Review – Konstantin Wecker und die Bayrische Philharmonie

unter der Leitung von Mark Mast – Weltenbrand

 

(A.M.) Vor mir liegt das neue Werk „Weltenbrand“ von dem deutschen Liedermacher „Konstantin Wecker“. Seit seinem 72. Geburtstag am 1. Juni 2019 ist er, gemeinsam mit dem Kammerorchester der Bayrischen Philharmonie auf Konzerttournee. Diese wird noch das gesamte Jahr in Deutschland, der Schweiz und in Österreich stattfinden. Tourdaten sind unten zu finden. Und nun wird er am 11. Oktober passend dazu dieses Album als Doppel CD über sein Label „Sturm und Drang“ veröffentlichen.

 

Und ohne irgendetwas vorweg zu nehmen. Es ist absolut brillant, wie jedes einzelne Lied interpretiert wird. Der Einsatz des Kammerorchesters fügt sich in Perfektion jeder Textzeile an und unterstreicht und unterstützt so jegliche Intention. So werden auch Lieder, die bereits schon über 40 Jahre alt sind, neu arrangiert und gespielt. Die Titel sind eine Auswahl aus den letzten rund 40 Jahren Musikgeschichte Weckers und sprühen vor Energie, klagen an, wirken gekonnt hektisch und gleichzeitig liebevoll und aktiv mutmachend. Hierzu zählen auch vertonte Gedichte der großen deutschen Dichter und Schriftsteller.

 

Zudem gibt Konstantin Wecker immer wieder zusätzlich Erklärungen zu seinen Texten, stellt seine Einstellung und seinen Standpunkt klar dar und nimmt durch diese wahre Ehrlichkeit keine Rücksicht.

 

Wir können dies einfach nur empfehlen.

 

Promoportal-Germany vergibt diskussionslos 10 Punkte!

 

Punkt!

 

Tourdaten:

11.08.2019          Darmstadt – Darmstädter Residenzfestspiele

29.08.2019          Altusried – Freilichtbühne

07.10.2019          Berlin – Philharmonie

14.10.2019          Köln – Philharmonie

17.10.2019          Hamburg – Laeiszhalle

29.10.2019          München – Philharmonie

30.10.2019          München – Philharmonie

04.11.2019          Düsseldorf – Tonhalle

08.11.2019          Freiburg – Konzerthaus

10.11.2019          Wuppertal – Stadthalle

14.11.2019          Dresden – Kulturpalast

25.11.2019          Dortmund – Konzerthaus

26.11.2019          Essen – Philharmonie

27.11.2019          Hannover – Kuppelsaal

01.12.2019          A – Wien –  Konzerthaus

09.12.2019          CH – Bern – Kursaal

10.12.2019          CH – Luzern – KKL

27.12.2019          Nürnberg – Meistersinger Halle

28.12.2019          Erfurt – Alte Oper

30.12.2019          Mainz – Halle 45

 

 

Tracklist:

 

CD 1:

1. Nur dafür lasst uns leben

2. Ein Plädoyer für die Ohnmächtigen

3. Stürmische Zeiten mein Schatz

4. Ballade vom Puff das Freiheit heißt

5. Ansage Schlaflied / An meine Kinder (Medley)

6. Schlaflied

7. An meine Kinder

8. Liebesdank

9. Ansage an den Mond

10. An den Mond

11. All die unerhörten Klänge

12. Zeig's ihnen Greta - Die Welt muss weiblich werden

13. Und das soll dann alles gewesen sein

14. Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn? (Erich Kästner)

15. Frieden im Land

16. Das macht mir Mut

17. Nur dafür lasst uns leben (Reprise)

18. Im Namen des Wahnsinns

19. Hexeneinmaleins

20. Der Gefangene (Erich Mühsam)

21. Den Parolen keine Chance

22. Immer wieder Beethoven

23. Jetzt, da du Abschied bist

 

CD 2:

1. Heiliger Tanz

2. Ansage Kir Royal

3. Kir Royal Titelmusik

4. Ansage Tango Joe

5. Der Tango Joe

6. Ansage vom Schwimmen in Seen und Flüssen

7. Vom Schwimmen in Seen und Flüssen

8. Aus: An die Nachgeborenen (Bertholt Brecht)

9. Ich habe Angst

10. Empört euch

11. Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen (Rainer Maris Rilke)

12. Weltenbrand

13. Die weiße Rose

14. Warum ich kein Patriot bin

15. Ich habe einen Traum

16. Ansage Das Leben will lebendig sein

17. Das Leben will lebendig sein

18. Ansage Lied der Lieder

19. Lied der Lieder

20. Sage nein

21. Caruso

22. Schlendern

23. Aus: Wunderliches Wort: Die Zeit vertreiben! (Rainer Maria Rilke)

 

 Saxon veröffentlichen mit „The Eagle Has Landed“ ein weiteres Livealbum, zu den unzähligen schon existierenden, aus den Jahren der Bandgeschichte. Somit erwartet einem nichts wirklich Neues, aber das Album bewegt sich trotzdem auf einem guten Niveau, sowohl in der Auswahl der Titel, als auch in der Aufnahmequalität. Enthalten sind Konzertmitschnitte von 2007 bis 2018, die an den unterschiedlichsten Orten aufgenommen wurden. Unter anderem finden sich Aufnahmen vom Bang Your Head Festival und vom Wacken Open Air.

 

Die drei CD´s enthalten Songs, die die gesamte Schaffensperiode der Band abbilden. Als Gastmusiker sind Phil Cambell, Fast Eddie Clarke und Andy Sneap zu hören. Für einen SAXON Fan ist das Album ein absolutes Muss und für Neueinsteiger ist es ebenfalls, gerade wegen der musikalischen Bandbreite, ein absolut empfehlenswertes Live-Album.

 Promoportal-Germany vergibt für das Album 9 von 10 Punkten und kann nur empfehlen die kommende „Castles & Eagles“ Tour zu besuchen.

 

 

 

Tracklist

 

 

CD 1:

 

 

1. State Of Grace (Berlin 2007)

2. Red Star Falling (Berlin 2007)

3. Attila The Hun (Berlin 2007)

4. If I Was You (Sheffield 2007)

5. Witchfinder General (Berlin 2009)

6. Demon Sweeney Todd (Berlin 2009)

7. The Letter + Valley Of The Kings (London 2009)

8. Machine Gun (London 2009)

9. Live To Rock (Berlin 2009)

10. Hammer Of The Gods (Berlin 2011)

11. Back In ´79 (Berlin 2011)

12. I´ve Got To Rock (To Stay Alive) (Berlin 2011)

13. Call To Arms (Berlin 2011)

14. Rock ´n´ Roll Gypsy (Berlin 2011)

15. Chasing the Bullet (Berlin 2011)

16. Play It Loud (Berlin 2011)

 

 

CD 2:

 

1. Sacrifice (BYH Balingen 2013)

2. Night Of The Wolf (BYH Balingen 2013)

3. Conquistador + Drum Solo (BYH Balingen 2013)

4. Stand Up And Fight (BYH Balingen 2013)

5. Crusader (Wacken Open Air 2014)

6. Battalions Of Steel (Wacken Open Air 2014)

7. The Eagle Has Landed (Wacken Open Air 2014)

8. Power And The Glory (Wacken Open Air 2014)

9. Dallas 1PM (Wacken Open Air 2014)

10. Princess Of The Night (Wacken Open Air 2014)

11. Denim And Leather (Wacken Open Air 2014)

 

 

CD 3:

 

1. Eye Of The Storm (Zoetemeer 2015)

2. 747 (Strangers In The Night) with Phil Campbell (Helsinki 2015) (Video bei YouTube)

3. Killing Ground (London 2016)

4. Ace Of Spades with Fast Eddie Clarke (London 2016)

5. 20,000 FT. with Andy Sneap (San Antonio 2018)

6. Thunderbolt (San Antonio 2018)

7. Sons Of Odin (Los Angeles 2018)

8. This Town Rocks (Los Angeles 2018)

9. Nosferatu (The Vampire´s Waltz) (Manchester 2018)

10. Predator (Manchester 2018)

11. They Played Rock And Roll (Stockholm 2018)

12. The Secret Of Flight (London 2018)

13. Battering Ram (London 2018)

 

Review – Sarah Straub – Alles Das und mehr

 

(A.M.) Die deutsche Liedermacherin „Sarah Straub“ aus Bayern veröffentlicht nun ein weiteres Album, über „Konstantin Weckers“ Label „Sturm und Drang“. Während die ersten zwei in englischer Sprache waren bzw. sind, singt die Psychologin mit Doktortitel nun deutsch. Sie interpretiert viele Lieder ihrer Vorbilder „Wecker“, „Wader“ und auch „Niedecken“ auf ihre Weise. Diese und auch erste eigene deutsche Titel werden auf ihren Konzerten hoffentlich auch zu hören sein. Immerhin stand die Trägerin des Deutschen Rock- und Pop-Preises auch schon auf großen Festivals auf der Bühne, und das mit unter anderem „The Hooters“, „Lionel Richie“, „Joe Cocker“, „Spandau Ballet“, „James Blunt“ und „Anastacia“.

 

„Ich singe, weil ich ein Lied hab`“ ist mit dem Klavier begleitet und ihre Stimmgewalt und ihr Gefühl zur Musik kommen hier schon sehr deutlich hervor. Mit sehr weichen Klavierklängen beginnt „Das ganze schrecklich schöne Leben“. Und auch hier überzeugt ihre Darstellung. „Empört euch“ ist dann auch musikalisch entsprechend aggressiver und schneller (Klavier und Streicher). Aber auch ihr Gesang variiert passend dazu. Harmonisch und schon fast sentimental sind wohl die treffendsten Adjektive zu ihrer Interpretation von „Niemand kann die Liebe binden“. „Den Parolen keine Chance“ ist als reiner Akustiktitel mit der deutschen Nationalhymne im Klang ebenfalls ein mehr als ansprechender Song. Das Klavier begleitet den Gesang zu „Was keiner wagt“ und auch zu „Leben im Leben“. „Du bist so hässlich“ regt auf eine leichte Weise zum Denken an. Danach geht es mit dem teilweise bayrisch gesungenen „Inwendig warm“ weiter. Eher dramatisch, für meinen Geschmack leider übertrieben, folgt „Uferlos“. Auf den Punkt bringt die Ansage vor „Die weiße Rose“ den politischen Standpunkt ohne weichzuspülen. Ebenfalls kritisch geht es mit „Alles Das und mehr“ weiter. Den Abschluss dieses Albums bildet eine weitere Interpretation von „Niemand kann die Liebe binden“, diesmal gemeinsam mit Konstantin Wecker.   

 

Unsere Anspieltipps sind „Empört euch“ und „Niemand kann die Liebe binden“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Ich singe, weil ich ein Lied hab´

2. Das ganze schrecklich schöne Leben

3. Empört euch

4. Niemand kann die Liebe binden

5. Den Parolen keine Chance

6. Was keiner wagt

7. Leben im Leben

8. Du bist so hässlich

9. Inwendig warm

10. Uferlos

11. Die weiße Rose

12. Alles Das und mehr

13. Niemand kann die Liebe binden (mit Konstantin Wecker)

 

 

Review – Beth Hart – War In My Mind

 

(A.M.) Über Mascot Label Group veröffentlicht Beth Hart am 27. September 2019 ihr neues Album „War In My Mind“. Schon das Cover lässt viel erahnen. Sie sitzt am Klavier und über ihr tobt ein Gewitter. Ein Blitz fährt in ihren Kopf.

