Review. Van Morrisons Doppel-Album: Latest Record Project: Volume 1

Ein neues Album eines großen Musikers wirft immer seine Schatten voraus. So ist es auch bei dem am 07 Mai erscheinenden Album von Van Morrison. Man wird mit 28 Stücken belohnt, wenn man sich den Tonträger zulegt und bekommt damit sehr umfangreiches Album ins Haus.

Dem Musikstil treu geblieben, fasst er durchaus aktuelle Themen an und unterlegt sie mit seiner, nach wie vor beeindruckenden, Musik. Wenn man Songs findet, die den Titel „Why Are You On Facebook“ tragen, oder „They Own The Media“ dann weiß man wie aktuell die Songtexte auf dem neuen Longplayer sind.

Entstanden ist das Werk, wie so viele in dieser Zeit, wegen des Wegfalls der Live Auftritte. Van Morrison entwickelte Ideen für verschiedene Songs und greift dabei auf die Gitarre, das Klavier und auch das Saxophon zurück. Der bluesig, jazzige Sound macht das Ganze, wie auch schon auf seinen 42 vorherigen Alben, aus. Auch Ausflüge in andere Musikrichtungen sind zu bestaunen, z.B. wenn man „A Few Bars Early“ hört, das deutliche Country-Züge trägt.

Schön finde ich, dass Van Morisson immer weiter Musik produziert und sich dabei immer aktuellen Themen zuwendet, ohne seinem Stil untreu zu werden. Wer Van Morrison früher schon mochte, wird auch auf dieser Scheibe viele Songs finden, die begeistern.  Das „Volume 1“ im Titel hat Van Morrison bereits erklärt. Auf dem Album befinden sich 28 Songs, er hat aber über 50 Songs aufgenommen, was uns eine „Volume 2“ Scheibe bescheren wird. Nach diesem abendfüllenden Album freue ich mich schon darau

Das Promoportal-germany vergibt hierfür 9,5 von 10 Punkten. Ein Album, dass man sich gönnen sollte

 

 

Tracklist:

Latest Record Project Volume I 05:06

Where Have All the Rebels Gone 04:14

Psychoanalyst’s Ball 05:18

No Good Deed Goes Unpunished 03:08

Tried to Do the Right Thing 04:42

The Long Con 07:00

Thank God For The Blues 05:01

Big Lie 03:42

A Few Bars Early 04:53

It Hurts Me Too 03:04

Only a Song 04:01

Diabolic Pressure 05:27

Deadbeat Saturday Night 03:14

Blue Funk 04:22

Double Agent 04:52

Double Bind 05:24

Love Should Come With A Warning 04:04

Breaking The Spell 03:28

Up County Down 04:55

Duper’s Delight 06:12

My Time After a While 06:16

He’s Not The Kingpin 04:07

Mistaken Identity 04:27

Stop Bitching, Do Something 05:06

Western Man 03:33

Own the Media 03:13

Why Are You on Facebook? 04:56

Jealousy

 

 

Review: Steve Howe – Die Autobiografie – Yes und andere Story

 

Mal wieder eine Autobiografie lesen, war die Aufgabe. Mich hat dies besonders gefreut, weil gerade Yes eine meiner liebsten Bands aus dem Prog-Rock Bereich ist.

Howe erzählt auf über 320 Seiten, was er im Business erlebt hat. Je weiter man im Buch vorankommt, umso mehr gewinnt man ein Bild von dem Mann hinter der Gitarre, außerhalb seiner gewohnten Bühnen-Präsenz. Steve Howe gewährt Einblicke in sein Schaffen mit Tomorrow, seiner ersten größeren Band, Yes, GTR und Asia und er erzählt von seinen Begegnungen mit Jimi Hendrix und den Beatles. Im Buch finden sich auch zahlreiche Bilder, die die Stationen seines Lebensweges eindrucksvoll abbilden.

Auch seine frühen Jahre werden beleuchtet, als er noch nicht im Rampenlicht großer Bühnen stand. Diese Schilderungen vermitteln einen anderen Eindruck von Howe, als die späteren Kapitel, die sich doch immer wieder mit Eckdaten seiner Bands auseinandersetzen und weniger mit seiner Person. Die schimmert allerdings in diesem ersten Teil des Buches durch und gibt den Blick auf einen anderen Steve Howe frei. Trotzdem erfährt man auch später noch persönliches von ihm, z.B. dass er den Taoismus sehr schätzt und sich vegetarisch ernährt.

Man erfährt nicht viel über andere Bandmitglieder, aber er macht sehr deutlich, wenn er mit Dingen in der Bandentwicklung nicht einverstanden war, auch in der Zeit nach 1992 wo die Zusammenarbeit der ursprünglichen Besetzung von Yes endete. Man lernt viel über seinen Standpunkt und das was ihm in Bezug auf seine Band wichtig war und ist. Allerdings geht er bei manchen Problemen, die er mit seinen Mitmusikern beschreibt, nicht darauf ein, um welchen seiner Bandkollegen es sich dabei handelt…man kann hier nur Vermutungen anstellen.

Man erfährt auch einiges über seine Vorlieben, insbesondere in Bezug auf seine Gitarren, aber auch dass er alte Daimler-Benz Modelle liebt. Ebenso liebt er den Canabiskonsum und macht daraus auch kein Geheimnis.

