durch den Rhythmus und Takt mit Staus der Instrumentenlinien von den anderen Titeln ab. Flotter ist dann „Balerion“. Hier setzt der Gesang erst nach knapp einer Spielminute ein. Somit ist der erste instrumentale Teil anders im Vergleich zu den vorherigen Titeln. Mystisch mit Wassergeräuschen und epischen Einspielern beginnt „Reign Of Fire“ als letzter Titel des Albums.

 

Insgesamt bleibt zusammenzufassen, dass „Bloodbound“ mit ihrem neuen Album weitere Meilensteine setzten und hoch hinaus wollen. Dies wird in diesem Jahre auch mehrmals live zu genießen sein. Die bisher bekannte Tourdaten findet ihr unten.  

 

Unsere Anspieltipps sind „Rise Of The Dragon Empire“ und „Giants Of Heaven“.

 

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Rise Of The Dragon Empire

2. Slayer Of Kings

3. Skyriders And Stormbringers

4. Magical Eye

5. Blackwater Bay

6. Giants Of Heaven

7. The Warlocks Trail

8. A Blessing In Sorcery

9. Breaking The Beast

10. Balerion

11. Reign Of Fire

 

Tourdates:

22.03.2019 - DE – Essen

23.03.2019 - CZ – Prag

24.03.2019 - HU – Budapest

25.03.2019 - DE – München

26.03.2019 - DE – Mannheim

27.03.2019 - DE – Hamburg

28.03.2019 - BE – Vosselar

29.03.2019 - NL – Rotterdam

30.03.2019 - CH Pratteln

31.03.2019 - DE – Leipzig

14.08.2019 - SE - Falun

 

Review – Spinball – Shadows

 

Die Rockband „Spinball“ aus Athen hat mit „Shadows“ nun ihr zweites Album aufgenommen. Die acht Songs sind alle mit alternativen Hardrock Rhythmen einer soliden Produktion.

„How Do You Feel“ beginnt mit dunklen Gitarren- und Basslinien. Sie sind druckvoll und werden mit Einsetzten des Schlagzeugs zusätzlich verstärkt. Der Gesang ist stilistisch durch ein Megaphon gestaltet. Insgesamt dröhnt der Song ganz schön. Ähnliches gilt auch für „The Dirge“. Hier setzten harte Breaks zudem Akzente. „All Our Hope And Love“ fügt sich passend an. Insgesamt wirkt dieser Song allerdings nicht ganz so aggressiv und dennoch kräftig auf mich, was ich persönlich als gelungen empfinde. Danach folgt der Titelsong „Shadows“. Dieser ist sehr düster und depressiver und insgesamt wieder dröhnend. Gegen Ende „quietscht“ es und nimmt so nochmal an Dramatik des Höhepunktes zu. „I Feel Free“ ist ebenfalls dramatisch, kräftig und dröhnend. Zudem verbreiten die Instrumentenlinien aber eine gewisse Panik, die in meinen Augen thematisch nicht passt. „Forever I Will Wait“ beginnt ebenfalls sehr düster und verbreitet eine eher negative Stimmung. Das Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte setzt Highlights. „Absence“ als Instrumentalsong hebt sich durch den Stil mit viel Effekten und programmierten Sounds deutlich ab. Als Abschluss folgt „Time To Go“. Dieser Titel ist insgesamt sehr reduziert und überzeugt durch seinen Minimalismus, der bis fast zum Songende hin konsequent umgesetzt wird.

 

Unsere Anspieltipps sind All Our Hope And Love“ und „Absence“.

 

Promoportal-Germany vergibt 5,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. How Do You Feel

2. The Dirge

3. All Our Hope And Love

4. Shadows

5. I Feel Free

6. Foreber I Will Wait

7. Absence

8. Time To Go

Review – Kärbholz – Herz & Verstand

 

„Kärbholz“ veröffentlichen am 8.3. 2019 ihr achtes Studioalbum „Herz & Verstand“ über Metalville. Die Vier machen bereits seit 2005 gemeinsam Musik und waren auch bereits in den Deutschen Albumcharts. Ihre Titel sind laut ihren eigenen Infos sehr persönlich und haben das Ziel direkt ins Herz zu gehen.