 

Und musikalisch ist dies Album echt, glatt und ehrlich. Schon bei ihren Live-Konzerten präsentiert sich die Musikerin immer sehr persönlich gegenüber ihrem Publikum und gibt viel von ihrem Inneren frei. Und dies ist auch auf dieser Scheibe pur zu genießen. So wundern die vielen positiven Kritiken, schon vor der Veröffentlichung, nicht.

 

„Band Woman Blues“ als Opener wartet mit Action und Ehrlichkeit auf. „War in My Mind“ lässt dann die unverkennbare soulige Stimme mit leichter Instrumentenbegleitung in den Vordergrund rücken und steigert sich gegen Ende mit Fülle. Ähnlich weich und sehr gefühlvoll geht es mit „Without Words In The Way“ weiter. „Let It Grow“ ist ein Titel, der sich im Sekundentakt immer weiter ausbreitet. Von Beginn an etwas flotter ist „Try A Little Harder“. Hier kommt ihre Kraft, auch in der Stimme, deutlich heraus, auch wenn der Titel in der Mitte einen Moment ruhiger wird. Mit sehr harmonischen und vordergründigen Klavierklängen ist „Sister Dear“ gespielt. Danach folgt „Spanish Lullabies“. Wie der Name schon erahnen lässt, ist eine Note typisch spanischer Klänge mit von der Partie. Insgesamt ist dieser Titel wieder sehr kraftvoll. „Rub Me For Luck“ erinnert durch die Dramatik und Power der Stimme an den Bond Titeltrack „Skyfall“. Danach geht es mit dem ebenfalls vollen und satten „Sugar Shack“ weiter. Sehr emotional und gefühlvoll ist „Woman Down“. Dies wird durch die Klavierbegleitung perfekt verstärkt. Gleiche Kriterien gelten bei „Thankful“. Dieser Titel ist aber, entsprechend dem Text, auch musikalisch fröhlicher und freundlicher gespielt und gesungen. Als Abschluss ist „I Need A Hero“ gerade zu perfekt. Dieser Titel rundet die gesamte Geschichte ab und unterstreicht die Ehrlichkeit der Songs.    

 

Unsere Anspieltipps sind der Albumtitel „War In My Mind“ und „Thankful“.

 

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Bad Woman Blues

2. War In My Mind

3. Without Words In The Way

4. Let It Grow

5. Try A Little Harder

6. Sister Dear

7. Spanish Lullabies

8. Rub me For Luck

9. Sugar Shack

10. Woman Down

11. Thankful

12. I Need A Hero

Review – Metal United Down Under – Volume II – The Voice From The Underground

 

(A.M.) Vor mir liegt eine CD auf der 16 Songs von 16 Bands gepresst sind. Sie sind das Ergebnis der schwierigen Auswahl von über 100 Bands, die in über 10 australischen Städten gespielt haben. Das Format „Metal United Down Under“ wurde nun schon mehre Jahre gefeiert.

 

Das aktuelle Album beginnt mit „Into The Night“ von „Walk With Kings“. Dieser Titel ist hart, mystisch und aggressiv depressiv. Ähnlich geht es mit „Sink“ von „Annihilist“ weiter. Wobei der Gesang eher dem Grunting zuzuordnen ist. „To Conquer“ von „Medics Of Pain“ folgt dann eher wieder typisch rockig hart, wobei der Gesang eine ganz eigene Note hat. Kräftig geht es dann mit „Mechanical Eye“ von „Psychosemantics“ weiter. „Wings Of Death“ von „Deathnir“ legt dann wieder an Tempo der Instrumentenlinien zu. „Bitter End“ von „Enter 6“ ist ebenfalls sehr flott und der Gesang sehr düster und neben der Double Bass dominant. Hier fügen sich „Unleash Hell“ von „Killrazer“ und „Liars Dice“ von „Lethal Vendetta“ entsprechend an und steigern Trash und Speed.

 

„Tales For Young And Old“ von „Lavidius“ ist wieder sehr dunkel gesungen und „The Sundew Trail“ von „Level H“ verbreitet ebenfalls eine düstere Stimmung. Hart, kräftig und mit ordentlich Speed geht es dann auch mit „Blackout“ von „Upon A Falling Empire“ weiter. „You People“ von „Odysseus Reborn“ ist dann wieder eher klassisch rockig und teilweise sehr schwerfällig träge gesungen. „Gorruption“ von „Puncture Wound“ ist häftiges Grunting mit Speed und Trash. Eher dramatisch ist wohl die passende Beschreibung für „Augment“ von „Nitro Zeus“. „The Kurgan“ von „Chud“ ist purer Speed- und Trashmetal und „New One“ von „Lab A“ als letzter ausgewählter Titel hebt sich durch seinen individuellen Gesang an.

 

Promoportal-Germany vergibt für dieses Konzept der Veröffentlichung 10 von 10 Punkten.

 

Unsere Anspieltipps entfallen allerdings.

 

Tracklist:

1. Walk With Kings – Into The Night

2. Annihilist – Sink

3. Medics Of Pain – To Conquer

4. Psychosemantics – Mechanical Eye

5. Deathnir – Wings Of Death

6. Enter 6- Bitter End

7. Killrazer – Unleash Hell

8. Lethal Vendetta – Liars Dice

9. Lavidius – Tales For Young And Old

10. Level H – The SUndew Trial

11. Upon A Falling Empire – Blackout

12. Odysseus Reborn – You People

13. Puncture Wound – Gorruption

14. Nitro Zeus – Augment

15. Chud – The Kurgan

16. Lab A – New One

 

Review – Primal Creation – Demockracy

 

(A.M.) Die Trashmetaller „Primal Creation“ veröffentlichten ihr Album „Demochracy“ bereits 2017, rund drei Jahre nach ihrer Gründung. Das Album mit den neun Songs kommt mit einem Booklet mit den acht Songtexten daher, denn „Memories“ ist ein fast reiner Instrumentalsong. „The Mockracy“ ist im Hintergrund klar strukturiert. Ein reines „Geballer“ ist hier nicht zu hören. Ähnliches gilt auch für „Vote Clown – Await The Trap“ mit druckvollen Gitarrenlinien. „Cast The First Stone“ und „Good Riddance“ fügen sich entsprechend an. Die Texte sind insgesamt auch für „neue“ Hörer gut verständlich.

 

Sirenen setzen bei „Retain The Fight“ Akzente und „Emperor“ hat klassische Rockelemente. „Vote Clown - A Lost Cause“ fügt sich wieder entsprechend hart und trashig an und hat einzelne reine Sprechpassagen als gesangliches Stilmittel. Danach folgt der fast reine Instrumentaltitel „Memories…“, der durch die Instrumentenlinien sehr freundlich wirkt. Hart endet das Album dann mit „…Of Diminishing Returns“, der die Fortsetzung von „Memories…“ darstellt.

 

Unsere Anspieltipps sind The Mockracy“ und „Emperor“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. The Mockracy

2. Vote Clown - Await The Trap

3. Cast The First Stone

4. Dood Riddance

5. Retain The Fight

6. Emperor

7. Vote Clown – A Lost Cause

8. Memories…

9. …Of Diminishing Returns

 

Review – Crobot – Motherbrain

 

(A.M.) „Crobot“ veröffentlichten am 23. August ihre neue Scheibe „Motherbrain“ über Mascot Label. Klassischer Heavy Metal mit hartem Gesang, klaren Riffs und ohne Schnick Schnack beschreibt das Album wohl am besten, wobei auch die ein andere Crossover Linie zu hören ist und Gedanken an „Nirvana“ bezüglich des Seattlerocks, vor allem im zweiten Teil des Albums, aufkommen. Bei „Burn“ überzeugt das Gesamtkonzept und setzt durch die reinen Instrumentenlinien bei rund zwei Minuten Spieldauer Akzente. „Keep Me Down“ folgt sehr hart und heftig.  Nach einem virtuosen Beginn geht es dann doch noch härter und kräftiger weiter. Die Rede ist von „Drown“. Besonders die verzerrten Gitarren sind hier zu nennen. Gesanglich ist dieser Song insgesamt etwas weicher.

 

Düster und gesanglich schon fast mystisch zurückhaltend folgt „Low Life“, bevor aber auch der Gesang zulegt. „Alpha Dawg“ hat dann immer mal etwas von Südstaatenrock und „Stoning The Devil“ ist ebenfalls eher kräftig „träge“. „Gasoline“ folgt dann wieder mit harten Riffs. Zunächst getragen und dann mit Volldampf geht es mit „Destroyer“ weiter. „Blackout“ und „After Life“ fügen sich beide entsprechend an. Und auch „The Hive“ ist hier zu bemerken. Dieser Song ist durchgängig getragen kräftig und hart.

 

Unsere Anspieltipps sind „Burn“ und „Destroyer“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Burn

2. Keep Me Down

3. Drown

4. Low Life

5. Alpha Dawg

6. Stoning The Devil+

7. Gasoline

8. Destroyer

9. Blackout

10. After Life

11. The Hive

 

Review – Cirkus Prütz – White Jazz – Black Magic

 

(A.M.) Über Metal Ville Band & Laben Pool veröffentlichten die Schweden „Cirkus Prütz“ ihr Album „White Jazz – Black Magic“. Ihr Südstaaten Rock mit Blues, Zydeco und ein wenig Soul und Swamp kennzeichnet jeden Titel. Bereits der Opener „Leave Me Alone“ überzeugt und das Gitarrensolo setzt Akzente. Die heiße Atmosphäre kommt auch in „Mojo“ rüber. „Shotgun Wedding Blues“ versetzt einen weiterhin gedanklich in den trockenen, wilden Westen. „Aim To Please“ hat zusätzlich noch eine schöne Bluesnote und gleichzeitig wird der klassische Rock´n´Roll gefeiert. Danach setzt der Instrumentalsong „Blues For Fallen Brothers“ sowohl vom Titel her als auch von den Instrumentenlinien her schon fast wehmütige Akzente.

 

Actionreicher und härter folgt „Hell To Pay“. Auch hier ist der Text musikalisch gut umgesetzt. Ähnlich geht es mit „Ready To Go“ weiter. Wieder freundlicher und schon fast fröhlich folgt „Friends“. Und auch „Hats ´n´Strats“ hat den typischen Südstaatenmusikcharakter. Hier ist die heiße Gesangsstimme sehr markant. „Zombie Stomp“ ist musikalisch allerdings anders umgesetzt, als mich der Titel zunächst erwarten lässt. Der Rock hat auch ganz klar Oberhand.

 

Insgesamt ist es wirklich ein gelungenes Album, bei dem die Songs rund sind, aber keiner wirklich hervorsticht.

 

Unsere Anspieltipps sind demnach sehr persönlich gewählt: „Leave Me Alone“ und „Hell To Pay“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Leave Me Alone

2. Mojo

3. Shotgun Wedding Blues

4. Aim To Please

5. Blues For Fallen Brothers

6. Hell To Pay

7. Ready To Go

8. Friends

9. Hats ´n´ Strats

10. Zombie Stomp

Review – Novi – Modern-Day Goddness

 

(A. M.) Am 9. August veröffentlicht das Duo „Novi“, bestehend aus Mishell Ivon Walton und Basti Braun ihr erstes Album „Modern-Day Goddness“. Während Mishell Ivon für die Texte und den Gesang verantwortlich ist, übernimmt Basti den Part der Musik. Er selbst spielt Bass und Keyboards. Chris Kilgenstein (Gitarre), Felix Kirner (Keyboards), Matthias Baeuerlein (Schlagzeug und Percussion) und Caro Roeske (Backgroundgesang) unterstützen fleißig.