Alles in allem merkt man deutlich, dass Howe das Buch selbst geschrieben hat und kein Ghostwriter am Werk war, was in einigen Bereichen aber sicher ein besseres Gegenlesen nötig gemacht hätte. Wer Yes liebt und ein Fan von Howe ist, ist mit diesem Werk allerdings trotzdem gut bedient. Über seine Arbeit mit Asia ist allerdings nicht so viel im Buch enthalten. Es werden Fragen zur Bandgeschichte beantwortet, andere bleiben offen. Hierfür müssten vermutlich auch andere Bandmeber ihre Autobiografien veröffentlichen, um ein umfänglicheres Bild zu erhalten. Mir hat das Buch trotz allem gut gefallen und es liest sich gut

 

Dafür geben das Promoprtal-germany und Crossfire 8,5 von 10 möglichen Punkten

Die broschierte Ausgabe gibt es für 27,00 Euro, als E-Book ist Howes Biografie für 9,99 Euro zu haben

Hannibal-Verlag ISBN 978-3-85445-702-2

 

 

 Review: Barbar`o`Rhum - Journal de B´O´R

Die Band Barbar`o`Rhum stammt aus Toulousse in Frankreich und hat sich dem Folk-Metal verschrieben. Schon 2020 erschienen, aber erst jetzt bei uns gelandet, wofür ich im Nachgang ganz dankbar bin. Die Musik ist durch Abwechslungsreichtum gekennzeichnet, die auch daran liegt, dass verschiedenste Instrumente eingesetzt werden. Vom Saiteninstrument, über Flöten und Dudelsäcke ist alles vorhanden. Man verortet sich im Bereich der Piraterie, somit könnte man sagen es handelt sich um Pirate-Folk-Rock.

Mit französischen Texten und interessanten Einlagen aus dem Metal kommen die zehn Stücke daher. Auch reine Instrumentalstücke sind dabei, die wie alles durchweg interessant arrangiert sind. Auch das schön gestaltete Booklet widmet sich ausgiebig den Piraten und wurde liebevoll gestaltet. Auch die Songintros sind sehr atmosphärisch gestaltet, so dass das gesamte Werk wie aus einem Guss wirkt.

Mich hat das Gesamtkonzept sehr angesprochen. Es macht Spaß die Scheibe zu hören und gedanklich mit rauhen Kumpanen und legendären Kapitänen auf Segelschiffen durch die Karibik zu schippern. Das Promoportal-germany und Crossfire vergeben 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

L’Equipage de Barbedrut

Pirate des Champs

L’Antre de Davy Jones

Boire, Occire, Rire

Le Robin des Mers

Le Rocher des Pirates

Birdy

Pénurie de Rhum

Frères de Bitte

La Chasse au Kraken

Les P’tits Rafiots

 

Spielzeit 62.06

 

 

Review - X Ray Cat Trio - Love, Blood & Monsters

 

(A.M.) Bereits im März 2020 veröffentlichte das Trio aus Leeds „X Ray cat Trio“ ein weiteres Album namens „Love, Blood & Monsters“ über „Buzzard´s Claw Records“.

Im Stil bleiben sie ihrer bisherigen Note treu und verzaubern erneut mit einer Mischung aus Rockabilly, Doo-Wop, Surf und trashigem Garagenrock. Und um das Gesamtkonzept auch genauso zu unterstreichen, klingen alle Songs auch in ihren Aufnahmen nach genau dieser Zeit mit den dumpfen Verzerrungen und eben nicht bis ins Detail clean, wie es die heutige Qualität ermöglicht.

Bereits der Opener „Terrordactyl“ macht dies ganz klar. Er erinnert vom Sound nämlich an „Wild Thing“ von „The Troggs“ aus den 60er Jahren. Und genauso geht die gesamte Scheibe auch weiter. Alle 14 Songs sind sich einig. Von Tempo her deutlich flotter und mit dem Hauptaugenmerk auf der Stilgitarre, ist der instrumental gehaltene Song „The Devil´s Cum Rag Part 2“. Besonders dröhnend kommt „Getalong Gang“ durch die Boxen. Durch die Saxophonpassagen gewinnt „A C´mon“ einen eigenen Stellenwert, wobei dieser Titel phasenweise auch sehr hektisch wird. Zudem wird unter anderem in diesem Song das Thema „Monsters“ gut aufgegriffen und dargestellt. „Oh Baby Why Don´t You Come Home“ erinnert an klassische Elvis Balladen.  

Unsere Anspieltipps sind der Opener „Terrordactyl“ und „Oh Baby Why Don't You Come Home“.

 

Promoportal-Germany vergibt 8 von 10 Punkte!

 

 

Tracklist:

1. Terrordactyl

2. Morticia

3. Deathrace 2000

4. When You Gonna Do It

5. The Devil´s Cum Rag Part 2

6. Reincarnation

7. Lonely Lonely Lonely Lonely Night

8. Getalong Gang

9. Ah C´mon!

10. Oh Baby Why Don´t You Come Home

11. The Fiji Mermaid

12. Demiurge

13. Goodnight Little Vampire

14. Nina Noelle

Review: Helstar – Clad In Black

Nach über vier Jahren meldet sich Helstar mit einem neuen Album zurück. Wie gewohnt, bekommt man hier Heavy Metal vom Feinsten geboten. Ein umfangreiches Album das James Rivera und seine Jungs hier an den Start gebracht haben.

Schon das erste Stück „Dark Incarnation (Mother Of The Night)“ ist eingängig und beeindruckt mit einem düsteren Riff, der zum Text des Stückes passt. Getragener aber ebenfalls beeindruckend folgt dann „Black Wings Of Solitude“….hier fühlt man sich an alte Mitsinghymnen erinnert, von denen der Heavy-Metal immer gelebt hat. Auch bei „Across The Raging Seas“ fängt man schnell an den Kopf zu schütteln und ich wünsche mir eigentlich nichts anderes, als dieses Material live hören zu können, zumal mich die Band bei ihrem letzten Auftritt im Oefenbunker bereits total begeistert hat. Jetzt covert die Band „Restless And Wild“ von Accept und direkt danach „After All (The Dead)“ von Black Sabbath. Als letztes wagen sie sich noch an „Sinner“ von Judas Priest. Normalerweise stehe ich nicht auf unnötige Coversongs, aber hierbei hat die Band rundherum einen guten Job abgeliefert.

Als zweite CD ist die Wiederveröffentlichung des Werkes „Vampiro“ enthalten. Alter solider Heavy- Metal, denn man sich immer wieder anhören kann und nichts von seiner Kraft verloren hat. Hier bekommt man deutlich zu spüren, dass die Band schon in den alten Tagen eine echte Macht war. Für den Eindruck empfehle ich sich „Awaken Into Darkness“ und „To Dust You Will Become“ anzuhören.