 

„Tabula Rasa“ drückt nach einem ruhigen Beginn ordentlich nach vorne. Gesanglich ist die Stimme durchaus Richtung NDH zuzuordnen und bietet demnach durchaus Diskussionspotenzial. „Musizin“ möchte ich bezüglich der Thematik „Musik = Medizin“ ansprechen. Es hat Mainstreamcharakter, wenn auch nicht auf der ganz hohen Ebene. Härter und aggressiv mit viel Chören als Verstärkung folgt „Keiner Befiehlt“. Nach knapp zweidrittel nimmt der Song für einen Moment einen Stilbruch der Instrumentenlinien auf sich, was ihm gut tut.

 

Schon fast balladenreich geht es dann mit „Mutmacher“ weiter. Der Titel ist hier thematisch wirklich Gesetz. Mit der Akustikgitarre gespielt bekommt „All Meine Narben“ eine andere Note und setzt sich von den anderen Titeln ab, auch wenn die anderen Instrumente gegen Ende einsetzen. „Herztier“ ist wieder aggressiver und härter und danach folgt eine weitere Ballade „Stein & Sand“. Metallastig, leider aber für meinen Geschmack mit viel zu viel Double Bass, ist dann „Mein Persönlicher Krieg“. „Alle Systeme Auf Vollgas“ erinnert mich auf der einen Seite an die Liedermacherkultur und auf der anderen Seite an ein betrunkenes „Vollgeschwalle“ in der Kneipe. Insgesamt überzeugt es mich auf jeden Fall nicht. Eine weitere Ballade ist „Frei Sein“ mit der Akustikgitarre.  „Falsche Alternative“ ist dann ein schöner Rocksong mit ordentlich Power. Hier passt die Stimme auch weitestgehend dazu. Danach folgt mit „Zwischen Uns“ wieder ein ruhiger und eher „schwerer“ Song. „Gewitter“ hat auf der einen Seite sehr negative Textzeilen und auf der anderen Seite auch immer wieder Instrumentenlinien, die sehr positive Stimmung bei mir hervorrufen. Sehr rockig und gesanglich flott ist „Meine Melodie“ der letzte Titel des Albums. 

 

Promoportal-Germany vergibt 6 von 10 Punkten, da das Album bei den Fans auf großen Anklang stoßen wird, auch wenn es nicht mein persönlicher Geschmack ist, da die Sparte meines Erachtens mittlerweile völlig überfüllt ist.

 

Tracklist:

1. Tabula Rasa

2. Musizin

3. Keiner Befiehlt

4. Mutmacher

5. All Meine Narben

6. Herztier

7. Stein & Sand

8. Mein Persönlicher Krieg

9. Alle Systeme Auf Vollgas

10. Frei Sein

11. Falsche Alternativen

12. Zwischen Uns

13. Gewitter

14. Meine Melodie

Review - Iron Savior - Kill Or Get Killed

Mit dem Zitat: “Born in the twilight to conquer them all, to take what it needs to survive, kill or get killed, domination or fall, the only way to survive: to kill them all”, hauen die vier Power Metaller von „Iron Savior“ aus Hamburg einiges raus. Ihr neues Album „Kill Or Get Killed“ erscheint am 8. März über AFM Records. 1996 entschied sich der Produzent, Gitarrist und Sänger Piet Sielck für sein Soloprojekt „Iron Savier“ und veröffentlichte bisher u.a. neun Alben.

Das nun vorliegende „Kill Or Get Killed“ startet mit dem Titelsong voller Power, Kraft und mit melodischem Gesang. Und wie erhofft und erwartet, ist auch ein entsprechendes Gitarrensolo zu genießen. „Roaring Thunder“ ist eher etwas zurückhaltender, sofern man das in diesem Genre überhaupt so nennen kann. Und auch hier bekommen die Gitarrenlinien ein besonderes Augenmerk. Flotter folgt „Eternal Quest“. „From Dust And Ruble“ hebt sich ein wenig ab. Es ist insgesamt sehr rockig. Auch gesanglich ist es entsprechend. „Sinner Or Saint“ versprüht dann wieder mehr Hauch von Dunkelheit und Aggressivität. Gleiches gilt auch, mit ordentlich Double Bass unterlegt, für „Stand Up And Fight“. Hier setzt die Gitarrenarbeit mit dem entsprechenden Solo ebenfalls tolle Highlights. „Hereos Ascending“ fügt sich nahtlos und mit viel Kraft und Power an. Rockiger und entsprechend anders melodisch ist dann „Never Stop Believing“. Sehr kraftvoll und mit viel Energie folgen die Anfänge von „Until We Meet Again“. Insgesamt wirkt dieser Titel auf mich aber immer wieder sehr nachbearbeitet und mit diversen Klängen Richtung Synthie nicht mehr immer echt. „Legends Of Glory“ ist wieder typisch für das Genre. Der Bonustrack „Sin City“ als Abschluss des Albums hat eine sehr harte Note, vor allem gesanglich.