 

Das gesamte Album ist eine Mischung aus Funk, Pop, Soul und Elektro. Und dies hört man direkt beim Opener „Goldfish Memory“, da die Stile sich hier im Wechsel ergänzen. Besonders in der zweiten Songhälfte wird der Titel voller und satter. Mit mehr als viel Gefühl im Gesang geht es mit „Real Love Stories“ weiter. Soulig folgt „Amsterdam“. Mit Funk und Soul ist als nächstes der Albumtitel „Modern-Day Goddness“ zu genießen. „Spinning“ zählt dann eher zu der regulären Popebene und ist durch die hohen Instrumentenlinien sehr fröhlich gespielt. Gediegener ist dann wieder „Black Violet“.

 

Typischer Funk ist in „Ones & Tows“ umgesetzt. Mit härteren Breaks in den Instrumentenlinien als stilistische Elemente geht es dann mit „Havoc“ weiter. „Red Balloons“ ähnelt in der Spielweise bzw. bezüglich des Gefühls, welches ausgestrahlt wird, an „Spinning“. Schwermütig ist ein passendes Adjektiv für den Beginn von „Wednesday´s Child“. Und auch im Verlauf bleibt dieser Titel irgendwie melancholisch. Richtig schön soulig geht es dann mit „Frames“ weiter. Es folgt eine weitere Version von „Black Violet“, bevor das Album mit „My Friend“ sehr gefühlvoll seinen Abschluss findet.

 

Unsere Anspieltipps sind „Real Love Stories“ und „Frames“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten, da es handwerklich gut gemacht ist, aber nicht unser typisches Genre trifft.

 

Tracklist:

1. Goldfish Memory

2. Real Love Stories

3. Amsterdam

4. Modern-Day Goddness

5. Spinning

6. Black Violet

7. Ones & Twos

8. Havoc

9. Red Balloons

10. Wednesday´s Child

11. Frames

12. Black Violet (Reprise)

13. My Friend

 

Review – Balls Gone Wild – High Roller

 

(A. M.) Am 26. Juli veröffentlichten die 2012 in Köln gegründeten „Balls Gone Wild“ ihr „Metalville Labeldebut“ „High Roller“. Nach einigen Neubesetzungen besteht das aktuelle Trio nun seit Ende 2017. Alle drei Künstler haben zudem noch weitere Bands und sind demnach schon seit Zeiten fest im Musikgeschehen verankert. Und dies hört man an. Die offizielle Beschreibung des „Kick Ass Rock“ mit fließenden Übergängen zwischen Punk und Hardrock ist mit viel Leidenschaft gespielt. Ob es nun wirklich, wie der Pressetext informiert, wie ein „Resultat einer außerehelichen Liaison zwischen Motörhead und AC/DC“ ist oder doch eher geiler Riffrock der alten Schule like „Krokus“ oder ähnlichen ist, bleibt dann jedem selbst zu entscheiden.

 

Sicher ist auf jeden Fall, dass der Opener „High Roller“, der gleichzeitig der Titelsong ist, mit ordentlichen Riffs daherkommt und direkt in Mark und Bein übergeht. Aber auch „Leave Me Alone“ steht dem nichts nach. Punktgenau mit tollen Gitarrenlinien und einem leicht hart aggressiven Gesang überzeugt der Song. In „Danger“ sind die Drums zunächst und auch im Verlauf sehr im Vordergrund. Dies sehe ich ganz einfach als gelungene Abwechslung zu den meisten Mixen. Später kommt dann noch ein grandioses Gitarrensolo hinzu. Typisch rockig geht es dann mit „Keep It Hot“ weiter. Gesanglich sind Strophen und Refrain hier deutlich getrennt, denn im Refrain wird nochmal richtig Gas gegeben. „Heartbreaker“ ist dann von Beginn an flott und bringt die Mischung aus Punk und Rock perfekt zum Vorschein bzw. auf die Ohren.

 

„MoFo“ legt vom Tempo her nochmal extrem einen zu, was mir persönlich nicht auf Anhieb gefällt, aber definitiv mehr als gekonntes Handwerk zeigt, da es durchgängig sauber gespielt ist und nichts verschwimmt und vermischt. Wieder klassisch rockig mit überzeugenden Riffs folgt „Nö Way Out“. „Balls Gone Wild“ ist dann auch der Titel des nächsten Songs und ein Mitwippen bzw. Headbangen ist hier quasi vorprogrammiert. Gleiches gilt für „Satan´s Son“, wobei hier eine weitere gewisse zusätzliche Härte mitschwingt. So fügt sich dann auch „Flying High“ an. Bei dem Titel haben die Jungs das Tempo nochmal richtig angezogen, bleiben aber immer noch deutlich in der Punk- und Hardrocklinie, sehr schön. Hier ist auch wieder das Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte ein absolutes Highlight. „Devil´s Woman“ rundet die ganze Scheibe dann klassisch hardrockig ab.

 

 

Insgesamt ist dieses Album mehr als der Knaller und wirklich jedem zu empfehlen, der auf schönen klassischen Punk- und Hardrock der alten Schule steht. Die Titel sind zu genießen oder auch zum Abfeiern einfach genial geeignet. Sie sind neu und dennoch haben sie alles Positive der vergangenen Zeiten inne. Und wer es ganz genau möchte, kann mit dem Booklet als Hilfe fast komplett textsicher und bis ins Unendliche mitsingen,- grölen, -schreien und einfach abrocken.  

 

Unsere Anspieltipps sind „High Roller“ und „Flying High“.

 

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. High Roller

2. Leave Me Alone

3. Danger

4. Keep It Hot

5. Heartbreaker

6. MoFo

7. Nö Way Out

8. Balls Gone Wild

9. Satan´s Son

10. Flying High

11. Devil´s Woman

 

Review – Adriano Batolba Trio – How Much Does It Cost If It´s Free?

 

(A.M.) Ab dem 8. August wird es ein weiteres Album „How Much Does It Cost If It´s Free?“ des Trios „Adriano Batolba Trios“ geben. Der „Rockabilly“ und „Hillbilly“ als Synonym für zeitlose Rockmusik bleibt bei jedem Titel.

 

So verspricht der Opener „Last One On My List“ bereits viel, überzeugt durch die Zusammensetzung des Instrumentenlinien, den „verzerrten“ Gesang und das Gitarrensolo. Mit weiterer Action fügen sich „Jacqueline“ und „Love Means Trouble“ an, wobei ersteres deutlich flotter und zweiteres härter ist, vor allem in der Gitarrenarbeit. Im gleichen Stil folgt „Troublemaker“. Für „Your Last Mistake“ haben sie „Darrel Higham“ als Gastmusiker (Gitarre) eingeladen. Eine dunklere Note, die durchaus positiv als Abwechslung zu sehen ist, ist das Ergebnis. „Fame“ ist dann wieder klassischer, wobei für meinen Geschmack, etwas zu „harmonisch ruhig“.

 

Dementgegen folgt „Just Because“ sehr flott. Ordentlich rockig, wenn auch meiner Meinung nach, etwas zu träge langsam, geht es mit „Hell Yeah“ weiter. In „How I Roll“ setzt die gesangliche Unterstützung und Begleitung von „The Silverettes“ weitere Akzente. „Been There, Done That“ fügt sich passend an. Ein Gefühl von „Sommer und Sonne“ stellt sich bei „Habanera Baby“ ein und lässt an „Santana“ Titel denken. „Patricia Vonne“ ist hier mit Kastagnetten und Gesang mit von der Partie. „Cotton In The Barn“ ist ein quasi reiner Akapellasong. Das Bango von „Jochen Bens“ setzt in „Forever In My Mind“ gepaart mit der gesanglichen Unterstützung durch „Ira Silverette“ Highlights. „Ira Silverette“ singt auch beim letzten Song „Secret Agent Man“.      

 

Unsere Anspieltipps sind „Last One On My List“ und „Habanera Baby“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Last One On My List

2. Jacqueline

3. Love Means Trouble

4. Troublemaker

5. Your Last Mistake

6. Fame

7. Just Beaucause

8. Hell Yeah

9. How I Roll

10. Been There, Done That

11. Habanera Baby

12. Cotton In The Barn

13. Forever On My Mind

14. Secret Again Man

 

Review – Things That Need To Be Fixed – Neverest

 

(A.M.) Am 28. Juni haben „Things That Need To Be Fixed“ („Things“) ihr Album „Neverest“ veröffentlicht. Nach wie vor lassen sie sich nicht in eine bestimmte Schublade, eine Sparte oder ein Genre stecken. Sie lieben das Spiel mit der Musik und lassen quasi jegliche Einflüsse aus Punk, Metalcore und Rap zu, mischen das Ganze noch mit etwas Pop-Punk und könnten so am ehesten zum Easycore zählen.

 

Die Scheibe beginnt mit ziemlich genau 30 Sekunden Action. Fette und flotte Riffs fügen sich mit harten und schnellen Schlagzeuganschlägen zusammen und textlich ist der Titel „Morphin´ Time“ Gesetz, da es außer ihm eigentlich nur ein kurzes Grunting gibt. Richtig geht es dann mit „Breaking Barriers“ los. Dieser Song hat dann neben einer tollen Punk und Pop Mischung auch Rap und Heavy Rap Passagen bereit. Mir persönlich gefallen die flotten Rhythmen am besten. „Oceans“ verbreitet dann erstmal gute Laune. In „Bad Girl“ kommt dann wieder mehr Härte mit Heavy Rap durch. Hier gefallen mir die klassisch rockigen Parts am besten. Voll und satt mit ordentlich Power folgt „Through The Fire“. Hier haben sich „Things“ „Jakob Preissler“ dazu geholt.

 

„Tales Of Broken Chairs“ ist ebenfalls rockig und fett. Weiter geht es mit „Neon Rain“ mit Unterstützung durch „Darius Asgarian“. Dieser Song ist ebenfalls rockig mit einigen Gimmicks (Grunting, Speed, harte Riffs, weicher Gesang, rhythmische Staus, usw.). Hart und sehr gefällig folgt „Robots & Dragons“. In der zweiten Songhälfte ist dann auch der Heavy Rap wieder vertreten. Sehr melodisch ist „I Can Stay“. Dieser Titel ist auf den ersten Blick sehr weich. „Scars Like These“ ist fast durchgängiger Heavy Rap. Nur der Refrain weicht gesanglich ab. Poppiger geht es mit „Press Reset“ weiter. Mit „Read Your Mind“ schließt das nochmal schön voll und satt rockig Album.

 

Unsere Anspieltipps sind „Breaking Times“ und „Tales Of Broken Chairs“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Morphin´ Time

2. Breaking Barriers

3. Oceans

4. Bad Girl

5. Trough The Fire

6. Tales Of Broken Chairs

7. Neon Rain

8. Robots & Dragons

9. I Can Stay

10. Scars Like These

11. Press Reset

12. Read Your Mind

Review – Gov´t Mule – Bring On The Music – Live At The Capitol Theatre

 

(A.M.) „Govt´t Mule“ veröffentlichen nun über „Mascol Label Group“ zu ihrem 25.Jährigen wieder ein Live Album. Und dies ist nicht nur irgendwie so eins. Es gibt eine Doppel CD und ab dem 19. Juli auch eine DVD. Inhaltlich dürfen wir uns über eine Auswahl der letzten drei Studioalben freuen. Alle vier Musiker verstehen ihr eigenes Handwerk perfekt und bilden dennoch eine Einheit, bei der jeder zu seiner Zeit in den Vordergrund rückt. Dies ist auch hier zu genießen.  