Die Kombination aus EP und Wiederveröffentlichung bietet ein randvolles Paket guten, alten Heavy-Metal, den man nur empfehlen kann. Das neue Material ist ebenso hörenswert, wie die Klassiker der Band. Hierfür vergibt das Promoportal-germany 8,5 von 10 Punkten

 

Tracklist:

Dark Incarnation (Mother Of The Night)

Black Wings Of Solitude

Across The Raging Seas

Restless And Wild

After All (The Dead)

Sinner

 

Awaken Into Darkness

Blood Lust

To Dust You Will Become

Off With His Head

From The Pulpit To The Pit

To Their Death Beds They Fell

Malediction

Repent In Fire

Abolish The Sun

Black Cathedral

Dreamless Sleep

 

Review: Motörhead – Louder Than Noise – Live in Berlin

Die Scheibe, die das 2012er Konzert von Motörhead im Velodrom in Berlin dokumentiert, geht in den nächsten Tagen auf den Markt. Ein typisches Motörhead-Konzert, mit Ansagen von Lemmy, wie jeder alte Fan sie kennt und alten und neuen Stücken aus der gesamten Schaffensperiode der Band. Die Scheibe vermittelt einen guten Eindruck von dem, was Motörhead auf der Bühne ausgemacht hat.

Schön, dass man über die Release alter Livekonzerte noch etwas „Neues“ von der Band bekommen kann, nachdem der Meister die Bühne dieser Welt verlassen hat. Besonders kraftvoll kommt die Live Show auch deswegen daher, weil über 12000 Motörhead-Fans für den richtigen Backround sorgen.

Mit er CD kommt eine Bonus DVD, damit man auch einen optischen Eindruck des Ganzen gewinnen kann. Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt, wenn man sich vor einen großen Fernseher setzt und die alten Shows, die ich selbst erleben durfte tauchen vor dem geistigen Auge wieder auf.

 

Für dieses grandiose Konzert und den tollen Mitschnitt vergibt das Promoportal-germany 8,5 von 10 Punkten

 

Tracklist:

I Know How to Die

Damage Case

Stay Clean

Metropolis

Over the Top

Doctor Rock

String Theory

The Chase Is Better Than the Catch

Rock It

You Better Run

The One to Sing the Blues

Going to Brazil

Killed by Death

Ace of Spades

Overkill

 

Review: U.D.O. – Live in Bulgaria

Mit diesem Album liefert U.D.O. vermutlich das einzige Livekonzert des Jahres 2020 ab, deshlab hat es auch den netten Untertitel „Pandemic Survival Show“. Hier verbinden wir gleich die Hoffnung, dass es dieses Jahr ein paar nette Liveshows geben wird…schauen wir mal. Jedenfalls kann man hier deutlich sehen, dass es wesentlich schwieriger ist Live zu agieren, wenn das Publikum sitzend, weit weg von der Band angesiedelt wird. Hier fehlt die gewohnte Interaktion mit den Fans vor der Bühne, wobei Udo und die Band darum bemüht sind, das Beste daraus zu machen….was sollten sie auch sonst tun. In jedem Fall kann man gut wahrnehmen, was diese Distanz aus Livekonzerten macht und wie sehr dies auf die Stimmung drückt.

Nun aber zur Show von U.D.O. Wie immer liefert Udo Dirkschneider mit seiner Band eine Hammershow ab, von der sich viele andere Bands eine Scheibe abschneiden könnten. Ohne viel Schnörkel drumherum, steht Udo noch heute auf der Bühne wie eine eins und zeigt, dass Bands, die ihn nicht haben wollten, hier wohl deutlich schief gelegen haben. Udo drückt mit seiner Stimme allen Songs seinen ganz eigenen Stempel auf, der sie immer unvergleichlich machen wird, auch wenn man ihm stimmlich das Alter mittlerweile anhört…aber das sei ihm verziehen. Auch die Band trägt hierzu ihren Teil bei und supportet den Frontmann wie eine Eins.

Die Band spielt Lieder aus ihren eigenen Scheiben, greift aber auch auf einige ACCEPT-Klassiker zurück, die für mich auch ohne den Gesang von Udo nur die Hälfte wert sind. So liefert die Band eine Mischung aus dem gesamten Schaffen des Frontmanns ab, die energiegeladen und schön dreckig wie immer daherkommen. Mit einer Spieldauer von 138,15 Minuten, bekommt man dann auch ein Paket, dass es sich lohnt zu kaufen. Für neue wie alte Fans ein wirklich guter Livegig.

Das Promoportal-germany vergibt für eine umfangreiche Live-CD, die unter besonderen Umständen entstand 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Tongue Reaper

Make The Move

Midnight Mover

The Wrong Side Of Midnight

Metal Machine

Independence Day

Rose In The Desert

Vendetta

Rising high

Prologue The Great Unknown

In The Darkness

I Give As Good As I Get

Princess Of The Dawn

Timebomb

Drum Solo

Bass Solo

Hungry And Angry

One Heart One Soul

Man And Machine

Animal House

They Want War

Metal Heart

Fast As A Shark

Balls To The Wall

Stillness Of Time (Outro)

 

Band:

Udo Dirkschneider (Vocals)

Andrey Smirnov (Guitar)

Fabian Dee Dammers (Guitar)

Tilen Hudrap (Bass)

Sven Dirkschneider (Drums)

 

Review: Budderside – Spiritual Violence

Budderside präsentiert mit „Spiritual Violence“ ihr zweites Album. Nach dem Senkrechtstart der Band, erfolgreichen Auftritten mit Motörhead, Anthrax und Slayer, freut man sich nun, dass ein neuer Longplayer am Start ist.