Unsere Anspieltipps sind „Kill Or get Killed“ und „From Dust And Ruble“.

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

Tracklist:
1. Kill Or Get Killed
2. Roaring Thunder
3. Eternal Quest
4. From Dust And Ruble
5. Sinner Or Saint
6. Stand Up And Fight
7. Hereos Ascending
8. Never Stop Believing
9. Until We Meet Again
10. Legends Of Glory
11. Bonus Track - Sin City

 

Review – Warrior Path – Warrior Path

 

Am 1. März veröffentlichte der Songwriter und Gitarrist Andreas Sinanoglou über Symmetric Records sein Album “Warrior Path”. Für die Produktion gewann er Bob Katsionis als Produzent und auch für den Bass, das Keyboard und für einige Gitarrensoli. Als Sänger kam Yannis Papadopoulos mit seiner epischen Stimme hinzu. Dave Rundle spielte Schlagzeug.

Das Epic- und Powermetalalbum besticht durch insgesamt 10 Titel, die Andreas im Kopf hat, seit er 18 Jahre alt war, so seine eigene Aussage. Und diese lange “Wartezeit” zeichnet sich musikalisch durchaus positiv ab, da es old-school ist und heute eher weniger neu auf den Markt kommt.

 

“Riders Of The Dragons” eröffnet das Album auf jeden Fall direkt wie erwartet: episch und voller Power und Kraft setzen die einzelnen Instrumente in den insgesamt über sieben Minuten Spieldauer immer mehr ein. In “The Hunter” überwiegt zunächst die Gitarrenarbeit und baut, unter Berücksichtigung des Titels, Spannung auf. Der Gesang setzt erst relativ spät ein. “A Sinnersworld” ist eher klassisch und old-school, wie Andreas es sich auch vorgestellt hat. Gleiches gilt für “Stormbringers”. “Black Night” ist eine Ballade mit über acht Minuten Spieldauer und ebenfalls sehr kraftvoll mit tollen Instrumentenlinien. Mit aufmerksamkeitsweckenden Riffs beginnt “The Path Of The Warrior”, bevor es für einen Moemnt auch eher balladesk wird, um dann nochmal richtig kraftvoll zu werden. Dieser Wechsel zieht sich in den knapp zehn Minuten Spielzeit immer wieder durch. Flott und mit viel Doublebass folgen “Fight For Your Life” und “Mighty Pirates”, wobei zweiteres auch immer wieder ruhige Passagen hat. Ein durchgängig ruhiger und extrem harmonisch und melodischer Titel ist “Dying Bird Of Prey”. Gleiches gilt auch für “Valhalla I`m Coming”, wie der Titel und Text sehr deutlich machen.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir “Riders Of The Dragons” und “The Path Of The Warriors”.

 

Promoportal-Germany vergibt 8,5 von 10 Punkten.  

 

Tracklist:

1. Riders Of The Dragons

2. The Hunter

3. A Sinnersworld

4. Stormbringers

5. Black Night

6. The Path Of The Warrior

7. Fight For Your Life

8. Mighty Pirates

9. Dying Bird Of Prey

10. Valhalla I'm Coming

Review – Josef Hien – Mit Dir

 

Am 22. Februar 2019 veröffentlichte „Josef Hien“ sein Debutalbum „Mit Dir“ über Konstantin Weckers Label „Sturm und Klang“. Der neue deutsche Liedermacher wird Reinhard Mey Fans direkt von sich überzeugen und für sich begeistern. Die Art der Musik, die Stimme und Tonierung ähneln sich sehr.

 

Die CD kommt mit einem umfangreichen Booklet daher. Inhalt sind hier die gesamten Texte aller elf Titel und eine Vielzahl von Fotos während der Produktion.