 

Schon die Doppel-CD verspricht viel und lässt für die DVD viel erhoffen. Die CD One hat eindeutig die actionreicheren Titel zum Genießen. „Traveling Tune (Part 1)“ ist klassisch bluesig und bei den ersten Takten von „Railroad Boy“ spürt bzw. hört man direkt, wie sehr das Publikum bei ihnen ist. Warren Haynes und Co verstehen ihr Handwerk einfach bis ins Detail. Ähnlich lässt sich auch die Stimmung bei „Mule“ beschreiben. Wobei der Song an sich nochmal eine ganze Nummer rockiger ist.

 

„Beautifully Broken“ folgt mit viel Gefühl, bevor „Drawn That Way“ wieder aggressiver ist. Rockig und gleichzeitig sehr emotional geht es mit „The Man I Want To Be“ und „Funny Little Tragedy > Massage In A Bottle < Funny Little Tragedy“ weiter. „Far Anyway“ ist in weiten Teilen sehr zurückhaltend und schon fast melancholisch. Voller und satter folgen „Sin´s A Good Man´s Brother“ und „Mr. Man“. Als letzten Titel der ersten CD haben sie „Dark Was The Night, Cold Was The Ground“ ausgesucht. Hier kommen alle Vorzüge der vier Musiker nochmal perfekt heraus.

 

Die CD Two beginnt mit „Life Before Insanity“ sehr gefühlvoll bluesig. Verspielter folgt „Thorns Of Life“ und „Revolution Come, Revolution Go“ ist wieder etwas actionreicher. Verspielt und zugleich gefühlvoll geht es mit „No Need No Suffer“ und „Dreams & Songs“ weiter. Eine gewisse rockigere Note hat dann „Time To Confess“, während „Comeback“ als absolut geniale Rockballade angesehen werden kann. Voll und satt ist „World Boss“ und auch der Albumtitel „Bring On The Music“ hat eigentlich alles in sich, was man sich wünschen kann. Bildlich gesehen rundet „Traveling Tune (Part 2) das Album genauso ab, wie „Traveling Tune (Part 1)“ es eröffnet hat.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

CD One:

1. Traveling Tune (Part 1)

2. Railroad Boy

3. Mule

4. Beautifully Broken

5. Drawn That Way

6. The Man I Want To Be

7. Funny Little Tragedy > Massage In A Bottle < Funny Little Tragedy

8. Far Away

9. Sin`s A Good Man´s Brother

10. Mr. Man

11. Dark Was The Night, Cold Was The Ground

CD Two:

1. Life Before Insanity

2. Thorns Of Life

3. Revolution Come, Revolution Go

4. No Need To Suffer

5. Dreams & Songs

6. Time To Confess

7. Comeback

8. World Boss

9. Bring On The Music

10. Traveling Tune (Part 2)

Review – Pablo Infernal – Monologues

 

(A.M.) Bereits Ende letzten Jahres (12. Oktober 2018) veröffentlichten die vier Schweizer „Pablo Infernal“ ihr Album „Monologues“. Die Scheibe ist in zwei Teile geteilt. Die letzten fünf Songs haben den zusätzlichen Untertitel „Tales Of Tritone“. Dazu gibt es ein kleines Booklet mit allen Texten. 

 

Insgesamt ist ihre Musik nicht klar einzuordnen, denn zu der Grundstimmung des 70er Jahre Rocks kommen die unterschiedlichsten Einflüsse. Aber eins ist klar: Es gefällt auf Anhieb und die Songs passen wunderbar zusammen.

 

Bereits der Opener „Howlin` Wolf“ hat fette Riffs von Flavio Scano und eine mehr als kräftige und vor allem typisch rockige Stimme von Altin Asllani. „Honey Bee“ beginnt mit einem verzerrten Gitarrenpart, bevor auch hier die vielfältige Gesangsqualität von Asllani Akzente setzt. Dazu ist der Rhythmus von Jan Jossi (Schlagzeug) und Fabio Schoeni (Bass) grandios. Etwas schwermütiger folgt „Electric Teardrop“. Hier werden zudem Synthies genutzt, die mir persönlich nicht so zusagen, bevor der Song für eine Weile an Fülle gewinnt und sich melodisch fortsetzt. Weiter geht es mit „Sweet Dilemma“. Hier sind besonders die Gitarrenlinien samt Solo hervorzuheben. Etwas dramatisch und schon fast verzweifelt spielen die Jungs „Wild Indigo Child“.

 

Der zweite Teil der Scheibe „Tales Of Tritone“ beginnt mit „O.F.I.O.“ sehr hart und mit einer Mischung aus flottem Sound und Zurückhaltung. „Devil`s Heart“ ist insgesamt extrem rockig mit entsprechender Kraft und Power. Ähnlich, aber auch mit einer Note Schwermütigkeit, folgt „Where The Truth Lies“. Mit zusätzlichen Synthies geht es mit „Desert Highway“ weiter. Dieser Titel fügt sich passend an. Mit ein paar, für meinen Geschmack, „Anlaufschwierigkeiten“ ist „Tritone (Conclusion)“ der letzte Song des Albums.

 

Unsere Anspieltipps sind „“Howlin` Wolf“ und „Honey Bee“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Howlin` Wolf

2. Honey Bee

3. Alectric Teardrop

4. Sweet Dilemma

5. Wild Indigo Child

Tales Of Tritone

1. O.F.I.O.

2. Devils Heart

3. Where The Truth Lies

4. Desert Highway

5. Tritone (Conclusion)

 

Review – Limited Booze Boys – 20 Years Fast + Loud

 

(A.M.) Die deutsche Band „Limited Booze Boys“ haben am 7. Juni ihr neues Album „20 Years Fast And Loud“ veröffentlicht. Ob der Name wirklich umgesetzt wird, haben wir für euch herausgefunden. Tom (Gesang und Keyboards), Koppi (Gesang und Rhythmusgitarre), Harti (Bass) und Wanze (Schlagzeug) sind für ihren keltischen Rock mit ordentlich Dampf bekannt.

 

„Life Is A Pig“ eröffnet die Scheibe auf jeden Fall schonmal richtig fett, flott und es bleibt eigentlich nicht aus, den Song beim Autofahren laut aufzudrehen und zu feiern. Schneller mit Punkmanier geht es mit „Head Against The Wall“ weiter. Von daher erfüllen schon die ersten beiden Songs die Erwartungen des Albumtitels. Beim Zweiten kommt dann der keltische gute Laune Rhythmus mit entsprechenden Einspielern des Keyboards super gut durch. Ähnliches gilt auch für „Tattoo Boy“. Die Lust auf mehr steigt bei mir weiter. Und „I Come From“ ist genauso kraftvoll. Eine Mischung und hartem Gesang und vollen Dudelsackklängen mit entsprechenden Tempiwechseln macht ihn quasi einzigartig und lädt zum Feiern ein.

 

In „Mr. Meier“ dominieren eigentlich durchgängig harte Riffs. Feierfreudig folgt „I Don´t Know“. Auch hier spielen die Dudelsäcke eine große Rolle und setzen Akzente. Härter und schneller geht es mit „United“ weiter. „Pretty Girl“ im Anschluss ist dann schon fast schwermütig, da es zu Beginn einiges langsamer gespielt ist und erst im Laufe Fahrt aufnimmt. Der „Limited Booze Boys Song“ fällt dann zunächst erst etwas aus der Reihe und ich brauche einen Moment um ihn zu verstehen, auch um die einzelnen Instrumente (Banjo, Akkordeon,…) zu ordnen.

 

„Faster“ ist insgesamt sehr düster gespielt und gesungen. Danach geht es mit „Feelings“ weiter. Dieser Titel hat einiges in sich und verbindet die einzelnen Highlights der vorherigen Songs schön miteinander. „Rust“ ist auf der Melodie von „Yellow Submarine“ gesungen, wobei die Variationen in Tempo und Punktierung absolut toll sind und meinen persönlichen Geschmack voll und ganz treffen.

 

Unsere Anspieltipps sind „Life Is A Pig“ und „Rust“.

 

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Life Is A Pig

2. Head Against The Wall

3. Tattoo Boy

4. I Come From

5. Mr. Meier

6. I Don´t Know

7. United

8. Pretty Girl

9. Limited Booze Boys Song

10. Faster

11. Feelings

12. Rust

  

Review – Al-Berto & The Fried Bikinis – Yallingup

 

(A.M.) Am 30. Juni veröffentlicht der Schweizer „Al-Berto“ sein viertes Album namens „Yallingup“. Er thematisiert dort seine Eindrücke seiner Reisen als Weltenbummler, Surfer und begeisterter Bergsteiger mit den unterschiedlichsten Menschentypen, die er dabei trifft.

 

„Sharkes Don`t Eat Zebras“ als Opener hat direkt die erwartete und interessante Mischung parat. Die unterschiedlichsten Instrumentenlinien fließen ein und setzten Highlights, wobei mit Bläsern wohl keiner wirklich rechnet. Und dennoch passen sie. Fröhlich, mit „Sommer-Sonne“ Gedanken und sowohl spanischem als auch englischen Text, folgt „My Brain Is On Vacation“. Mit Akustikgitarre und Pfeifen beginnt „Bread Instead“. Hinzu kommen diverse „kuriose“ Geräuschmischungen. Spanisch und englisch gesungen geht es mit „Prison Of Thoughts“ weiter. Etwas flotter und dennoch musikalisch gemixt ist dann „Feel The Flow“. Fröhlich kommt auch „Walking On Gold“ daher. „Slow Driver“ ist ebenfalls sehr interessant und hat viele Geräuschmischungen als experimentelle Elemente. Allerdings dauert es sehr lange, bis der Song auf mich „voll“ wirkt. Dies könnte aber zwecks Titel auch so gewünscht sein. Gemütlich und entsprechend dem Titel „Feet In The Sand“ ist dieser Song auch instrumentell aufgebaut. Experimentell folgt „La Buena Vida“, was diesmal völlig entgegen meiner Erwartungen ist. „I Know I Can Walk All Night“ ist einer der „düstersten“ Titel des Albums.   

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten, da es interessant ist, aber nicht wirklich „Unser“.

 

Tracklist:

1. Sharkes Don`t Eat Zebras

2. My Brain Is On Vacation

3. Bread Instead

4. Prison Of Thoughts

5. Feel The Flow

6. Walking On Gold

7. Slow Driver

8. Feet In The Sand

9. La Buena Vida

10. I Know I Can Walk All Night

Review – Fortnight Circus – Artificial Memories

 

(A.M.) Über FNC Records ist das Album „Artificial Memories“ von „Fortnight Circus“ veröffentlicht. Die Münchener Progressive Crossover Rock Band hat einen eigenen Stil mit der Mischung uns harten Riffs, Gesang, Rap und Synthesizern auf ihrem Album.