Das erste Stück „Wide Awake“ zeigt dann auch gleich, wo es lang gehen wird. Der Song drückt und man hofft gleichzeitig, dass es so bleiben wird. Die nächsten Songs schlagen in die gleiche Kerbe. „Zen“ gab es schon als Videovorabveröffentlichung und lässt nichts zu wünschen übrig. Bei „Amber Alert“ wird das Ganze mit der Stimme von Carla Harvey angereichert, die bei den „Butcher Babies“ Frontfrau ist und danach geht es direkt weiter mit dem nächsten Gast, Phil Campbell von Motörhead. Die Freundschaft mit der Band ist auf den gemeinsamen Auftritten entstanden, zumal Budderside sich auch auf deren Label befindet. Schade, dass Lemmy das nicht mehr erleben durfte.

„I´m A Man“ ist dann nicht ganz so meine Nummer. Es driftet eher in den Crunch ab, ist mir aber grundsätzlich zu soft. Dann covert man Johnny Cash (zum Glück kann es nicht mehr andersherum sein, weil Cash immer die Lorbeeren beim Covern abgegriffen hat…Zu Recht). Die Version von „Folsom Prison Blues“ ist härter als das Orginal und hat auch ordentlich Dampf. Was einem dann besser gefällt ist dann eine andere Frage. Mit „Things We Do“ wagt man sich dann gleich an die nächste Musiklegende heran. Ein „Led Zeppelin“ Cover, mit Kinderchor, dass man sich meiner Meinung nach einfach hätte schenken sollen.

Zum Glück findet man mit „Feels So Good“ wieder in die Anfangslinie zurück. Ich atme durch. Auch das letzte Stück „Daygobah“ passt wieder in meine Welt und verhilft der Scheibe zu einem würdigen Ende.

Gut produziert, abwechslungsreich und mit einigen Ohrwürmern kommt das neue Album daher, auch wenn es einige Längen aufweist. In jedem Fall hörenswert und die Fans der Band werden sich mit dem Album identifizieren können und vom Stil her werden zumindest die Teenies drauf stehen. Das Promoportal-germany vergibt hier 8 von 10 Punkten.

 

Band

Patrick Stone – Vocals

Sam Koltun – Guitars

Logan Nikolic – Guitars

Gabe Maska – Bass

Jeff Dewbray – Drums

 

Tracklist:

Wide Awake

Zen

Amber Alert (feat. Carla Harvey/Butcher Babies)

Pardon Me (feat. Phil Campbell/Motörhead)

I´m A Man

Folsom Prison Blues

Things We Do

Feels So Good

Soul Searches

Daygobah

 

Spielzeit: 33:42 Min.

 

Review: Da oide Schlog – Mit voia Wucht

Nach einer netten Konversation via E-Mail hat mir Stefan die neue Scheibe von „Da oide Schlog“ für eine Review zukommen lassen. Ich war in jedem Fall bereits gespannt, weil ich schon immer etwas für Mundartrock übrig habe, sei es BAP, die Rodgaus, Flatsch oder die Spider Murphy Gang…und auch Hans Söllner hab ich ja einige Male live gesehen. Also rein mit der Scheibe in den Player…und los geht’s.

Schon das erste Stück macht Lust auf mehr, mit einem beißenden Riff geht’s los und der bayrische Bluesrock geht direkt ins Ohr. „Der oide Schlog“ ist ein gelungener Opener, der sich in den Gehörgängen festsetzt. Mit „Grattler“ geht’s ordentlich bluesig weiter, mit einem Text der einem Schmunzeln lässt – so nen Typ kennt nämlich jeder. Auch der „Hoizbergschubser“ passt gut ins Konzept und punktet mit schönen Trompeteneinwürfen…hier punktet die Band aber noch mehr…auch Saxophon, Säge kommen zum Einsatz

„Glutenfrei“ kommt im Country-Rock-Style daher und hat wieder einen Text, der nicht nur zum lächeln, sondern auch zum Nachdenken anregt – was braucht man wirklich!

„Handwerksleid“ hat ebenfalls schöne Bäsersätze, ein starkes Gitarrensolo und bluesrockt fein daher. Dann folgt „Alois“….eine Homage an den „Münchner im Himmel“…ich habs gefeiert. Schon für den Song lohnt es sich die Scheibe zu kaufen (…ich stand da halt früher schon drauf) ….ich sag mal: GOIL.

„Hells Oma´s“ drückt dann im AC/DC Style los und macht ebenfalls richtig Spaß. Dann widmet sich dem Band, dem Herrn der Hölle. „Da Deife“ gibt unseinen bluesigen Eindruck des Fürsten der Finsternis – na habt ihr nen Deal an ner Straßenkreuzung gemacht ;-)

„Rehragout Rock“ passt auch gut…und ich krieg Hunger….dem Waidmann wird mit einem schönen Trompetensolo gehuldigt. Passt!!! „Gstanzl“ ist eine gute Mischung aus Rock und bayrischer Volksmusik und die Tuba drückt den richtigen Bass von hinten in den Song.

„Der Nachbar“ geht jetzt wieder eher rockig zur Sache und man kann hier schon sagen, dass die Scheibe sehr abwechslungsreich ist, aber stilistisch doch wieder gut zusammenpasst. In jedem Fall ein sehr interessantes Konzept. „Massenphase“ ist wieder voll im Bluesrock beheimatet und zeigt, dass die Jungs in der Lage sind Musik zu spielen, die Live sicher einige dazu bringen wird, ordentlich mit abzurocken.

Nun widmet sich die Band einem echt wichtigen Thema…den „Wurstsemmen“. Bluesgitarren mit Tuba…supa!!! …und endlich huldigt mal jemand den kulinarischen Köstlichkeiten, die wirklich wichtig sind auf dieser Welt…plus dem Durst auf Bier den man dabei bekommt.

Jetzt folgt „Schanierl“, fast schon baladesk am Anfang, ruhiger aber textlich wieder gut gelungen. Den Abschluss bildet dann die „Bayernhymne“, um dem Lokalpatriotismus und der dazugehörigen Mundart noch mal richtig zu huldigen. Traditionelle Stücke neu gespielt, sind eigentlch immer gut, vor allem dann, wenn sie irgendwann richtig ordentlich rockig anschieben. Fast schon Punkrock würd ich sagen.