 

„Genial“ ist quasi als eine reine Liebeserklärung mit Textzeilen wie „…als ich mich für dich entschied…. war ich endlich mal genial…“. Gleiches gilt auch für „Wenn du bei mir bist“ und „Mit Dir“. Letzteres hat allerdings durch das Thema des Gehens (Tod) eine sehr sentimentale und traurige Note. Mit tollen Instrumentenlinien, die gedanklich an Weite und Freiheit denken lassen, überzeugt „Der Adler, der ein Huhn war“. Wie metaphernreich dieser Text zu sehen ist, bleibt dann wohl jedem selbst überlassen, typisch Liedermachermanier. „Mein Respekt“ beginnt mit tollen und sehr melodisch und harmonischen Klavierklängen. Hier ist „Herr Mey“ auch direkt Thema. „Schwarzes Gefieder“ ist textlich sehr weit interpretierbar. Musikalisch wird dies dramatisch unterstrichen.

 

Kritisch ist auch „Mitten Im August“. Am Ende klärt Hien über den „Erdüberlastungstag“ und den „Raubbau“ auf. Weiterhin gesellschaftlich ist „Sei bei mir“ durch Textzeilen „Was ein Mensch braucht“ und „Keiner tät dem andern, was er nicht will, das man ihm tut“ interpretierbar. Aber auch die „lustigere“ Fraktion der Gesellschaftskritik zum Schmunzeln und Nachdenken darf natürlich nicht fehlen. Dies bedienen beispielsweise „Elitepartner“ und „Belegt“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Genial

2. Der Adler, der ein Huhn war

3. Mein Respekt

4. Schwarzes Gefieder

5. Mitten im August

6. Jan

7. Wenn du nicht bei mir bist

8. Elitepartner

9. Belegt

10. Sei bei mir

11. Mit Dir

Review – Kleeberg – Idee 1000

 

Die Würzburger Benjamin Haupt (Gesang, Gitarre), Jannis Reuter (Gesang, Bass), Sebastian Bach (Gesang, Keyboard) und Tobias März (Schlagezug) veröffentlichten als „Kleeberg“ bereits am 1. Februar 2019 ihre EP „Idee 1000“ über Konstantin Weckers Label „Sturm und Drang“. Sie sind im Pop/Rock anzusiedeln und singen deutsch. Jedoch fügen sie sich nicht in die aktuell so häufig zu hörende „Jammermusik“ ein. Sie sind bemüht Themen wie das Leben, die Liebe, Theorie und Praxis und auch gesellschaftskritische Inhalte actionreich darzustellen.

 

In „Rom“ geht es ganz klar um das Leben mit Abgrund, Zielen und Wegen. Jedoch sind Floskeln wie „das Ziel kann nur der Weg sein, wenn man nicht weiß, wohin es geht“, für mich persönlich nichts. Musikalisch ist es eher ein minimalistischer Song, der den Schwerpunkt ganz klar auf den Gesang und Text legt. Dies unterstreicht auch der unerwartete Wechsel der gesamten Sounds bei rund drei Minuten Spieldauer. „Theorie, die“ kommt insgesamt sehr verkopft bei mir an, wird aber durch den generell schnellen Rhythmus und die Keyboardlinien aufgelockert. „Niemand kann die Liebe binden“ beginnt sehr weich und erinnert zunächst an sehr deprimierte Stimmungen und Verzweiflung. Jedoch kommt zum Glück schnell der Rock durch und der Titel wird insgesamt aktiver. Das Gitarrensolo in „Leben gelernt“ erinnert an das in „Pride-In The Name Of“ von „U2“. Ansonsten wird dieser Song ebenfalls im Verlauf voller uns satter. Der Titeltrack „Idee 1000“ startet mit ruhigen und sehr reduzierten Gitarrenklängen. Dies unterstreicht auch der Gesang. „So gut wie noch nie“ thematisiert inhaltlich gesellschaftskritisch die aktuelle Situation. Musikalisch dreht dieser Song nochmal richtig auf.    

 

Promoportal-Germany vergibt 6,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Rom

2. Theorie, die

3. Niemand kann die Liebe binden

4. Leben gelernt

5. Idee 1000

6. So gut wie nie

Review - Rhapsody Of Fire - The Eighth Mountain

 

Am 22. Februar veröffentlichen die Symphonic Power Metaller „Rhapsody Of Fire“ über AFM Records ihr Album „The Eighth Mountain“.