 

„Pandemonium (Overutre)“ ist ein reiner instrumentaler Song mit durchaus experimentellen Elementen. Die gekonnte Mischung aus Gesang und Rap folgt dann in „Taking Over The Time“. Ähnliches gilt auch für „Mirage“. Wobei dieser Titel insgesamt etwas weicher wirkt und Synthies Akzente setzen. Mit Klavier- bzw. Keyboardlinien geht es zu Beginn von „A New Love“ weiter. Der Rap macht dies dann rockiger, ebenso wie die klaren Gitarrenriffs. Und das Gitarrensolo ist ein absolutes Highlight. Flotter und zunächst rein auf Rap getrimmt folgt „The Tempted Long Shot“. Der Gesang mit Hena Khan bietet genauso Abwechslung, wie die zwischenzeitlichen Synthies, die mich gedanklich in ein Videogame für Kids entführen. „Song Of Broken Words“ beginnt dann mit schweren Klavierklängen und bleibt in der Stimmung dramatisch. Kräftig und düster aggressiv mit entsprechendem Rap geht es mit „Obey The Voice Within“ weiter, bevor es mit dem weicheren Gesang zwischenzeitlich etwas harmonischer wird. „Daylight Shadows“ fügt sich entsprechend abwechslungsreich an. Dramatik, gewisse weiche Sanftheit und Emotionalität. Härter, vor allem durch die Riffs, folgt „Lucid Nightmare“. Akzente setzten die Synthies gegen Ende. Und mit genau diesen beginnt auch „Devil Inside“, bevor es aggressiver und härter wird. Synthetische und experimentelle Elemente folgen gegen Ende auch nochmal, genauso wie klassische Rock Elemente. Mit Synthies startet auch „Midnight Scar“, gepaart mit klaren und starken Riffs und einem abwechslungsreichen Gesang. Direkt hart folgt „Absolut Zero“. Wobei die rockigen Elemente auch hier nicht fehlen. Mit Klavier- bzw. Keyboardlinien beginnt der letzte Song der Scheibe, der Bonustrack „Of Angels & Agony“. Der Gesang ist zunächst ebenfalls sehr weich und harmonisch und passt sich gut an. Hier kommt die tolle Stimme richtig zum Vorschein. Und auch das Gitarrensolo ist positiv zu bemerken. 

 

Unsere Anspieltipps für euch sind „Mirage“ und „Of Angel & Agony“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Pandemonium (Overture)

2. Taking Over The Time

3. Mirage

4. A New Love

5. The Tempted Long Shot feat. Hena Khan

6. Song Of Broken Words

7. Obey The Voice Within

8. Daylight Shadow

9. Lucid Nightmare

10. Devil Inside

11. Midnight

12. Absolute Zero

13. Of Angels & Agony (Bonus Track)

Teramze

Review – Teramaze – Are We Soldiers

 

(A.M.) Am 21. Juni veröffentlichen die Progressive Metaller „Teramaze“ nach vier Jahren, in denen die vier Australier teilweise auch anders aktiv waren, ihr Album „Are We Soldiers“ über Mascot Label.

 

„Fight Or Flight“ beginnt als Opener mit einem symphonischen Intro, bevor es mit Einsetzen des Gesangs eher melodisch und sehr sanft wird. Der Titelsong „Are We Soldiers“ folgt dann, versucht härter mit einem Hauch Aggressivität. Allerdings ist diese Umsetzung für mich persönlich nicht komplett gelungen, da es zu poppige Teile gibt. Das Gitarrensolo zu Beginn der zweiten Songhälfte überzeugt aber wieder. Mit „Control Conguer Collide“ geht es weiter. Hier ist zunächst ebenfalls eine düstere Stimmung zu erkennen, die durch die Bässe unterstützt wird. Danach entwickelt sich der Song extrem harmonisch. „From Saviour To Assassin“ fügt sich entsprechend kritisch und aggressiv an und „Orwellian Times“ ist in weiten Teilen wieder eher Mainstream und poplastig, wobei auch experimentelle Highlights zu hören sind. Ähnlich poppig, aber mit tollen Gitarrenparts geht es mit „M.O.N.S.T.E.R.S.“ weiter. „Weight Of Humanity“ ist dann wieder aggressiver, wobei auch hier harmonische Parts Akzente setzten. Zunächst sehr ruhig, dann kräftiger, geht es mit „Fact Resistant Human“ weiter. Wie in einem Horror- oder Psychofilm vor dem Kampf beginnt „The One Percent Disarm“, bevor die Double Bass zwischenzeitlich immer wieder richtig Gas gibt. Der letzte Song der Scheibe, „Depopulate“ ist auf der einen Seite höchst aggressiv und kraftvoll und zudem in anderen Passagen extrem poppig und in wieder weiteren Teilen sehr dramatisch und melancholisch.

 

Als Anspieltipp empfehle ich den „Depopulate“, da dieser Song wirklich alles in sich hat.

 

Promoportal-Germany vergibt 6 von 10 Punkten, da es zwar für mich persönlich nichts Dauerhaftes ist, aber Geschmäcker ja zum Glück verschieden sind und es handwerklich nichts auszusetzten gibt.

 

Tracklist:

1. Fight Or Flight

2. Are We Soldiers

3. Control Conquer Collide

4. From Saviour To Assassin

5. Orwellian Times

6. M.O.N.S.T.E.R.S.

7. Weight Of Humanity

8. Fact Resistant Human

9. The One Percent Disarm

10. Depopulate

 

Review – De Wolff - Live & Outta Sight II

 

(A.M.) Am 14. Juni werden die niederländer Psychedelic- und Bluesrocker „De Wolff“ ihr neues Album „Live & Outta Sight II“ veröffentlichen. Es ist eine Scheibe aus Mitschnitten diverser Konzerte und knüpft an das Album „Live & Outta Sigt“ an.

 

Der Opener „Big Talk“ ist klassisch rockig mit fetten Riffs. Ein Highlight dieses Songs ist der experimentelle Teil bei rund vier Minuten Spieldauer. In „Sugar Moon“ geben die Keyboardklänge Masse. Verfeinert wird der Bluessong durch weiblichen Backgroundgesang. Ruhiger und gefühlvoller Blues ist in „Medicine“ zu genießen. Viele Passagen haben diverse Gitarrenspielereien inne. Kräftiger folgen dann „Tombstone Child“ und „California Burning“. Ersteres geht direkt in Mark und Bei und zweites setzt mit den Keyboardlinien Akzente. „Deceit & Woo“ hat in den knapp elf Minuten Spieldauer von kräftigem Rock und Blues bis zu experimentellen Teilen alles in sich. Der Song ist weitestgehend rein instrumental. „Share The Ride“ ist wieder typischer Blues. „Tired Of Loving You“ setzt den Schwerpunkt auf Psychedelic. Sehr harmonisch und melodisch, mit erneut weiblichem Backgroundgesang, folgt „Outta Step & Ill At Ease“. „Double Crossing Man“ hat als absolutes Highlight ein tolles Solo einer Hammond-Orgel und auch der letzte Song des Albums, „Love Dimension“ fügt sich nahtlos in das Konzept ein und rundet die Scheibe schön ab.

 

Unsere Anspieltipps sind „Big Talk“ und „Tombstone Child“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Big Talk

2. Sugar Moon

3. Medicine

4. Tombstone Child

5. California Burning

6. Deceit & Woo

7. Share The Ride

8. Tired Of Loving You

9. Outta Step & Ill At Ease

10. Double Crossing Man

11. Love Dimension

  

Review – Hollis Brown – Ozone Park

(M.D.) Das neue Album der 2009 gegründeten Band Hollis Brown ist insgesamt eine durchweg gelungene Blues CD, in einer langsameren Gangart. Aufmachung und Musik erinnern an die frühen 70iger Jahre und machen Lust auf mehr. Seit über zehn Jahren ist die Band zusammen und mit ihrem fünften Studioalbum zeigen sie erneut, was sie können.

Die erste Nummer „Blood From A Stone“ ist ruhig, zeigt aber schon in welche Richtung der Rest des Albums angelegt ist. Für mich folgt der nächste Höhepunkt schon bei Stück Nummer drei „She Don´t Love Me Now“. Eine eingängige Ballade, die hitverdächtig ist. Mit „After The Fire“ gibt es dann als fünfte Nummer einen Ausflug in das psychodelische Musikgenre, das schon fast an Tangerine Dream oder alte Pink Floyd Stücke erinnern lässt.

Für mich waren dann die letzten beiden Stücke noch einmal herausstechend. „Bad Mistakes“ ist rockiger und härter, bleibt aber dem Stil trotzdem treu. „Go For It“ als letztes Stück ist dann für mich sogar die eigentliche Anspielnummer des Albums. Wer Bluesrock liebt und darin gerne Einflüsse anderer Stilrichtungen hört, ist mit dem Album in jedem Fall richtig beraten.

Das Promoportal-germany vergibt 9 von 10 Punkten.

Tracklist:

01. Blood From A Stone
02. Stubborn Man
03. She Don’t Love Me Now
04. Do Me Right
05. After The Fire
06. Fovever In Me
07. Someday Soon
08. The Way She Does It
09. Bad Mistakes
10. Go For It

Gesamtspielzeit 33:39

 

 

Review – Florian Paul – Dazwischen

 

(A.M.) Florian Paul wird mit der „Kapelle der letzten Hoffnung“ am 31. Mai 2019 sein Debütalbum „Dazwischen“ in komplett deutscher Sprache über Millaphon Records veröffentlichen. Alle zehn Titel sind textlich im Booklet dabei. Zwischen Liedermachermusik und Pop mit einigen provokanten Teilen ist es ein Album, welches sich nicht eindeutig zuordnen lässt und irgendwie „dazwischen“ ist.

 

So beginnt der erste Titel „Aber trotzdem“ zunächst ganz ruhig mit Gitarre und Gesang. Mit dem Refrain folgt dann der Einsatz von mehr Rhythmus. Textlich geht es um das Hin und Her in einer Beziehung mit dem Drang zusammen zu sein und dennoch die Freiheit und Eigenständigkeit zu lassen. Stilistisch typischer in Liedermachermanier geht es mit „Die blaue Katze“ weiter. Allerdings sind zwischenzeitlich sehr dramatische Passagen dabei, die mir persönlich leider eher übertrieben vorkommen. Danach folgt „Briefe“, ein sehr emotionaler und enorm ehrlicher Titel bezüglich einer gebrochenen Liebe. Hier unterstütz Theresa Zaremba am Ende gesanglich. „Manchmal fürcht´ ich mich“ nutzt Bläser für gezielte Akzente. In „Die Nacht“ dominiert das Klavier mit vielfältigen Linien von Harmonie bis Dramatik. Durch den Instrumenteneinsatz wird „Der Zirkus“ gut umgesetzt. Textlich ist es phasenweise möglich die Vergleiche und Metaphern zu deuten. Ruhiger geht es dann mit „Alles wie immer“ weiter. Hier kommt die rauchige Stimme von Paul gut hervor und wird auch durch einen minimalistischen Instrumenteneinsatz unterstützt. Sehr weich und liebevoll folgt dann „Der Teufel“. Flotter und textlich enorm kritisch geht es mit „Bella Maria“ weiter. Der Titelsong des Albums „Dazwischen“ vereint dann letztendlich nochmal sehr viel der vorherigen Titel und ist sehr harmonisch als runder Abschluss.    

 

Unsere Anspieltipps sind „Briefe“ und „Dazwischen“.