Alles in allem wirklich gut gelungen. In der Produktion könnte noch etwas passieren, aber die Ideen machen das locker weg. Das Promoportal-germany gibt für ein tolles Konzept mit ordentlichem Spaßfaktor 9 von 10 Punkten….weiter so Jungs!!!....und hoffentlich auch mal Live!!!

 

Line Up:

 

Stefan Breu: Gesang, Bass, Tenorsaxophon, Säge

Stefan Kolbeck: Gesang, Gitarre, Trompete

Michael Pongratz: Gitarre, Mundharmonika

Alexander Ritzler: Schlagzeug

 

Tracklist:

 

Da oide Schlog

Grattler

Hoizbergschubsa

Glutenfrei

Handwerksleid

Alois

Hells Omas

Da Deife

Rehragout Rock

Gstanzl

Der Nachbar

Massenphase

Wurstsemmen

Schanierl

Bayernhymne

 

Spielzeit 55 Minuten

 

 

Review: Saxon – Inspirations

 

Saxon ist eine der alten bekannten Heavy Metal Legenden aus den 70er Jahren, die mit Inspirations ein ganz besonderes Album abliefern. Sie widmen sich den Songs, von denen sie sagen, dass sie die Band inspiriert haben. Hierfür haben sie 11 Songs auf den Longplayer gepackt, die den meisten Menschen mehr oder weniger bekannt sein dürften.

Sie beginnen mit „Paint it Black“ von den Stones und liefern hier eine Version ab, die sich nahe am Original der Stones bewegt. Danach folgt „Immigrant Song“ von Led Zeppelin, der mir in der Saxon Version wirklich gut gefällt. Mit „Paperback Writer“ von den Beatles folgt dann ein weiteres, sehr bekanntes Stück, was mir allerdings in dieser Version nicht so gut gefällt. Stimmlich etwas schwach, metallischer im Sound, deshalb trotzdem gut hörbar.

Mit „Evil Woman“ covert man dann einen Song von Black Sabbath, den diese von Crow gecovert haben (hätte man eventuell erwähnen sollen). Trotzdem gut gemacht, mit schönen Bassläufen und an dieser Stelle passt Biffs Gesang sehr gut. Nun wagt sich die Band mit „Stone Free“ an ein Hendrix Cover, dass sie erstaunlich gut umsetzt. Mir gefällt dieses Cover zumindest recht gut. Dann folgt der Motörhead-Klassiker „Bomber“, der sicher nicht nur als Song die Band beeinflusst hat, da man mit Motörhead eine langjährige Freundschaft pflegte. Die nun folgende „Speed King“ Version von Deep Purple überzeugt ebenfalls rundherum. „The Rocker“ von Thin Lizzy gefällt mir im Original allerdings wesentlich besser.

Mit „Hold The Line“ von Toto hat Saxon dann wieder eine Version geschaffen, die deutlich metallischer ist, als die Originalversion. Schon alleine deshalb gefällt mir dies dann wieder sehr gut. Nun geht es mit AC7DC weiter und „Problem Child“ wird gelungen umgesetzt. Das Ganze endet mit „See My Friends“ von den Kinks, das schön melodisch umgesetzt wurde.

Alles in allem ein gelungenes „Cover“-Album, dass Saxon hier abliefert. Die Scheibe geht ins Ohr, aber die Frage ist, ob ein Album, dass nur Cover-Versionen aufweist notwendig gewesen wäre. Alles in allem gut umgesetzt, freue ich mich aber auf das nächste, eigene Album der Band

 

Das Promoportal-germany vergibt hierfür 7,5 von 10 Punkten

 

 

Band:

Gesang – Peter „Biff“ Byford

Gitarre – Paul Quinn

Gitarre – Doug Scarratt

Bassgitarre – Nibbs Carter

Schlagzeug – Nigel Glockler

 

Tracklist:

Paint It Black (Rolling Stones Cover)

Immigrant Song (Led Zeppelin Cover)

Paperback Writer (Beatles Cover)

Evil Woman Black (Black Sabbath Cover)

Stone Free (Jimi Hendrix Cover)

Bomber (Motörhead Cover)

Speed King (Depp Purple Cover)

The Rocker (Thin Lizzy Cover)

Hold The Line (Toto Cover)

Problem Child (AC/DC Cover)

See My Friends (The Kinks Cover)

Spiellänge 36:21

 

 

Review: DeWolff - WolffPack

Mit WolffPack veröffentlicht das Trio um Pablo van den Poel aus den Niederlanden, ihr neues Album. Das Album umfasst 10 Songs und wird dem gewohnten Stil der Band gerecht. Klassischer Rock´n´Roll, der Spaß macht und wie gewohnt einige Knaller mit beinhaltet. Abwechslungsreich und gut gespielt, kann man sich auf eine Scheibe einstellen, die vom ersten bis zum letzten Stück gut produzierte Musik bietet und sicherlich nicht nur einmal im CD-Player landet.

In jedem Fall zeigt die Band, dass man ein Album produzieren kann, dass vom etwas schwermütigen, Soul lastigen Stück, Songs mit Anleihen am Funk, sowie gute Prog-Rock-Nummern beinhaltet. Einige Gäste waren an der Entstehung des Werks ebenfalls beteiligt. Zu nennen sind hier The Dawn Brothers, The Grand East, Broken Brass, Theo Lawrence, Ian Peres und Judy Blank. Diese Ansammlung von Gastmusikern erklärt dann den Namen des Albums „WolffPack“ eigentlich recht gut. Alles in allem ist der Sound der guten alten Tage, der Hauptfaktor, warum mir dieses Album viel Freude bereitet hat. Eine der neueren Bands, die Musikern von bekannten alten Bands wie Pink Floyd oder Black Sabbath sicher auch Freude bereiten würden.

Den Song „Yes You Do“ findet man auch als Video bei Youtube und ist meine erste Empfehlung, um sich einen Eindruck der Scheibe zu holen. Des Weiteren empfehle ich „Roll Up The Rise“ und „Bona Fide“ als Anspieltipps.

Für dieses durchweg solide Album vergibt das Promoportal-germany 8 von 10 Punkten...weiter so Jungs!!!!