 

Nach dem schon fast mystischen Intro „Abyss Of Pain“ folgt das flottere „Seven Heroic Deeds“ mit Keyboardakzenten, tollen Riffs und melodischem Gesang, der durch Chöre besondere Highlights setzt. Allerdings ist die Double Bass nicht mein persönlicher Favorit. In diesem Stil geht es mit „Master Of Peace“ weiter. In „Rain Of Fury“ wurde noch mehr Wert auf punktierte Breaks gesetzt und der Gesang ist quasi durch und durch melodisch. „White Wizard“ beginnt ganz weich und bleibt auch eine Midtempobereich. Mit Flöten wird „Warrior Heart“ eröffnet. Ein baladenreicher Gesang unterstützt die Stimmung, auch im vollen und satten Refrain. „The Courage To Forgive“ wirkt durch opernähnliche Hintergrundgesänge dramatisch. Der Frontgesang stimmt aber nicht mit in diese Stimmung mit ein. Hervorzuheben ist hier besonders die Gitarrenarbeit. Mit weichen und sehr harmonischen Klängen überzeugt das knapp neuneinhalb minütige „March Against The Tyran“. Mit viel Double Bass geht es mit „Clash Of Times“ weiter. „The Legend Goes On“ setzt mit der Gitarrenarbeit, u.a. mit toller Soloarbeit, Akzente. Ruhiger folgt dann „The Wind The Rain And The Moon“. „Tales Of A Hero`s Fate“ rundet das Album nochmal kraftvoll und satt ab und setzt gleichzeitig durch den Gesang abwechslungsreiche Akzente.

Insgesamt wird das Album viele begeistern, auch wenn die Double Bass für mich persönlich bei vielen Titeln zu sehr im Vordergrund steht und eine dominierende Rolle einnimmt.

 

Anspieltipps sind „March Against The Tyran“ und „The Wind The Rain And The Moon“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Abyss Of Pain

2.  Seven Heroic Deeds

3. Master OF Peace

4. Rain Of Fury

5. White Wizard

6. Warrior Heart

7. The Courage To Forgive

8. March Against The Tyran

9. Clash Of Times

10. The Legend Goes On

11. The Wind The Rain And The Moon

 

Review – Autumn Tree – All You Need Is My Voodoo

 

Im November 2018 durften wir die Mannheimer „Autumn Tree“ life im MS Connexion Complex als Suppert von Motorjesus erleben. Und nun geht’s an die Review ihrer ersten Southern Hard Rock Scheibe „All You Need Is My Voodoo“, die seit August 2018 veröffentlicht ist.

 

„The Bayou“ beginnt mit „einsamen“ Glockenschlägen. Sie kündigen an, bereiten vor, oder läuft die Zeit ab? Die Southernrock Gitarrenlinien setzen ein. Und dann kann es losgehen. Das knapp zweiminütige Intro stimmt einfach passend ein. Von „Sinner Or Saint“ kann man einfach nur begeistert sein. Es haut richtig rein. Mir persönlich gefällt hier die Mischung der Instrumentenlinien und des Gesangs am besten. Aber insgesamt ist klar: Es geht kraftvoll vorwärts. „Roads To Heaven“ fügt sich nahtlos an. Hier setzt der zusätzliche Gedanke an High School Rock mit ein und überzeugt. Ein Highlight ist hier ganz klar das Gitarrensolo zu Beginn der zweiten Songhälfte. In den knapp fünfeinhalb Minuten Spieldauer gibt’s auf jeden Fall eins auf und für die Ohren. Härter und stilistisch „abgehackter“ ist „Wyatt Earp“. „Still Waiting“ kommt dann wieder kraftvoll, hart, dröhnend und vor allem voll und satt daher. Mit dem Einsetzen des Gesangs reduzieren sich die Instrumente für einen Moment, hauen dann aber zum Refrain wieder richtig rein. Dies macht es natürlich schwer, gesanglich immer „perfekt“ zu sein und fordert heraus. „Rise Up“ zeigt auf einmal eine ganz andere Seite. Denn stilistisch ist es immer wieder dem „Heavy Rap“ zuzuordnen.

 

Insgesamt zeigen die Jungs, dass sie ihre Leidenschaft zur Musik leben. Wir hoffen auf weitere Entwicklungen und freuen uns auf Livegigs.     

 

Unserer Anspieltipps sind „Sinner Or Saint“ und „Roads To Heaven“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. The Bayou

2. Sinner Or Saint

3. Roads To Heaven