 

Promoportal-Germany vergibt 6 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Aber trotzdem

2. Die blaue Katze

3. Briefe

4. Manchmal fürcht´ ich mich

5. Die Nacht

6. Der Zirkus

7. Alles wie immer

8. Der Teufel

9. Bella Maria

10. Dazwischen

Review – Kenny Wayne Shepherd – The Traveler

 

(A.M.) Und nun ist wieder soweit. Am 31. Mai wird Kenny Wayne Shepherd gemeinsam mit seiner Band sein neues Album „The Traveler“ über Mascot Label Group veröffentlichen. Und wir können und freuen. Sein typischer Sound von Gitarre und Gesang im Vordergrund ist geblieben und dennoch ist es keinesfalls eintönig oder langweilig. Die Reise durch das Leben geht weiter. Und bezüglich des Reisens seht ihr unten noch ein paar Tourdaten.

 

Sehr taktvoll mit Höhen und Tiefen beginnt die Platte mit „Woman Like You“ und reizt einen direkt mit. Langes Eingewöhnen gibt es nicht. Man ist direkt im Song. Auch wenn das Gitarrensolo zusätzlich Akzente setzt, hebt es sich nicht experimentell oder langatmig ab und ist irgendwie zuviel des Guten, nein, im Gegenteil… Es fügt sich perfekt ein. Und genauso ist es auch mit „Long Time Running“. Allerdings ist dieser Song zunächst sehr von Bläsern dominiert und wird im Verlauf etwas flotter. Insgesamt bleibt Shepherd sich aber auch hier treu. „I Want You“ versprüht passend zum Titel auch durch die Instrumentenlinien eine leicht verruchte Stimmung. „Tailwind“ ist dann wieder sehr seicht und harmonisch mit ganz viel liebevollem Gefühl gesungen. Aber das typische Gitarrensolo darf hier natürlich auch nicht fehlen. Ebenso ruhig folgt „Gravity“. Etwas actionreicher geht es dann mit „We All Alright“ weiter. Weich und sehr melodisch ist dann „Take It On Home“. „Mr. Soul“ ist kraftvoll und gleichzeitig wird er dem Titel gerecht. Die Bläser setzten punktiert wahnsinnige Akzente und ziehen einen so direkt in ihren Bann. Ruhiger und phasenweise gekonnt verzerrt folgt “Better With Time“ als ein sehr melodischer Song. Als wunderschönen Abschluss, der das Können Shepherds an der Gitarre nochmal sehr deutlich zeigt und zudem seine tolle Stimme hervorhebt, rundet „Turn To Stone“ das Album dann genussvoll ab.

 

Unsere Anspieltipps sind „Woman Like You“ und „Turn To Stone“.

 

Promoportal-Germany vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Woman Like You

2. Long Time Running

3. I Want You

4. Tailwind

5. Gravity

6. We All Alright

7. Take It On Home

8. Mr. Soul

9. Better With Time

10. Turn To Stone

 

Tourdaten – Europa

29. Juni - Verti Music Hall, Berlin, Deutschland
30. Juni - Schloss Loket, Loket, Tschechische Republik  
01. Juli - RuhrCongress, Bochum, Deutschland
03. Juli - Stadtpark Open Air Bühne, Hamburg, Deutschland
05. Juli - Musiktheater REX, Bensheim, Deutschland
07. Juli - Chiari Blues Festival, Chiari, Italien
09. Juli - Tollwood Festival, München, Deutschland  
10. Juli - Kaufleuten Klub, Zürich, Schweiz
13. Juli - North Sea Jazz Festival, Rotterdam, Niederlande
17. Juli - Boiler Shop, Newcastle, Großbritannien
18. Juli - Leadmill, Sheffield, Großbritannien
19. Juli - Rathaus, Salisbury, Großbritannien
16. August - Keeling the Blues Alive Mediterranean, Barcelona, Spanien

 

Review – The Stray Cats – 40

 

(A.M.) Nach der Gründung 1979 kehren die drei (Brian Setzer – Gitarre und Gesang, Lee Rocker – Kontrabass und Gesang und Slim Jim Phantom – Schlagzeug und Gesang) von „The Stray Cats“ nach 26 Jahren mit einem neuen Album namens „40“ zurück um ihr 40jähriges Bandjubiläum zu feiern. Es erscheint am 24. Mai über die Mascot Label Group und bringt einen direkt in den Rock´n´Roll der 50er Jahre zurück.

 

Es gibt keine seichte Eingewöhnung. Nein, mit „Cat Fight (Over A Dog Like Me)“ und „Rock It Off“ ist man direkt und sofort mitten drin. Der Takt lädt direkt zum Mitwippen ein und dringt in einen ein. Gleiches gilt auch für „I´ve Got Love If You Want It“ und „Cry Danger“. Demnach ist es nicht verwunderlich, dass die bisherigen Konzerte immer ausverkauft waren und das Publikum jeden Titel einfach genossen hat. Aber auch etwas ruhiger Titel, wenn man das überhaupt so nennen kann, sind vertreten. Hiermit ist u.a. „That´s Messed Me“ gemeint. Mit etwas düsterer Gefahr warten dann die Zusammenstellungen von „I Attract Trouble“ und „Desperado“ auf. Zweiteres versetzt einen gedanklich sofort in den nächsten Western. Gleiches gilt auch für den letzten Song „Devil Train“.

 

Insgesamt überzeugt das Album einfach komplett. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Jungs bzw. Herren ganz klar sagen, dass dieses Album sich für sie selbst auch einfach so natürlich anfühlt. Bei den Aufnahmen standen sie wohl „einfach“ nebeneinander, haben live aufgenommen und jedes Detail elektrisierend gefühlt. 

 

Promoportal-Germany vergibt 8,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Cat Fight (Over A Dog Like Me)

2. Rock It Off

3. I´ve Got Love If You Want It

4. Cry Danger

5. I Attract Trouble

6. Three Time´s A Charm

7. That´s Messed Up

8. When Nothing´s Going Right

9. Desperado

10. Mean Pickin` Mama

11. I`ll Be Looking Out For You

12. Devil Train

Review – Frank Buelow – Von Pop Poeten & Moneten

 

(A.M.) Am 24. Mai veröffentlicht der „Multi-Instrumentalist/ Sänger“ Frank Buelow sein neues Album „Von Pop Poeten & Moneten“ mit insgesamt elf Songs. Schon in den 90er Jahren schrieb er für „Culture Beat“ und „ATC“ und komponierte auch nach der Jahrtausendwende weitere Chart Hits. Und nun kommt ein weiteres deutschsprachiges Album auf den Markt und füllt das Pop Genre. Dies ist zwar eigentlich eher weniger unser Thema, aber wir haben natürlich für euch reingehört.

 

Direkt der Opener „Mehr“ lässt mich an die 60er und 70er Jahre denken. Dies ist nicht zuletzt den ausgiebigen Bläserhighlights und dem souligen Schunkeltakt geschuldet. Im Titel „2 die gut auseinander passen“ steckt der Inhalt schon gut verschachtelt drin. Musikalisch ist der Song sehr harmonisch und lässt sich entspannt nebenbei hören. Der Song „Das nächste große Ding“ lädt in die Vergangenheit ein. Action im Teenageralter und gemeinsam alles erleben und überleben. Vom Arrangement her ist er komplett dem Pop zuzuordnen. Dieser Titel ist auch schon als offizielle Single und als Video veröffentlicht. Ähnlich genretypisch ist auch „Pop Poet“. Danach folgt ein kleiner Ausflug zum Reaggy, „Panama Mond“. Mit ganz weichen Klavierklängen geht es mit „König ohne Land“ weiter. „Wenn ein Mensch lebt“ soll ähnlich sein wie typische Titel von Roger Cicero und das stimmt so auch. Wieder fest im Pop ist dann „Nimm dich in 8!“ einzuordnen. „Auf deinem Weg“ ist wieder sehr harmonisch und ruhig, wobei ganz einzelne E-Gitarreneinsätze punktiert grandiose Highlights setzen. Verzwickter ist dann wieder „Kann ich bleiben heute nicht“. Der Song ist wieder typisch popig. „Ewig leben?“ ist als Abschluss in gewisser Weise sehr tiefgründig, wobei die Instrumentenlinien sehr positiv komponiert sind und Hoffnung versprühen. Akzente setzten hier auch die E-Gitarrenparts. 

 

Promoportal-Germany vergibt aufgrund der handwerklich wirklich professionellen Scheibe und tollen Mischung 7,5 von 10 Punkten, auch wenn es eigentlich nicht unser Genre ist.

 

Tracklist:

1. Mehr

2. 2 die gut auseinander passen

3. Das nächste große Ding

4. Pop Poet

5. Panama Mond

6. König ohne Land

7. Wenn ein Mensch lebt

8. Nimm dich in 8!

9. Auf deinem Weg

10. Kann ich bleiben heute Nacht

11. Ewig leben?

Review – Al Goregrind – The Temple Is Burning

 

(A.M.) Die Frankfurter „Al Goregrind“ haben am 15. März ihr Album „The Temple Is Burning“ veröffentlicht.

 

Und dieses Album hat es wirklich in sich. Das Grunting zieht sich auf jeden Fall wie ein roter Faden durch alle zwölf Tracks, aber quasi jeder Song wird zudem noch durch individuelle Besonderheiten ergänzt. So lässt mich „Rebel Radio Hold“ zusätzlich an Elemente des Industrial denken. „Burnham Chose Well“ hebt sich durch einen Doppelgesang und eine mehr als heftige Double Bass ab. Diese ist auch im Titelsong „The Temple Is Burning“ mit über fünfeinhalb Minuten Spieldauer vordergründig. „Stare Forge“ beginnt dann mit den ersten Takten des klassischen „Pour Elise“. Heftiges Gelächter in der finsteren Dunkelheit setzt in „All Hail To Vader“ Akzente. Ordentlich trashiger Speed bestimmt dann „I´ll Be At The Angry Dome“. Ähnlich vordergründig und hart ist auch die Schlagzeugarbeit in „The Force Is My Will“. Etwas langsamer beginnt dann „Darth Nihilius“, bevor auch hier sie Double Bass Gas gibt. Und so sind auch die anderen Tracks des Albums arrangiert. 

 

Anspieltipps gibt es von uns keine, weil es nicht unser Ding ist.

Demnach vergeben wir auch keine Punkte.

 

Tracklist:

1. Rebel Radio Hoth

2. Burnham Chose Well

3. The Temple Is Burning

4. Stare Forge

5. Wraith Squadron

6. All Hail To Vader

7. Rancor Rampage

8. I´ll Be At The Angry Dome

9. The Force Is My Will

10. The Rule Of Two

11. Darth Nihilius

12. Great Pit Of Carkoon (Bonus)

Review – One Last Legacy – II

 

(A.M.) Bereits Ende 2018 veröffentlichten die Rheinland-Pfälzer „One Last Legacy“ ihr zweites Album mit dem schlichten, aber dennoch treffenden Namen „II“.