 

Tracklist:

Yes You Do

Treasure City Moonchild

Do Me

Sweet Loretta

Half of Your Love

Lady J

Roll Up The Rise

Bona Fide

R U My Savior?

Hope Train

 

Besetzung:

Bass - Luka van den Poel

Gesang - Pablo van den Poel, Ian Peres, Judy Blank

Gitarre - Pablo van den Poel

Keys - Luka van den Poel

Schlagzeug - Luka van den Poel

 

Review: Joseph Williams – Denizen Tenant

Mit Denizen Tenant melde4t sich auch Joseph Williams auf der Solobühne zurück. Wie er auch bei Lukather an seinem neuen Solowerk mitgewirkt hat, hat dieser dies auch auf Denizen Tenant getan. Ein gelungener Austausch zweier Bandkollegen, die ganz eigene Soloalben produziert haben.

Auch Williams hat einige Musiker gewonnen, die geholfen haben, sein Soloalbum zu bereichern. David Paich, Simon Phillips, Leland Sklar, Nathan East, Mike Landau, Lenny Castro, Jeff Bakko und Jay Gruska waren ebenfalls mit von der Partie. Mit 11 Nummern wartet sein Werk auf, was es deutlich umfangreicher macht als das Soloalbum von Lukather. Williams orientiert sich allerdings mehr am Sound von TOTO und Songs wie „Never Saw You Coming“ und „Liberty Man“, die das Album eröffnen, folgen deutlich dem alten Sound von TOTO.

Trotzdem schafft Williams eigene Musik, die durch sein harmonisches Keyboard und Pianospiel und einfallsreiche Gesangslinien auffällt. Auch Williams hat auf seinem Album Songs gecovert, wie z.B. „Don´t Give It Up“ von Peter Gabriel und „If I Fell“ von den Beatles, die er gut neu interpretiert und bei dem Song von Peter Gabriel erhält er gesangliche Unterstützung durch seine Tochter Hanna Ruick.

Auch hier erhält man ein abwechslungsreiches, sehr gut produziertes Album, dass es sich zu hören lohnt. Für dieses Album vergeben wir 8 von 10 Punkten. Alles in allem bekommt man aber tolle Musik zu hören, die nicht langweilig wird und jeden Plattenteller bereichert.

 

Tracklist:

Never Saw You Coming

Liberty Man

Denizen Tenant

Wilma Fingadoux

Black Dahlia

Don‘t Give Up

The Dream

Remember Her

No Lessons

Mistress Winter‘s Jump

If I Fell

World Broken

 

Review: Steve Lukather – I Found The Sun Again

Der Leadgitarrist von TOTO hat eine neue Scheibe produziert, die es ab Anfang März zu kaufen gibt. Lukather hat bereits einige Soloalben produziert, die sich ebenfalls sehen bzw. „hören“ lassen. Bei der jetzigen Soloalbenproduktion hat er mit Bandkollegen Joseph Williams zusammengearbeitet: Dieser hat ebenfalls ein Soloalbum produziert, bei dem Lukather auch mitgewirkt hat. Ein spannendes Konzept, dass es nun bald zu kaufen gibt.

Lukather hat allerdings noch andere Berühmtheiten gewinnen können, so z.B. Ringo Starr, den ehemaligen Schlagzeuger der Beatles. Des Weiteren sind David Paich, Gregg Bissonette, Jeff Babko und Jorgen Carlsson am Album beteiligt. Wer Musik al la TOTO erwartet, wird allerdings hier die falsche Scheibe in der Hand halten. Jazzlastiger Blues wird geboten, der mir persönlich viel Spaß gemacht hat. Auch die Produktion lässt nichts zu wünschen übrig und man kann sich auf ein rundum gelungenes Hörerlebnis freuen.

Neben Eigenkompositionen hat Lukather sich allerdings auch einigen Songs als Coverversionen angenommen. So hat er den Traffic Song „The Low Spark Of High Heeled Boys“, einen Song von Robin Trower „Bridge Of Sighs“ und den Steve Walsh Song „Welcome To The Club“ neu aufgenommen. Alle drei Coverversionen sind gut gelungen und Lukather gelingt es, ihnen eine eigene Note zu verpassen.

Ein durchweg gelungenes und super produziertes Album, dass dem Gitarristen von TOTO gut zu Gesicht steht. Das Promoportal-germany vergibt hierfür 9 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

Along For The Ride

Serpent Soul

The Low Spark Of High Heeled Boys

Journey Through

Welcome To The Club

I Found The Sun Again

Run To Me

Bridge Of Sighs

 

 

Review: Gatuplan - Kampen Går Vidare!

 

Euch sagt der Name Gatuplan nichts...aber vielleicht sagt euch der Name Inge Johansson etwas, der schon den Bass bei Bands wie Noise Conspiracy, Against Me!, CSS, Cryssis and Stilett zupfte. Nun wartet er mit seinem ersten eigenen Projekt auf, dass den Namen Gatuplan trägt. Das Album heißt übersetzt „Der Kampf geht weiter“ und somit ist klar, dass sich das Ganze auch politisch in den Texten sehr eindeutig äußert

Man bekommt tatsächlich guten alten Punk-Ska-Rock in reinster Form geboten…und der drückt ordentlich. Schon der erste Song Radio Gatuplan zeigt, wohin es geht. Der Song hat Anleihen an gute alte Ska-Stücke und für uns Mitteleuropäer mutet die Schwedische Sprache etwas ungewöhnlich an, aber man gewöhnt sich dran. Manche Stücke bieten interessante musikalische Kniffe, aber sie haben durch den Grundsound im Großen und Ganzen alle einen sehr eingängigen Beat, der einem dass Tanzbein schwingen lassen möchte. Den Song der die Homage für die Punkrocklegende „Dee Dee Ramone“ nenne ich mal als einen der Anspieltipp…außerdem gibt es ihn au Youtube als Video zu sehen.

 - Und ich sage nur einfach reinhören und Spaß haben.