Das Intro „Incoming“ beginnt sehr weich und seicht mit hellen und melodischen Klängen der einzelnen Instrumente. Erst spät setzt der Gesang ein. Und damit nimmt der Titel Fahrt auf und wird härter und kräftiger. So ist dann der Übergang zu „Torn“ bestens eingeleitet. Denn dieser Titel besticht durch ordentlich Tempo und ein hartes Schlagzeug. Gesanglich ist es ebenfalls entsprechend. Neben leicht verständlichen und melodischen Anteilen wird zusätzlich auch mehr als aggressiv geschrien. Das Gitarrensolo zu Beginn des letzten Drittels setzt dann nochmal positive Akzente. „Resurrection“ fügt sich ebenso passend schwer an. Und auch hier ist das Gitarrensolo absolut bemerkenswert und hervorzuheben. Stimmlich vielfältig ist auch „You Failed“ wieder arrangiert. Rhythmisch stechen einzelne Passagen zum Mitwippen heraus. „Release The Kraken“ fügt sich passend an und in das Genre ein. So wird auch dieser Titel seine Fans finden. Er folgt dem aktuellen Trend der Entwicklung des Metals. Zu Beginn harmonischer und gesanglich weicher rundet „Assert A Claim“ das Album ab, bevor auch dieser Titel nochmal in ein Wechselspiel mit aggressivem Schreigesang verfällt.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Incoming

2. Torn

3. Resurrection

4. You Failed

5. Release The Kraken

6. Assert A Claim

 

Review: CHARGER – Charger EP (Pirates Press Records 10.05.2019)

(F.B.) CHARGER? Nie gehört von. Nur ne weitere Bay Area Band dachte Ich. OK, an das Ding und ab geht die Luzie. WTF! Stell dir mal vor du wirfst Motörhead in der Phase Ende der 1970er zusammen mit Black Sabbath, rührst dazu noch frühe Iron Maiden, etwas DIO, sowie AC/DC zu Bon Scott Zeiten und würzt das Ganze mit alten Metallica & Neurosis ab. Obendrauf noch ne Kelle Punkrock ala Rancid und fertig ist der absolute Oberknaller namens CHARGER!


Was die Drei Jungs hier abliefern ist GIGANTISCH. Ein 70er Hard Rock / Metal Gewitter mit einigen frischen Einflüssen das es nur so dengelt. Da können einige der ganz Großen Bands sich mal ne ordentliche Scheibe von abbeißen oder gleich abkacken gehen. Wer braucht schon einen fast völlig senilen Ozzy der kaum noch in der Lage ist zwei Meter selbstständig zu laufen, oder ne neue Scheibe von AC/DC die sich seit Dekaden nur noch selbstkopieren, oder, oder, oder. Hässliche Beispiele gibt’s ja hierzu genug, ich sag nur Axl Rose, oder Kiss oder Glen Danzig. CHARGER stellen ALLE dies alten Mumien mit Ihrer Spielfreude und Ihrem Hammersound voll in den Schatten. Genug gemault, hört euch den geilen Scheiß einfach an! Pflichtkauf für jeden der auch nur ein Fünkchen guten Rock zu schätzen weiß.

Die 7 Song EP gibt’s auf CD, Kassette und Limitiertes 12´ Vinyl bei Pirates Press Records:  Vinyl kommt mit DL Code.

„Charger“ flashed so dermaßen, absolut unglaublich. Läuft grade den ganzen Tag schon auf Dauerschleife und wird immer noch besser. Einfach nur Vollgas.

Promoportal-Germany gibt für „Charger“ 9.5 von 10 Punkten.

Tracklist:
1. Crackdown
2. Victim
3. Damage
4. All Kings Must Die
5. Pray For Light
6. Fall Out
7. Dragdown

CHARGER sind:
Andrew McGee – guitar, Matt Freeman - vocals & bass & Jason Willer drums & vocals.

Die Band auf FB: https://www.facebook.com/ChargerEB/

Auf You Tube gibts alle 7 Songs:
Charger - "Crackdown":
https://www.youtube.com/watch?v=C_fKKoqyQZ4
Charger - "Damage":
https://www.youtube.com/watch?v=83cRxTIvhH4
Charger - "Dragged Down":
https://www.youtube.com/watch?v=f0pT9ZkGfYE
Charger - "Victim":
https://www.youtube.com/watch?v=xerJAfQrSBY
Charger - "Pray For Light":
https://www.youtube.com/watch?v=uawLxfrsbEc
Charger - "Fall Out": Charger - "Fall Out"
Charger - "All Kings Must

Review – HARRINGTON SAINTS - 1000 Pounds of Oi! (Pirates Press Records / Contra Records 10.05.2019)

(F.B.) Die Bay Area Schwergewichte aus Alameda, Kalifornien hauen mit „1000 Pounds of Oi!“ jetzt Ihren Dritten Longplayer Raus. Der Titel als Ansage wird mit den 10 Songs zu 100% erfüllt. Die Band schafft es nach den unzähligen Singles & Splits der letzten Jahre nochmal Ihr Level ne ganze Nummer höher zu schrauben.

 
Mit unglaublich viel Leidenschaft und Spielfreude gibt´s hier allerfeinsten Oi! / Harten Bovver Rock auf die Lauscher. Working Class Punkrock at its best. Dass die Band sich dabei positiv sehr deutlich von vielen anderen Oi! Bands abhebt zeigt sich Klar in den Songs. Die Art und weise wie hier einige (US) gesellschaftliche Missstände und politische Themen verarbeitet sind ist großartig. Nicht ganz selbstverständlich für ne US Oi! Band bringen HARRINGTON SAINTS verdammt deutlich Ihre Kritik auf den Punkt. Ganz Klares Daumen hoch fürs Songwritting.


Musikalisch ein Hammergeiler Mix aus typischen American Oi! und dem Sound Englischer Punk- und Oi! Bands aus den achtziger Jahren mit schönen Mitgröhl sing-alongs. Dazu hier und da mal ein Keyboard bzw. ein Klavier eingestreut, passt das alles sehr schön zusammen und das Tanzbein zuckt ständig. Da es keine Ausfälle auf der Platte gibt, spar ich mir hier einzelne Songs hervorzuheben, ebenso wie irgendeinen unnötigen Namedropping Vergleich zu anderen Bands. HARRINGTON SAINTS sind schon ne geile Band für sich. Hoffentlich bald wieder live in Europa zu sehen.

Das Album gibt’s in Roten & Schwarzen auf je 250pcs. limitierten Vinyl bei Pirates Press Records: https://shop.piratespressrecords.com/…/harringtonsaints-100… bzw. in Neon Gelb & Schwarzen auf je 250pcs. limitierten Vinyl bei Contra Records: https://www.contra-net.com/…/harrington-saints-1000lbs-of-o… Vinyl kommt mit DL Code & als CD ist das Album auch erhältlich.

„1000 Pounds of Oi! “ geht von Vorn bis Hinten komplett Runter wie´n kalter Schoppen im Sommer. Eine der besten Oi! Platten der letzten Jahre, keine Frage. Mit diesem Album haben sich HARRINGTON SAINTS endgültig in der Ersten Liga etabliert. Absolutes must have für jeden der auf geilen midtempo Oi! & Punkrock steht.

Promoportal-Germany gibt für „1000 Pounds of Oi! “ 9 von 10 Punkten.

Tracklist:
1. 1000 lbs. of Oi!
2. Red State
3. Fremont Train
4. Pressure
5. State Of Emergency
6. Rock N Rolla
7. Broken Windows
8. Counter Attack
9. Rise Up
10. Now More Than Ever

HARRINGTON SAINTS sind:
Darrel Wojick – Vocals, Mike C. – Guitar, Jayson Shepard – Guitar, Mike "Deuce" Miller – Bass & Forrest Maestretti – Drums

Die Band auf FB: https://www.facebook.com/HarringtonSaintsSF/

Vier Official Videos zum Album sind bereits auf You Tube veröffentlicht:
Harrington Saints - "1000 lbs of Oi!":
https://www.youtube.com/watch?v=msM8AbuuuAY
Harrington Saints - "State Of Emergency":
https://www.youtube.com/watch?v=kOnt8vx5hN0
Harrington Saints - "Pressure":
https://www.youtube.com/watch?v=tg-OR2dR1Zs
Harrington Saints - "Fremont Train":
https://www.youtube.com/watch?v=40OjBRHQzJo

Preview – BROTHERS TILL WE DIE - Touch These Wounds, I Came Back From Death (Dead Serious Recordings, release date: 05.07.2019)

(F.B.) Die VÖ des dritten Albums der Fünf Madrilenen steht also vor der Tür. Mit über 200 Liveshows in ganz Europa über die letzten paar Jahre sind BROTHERS TILL WE DIE eine der aktivsten Bands und daher ja sicher keine unbekannten Exoten.


Ihrem krassen Metal / Hardcore Style bleiben sie auch mit dem neuen Longplayer treu. Extrem brutale Shouting Vocals mit mächtig vorantreibendem Schlagzeug, unterstützt von fett wummerten Bassläufen und eingerahmt von schneidenden Metal Gitarren, dazu teilweise eingestreuten Screamo-Chören ziehen sich als Rote Linie durchs ganze Album. Das Ganze ist schon ein derbes Soundgewitter, mir alles in allem aber doch etwas zu viel Geballer und unterm Strich zu wenig abwechslungsreich.


Dabei sind BROTHERS TILL WE DIE aber weit weg von schlecht. Wer´s richtig dreckig Hart braucht wird hier allerdings bestens bedient.
Unbedingt mal Reinhören sollte man auf jeden Fall in die Songs „Llorando a los Muertos“, „She Said: Don't Make Others Suffer For Your Personal Hatred“, „Crystal Knife“ und „Rotting Away“. Die Scheibe dürfte sowohl die Deathmetal Fraktion, als auch die Die Hard Metalcore / HC Fans glücklich machen.

 

Das Album ist bereits als Preorder CD oder als schönes Bundle mit T-Shirt erhältlich: https://dsfamily.de/…/73-brothers-till-we-die-touch-these-w…

 

Promoportal-Germany gibt für „Touch These Wounds, I Came Back From Death“ 6.5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:
01. uwu
02. Kingdom of Filth
03. Llorando a los Muertos
04. The Conjuring
05. Blood for Blood
06. She Said: Don't Make Others Suffer For Your Personal Hatred'
07. Psalm 55
08. Natural Selection
09. Crystal Knife
10. Forever Means Nothing
11. Rotting Away
12.
Touch These Wounds, I Came Back From Death

 

BROTHERS TILL WE DIE sind:
Felipe Alemán – Vocals, Pablo Martín – Drums, Carlos Guty – Bass, Mario Vian - Guitar & Edu Barber - Guitar

 

Die Band auf FB: https://www.facebook.com/BrothersTillWeDie/

Brothers Till We Die - Psalm 55 (feat. Alex from Malevolence) Official Video:
https://www.youtube.com/watch?v=moq8HsmzxJE

Preview - FINAL ERROR - The Blind Lead The Blind (Dedication Records, release date: 24.05.2019)

 

Mit „The Blind Lead The Blind” steht nach der 2016´er EP jetzt der erste Longplayer der Lippstädter Crossover Band FINAL ERROR in den Startlöchern. Auf die Lauscher gibt es einen druckvollen Mix aus Hardcore, Punk & Thrash der schön nach vorne abgeht. Spieltechnisch merkt man durchaus das die Bandmitglieder schon einige Dekaden des Musizierens auf dem Buckel haben.