Alles in allem eine gelungene Scheibe, die allen Ska Liebhabern gefallen wird…eine schwedisch gesungene Platte ist ja auch mal was anderes ;-)…zum vergleich sage ich einfach, wer Mano Negra oder Doctor Krapula mag, ist hier hundertprozent richtig.

 Das Promoportal-germany und Crossfire vergeben 8 von 10 Punkten für eine Scheibe mit Spaßfaktor.

 

Tracklist:

Radio gatuplan

Min revolution

Cashen dom tas

All tid i varlden

Punkhjarta

Millenial blues

Skandinistas

Apan pa ryggen

Din varld min varld

Dee  Dee Ramone

Stureplansfrisyr

Staden med levande doda

 

Gesamtspielzeit: 36 Minuten

 

 

FERDY DOERNBERG BEFORE THE SUN GOES DOWN 73:08 DLR

Steve Burdelak

Was macht der gestandene Musiker, der in Corona-Zeiten nicht auftreten darf. Klar, er geht ins Studio und arbeitet an einen Release. Davon trudelten in den letzten Monaten so einige in unsere Redaktion ein. Doch das Wenigste hatte die Qualität, wie das aktuelle Solowerk von Ferdy Doernberg (Axel Rudi Pell).

Der Multiinstrumentalist und Tausendsassa an allen Instrumenten, hat nicht weniger als neunzehn Beiträge eingezimmert und den Silberling zeitlich voll ausgereizt. Value for Money! Doch anstatt sich nur auf die Masse zu konzentrieren, serviert uns Ferdy, der sich auch für die coolen Vocals verantwortlich zeichnet, ein facettenreiches Werk, das sich in einem erstaunlichen US-Sound im Americana-Stil, beziehungsweise Southern Rock und Country manifestiert.

Richtig, alle Songs samt den Lyrics stammen aus der Feder des Meisters, der sich aber an manchen Stellen von Gästen aushelfen ließ. Namedropping gefällig? Nun gleich vier Drummer, Mark Zonder (ex-Fates Warning), Jörg Uken (ex-Rumble Militia, Temple Of Dread), Herbert Hartmann (Rough Silk) und Alex Wenn (ex-Gunter Gabriel) waren auf verschiedenen Tracks am Start. Lebensgefährtin Maike Wolff gab die Ukulele, Percussions und das Viking Sword (?) zum Besten. Am Bass Anke Sobek (Rough Silk), Ecki Hüdepohl (It´s M.E.) sowie Mike Mandel (Rough Silk). Die Gitarristen lauten Mathias Dieth (ex-Sinner, ex-U.D.O., spielt das Solo auf "If You Can´t Be Bad - Be Careful!") und Robby Ballhause (Singer / Songwriter, spielt das Intro auf "Gentleman With A Thing").).

Aufgrund der aufwendigen Texte und dass es sich hier um Ferdy pur handelt...gehe ich stark von autobiografischen Themen aus. Und die haben es in sich. Ferdy liefert Zeit zum Nachdenken und in sich kehren. Und trotzdem bieten die Lieder Spaß, Partylaune, Witz, Charme aber nie den erhobenen Zeigefinger. Ferdy stößt zum Überlegen an und belehrt nicht. Ferdy wäre aber auch nicht Ferdy, wenn er musikalisch auf einem Genre beharren würde. Somit kommt immerhin auf „See You When You Made It Through“, seine Musical-Ader durch, serviert er mit „Gentleman With A Thing“, eine waschechte Tagebuch-Ballade, es gibt einen schönen Chanson, mit dem äußerst kurzen Titel „Spider Cones, Hopeless Romantics, Lovesick Aliens And A Lonely Sparrow Sitting On A Branch Reflecting On Existence“ und direkt darauf geht es äußerst rockig mit „We Need To Be More Punkrock!“...allerdings verpackt in einem wuchtigen 70er-Jahre Hammond-Orgel-Solo los.

Ihr lest, Überraschungen sind genau Ferdy´s Sache. Abschließend gibt es noch etwas saftigen Rock ´n´ Roll („Roaddog“) und immer wieder Piano und Gitarren-Licks. Den Abschluss begleitet die Stammband Rough Silk, mit einem kleinen Mattenschüttler namens „Encore: No Music – No Business!“...kurz, bündig, verspielt und mit Message an die Lockdown-Verantwortlichen zur Zeiten der aktuellen Pandemie!

Schön, dass solche Veröffentlichungen mit Mut und ohne Blick auf den Mainstream noch einkehren. Für mich vielleicht das beste Ferdy Doernberg Album überhaupt. 9,5

 

Review: Paul McCartney - McCartney III

Label: CAPITOL Jahr: 2020 Running Time: 44:48 Kategorie: Neuerscheinung Non Metal

(S.B.) Das ich mal ein Album von einem meiner größten Helden, Mister Paul McCartney besprechen würde, wäre mir am Anfang meiner Schreiber-Karriere, nicht im Traum eingefallen. Und dann bekommen ich das Teil auch noch mit einem kleinen Promo-Säckchen, samt dreier Würfel zugeschickt.

Rechnerisch sind wir hier wohl beim neunzehnten Solo-Release. Achtundsiebzig Lenze jung und immer noch nicht müde. Klar, mittlerweile hört man seiner Stimme an, das er nicht mehr der kräftigste Sänger ist aber sein altes Flair hat er voll im Griff. Zu bewerten ist vorliegender Silberling sicherlich nicht ganz einfach, hat der ex-The Beatles Mit-Fronter, nur selten in dieselbe Trick-Kiste gegriffen. Elf Beiträge sind es geworden, wobei man den Opener „Long Tailed Winter Bird“, erst Mal mit Vorsicht genießen muss, da das instrumentale Stück, etwas aus dem Rahmen herausfällt. Paul, der fast die gesamte Produktion selber übernommen hat, George Martin (auch der fünfte Beatle genannt) hat gerade mal „Winter Bird / When Winter Comes“ mitproduziert und Greg Kurstin (Pink, Sia) half bei „Slidin´“ aus, zeichnet sich auch für den Einsatz von Gesang, Gitarre, Bass, Klavier, Cembalo, Keyboards, und dem Wurlitzer Electric Piano verantwortlich.