Mit dem opener „Pay For It“ geht’s gleich mit nem fetten Old School Crossover Stück los. Richtig guter Song zwischen Old School HC & achtziger Thrash. Der nächste Song „Dirty Fun“ ist dann etwas mehr HC-Punk mit schneidenden Metal Riffs. „Darling“ wartet dann mit einigen schönen Moshparts auf. „Out Of My Brain“ ist wieder ein Klasse Crossover Stück mit treibenden Thrash Hooklines. „Schizophrenic“ geht glatt als HC-Punk Nummer durch. „Until The End“ kommt irgendwo zwischen wildem Metal & HC der alten Schule daher, während „Passwort“ ne reine Hardcore Nummer ist. Der Titelsong „Final Error“ geht für mich als reiner Thrash Metal durch, gefolgt vom nächsten Crossover Kracher „Deadly Fate“. Mit „Control“ kommt dann das nächste Old School Brett, bevor mit „All About D“ der Longplayer viel zu früh aufhört.


„The Blind Lead The Blind” könnte genauso gut aus den Guten Alten Tagen ende der Achtziger kommen, ohne dass die Scheibe jetzt alt klingt, im Gegenteil, Druckvoll geht’s nur in eine Richtung: Ab nach vorne. Egal ob man auf alten Thrash Metal, HC oder Punk steht, FINAL ERROR liefert hier für jeden ein geiles Brett ohne Ausfälle ab. Lange kein Crossover Album gehört was durchgehend so geil ist – Ich bin begeistert!

 

Das Album ist bereits als Preorder CD oder als schönes Bundle mit T-Shirt erhältlich: https://www.dedication-records.de/…/…/preorder-final-error/…

 

Promoportal-Germany gibt für „The Blind Lead The Blind“ 8.5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:
1. PAY FOR IT
2. DIRTY FUN
3. DARLING
4. OUT OF MY BRAIN
5. SCHIZOPHRENIC
6. UNTIL THE END
7. PASSWORD
8. FINAL ERROR
9. DEADLY FATE
10. CONTROL
11.
ALL ABOUT „D“

 

FINAL ERROR sind:
Vocal: Achim, Bass & Backing Vocal: Hammer, Drum & Percussion: Mieke, Guitar: Fabian & Leadguitar: Juan

 

Die Band auf FB: https://www.facebook.com/finalerrorband/

Zum Reinhören hier die 2016´er Final Error - Sick Of Your Lies EP auf You Tube:
https://www.youtube.com/watch?v=VIrelsnKamU

Review: ÜBERGANG - Evolution (Demons Run Amok Records, release date: 31.05.2019)

 

(F.B.) Nach der Umformierung in 2017 (Beide Gitarren & Schlagzeug wurden neu besetzt) sind die Göttinger also jetzt mit Ihrer zweiten Veröffentlichung am Start.


Musikalisch, wie auch beim Songwriting ist der neue Longplayer voller Kontraste. Fetter Trash Metal wechselt sich mit Midtempo Groovie Parts ab, dann wieder ein ordentliches Mosh-Brett oder mal ganz gediegen und melodiös – manchmal auch ein etwas verstörender Soundteppich, wird es nie langweilig. Klingt immer schön wie aus einem Guss. Textlich wird sich auf der einen Seite mit ganz persönlichen Themen & Problemen auseinandergesetzt (Angst vs. Kraft, Am Ende, Neue Ufer), auf der anderen Seite wird, ganz im antifaschistisch, antirassistisch & antisexistischen Selbstverständnis der Band, reichlich Gesellschaftskritik geübt (Kampfgeist, Blutgetränkt, Brot & Spiele). Das ganze komplett mit deutschen Texten, mit z. T. heftig derben Vocals. Überraschendes, schön abwechslungsreiches Album das (fast) ausnahmslos richtig gut gefällt. Anspieltipps sind u.a. Angst vs. Kraft, Kampfgeist, Blutgetränkt, Am Ende oder Im Auge des Sturms.


Wer auf Bands wie Kreator, Machine Head, Slayer oder Hatebreed steht sollte auf jeden Fall hier Reinhören, aber auch Fans von Biohazard, Pantera, At The Gates, In Flames, Dissection & Suicidal Tendencies werden sicher mit der Scheibe reichlich Spaß haben. Übergang sind wohl im Herzen ne echte Metal Band mit ner schönen Kelle HC / Punkspirit.

 

Das Album ist bereits als Preorder als CD oder LP, bzw. als schöne Bundles mit T-Shirt erhältlich (200 x grey or black vinyl): https://shop.demonsrunamok.de/…/8331-uebergang-evolution-lp…

 

Promoportal-Germany gibt für „Evolution“ 7.5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:
1. Angst vs Kraft
2. Brot & Spiele
3. Bis zum Limit
4. Im Auge des Sturms
5. Niemals Zurück
6. Spiegelbild
7. Kampfgeist
8. Blutgetränkt
9. Am Ende
10. Neue Ufer

 

ÜBERGANG sind:
Sebastian Walkenhorst – Vocals, Andor Arnhold - Lead Guitar, Sven Vaupel – Guitar, Silvio Schlesier - Bass Guitar & Louis Schaffert - Drums

 

Die Band auf FB: https://www.facebook.com/uebergang.de/

ÜBERGANG - Angst vs. Kraft auf You Tube:
https://www.youtube.com/watch?v=vRQ6-LZHemw

Review: RAMOMS - Problem Child ep (Pirates Press Records, 2019)

 

Vier Mutties aus Philadelphia zollen den Ramones Tribute mit 3 Songs. Die Damen scheinen wohl so was wie die lokale Gute Laune Band der Phili-Scene zu sein und musikalisch ist das gar nicht mal so schlecht. Offensichtlich hat die Band auch jede Menge Spaß, doch für mich ist das nur eine weitere Coverband, die weder positiv noch negativ raussticht. Weis nicht ob es an der Aufnahme liegt, aber das ganze hört sich gesanglich ziemlich nach Alvin and the Chipmunks an. Ich kann damit nicht viel anfangen, für Die-Hard Ramones Fans sicher OK.


Die EP gibts zu Ordern auf Pirates Press Records (500 x blood red vinyl): https://shop.piratespressrecords.com/…/ramoms-problem-child…

 

Promoportal-Germany gibt für „Problem Child“ 4.5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:
Side A:
1. Gritty Is A Punk
2. Boogie Not Snot
Side B:
1. Rockaway Beach

 

RAMOMS sind:
Jodi Ramom – Vocals, Sharon Ramom – Guitar, Molly Ramom – Bass, Ginger Ramom – Drums

 

Die Band auf FB: https://www.facebook.com/ramomsband/

Zum Reinhören auf You Tube:
https://www.youtube.com/watch…

 

Review – Lawmänner – Raw Metal

 

Das Minialbum „Raw Metal“ der „Lawmännder“ aus Hessen, Deutschland besticht mit vier kleinen, aber mehr als feinen Songs.

 

Bereits der erste Track „10.000 Leagues With The Devil“ kommt mehr als aktiv daher. Er ist satt, kraftvoll und völlig fett. Ein Mitwippen ist quasi garantiert. Wir hatten bereits das Vergnügen die Jungs im März beim Glowing Ember Festival in Frankfurt im Bett zu sehen. Und auch live sind sie der absolute Knaller und genau dieser Titel geht direkt ins Ohr und dann durch Mark und Bein. „Behind The Cross“ ist dann etwas härter und nutzt harte Breaks um Akzente zu setzen. Und auch das Schlagzeugarbeit wechselt vielfältig um den Song so ganz individuell zu arrangieren. Und das Gitarrensolo ist ein weiteres Highlight. „For Victory“ beginnt mit tollen Basslinien, die im Vordergrund stehen. Nach und nach setzten dann Schlagezug und Gitarre mit ein, bevor der Gesang den Titel komplettiert. Und auch hier ist ein Mitwippen ein Muss. „Viral Storm….Horus Rising“ ist ebenfalls ein voller und kräftig satter Song. In den gesangsfreien Passagen werden die Instrumentenlinien nochmal härter. Etwas irritierend ist das Anziehen des Tempos für die zweite Songhälfte. Und leider war es das dann auch schon mit den vier Titeln.

 

Promoportal-Germany vergibt 7,5 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. 10.000 Leagues With The Devil

2. Behind The Cross

3. For Victory

4. Viral Storm…Horus Rising

Review – Lucy van Kuhl – Dazwischen

 

Die deutsche Liedermacherin und Musikkarbarettistin Lucy van Kuhl veröffentlicht am 26. April ihr Debutalbum „Dazwischen“ über Konstantin Weckers Label „Sturm & Klang“. Und dies sagt ja schon einiges aus. Sie studierte Klavier und Literaturwissenschaften und besingt nun in typischer Liedermachermanier den Alltag, die Liebe und die Fantasie.

 

Der erste Titel „Zu viel Auswahl“ des Albums setzt sich kritisch mit unserem heutigen Leben auseinander und spricht den absoluten Wahnsinn des möglichen Konsums an. Die Auswahl ist riesig um nicht zu sagen endlos und überfordert den ein oder anderen in den unterschiedlichsten Situationen. Der Knall ist zu erwarten. In „Fernsehturm“ besingt sie den stets standhaften Fernsehturm bei allem Wechsel des menschlichen Lebens. Etwas härter folgt „Küsse ohne Kaviar“. Hier geht es eindeutig um den Wandel und die Veränderungen im Laufe des Lebens. Das Sprichwort „Geld macht nicht glücklich“ trifft es ganz gut. Das Klavier setzt hier in den textfreien Passagen zusätzlich Akzente. Auf der Melodie von „Eine Seefahrt, die ist lustig“ geht es mit „Dafür hab´ ich auch bezahlt“ weiter. Thematisch und auch musikalisch ist es sehr aktiv und schon fast aggressiv umgesetzt und endet inhaltlich mit dem Tod nach einer gescheiterten Ehe, wenn man das mal so freundlich formulieren darf. Gesellschaftskritisch bezüglich des Wandels folgen „Lesezeichen“ und „Lieber Handy-Gott!“. Diese Titel sind aus der Sicht genau dergleichen geschrieben. „Der schönste Tag im Jahr“ ist dann ein sehr harmonischer und weicher Titel. Den eigenen Weg besingt sie in „Viele Wege führen nach Rom“. „Grautag“ ist dann etwas herausgerissen, da der Titel sehr traurig wirkt. „Samson“, aus der Sicht eines Koffers geschrieben, spricht mich persönlich nicht an. Harmonischer und inhaltlich auf die Wichtigkeit einer Bezugsperson im Leben bezogen, folgt „Mit dir komm ich bei mir an“. In „Ich nehme mir die Zeit“ ist die Oberflächlichkeit Thema. Ein Mischung aus Traurigkeit und Mutmachen kennzeichnet „Tanz“. „Die Erinnerung“ thematisiert sehr klar und richtig, dass genau diese uns zu dem macht, was wir sind. Denn die Erfahrungen, die wir in unserem Leben sammeln, bleiben als Erinnerungen bei uns. Der letzte Titel „Letzter Sommertag“ des Albums ist nochmal ein sehr melodischer und harmonischer Song.

 

Als Anspieltipps empfehlen wir „Zu viel Auswahl“ und „Die Erinnerung“.

 

Promoportal-Germany vergibt 7 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

1. Zu viel Auswahl

2. Fernsehturm

3. Küsse ohne Kaviar

4. Dafür hab` ich auch bezahlt!

5. Das Lesezeichen

6. Lieber Handy-Gott!

7. Der schönste Tag im Jahr

8. Viele Wege führen mach Rom

9. Grautag

10. Samson

11. Mit dir komm ich bei dir an

12. Ich nehme mir die Zeit

13. Tanz

14. Die Erinnerung

15. Letzter Sommertag