Also ein echtes Solo-Werk. Lediglich auf „Slidin´“ gab es Unterstützung von Rusty Anderson (begann seine Zusammenarbeit mit Paul im Jahr 2001) an der Gitarre und Abe Laboriel Jr. am Schlagzeug. Wie der Leser bereits erahnen konnten, handelt es sich um insgesamt neun neue Nummern und zwei nachgearbeiteten ältere Lieder. Paul der live durch die Covid 19 Situation ausgebremst wurde, begab sich in sein Studio (Hog Hill Studios in Sussex) und nutzte Vintage Instrumente und Recording-Geräte um seinen teilweise kruden und minimalistischen Kreationen gerecht zu werden. Es handelt sich somit mitnichten um Mainstream-Hits oder auf melodisch angesetzte Pop-Chartbreaker, wie er in den 80er-Jahren komponierte.

Man bekommt den warmen Charme mancher Wings-Momente und eine Reise durch Paul musikalischen Karriere der Post-The Beatles-Ära. Dazu ein gewisses Flair von handelsüblichen McCartney-Balladen, Nuancen von der späten Johnny Cash Atmosphäre auf „Woman And Wives“ und durchdringenden Soul. Vielleicht nicht das beste Werk des Briten aber facettenreich und charmant in seiner Ausrichtung.

Weiter so! Note: 8 von 10 Punkten

 

 

Review: Bonfire – Roots

Bonfire, eine der alten Bands, von denen man sich immer wieder freut, etwas zu hören. So melden sie sich nun mit dem Album „Roots“ zurück. Die Tour zum letzten Album hat ja bisher leider nicht stattfinden können, umso mehr freuen wir uns über das Album. Gespannt schieben wir die Scheibe ein, zumal wir hier mit akustischen Ergüssen der Band konfrontiert werden.

Die Band feiert ihre Wurzeln und spielt auf der Scheibe immer wieder auf Rockklassiker anderer Bands an. Wir wollen hier nicht zu viel verraten, aber jeder wird Adaptionen bekannter Songs auf der Scheibe finden. Man kann nur sagen…viel Spaß beim Suchen.

Die Songs stammen vornehmlich von den ersten drei Scheiben der Band und die akustischen Arrangements kommen mit Schlagzeug trotzdem eher kräftig, rockig daher, was für eine Akustikscheibe eher unüblich ist. Insgesamt werden 24 Songs geboten, was die Scheibe recht umfangreich gestaltet. Insgesamt mit einer Spielzeit von fast einer Stunde und 45 Minuten bekommt man hier schon etwas für sein Geld

Alles in allem ein starkes Album, dass trotz neuem Sänger die Musik von Bonfire prima abfeiert. Das Promoportal-germany vergibt 8,5 von 10 Punkten für eine wirklich gelungene Mischung aus alten Songs und akustischer Interpretation

 

TRACKLIST

 

CD1

 

01 Starin’ Eyes

 

02 American Nights

 

03 Let Me Be Your Water

 

04 Price Of Lovin’ You

 

05 Comin’ Home

 

06 Ready 4 Reaction

 

07 Give It A Try

 

08 Sleeping All Alone

 

09 Who’s Foolin’ Who

 

10 Why Is It Never Enough

 

CD2

 

01 Fantasy

 

02 When An Old Man Cries

 

03 Love Don’t Lie

 

04 Lonely Nights

 

05 Under Blue Skies

 

06 You Make Me Feel

 

07 No More

 

08 The Devill Made Me Do It

 

09 Without You

 

 

Bonus Tracks / Fan Songs:

 

10 Your Love Is Heaven To Me

 

11 Piece Of My Heart

 

12 Youngbloods

 

13 Our Hearts Don’t Feel The Same

 

14 Wolfmen

 

Spielzeit: 44:20 min(CD1) / 60:53(CD2)

 

Review: Wolfredt – Tides

Die estländische Band Wolfredt wartet mit ihrem neuen Longplayer Tides auf. Ursprünglich als Projekt von Margus Vollpriits gestartet ist die Band jetzt mit vervollständigtem Line-Up und dem neuen Namen Wolfredt am Start. Jetzt werden wir das Ergebnis mal genauer unter die Lupe nehmen.

Das erste Stück „The Flood2 macht einen recht mächtigen Eindruck, der sich aber im Laufe der nächsten Stücke so nicht fortsetzt. Hier werden aber die Hörer brachialerer Töne in jedem Fall auf ihre Kosten kommen. „Walrus Song“ ist dann melodischer und wesentlich eingängiger als das erste Stück der Scheibe. Der darauffolgende Song „Colossus“ schafft es dann noch beindruckender im Gesamtkonzept zu erscheinen als sein Vorgänger. Hier kann ich sagen, ein absoluter Anspieltipp dieser Scheibe. Metallisch gefolgt von „Ghost In The Machine“, bevor der ruhigere Track „The Forgotten Man“ folgt. Auch diesen Song würde ich als Anspieltipp empfehlen. Nun folgt „Moebius Strip“, dass im Laufe immer härter und eindringlicher wird. Mit dem wirklich langen Stück „The Ebb“ läuft die Scheibe dann aus.

Alles in allem eine gute Mischung, wobei man manchmal den Eindruck gewinnen kann, dass die Band ihren Stil noch nicht wirklich gefunden hat. Trotz alledem ist hier deutlich Potential für weitere Scheiben vorhanden und ich gehe davon aus, dass auch dann einiges geboten werden wird. Mir gefällt Tides gut und die Band zeigt, dass noch einiges von ihr zu erwarten ist.

 

Das Promoportal-germany und Crossfire vergeben 8 von 10 Punkten.

 

Tracklist:

The Flood

Walrus Song

Colossus

Ghost In The Machine

The Forgotten Man

Moebius Strip

The Ebb

 

Spieldauer 44.08 Minuten

 

Line-up:
Margus Voolpriit – guitar
Andres Soosaar – guitar
Pertti Johanson – bass
Kallervo Karu – drums